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Studie

Köln: 10,6 Prozent sind LGBTI

Die Stadt Köln sieht sexuelle und geschlechtliche Minderheiten als wichtigen Wirtschaftsfaktor an.


Unter zehn Kölnerinnen und Kölnern befindet sich statistisch immer mindestens eine queere Person (Bild: Stadt Köln)

10,6 Prozent der Bevölkerung Kölns zwischen 18 und 75 Jahren bezeichnen sich als lesbisch, schwul, bisexuell, trans, inter oder queer. Das entspricht einer Anzahl von über 87.000 Personen. Das ist das Ergebnis einer Studie im Auftrag der Domstadt mit dem Titel "LSBTIQ als Wirtschaftsfaktor für Köln" (PDF). Insgesamt wurden mehr als 1.500 Menschen aus Köln und ganz Deutschland online nach ihrer Selbsteinschätzung zu ihrer sexuellen oder geschlechtlichen Orientierung befragt. Bundesweit liegt der Anteil der LGBTI-Bevölkerung laut der Untersuchung bei 6,9 Prozent.

Bei einer Befragung unter Wirtschaftsunternehmen in Deutschland viertgrößter Stadt kam außerdem heraus, dass 95 Prozent der befragten Firmen der Ansicht sind, dass die Kölner LGBTI-Community einen wesentlichen Anteil daran hat, dass Köln als weltoffen und tolerant wahrgenommen wird. 94 Prozent der befragten Unternehmen bestätigen, dass der tolerante Umgang mit Lesben und Schwulen in Köln etwas ist, was die Stadt positiv von anderen Städten abhebt.

Toleranz als Standordvorteil


Die Studie wurde angesichts des 7. Deutschen Diversity-Tags am 28. Mai veröffentlicht (Bild: Stadt Köln)

Weltoffenheit und Toleranz werden von den Unternehmen als wichtige Standortvorteile für Köln bewertet. So stimmen 86 Prozent der befragten Unternehmensvertreterinnen und -vertreter der Aussage zu, dass "Weltoffenheit und Toleranz Köln attraktiver für hochqualifizierte Fachkräfte machen". 53 Prozent der befragten Unternehmensvertreterinnen und -vertreter geben außerdem an, dass Toleranz und Weltoffenheit in Köln bei der Entscheidung, sich als Unternehmen in Köln anzusiedeln, eine Rolle gespielt haben. Unter den Unternehmen, die erst seit fünf Jahren in Köln ansässig sind, liegt die Zustimmung zu dieser Aussage sogar bei 67 Prozent.

Auf Initiative der Stadtarbeitsgemeinschaft für Lesben, Schwule und Transgender (StadtAG LST) – einem beratenden kommunalpolitischen Gremium – hatte die Stadt Köln die Studie bei Wenzel Marktforschung in Auftrag gegeben. Die Kölner Verwaltung sieht die Ergebnisse als Beleg dafür, "dass Köln von einem weltoffenen und toleranten Image und dem bundesweiten Ruf als Hochburg von Lesben und Schwulen in mehrfacher Hinsicht auch wirtschaftlich profitiert"

OB: "Sexuelle und geschlechtliche Vielfalt ist ein Gewinn"

"Die Studie bestätigt, wie sehr wir die Vielfalt schätzen", erklärte Oberbürgermeisterin Henriette Reker (parteilos). "In einer Stadt zu leben, in der nicht nur kulturelle, sondern auch sexuelle oder die geschlechtliche Vielfalt offen gelebt werden kann, ist für uns alle ein Gewinn – auch wirtschaftlich gesehen." Die vorliegenden Ergebnisse zeigten, dass ein offenes, tolerantes und LGBTI-freundliches Umfeld "die Attraktivität der Stadt in Bezug auf die Frage der Standortentscheidung gerade für jüngere Unternehmen oder Start-Ups positiv beeinflusst", so das erste weibliche Oberhaupt in mehr als 2.000 Jahren Stadtgeschichte. Diese Faktoren stärkten auch die Attraktivität des Standorts für hochqualifizierte Fachkräfte. (pm/cw)



#1 RhingAnonym
  • 27.05.2019, 20:14h
  • ...mir sin multikulinarisch, mir sin multikulturell
    Mir sind in jeder Hinsicht aktuell - auch sexuell!

    Um es mit de Höhner ("Viva Colonia") zu sagen bzw. zu singen ;-)
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#2 tchantchesProfil
  • 27.05.2019, 21:42hSonstwo
  • Wenn nur dieser unverbesserliche Reaktionär in der Bahnhofskapelle nicht wäre...
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#3 DominikAnonym
  • 28.05.2019, 05:22h
  • wobei die Subsumierung von sexueller und geschlechtlicher Identität zu einem großen ganzen "LSBTIQ"-Baukasten natürlich fragwürdig und irreführend ist. Eine überwältigende Mehrheit innerhalb der "LSBTI-Community" sind einfach nur lesbische, schwule und bisexuelle Frauen und Männer - in Köln ca. 97 Prozent. Lediglich ca. 3 Prozent der "LSBTI-Gemeinde" gehören nach dieser Erhebung der wiederum zusammengefassten Gruppe "trans, inter oder queer" an. By the way, wie ist eigentlich "queer" genauer definiert? Wird das hier einfach nur als Synonym für non-binär gebraucht, oder als eine Art Zusammengefasstem von irgendwie allem? Verstehe ich nicht so ganz.

    Grundsätzlich finde ich diese Vermengung von sexueller und geschlechtlicher Identität problematisch. So haben doch natürlich auch Trans- und Interpersonen eine sexuelle Identität: von schwulen Transmännern bis zu heterosexuellen Intergeschlechtlichen ist da ja alles vertreten. Doch deren sexuelle Identität wird hier gar nicht erfasst, da sich ihre Auskunft eben auf die Geschlechtsidentität beschränkt. Wie sich übrigens auch die Auskunft aller Cis-Homosexuellen lediglich auf die sexuelle Identität beschränkt und dadurch eigentlich kein statistischer Wert über die Geschlechtsidentität dieser 97-Prozent-Gruppe ermittelt wird.

    Wenn man streng wissenschaftlich vorgeht, müsste man eigentlich die beiden unterschiedlichen Sachverhalte sexuelle Identität und geschlechtliche Identität getrennt voneinander untersuchen und erst nach jeweiliger Auswertung sehen, welche Korrelationen bestehen.
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#4 lindener1966Profil
#5 dellbronx51069Anonym