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Texas

Pornostar Tom Faulk droht langjährige Haftstrafe

In vielen schwulen Haushalten ist Tom Faulk ein Gesicht, das man öfter mal beim Internet-Streamen sieht. Doch jetzt muss der Pornodarsteller um seine Freiheit bangen.


Tom Faulk war jahrelang ein beliebter Pornodarsteller in Collegefilmen – links ist sein neuestes Polizeifoto zu sehen

Der amerikanische Pornostar Tom Faulk ist wegen Drogenhandels in Houston (US-Bundesstaat Texas) verhaftet worden und muss mit einer mehrjährigen Haftstrafe rechnen. Laut dem Polizeibericht, den das schwule Pornoblog Str8UpGayPorn veröffentlichte, droht dem aus vielen Schwulenpornos der letzten acht Jahre bekannten Darsteller eine Anklage wegen tätlicher Übergriffe auf ein Familienmitglied und auf einen Polizisten sowie wegen Produktion und Handel der Drogen Kokain und Methamphetamin (Crystal Meth) in nicht geringer Menge (mehr als 200 Gramm).

Bei einer Verurteilung drohen ihm mindestens fünf Jahren Haft. Seine nächste Anhörung vor Gericht ist für den kommenden Mittwoch vorgesehen.

In seinem aktuellen Mugshot-Foto (Polizeifoto) sieht der frühere Porno-Darsteller äußerst mitgenommen aus; über seinem linken Auge befindet sich etwa ein Tattoo (?) mit der Aufschrift "Death" (Tod).

Bereits im letzten Jahr saß Faulk wegen Drogenvergehen wochenlang in U-Haft, wurde aber bislang noch nicht verurteilt. In den vergangenen Jahren war er immer wieder von der Polizei festgenommen worden – Pornoblogs veröffentlichten regelmäßig seine Mug-Shot-Bilder.


Mug-Shot-Bilder der vergangenen Jahre mit Tom Faulk

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Erste Verhaftung mit 17 Jahren

Das erste Mal verhaftet wurde Faulk nach eigenen Angaben im Alter von 17 Jahren nach einem Streit mit seinem Vater, mit dem er ein schlechtes Verhältnis gehabt habe – nach seiner Festnahme seien aber die Vorwürfe der Körperverletzung fallen gelassen worden. Die meisten Verhaftungen waren wegen kleineren Vergehen mit Drogen oder Alkohol, die nicht in einem langen Gefängnisaufenthalt endeten. 2015 erklärte er dazu in einem Interview: "Ich denke, viele Leute wissen nicht, wie einfach es ist, ins Gefängnis zu kommen – speziell in einem rückständigen Staat wie Texas." In Interviews hatte Faulk offen erzählt, dass er ein großer Cannabis-Fan sei und zu Beginn seiner Pornokarriere auch als Ecstasy-Dealer gearbeitet hatte.

Auf seiner Twitter-Seite hat Faulk inzwischen seine neue Gefängnis-Adresse veröffentlicht – er bittet Fans, ihm per Briefpost zu schreiben.



Faulk war seit 2011 in unzähligen Pornoszenen mehrerer Labels aufgetaucht. Von 2012 bis 2018 arbeitete er etwa für FraternityX – einem Label, das sich auf Szenen von angeblichen Collegestudenten spezialisiert hat, die in ihrem stereotyp eingerichteten "Studentenwohnheim" teils infantile Rudelfick-Szenen mit Bier- und Cannabis-Konsum performen. Außerdem arbeitete Faulk unter anderem für NakedSword, NextDoorStudios und Men.com.

In der Vergangenheit hatte Faulk erklärt, dass er persönlich sich weder als hetero- noch homosexuell ansehe. "Als ich 18 war, dachte ich, ich sei schwul, und habe bei College Dudes mit Pornos angefangen", sagte er einmal in einem Interview. "Ich habe mich aber nicht wirklich als schwul gefühlt, ich wollte das nur mal ausprobieren. Ehrlich gesagt kann ich es mir nicht vorstellen, einen Mann zu lieben. Ich kann einen Mann für eine Stunde oder so ein oder zwei Mal für komische Sachen benutzen, aber ansonsten haben mir Schwulenpornos gezeigt, wie sehr ich die weibliche Form schätze." (cw)



#1 Homonklin44Profil
  • 24.05.2019, 18:01hTauroa Point
  • Scheint ein ziemlicher Wandlungskünstler zu sein, was Gesichter angeht, aber auf dem einen Foto schaut er echt aus wie nach einem stundenlangen Verhör oder durchzechter Nacht.
    Na ja, wenn man so Scheiße baut, muss man irgendwann dafür grade stehen.

    Die Leute, die Männer für komische oder sonstwelche Sachen nur benutzen wollen, schwirren aber auch so im Web ganz viel herum. Ich weiß nicht, ob die Pornokultur das so verbreitet hat, oder ob das aus einer lieblosen Nursex-Kultur nach da überging.
    Dass so viele vor Liebe regelrecht fliehen oder sie als albern bis lächerlich abtun, hätte ich mir früher nicht vorstellen gekonnt.
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#2 Patroklos
#3 TomDarkProfil
#4 ZundermxeAnonym
  • 25.05.2019, 09:18h
  • Antwort auf #1 von Homonklin44
  • Glaub nicht, dass sich da wirklich so viel zu früher geändert hat. Erst recht nicht wegen der sogenannten Pornokultur.
    Vielleicht ist es heute nur etwas öffentlich auffälliger und bewusster.

    Früher hat es bspw die zahlreichen Heftchen und Pornokinos an jeder Ecke gegeben. Freier hatten immer schon eine Gemeinsamkeit, egal worauf sie mit wem standen, den Ehering.
    Heutzutage ist vllt möglich leichter als es früher gewesen ist zu realisieren, wenn wer es denn will, dass die Liebe (und für viele die damit verbundene erträumte Monogamie) schnell beim nächsten Ständer aussetzt.
    Das würd ich auch erstmal nicht allgemein beklagen wollen.

    Natürlich gibt es in der Spannbreite der Sexualität Menschen für die es primär um Lustgewinn und Befriedigung geht. Die Farbtönungen sind da unendlich.
    Hab auch Männer kennengelernt, die sich selbst als schwul bezeichnen und dies doch nur an der gelebten Sexualität fest machen. Das kann zutreffen, muss es aber nicht...

    Kann mich täuschen, aber sein Gesicht und die Veränderung über die Jahre wirkt wie ein typisches Drogengesicht (auch ich hab im Zweifelsfall meine Vorurteile gespeist aus Erfahrung).
    Zumindest ist es vom Leben arg gezeichnet.
    Wahrscheinlich die nicht unübliche Karriere des Süchtigen zum Kleindealer.
    Wenn dann noch andere Straftaten hinzukommen, insbesondere Gewalttaten, ist der Knast meist die logische Folge.
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#5 TheDadProfil
#6 Homonklin44Profil
  • 25.05.2019, 18:09hTauroa Point
  • Antwort auf #4 von Zundermxe
  • Das mit der Drogenkarriere steht ja dort. Wenn man da als Endteen schon hinein gerät, wird der Eigenkonsum nicht so nieder sein.

    Zum anderen danke ich für den anderen Blickwinkel.
    Ich bin wahrscheinlich einfach bloß altmodisch und verträumt. Hat man mir in jungen Jahren schon vorgeworfen :o/
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#7 ZundermxeAnonym
  • 26.05.2019, 12:05h
  • Antwort auf #6 von Homonklin44
  • An Liebe zu glauben oder darauf zu hoffen ist nie altmodisch und verträumt. Ebenso ist es mMn mit der Monogamie.
    Es sollte halt nicht wertend oder selbstverständlich erwartend auf andere bezogen sein sondern den eigenen Bedürfnissen und der eigenen Persönlichkeit entsprechen.

    Liebe braucht Zeit und Gelegenheit.
    Allein diese Kriterien scheinen in unseren 5G-Zeiten immer schwerer zu finden.
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