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Hollywood

Seth Rogen bedauert homophobe Szenen in seinen alten Filmen

Dem Hollywood-Star ist es heute peinlich, dass er zu Beginn seiner Karriere mit homophoben Witzen für Lacher gesorgt hatte.


Seth Rogen (re.) an der Seite von Zac Efron im 2016er Film "Bad Neighbors 2", in dem er auf homophobe Lacher verzichtet (Bild: Universal Pictures)

Der kanadische Schauspieler Seth Rogen hat in der neuesten US-Ausgabe des Magazins GQ bedauert, dass in mehreren seiner frühen Filme homophobe Szenen enthalten waren. "Zu mir sind Leute gekommen, die gesagt haben: 'Ich habe mich beschissen gefühlt, als ich im Kino war und jeder darüber gelacht hat. Wie bei der 'How I know you're gay'-Szene aus 'Jungfrau (40), männlich, sucht…'", sagte der 37-Jährige.

In der angesprochenen Szene aus der Filmkomödie von 2005 werfen sich die heterosexuellen Figuren Cal (Seth Rogen) mit David (Paul Rudd) während eines Computerspiels klischeeartig Sprüche an den Kopf, warum sie einander für schwul halten ("Weißt du, woher ich weiß, dass du schwul bist? Du magst Coldplay"). Rogen erklärte jetzt, er verstehe, warum sich Schwule bei dieser Szene unwohl fühlten. "Ich will nicht, dass irgendjemand dieses Erlebnis hat, wenn er unsere Filme anschaut."

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Viel Kritik an "Superbad"

Kritik von Homosexuellen hatte es auch immer wieder an Szenen aus der Highschool-Filmkomödie "Superbad" aus dem Jahr 2007 gegeben, in dem Rogen nicht nur eine der Hauptrollen übernommen, sondern gemeinsam mit dem Kanadier Evan Goldberg das Drehbuch geschrieben hatte. Rogen hatte bereits vor einigen Jahren in Interviews bedauert, wie beiläufig die sympathischen Hauptfiguren das Wort "gay" als Schimpfwort benutzt hatten. 2016 erklärte er etwa gegenüber der Zeitung "Independent", ihm tue inzwischen leid, dass in dem Film homophobe Sprache "verherrlicht" werde.

Direktlink | In "Superbad" kam die homophobe Sprache beiläufig herüber

Abseits seiner Filme hatte sich Rogen wiederholt für LGBTI-Rechte eingesetzt. Bereits 2012, drei Jahre vor der Ehe-Öffnung in den USA, schrieb er etwa auf Twitter: "Zu behaupten, dass die Ehe einer Person gegen deine Religion verstößt, ist das gleiche, wie wenn du sauer bist, wenn jemand einen Donut isst, während du auf Diät bist."



Der 1982 in Vancouver geborene Seth Rogen ist in Hollywood bereits seit Jahren als Schauspieler, Komiker, Drehbuchautor, Produzent und Regisseur etabliert. Zuletzt produzierte er die beiden von der Kritik hochgelobten Filme "Der Sex Pakt" und "Long Shot – Unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich". (dk)

Twitter / GQMagazine



#1 Julian SAnonym
  • 27.05.2019, 15:37h
  • Besser eine späte Einsicht als gar nichts.

    Ich gestehe jedem zu, dass er dazulernt. Und genug andere lernen gar nichts dazu.

    Aber jetzt ist es auch an ihm, nicht nur zu sagen "Ups, sorry", sondern sich auch für LGBTI-Rechte einzusetzen und in seinen Filmen ein positives LGBTI-Bild zu vermitteln. So kann er die Folgen seines damaligen Handelns zumindest abmildern.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 nicht_so_einfachAnonym
  • 27.05.2019, 17:39h
  • So einfach kommt er mir nicht davon.

    Er hat ne Menge Kohle mit seinem shit verdient, auf unsere Kosten.
    Jetzt, da er nicht mehr abhängig ist, da tut es ihm leid? Wie glaubhaft ist das? Sind das nur Worte, oder hat er denn ganz konkret was geplant, um seine Worte zu untermauern?
    Hat er das Geld gespendet, das er damals verdient hat?

    Übrigens kenne ich ihn nicht und er ist mir ganz spontan unsympathisch.

    ©BuntesUndSchönes
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