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Hamburg

Schwuler SPD-Kandidat an Wähler: "Bums mich rein!"

Pascal Sauer kandidiert am Sonntag auf einem abgeschlagenen Listenplatz für die Bezirksversammlung Hamburg-Mitte – und hofft aufs Kumulieren. Er verspricht: "Ich geb den Homos eine Stimme."


Pascal Sauer will in Hamburg queere Kommunalpolitik machen (Bild: perciee / instagram)

Am Sonntag werden nicht nur das Europaparlament und die Bremer Bürgerschaft neu gewählt, sondern auch die Bezirksvertretungen in Hamburg. Nun sorgt mit dem 28-jährigen Sozialpädagogen Pascal Sauer ein SPD-Kandidat in Hamburg-Mitte für bundesweite Schlagzeilen.


Wer kann bei diesem Lächeln schon Nein sagen?

Mehrere Medien griffen seinen griffigen Wahlkampf-Slogan "Ich geb den Homos eine Stimme. Bums mich am 26.5. rein!", der unter anderem auf Postern zu lesen ist, auf. Sauer, der hauptberuflich im schwulen Checkpoint Hein & Fiete arbeitet, will damit auf zwei Dinge aufmerksam machen, nämlich dass er sich für LGBTI-Rechte engagiert und dass er von seiner Partei auf einen ziemlich abgeschlagenen Listenplatz gesetzt wurde.

Vor fünf Jahren erzielte die SPD in Mitte 19 der insgesamt 51 Mandate, Pascal steht für die Wahl am Sonntag auf Platz 58. Bei den Hamburger Bezirkswahlen haben die Wähler jedoch mehrere Stimmen und können diese auf einen beliebigen Kandidaten kumulieren – und ihn damit nach vorne holen.

"Einlochen am 26.5." war Alternativ-Slogan

Sauers Spruch löste bei den Hamburger Sozialdemokraten nicht nur Freude aus. "Ich wollte mit dem Slogan ein wenig provozieren, außerdem ist er unterhaltsamer als ein plumpes 'Wählt mich', rechtfertigte sich der gebürtige Heidelberger gegenüber der "Hamburger Morgenpost". Zuvor habe er über den Spruch "Einlochen am 26.5." nachgedacht ("das ist so ein Running Gag unter Schwulen"), die Idee jedoch wieder verworfen. Nach Ratschlägen anderer Genossen klebte er die jüngsten Wahlposter ohne den "Bums"-Zusatz.

Er wolle Politik machen, weil er finde, dass die queere Community auf Bezirksebene "oftmals viel zu wenig Beachtung findet", erklärte der 28-Jährige gegenüber dem schwulen Stadtmagazin "hinnerk". "Es geht in unserer Bezirksversammlung um Dinge, die direkt vor unserer Haustür passieren. Um Wohnungsbau, Rad- und Gehwege, Jugend-, Kultur- und Sportvereinszentren und um Naherholungsflächen. Und auch in diesen Punkten sollte die Inklusion von LSBT*I-Personen berücksichtigt werden." (cw)



#1 tchantchesProfil
#2 ElfolfProfil
  • 25.05.2019, 19:33hHamburg
  • Ich werde mein bestes geben. Außer SPD und Grünen gibt es nicht viel Auswahl und wenn man einen sympathischen Kandidaten auf der Liste puschen kann, versuch ich es zumindest.
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#3 sympathischAnonym
#4 Bonifatius49Anonym
  • 25.05.2019, 21:19h
  • Antwort auf #1 von tchantches
  • Solange in der Slowakei und in Rumänien seit vielen Jahren die Sozialdemokraten regieren und überhaupt keine Veranlassung sehen, zumindest ein Lebenspartnerschaftsinstitut zu ermöglichen, haben die Sozialdemokraten total verloren in Europa !!!
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#5 Patroklos
#6 Gerlinde24Ehemaliges Profil
#7 ElfolfProfil
  • 26.05.2019, 07:17hHamburg
  • Antwort auf #6 von Gerlinde24
  • In meinem Wahlbezirk sind leider zu viele Linke, die an der Realität vorbei leben. Normalerweise wären die meine erste Wahl, aber Politk muss auch umsetzbar sein. Von Utopien allein kann man nicht existieren.
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#8 Homonklin44Profil
  • 26.05.2019, 08:18hTauroa Point
  • Das ist ja oft die Problematik, wenn einer vielleicht als Mensch sympathisch rüberkommt, aber dann in der 'falschen' Partei tätig ist.
    Wichtig wäre dann eher, was der Mann sonst noch alles kann, außer schwul sein.
    Solange irgend eine Wahl stattfindet, wollen die immer alles Mögliche für LGBTI's tun. Sind sie dann im Amt, bleibt das an der Garderobe. Eigentlich müsste man hinterher wählen, und sehen, ob sie ihre Aussichten einlösen.

    Schwule gibt es nun auch bei den noch viel falscheren "Parteien", aber die sind dann oft unsympathisch.
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#9 Kotzbrockius49Anonym
  • 26.05.2019, 09:15h
  • Antwort auf #4 von Bonifatius49
  • Solange in der Slowakei und in Rumänien UND in Bulgarien UND in Lettland UND in Litauen UND in Polen seit vielen Jahren CHRISTLICH-verbohrte Politiker regieren und überhaupt keine Veranlassung sehen, zumindest ein Lebenspartnerschaftsinstitut zu ermöglichen, und CHRISTLICHE Politiker in Europa sich auch sonst völlig unsozial und neoliberal verhalten und gegen ihre ach so heiligen christlichen Prinzipien verstoßen, haben die CHRISTLICH-Verbohrten total verloren in Europa !!!
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#10 PeerAnonym
  • 26.05.2019, 10:17h
  • "nämlich dass er sich für LGBTI-Rechte engagiert und dass er von seiner Partei auf einen ziemlich abgeschlagenen Listenplatz gesetzt wurde. "

    Naja, das wundert ja auch keinen. Denn die SPD redet zwar gerne und viel von LGBTI-Rechten, aber in Wahrheit hat das für die SPD null Priorität, wie sie immer wieder beweist.

    Und nein, Herr Sauer, ich werde sie nicht wählen. Denn dafür müsste ich ja die SPD wählen und die müsste noch dazu sehr stark werden. Nein danke.
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