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- 01. Dezember 2003 - 1 Min.
Köln Der Ökumenische Gottesdienst zum heutigen Welt-Aids-Tag ist nach einer Intervention des Erzbistums Kölns von der Dominikanerkirche Heilig Kreuz ins Jeremiahaus der evangelischen Kirche in der Mozartstraße verlegt worden, berichtet die "Kölnische Rundschau". Der evangelische Pfarrer Rainer Stuhlmann sprach gegenüber der Zeitung von einem "starken Stück" und erklärte in Anspielung auf eine Rede des Kölner Kardinals Meisner: "Ich habe den Eindruck, dass nun auch noch die Aidskranken ausgeschwitzt werden". Meiser soll in Budapest gesagt haben, dass man Gifte wie Homosexualität "ausschwitzen" müsse, was vom Bistum jedoch bestritten wird. Die Absage des Gottesdienstes sei erfolgt, nachdem in einem evangelischen Gemeindebrief neben der Einladung des Gottesdienstes der Vatikan kritisiert worden war, so ein Bistumssprecher. Der Gemeindebrief hatte sich gegen das Vatikan-Dokument zur Homo-Ehe gewandt, zwei Mitglieder des Gottesdienst-Vorbereitungskreises hatten darin geschrieben: "Es ist zu hoffen, dass auch in der katholischen Kirche Menschen aus ihrem christlichen Glauben heraus den Mut finden, dem Papier der Glaubenskongregation zu widersprechen." Die sei eine Aufforderung zur Opposition, die mit dem ökumenischem Gedanken nicht vereinbar ist, so das Erzbistum.










