Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?33709

US-Umfrage

Homo- und Bisexuelle weniger religiös als Heteros

Kirche und Glauben spielen unter sexuellen Minderheiten eine weit kleinere Rolle als in der heterosexuellen Mehrheitsgesellschaft.


Weit weniger Schwule und Lesben glauben an Gott (Bild: BookMama / flickr)

  • 28. Mai 2019, 07:29h 39 2 Min.

Lesben, Schwule und Bisexuelle sind in den Vereinigten Staaten weit weniger religiös als Heterosexuelle. Das ist das Ergebnis einer neuen Analyse des Meinungsforschungsinstituts Pew Research Center, das Daten aus einer Religionsstudie aus dem Jahr 2014 ausgewertet hat. So erklärten 89 Prozent der amerikanischen Befragten, die sich als heterosexuell identifizierten, sie würden an Gott glauben. Unter Schwulen, Lesben und Bisexuellen liegt dieser Anteil nur bei 77 Prozent.

Mehr als die Hälfte der heterosexuellen Befragten gaben zudem an, täglich zu beten (56 Prozent). Bei Schwulen und Lesben lag dieser Anteil bei 41 Prozent, bei Bisexuellen sogar nur bei 38 Prozent. Zudem gab jeder dritte Hetero an, einmal pro Woche den Gottesdienst zu besuchen – bei LGB ist er nur jeder Sechste.

Spiritualität unter Heteros und Homos gleichermaßen verbreitet

Bei der Frage der Spiritualität nähern sich die Werte der Gruppen an. So gaben rund vier von zehn Homo-, Bi- und Heterosexuellen an, sie würden meditieren. Zudem fragten sich sowohl LGB als auch Heteros in gleicher Anzahl nach dem Sinn des Lebens – die Werte liegen hier zwischen 55 und 56 Prozent.

Andere Umfragen zu Religion und Spiritualität kamen in der Vergangenheit zu ähnlichen Ergebnissen (queer.de berichtete). Forscher erklären die Unterschiede mit der teils starken Ablehnung von Homosexuellen durch Kirchen. Zudem gibt es Erkenntnisse, dass religiöse Menschen gegenüber anderen Vorurteile haben und eher Minderheiten abwerten. Die Bielefelder Psychologieprofessorin Beate Küpper erklärte diese Vorurteile vor einigen Jahren damit, dass viele religiöse Menschen glaubten, dass ihre eigene Religion anderen Religionen überlegen sei. Damit könne praktisch die Abwertung anderer als Teil der religiösen Identität angesehen werden (queer.de berichtete). (dk)

-w-

#1 ErschütterndAnonym
  • 28.05.2019, 09:52h
  • 41 % der Schwulen und Lesben "sprechen" täglich mit einer eingebildeten Autorität? Ich hoffe wirklich, dass Schwule und Lesben in Europa weniger häufig religionsgestört sind.
  • Direktlink »
#2 KurtiAnonym
  • 28.05.2019, 10:38h
  • Wundert mich dass es noch so viele sind.
  • Direktlink »
#3 myysteryAnonym