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Polizeibericht

Berlin-Kreuzberg: Schwuler schlägt homophoben Angreifer

In der Hauptstadt sind am Sonntagabend schwulenfeindliche Beleidigungen eskaliert. Weil sich ein Opfer mit Gewalt wehrte, erstatteten auch die Homohasser Strafanzeige.

Am späten Sonntagabend soll es in Berlin-Kreuzberg zu gegenseitigen Straftaten gekommen sein, bei denen Homophobie eine Rolle gespielt habe. Dies meldete die Polizei am Montag.

Nach bisherigen Erkenntnissen soll ein 27-Jähriger, der in Begleitung eines 28-Jährigen war, gegen 23.10 Uhr vier Männer im Alter von 29, 32, 35 und 36 Jahren, die gerade aus einem Mehrfamilienhaus in der Wrangelstraße kamen, aufgrund ihrer Homosexualität beleidigt und bedroht haben. Darüber hinaus soll der Tatverdächtige dem 32-Jährigen Tee, der nicht mehr heiß war, ins Gesicht geschüttet haben.

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Homohasser mit Fahrrad beworfen

Laut Polizeibericht haben sich die Schwulen jedoch gewehrt: Der 27-jährige mutmaßliche Angreifer und sein Begleiter erstatteten während der Sachverhaltsaufnahme Strafanzeigen gegen den 29-Jährigen des Quartetts, da dieser die beiden Männer zurück beschimpft und ein Fahrrad in Richtung des 27-Jährigen geworfen haben soll. Anschließend soll der 29-Jährige dem 27-Jährigen ins Gesicht geschlagen haben.

Nach der Feststellung der Personalien wurden alle Beteiligten vor Ort entlassen. Nähere Angaben zu ihnen wurden wie bei Erstmeldungen üblich im Polizeibericht nicht gemacht. Da Homophobie eine Rolle gespielt haben könnte, übernahm der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt Berlin die Ermittlungen.

Anders als in anderen deutschen Städten werden mögliche homo- oder transfeindliche Hintergründe von Straftaten gezielt in den Polizeiberichten Berlins publik gemacht. Die Polizei und Staatsanwaltschaft der Hauptstadt besitzen eigene Ansprechpartner für LGBTI. Laut dem Überfalltelefon Maneo kam es zuletzt zu einem Anstieg homo- und transfeindlicher Gewalt (queer.de berichtete). (cw/pm)



#1 RiccyAnonym
  • 27.05.2019, 13:06h
  • Finde es toll das sie keine schweche zeigten wir dürften uns so was nicht bieten lassen ich liebe und bin zu zusammen mit den ich glücklich bin
    Warum ist der csd nicht da wo es wirklich Probleme gibt
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#2 Carsten ACAnonym
  • 27.05.2019, 13:34h
  • Richtig so.

    Wir dürfen uns nichts gefallen lassen, sonst wird es immer schlimmer...

    Wenn es nur um Mobbing oder Beleidigung geht, ist natürlich Gewalt keine Option, sondern dann sollten wir Anzeige erstatten. Aber wenn wir tätlich angegriffen werden, dann ist alles weitere Notwehr...
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#3 stromboliProfil
  • 27.05.2019, 13:55hberlin
  • Antwort auf #1 von Riccy
  • genau, statt uns durch die "befriedeten strassen vom kurfürstendam hin zum brandenburger zu führen, wäre ein zug durch die viertel vom herrmansplatz hinein durch die karl marx strasse , rathaus neuköln zurück über sonnenallee, rüber zum kotti, oranienstrasse, im bogen hin zum görlitzer park.
    Da sind wir mitten in spannungsgebieten, wo unsere sichtbarkeit dringend von nöten wäre!

    Seid es dort den alternativen csd nicht mehr gibt, nimmt die schwulenfeindlichkeit zu.

    Ich würde auch eine art "strenmarsch andenken, wo aus spannungsgebieten her die leute zu einer großen abschlussveranstalltung kommen.

    Und mal ehrlich: wir brauchen weder eine bier/bratwurst flaniermeile, noch das sich staatsmäßg gebende am brandenburger tor.

    Sollte es wegen dem vorfall eine gerichtsverhandlung geben, hoffe ich das interessierte aus berlin hieran teilnehmen.
    Denn eins ist klar, deren gegenpartei wird ihre anhänger sicher hierfür mobilisierem im gericht.
    Also mitteilen, wenn die vorladungen im raum stehen!
    Auch hier heißt es: gesicht zeigen!
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#4 YannickAnonym
  • 27.05.2019, 14:16h
  • Antwort auf #3 von stromboli
  • Gesicht zeigen heißt es nicht nur bei Prozessen, sondern auch im Alltag.

    Niemand soll sich leichtfertig in Gefahr bringen, aber wir brauchen uns auch nicht zu verstecken und selbst für unsere Unsichtbarmachung zu sorgen.

    Wir dürfen uns nicht einschüchtern lassen:
    wenn die Menschen sehen, wie viele wir sind und wie vielfältig wir sind, werden sie das irgendwann akzeptieren.
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#5 UrberlinerAnonym
#6 Alexander_FAnonym
  • 27.05.2019, 17:25h
  • "Der Stolze mag missfallen, aber man verachtet ihn nicht. Nur auf den Nacken, der sich beugt, tritt der Fuß des vermeintlichen Herren".
    Hedwig Dohm
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#7 LillyComptonAnonym
  • 27.05.2019, 18:47h
  • Antwort auf #5 von Urberliner
  • Wegen diverser Streitigkeiten und Problemen mit / in der Orga und mit anderen.

    Zurück zum Thema: Wenn man sich wehrt kann man eigentlicg auch immer mit einer Gegenanzeige rechnen. Ob du nun dem Tittengrapscher eine Knallst oder dich sonstwie wehrst.

    Erstmal ermittelt die Pol, oft wird das eingestellt von der StA, manchmal hat die StA aber auch ein Problem mit dir und dann kann das vor Gericht gehen.

    Viel Kraft den Jungs.
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#8 marcocharlottenburgAnonym
  • 27.05.2019, 20:00h
  • Juristisch bewerten das abschließend andere, die Schilderung hier lässt aber aufhorchen und macht den dringenden Appell erforderlich, mit dem Notwehrrecht sorgsam umzugehen. Eine Beleidigung und kalter Tee könnten unter Umständen nichts ausreichen, falls die Schilderung zutrifft, mit einem Fahrrad nach jemanden werfen zu dürfen. Aber wie geschrieben , müssen andere bewerten. Bedarf einer vollständigen Sachverhaltsaufklärung.

    Das man sich wehrt, ist allerdings grundsätzlich zu begrüßen!
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#9 Gerlinde24Ehemaliges Profil
  • 28.05.2019, 03:20h
  • Prinzipiell bin ich gegen Gewalt, kann aber meine Freude darüber nicht verhehlen, dass der Mann sich gewehrt hat. Da hat ein homophobes A* das bekommen, was er verdient hat! Das nächste Mal wird er es sich zweimal überlegen. Schade nur, dass das nicht als Notwehr zählt.
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#10 Luckyluke9117Anonym