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Neue Regelung

US-Regierung erlaubt Trans-Diskriminierung im Gesundheitswesen

Die Administration von Donald Trump plant eine "klare" Definition von Geschlecht – Oppositionschefin Nancy Pelosi warnt vor der Gefährdung von Menschen in "verwundbarsten und lebensbedrohlichsten Momenten".


Wie von LGBTI-Aktivisten befürchtet, schränkt die Trump-Regierung immer mehr Rechte von sexuellen und geschlechtlichen Minderheiten ein (Bild: Gage Skidmore / flickr)

Die Regierung von US-Präsident Donald Trump will eine Regelung abschaffen, die trans und intergeschlechtlichen Menschen vor Diskriminierung im Gesundheitswesen schützt. Das US-Gesundheitsministerium teilte am Freitag (Ortszeit) mit, es plane eine "klare" Definition von Geschlecht, die sich an der Auslegung der Gerichte orientiere. Trumps Vorgänger Barack Obama hatte die Definition 2016 ausgeweitet.

Demnach schloss "Diskriminierung aufgrund des Geschlechts" auch die Geschlechtsidentität ein. Entscheidend war demnach nicht das biologische Geschlecht, sondern ob sich ein Mensch "männlich, weiblich, als keines von beidem oder als Mischung aus beidem" empfindet. Die Anwendung der Regelung wurde jedoch blockiert, da mehrere Bundesstaaten und Gesundheitsbehörden Klage einreichten. Das Gesundheitsministerium will Geschlecht nun der "klaren Auslegung der Justiz" entsprechend definieren, sagte ein Sprecher.

Scharfe Kritik von Demokraten und Trans-Verbänden

Die Oppositionschefin im Repräsentantenhaus, Nancy Pelosi, kritisierte das Vorhaben. Es gefährde trans Menschen in "einigen der verwundbarsten und lebensbedrohlichsten Momenten ihres Lebens". Auch Menschenrechtsgruppen verurteilten die Pläne scharf. "Niemand sollte aufgrund seiner Identität von der medizinischen Versorgung ausgeschlossen werden und seine Gesundheit und sein Leben riskieren", teilte das National Center for Transgender Equality mit.

Einer Studie von 2015 zufolge nahmen 23 Prozent der befragten trans Personen im Jahr zuvor keine medizinische Versorgung in Anspruch aus Angst, schlecht behandelt zu werden.

Nicht die erste transfeindliche Maßnahme

Vergangenen Monat trat ein Verbot für die Aufnahme von trans Menschen in die US-Armee in Kraft. (queer.de berichtete) Trump hatte das Verbot damit begründet, dass die Armee nicht mit den "enormen medizinischen Kosten" belastet werden dürfe sowie mit der Unruhe, welche die Aufnahme von trans Soldaten mit sich bringe.

Erst vor wenigen Tagen hatte das amerikanische Ministerium für Stadtentwicklung und Wohnungsbau einen neuen Richtlinien-Entwurf veröffentlicht, mit der die "Equal Access"-Regel der Obama-Regierung außer Kraft gesetzt werden soll (queer.de berichtete). Betreibern von Obdachlosenheimen erhalten damit das Recht, trans Menschen mit Verweis auf ihre "religiösen Überzeugungen" den Zugang zu ihren Einrichtungen zu verwehren. (cw/AFP)



#1 JasperAnonym
  • 25.05.2019, 15:41h
  • Schlimm, dass Menschen nur aufgrund ihrer Natur so gemobbt werden. Von einer Regierung, die offenbar nur für manche Menschen da ist statt für alle.
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#2 vote_for_HarrisAnonym
  • 25.05.2019, 15:58h
  • Liebe US-Bürger,

    bitte wählt Harris. Tut alles, um diesen Republikaner aus dem Weißen Haus zu bekommen.
    Diese Diskriminierung ist Wahnsinn!

    ©BuntesUndSchönes
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#3 BuntUndNaivAnonym
  • 25.05.2019, 16:07h
  • Antwort auf #2 von vote_for_Harris
  • "Liebe US-Bürger", "dear Nairobi"...

    Melde dich doch bitte, wenn dir die deutschsprachigen US-Bürgerinnen und das liebe Nairobi geantwortet haben.

    Hast du mal in Erwägung gezogen, gleich an den Weihnachtsmann oder die Zahnfee zu schreiben?
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#4 vote_for_HarrisAnonym
#5 lindener1966Profil
  • 25.05.2019, 17:13hHannover
  • Die Hexenjagd durch christlich-fundamentalistische Kreise hat längst begonnen.

    Buchempfehlung:

    Chris Hedges: : "American Fascists- The Christian Right And The War On America"

    Die prominenteste Vertreter in Deutschland: Gabriele Kuby, deren Tochter Sophia und Mathias von Gersdorf
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#6 IronikerAnonym
  • 25.05.2019, 18:44h
  • Na dann werden wir ja bald die nächste "Flüchtlingswelle" haben, die uns natürlich, wie jede, "total überrollt": Trans* Menschen aus den USA.

    Willkommen werden sie im nach wie vor trans- und homophoben sowie xenophoben Deutschland nicht sein.

    Du meine Güte, man kann nur inbrünstig hoffen, dass die US-Amerikaner_innen sich nicht entblöden, diesen Trampel auch noch wiederzuwählen.
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#7 Ith_Anonym
  • 25.05.2019, 19:33h
  • Antwort auf #6 von Ironiker
  • "Trampel" finde ich eine arg harmlose und verharmlosende Bezeichnung für jemanden, der seine Macht aktiv dazu missbraucht, verschiedene Pfeilern der Grundbedürfnisse einer ganzen Menschengruppe zu entfernen bzw. zu zerstören.

    Im Militär - über Berufsausschluss. Wenn man dann auf der Straße steht - im Obdachlosenheim. Wenn man von irgendwas davon krank wird - dann eben auch im Gesundheitssystem. Und von der gesellschaftlichen Signalwirkung fangen wir besser gar nicht erst an.

    Und so grausam das ist, und so wenig man in vielerlei Hinsicht dagegen machen kann, so wie sich auch hier die SPD als machtlos gegenüber Seehofer erklärt, der mächtigsten Person in Deutschland direkt nach Frau Springer (was aber ja gerade dazu verpflichtet, so viel Widerstand zu leisten wie nur irgend möglich, wenn man das mit der Würde ernst meinte)... irgendwie hab ich die Ahnung, dass der Aufschrei lauter wäre, wenn's eine Menschengruppe betreffen würde, von der man sich nicht auch hierzulande einig ist über die "eigentlich ja schon" geringere Wertigkeit, den Spleen-/Verrückt-Faktor und die Nicht-Anerkennung, weil die Doch-Anerkennung schon ganz schön viel verlangt ist, was unsereins auch einfach echt mal einsehen könnte.

    Also, naja, wat soll man dazu sagen. Bei irgendeiner Bevölkerungsgruppe muss man anfangen, wenn man austesten will, wie weit sich die Menschenwürde aktiv bekämpfen lässt. Sich dafür erstmal eine zu suchen, die im Sinne von Akzeptanz, Unterstützung und beim gefühlten Wert sowieso schon ganz unten steht - und das meist eben auch finanziell, weil das mit dem "unten" ja ein Ist-Zustand ist, nichts, das sich vorher so viel besser verhalten hätte, ist eigentlich nur logisch, wenn man schonmal austesten will, welche Hebel man noch außer Kraft setzen muss, damit das alles künftig leichter wird, und sich auch da umsetzen lässt, wo die Bevölkerung und der Rest des Parlaments nicht ganz so sehr dahinterstehen.
    Ich nehm das insofern nicht persönlich. Ich betrachte das tatsächlich als aktives Austesten von Inaktivierungsoptionen demokratischer Checks & Balances.

    Und würde mich auch nicht 100%ig darauf verlassen, dass Trump dabei mehr ist als der nützliche, leicht manipulierbare, senile Idiot, den man halt in die entsprechende Machtposition gebracht hat.
    Die Leute, die in Amerika herrschen, stammen letztlich von Europäern ab. Und in Europa war das lange Zeit üblich, dass 6-12-Jährige auf dem Thron sitzen, während die Berater die Politik machen.
    In den USA sind das zurzeit halt Evangelikale. Und Christen hatten an Demokratie noch nie irgendein nicht-geheucheltes Interesse.

    Wer glaubt, dass ihn_sie das nichts angeht, weil selbst nicht betroffen, sollte die Amis tatsächlich anbeten, künftig anders zu wählen. Ich halte das nach wie vor nur für den Anfang.
    Der halt deswegen gut funktioniert, weil man das mit "uns" halt machen kann. Protestieren tut in unserem Fall dagegen kaum jemand. Und unsereins hat einfach so viel um die Ohren, dass die Kapazitäten ohnehin begrenzt sind. In jeder Hinsicht.
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#8 IronikerAnonym
  • 25.05.2019, 19:55h
  • Antwort auf #7 von Ith_
  • ""Trampel" finde ich eine arg harmlose und verharmlosende Bezeichnung"

    Ist eigentlich irgendwas von dem, was hier Andere als Du selbst schreiben, auch mal OK für Dich? Könntest Du Dich vielleicht auch mal auf die Sachthemen konzentrieren, die Du berechtigterweise kritisieren willst, ohne immer wieder jemanden hier runterzumachen?

    Es ist ganz bestimmt nicht meine Absicht, Trump zu verharmlosen. Und ich bin auch kein harmlos denkender Trottel. Ich habe mich hier an einem - vielleicht nicht sehr guten - Wortspiel versucht. Hätte ich "Trumpel" geschrieben, hätte es wohl keine_r verstanden.

    Ich meine damit, dass Trump, seitdem er an der Macht ist, alles kaputt-trampelt, was Andere jahrzehntelang vorher mühsam aufgebaut haben. Man könnte ihn auch mit Nero vergleichen - vielleicht ist Dir das ja lieber oder akademischer. Immerhin hat der gleich alles abgebrannt.

    Nein: we don't need another Nero.

    Aber ich brauche hier echt auch keine_n, der wirklich in JEDER Suppe ein Haar oder gleich ganze Haarbüschel findet und nicht ein einziges Mal einfach mal stehen lassen kann, was Andere schreiben. Das frustriert mich als User, der hier gerne auch kommentiert. Das solltest Du doch eigentlich verstehen können?

    Lass doch mal andere Leute Ausdrücke wählen, die für Dich vielleicht nicht ganz OK sind, die aber doch dennoch in eine ähnliche Richtung gehen wie das, was Du meinst. Du konstruierst hier nur allzu oft Gegner_innen, wo eigentlich keine sind oder keine sein müssten.

    Und entschuldige - aber ich finde das unfassbar anstrengend.
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#9 Gerlinde24Ehemaliges Profil
  • 26.05.2019, 06:37h
  • Liebe Amis,

    bitte wählt 2020 einen Demokraten. Jeder von denen wird besser sein, als der Schmock Trump! Und egal, wen Ihr wählt, seine/ihre vordringlichste Aufgabe wird sein, den Scheiß, den er und seine Administration verzapft hat, wegzuräumen.
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#10 Gerlinde24Ehemaliges Profil