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Hamburg

Schwuler SPD-Kandidat an Wähler: "Bums mich rein!"

Pascal Sauer kandidiert am Sonntag auf einem abgeschlagenen Listenplatz für die Bezirksversammlung Hamburg-Mitte – und hofft aufs Kumulieren. Er verspricht: "Ich geb den Homos eine Stimme."


Pascal Sauer will in Hamburg queere Kommunalpolitik machen (Bild: perciee / instagram)
  • 25. Mai 2019, 16:42h 45 2 Min.

Am Sonntag werden nicht nur das Europaparlament und die Bremer Bürgerschaft neu gewählt, sondern auch die Bezirksvertretungen in Hamburg. Nun sorgt mit dem 28-jährigen Sozialpädagogen Pascal Sauer ein SPD-Kandidat in Hamburg-Mitte für bundesweite Schlagzeilen.


Wer kann bei diesem Lächeln schon Nein sagen?

Mehrere Medien griffen seinen griffigen Wahlkampf-Slogan "Ich geb den Homos eine Stimme. Bums mich am 26.5. rein!", der unter anderem auf Postern zu lesen ist, auf. Sauer, der hauptberuflich im schwulen Checkpoint Hein & Fiete arbeitet, will damit auf zwei Dinge aufmerksam machen, nämlich dass er sich für LGBTI-Rechte engagiert und dass er von seiner Partei auf einen ziemlich abgeschlagenen Listenplatz gesetzt wurde.

Vor fünf Jahren erzielte die SPD in Mitte 19 der insgesamt 51 Mandate, Pascal steht für die Wahl am Sonntag auf Platz 58. Bei den Hamburger Bezirkswahlen haben die Wähler jedoch mehrere Stimmen und können diese auf einen beliebigen Kandidaten kumulieren – und ihn damit nach vorne holen.

"Einlochen am 26.5." war Alternativ-Slogan

Sauers Spruch löste bei den Hamburger Sozialdemokraten nicht nur Freude aus. "Ich wollte mit dem Slogan ein wenig provozieren, außerdem ist er unterhaltsamer als ein plumpes 'Wählt mich', rechtfertigte sich der gebürtige Heidelberger gegenüber der "Hamburger Morgenpost". Zuvor habe er über den Spruch "Einlochen am 26.5." nachgedacht ("das ist so ein Running Gag unter Schwulen"), die Idee jedoch wieder verworfen. Nach Ratschlägen anderer Genossen klebte er die jüngsten Wahlposter ohne den "Bums"-Zusatz.

Er wolle Politik machen, weil er finde, dass die queere Community auf Bezirksebene "oftmals viel zu wenig Beachtung findet", erklärte der 28-Jährige gegenüber dem schwulen Stadtmagazin "hinnerk". "Es geht in unserer Bezirksversammlung um Dinge, die direkt vor unserer Haustür passieren. Um Wohnungsbau, Rad- und Gehwege, Jugend-, Kultur- und Sportvereinszentren und um Naherholungsflächen. Und auch in diesen Punkten sollte die Inklusion von LSBT*I-Personen berücksichtigt werden." (cw)

-w-

#1 tchantches
  • 25.05.2019, 18:57hSonstwo
  • Was hilft es, wenn die Partei nicht mitzieht?
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#2 Elfolf
  • 25.05.2019, 19:33hHamburg
  • Ich werde mein bestes geben. Außer SPD und Grünen gibt es nicht viel Auswahl und wenn man einen sympathischen Kandidaten auf der Liste puschen kann, versuch ich es zumindest.
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#3 sympathischAnonym
  • 25.05.2019, 19:35h
  • Humor hat er ja schon mal und seine Positionen sind gut.

    ©BuntesUndSchönes
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