Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://www.queer.de/detail.php?article_id=33709
Home > Kommentare

Kommentare zu:
Homo- und Bisexuelle weniger religiös als Heteros


#1 ErschütterndAnonym
  • 28.05.2019, 09:52h
  • 41 % der Schwulen und Lesben "sprechen" täglich mit einer eingebildeten Autorität? Ich hoffe wirklich, dass Schwule und Lesben in Europa weniger häufig religionsgestört sind.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 KurtiAnonym
#3 myysteryAnonym
#4 Gerlinde24Ehemaliges Profil
  • 28.05.2019, 11:10h
  • Wundert mich nicht! Es würde niemanden gefallen, abgelehnt zu werden, weil man so ist, wie man ist. Oder, wo versucht wird, einen zu "heilen", und dazu auch Methoden anwendet, die jedem Menschenrecht widersprechen.
    Das heißt nicht, dass wir "ungläubig" sind, sondern nur, dass unser Gott nicht der der Religioten ist. Viele von uns suchen ihren eigenen spirituellen Weg, weil der "traditionelle"Weg ihnen Schmerz und Verlust von Familie und Freunde eingebracht hat.
  • Antworten » | Direktlink »
#5 myysteryAnonym
#6 KetzerEhemaliges Profil
  • 28.05.2019, 11:36h
  • "Forscher erklären die Unterschiede mit der teils starken Ablehnung von Homosexuellen durch Kirchen. Zudem gibt es Erkenntnisse, dass religiöse Menschen gegenüber anderen Vorurteile haben und eher Minderheiten abwerten. [...] viele religiöse Menschen glaubten, dass ihre eigene Religion anderen Religionen überlegen sei. Damit könne praktisch die Abwertung anderer als Teil der religiösen Identität angesehen werden"

    Wow - das sind ja alles brandheiße Neuigkeiten ;-)
    Erschreckend genug, dass selbst unter diesen Umständen noch 77% der besonders Unterdrückten an diesen "Gott" und seine "Niederlassungen" auf der Erde glauben, die doch einzig dazu da sind, das Leben der Menschen so zu regulieren, dass möglichst wenig Lebensfreude und vor allem möglichst wenig Sexualität dabei herauskommt.

    Als wäre das Leben nicht schon schwierig genug, rennt man auch noch einer ausgedachten "himmlischen Macht" hinterher, deren Hauptziel es schließlich ist, einem das Leben NOCH schwerer zu machen. Denn als Kleinkind wurde einem erzählt, dieser "Gott" sei doch so "lieb" und fürsorglich.

    Leute, werdet erwachsen. Fangt an, selbständig zu denken!

    www.kirchenaustritt.de/
  • Antworten » | Direktlink »
#7 OutAndProud
#8 TheDadProfil
  • 28.05.2019, 12:04hHannover
  • Antwort auf #3 von myystery
  • ""Dass 90% der Hetero-Amerikaner an Gott glauben, finde ich für ein entwickeltes Land ebenso krass wie erschreckend.""..

    Nun soll man nicht in den Irrtum verfallen, die USA seien ein "entwickeltes Land"..

    Denn diese Zuschreibung ist nichts weiter als ein "Wert" den man über genau diese "Religion" herführt, und so "von sich selbst" behauptet entwickelt zu sein, und dazu Kriterien nutzt die nur Vergleiche mit anderen "Christlichen Ländern" zulassen..

    Natürlich ist die USA "entwickelt"..
    Das hat aber so rein gar nichts mit der Aussage zu tun, wie gut oder wie schlecht ein Land entwickelt ist..
    Betrachtet man die Entwicklung der USA auf dem Gesundheits-Sektor, dann haben wir dort die wahrscheinlich beste Medizin die man für Geld kaufen kann, und genau dort liegt dann die Krux, denn hätte die USA ein "gut entwickeltes Gesundheitssystem", dann wäre es entweder kostenlos für ALLE verfügbar, oder es wären wenigstens ALLE versichert..
    Da beides nicht der Fall ist, steht das US-Amerikanische Gesundheits-System auf gleicher Stufe mit Ländern wie Saudi Arabien oder dem Sudan..
    Die Reichen kaufen sich Leistungen, und fliegen dafür in die BRD oder die Schweiz..

    Von einem Gesundheits-System wie im Iran ist die USA dann auch noch Äonen entfernt..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #3 springen »
#9 Alexander_FAnonym
  • 28.05.2019, 12:16h
  • Unsereiner glaubt also tatsächlich nicht so sehr wie die Heten an einen unsichtbaren, gedankenlesenden Sadisten, der uns in alle Ewigkeit quälen wird, weil wir so sind, wie er uns erschaffen hat? Und deren Anhänger sich auch maßgeblich dafür eingesetzt haben und immer noch einsetzen, dass diese Strafe auch schon im Diesseits anfängt?

    Danke für diese bahnbrechende Erkenntnis, Dr. Obvious!

    Sonst ist zu sagen, dass der tendenziell sehr verbreitete Glaube an Gott in den Vereinigten Staaten nicht zuletzt darauf zurückzuführen ist, dass dieses de jure immer noch sehr säkulare Land seit Jahrzehnten fortwährend von religiösen Fundamentalisten unterwandert wird, die eigentlich eine Minderheit sind, dafür aber eine sehr lautstarke und einflussreiche. Es bleibt zu hoffen, dass sich Amerika nicht in eine quasi Republik Gilead verwandeln wird. Wenn doch, kann es uns immer noch als mahnendes Beispiel dafür dienen, was Religion anrichten kann.
  • Antworten » | Direktlink »
#10 KetzerEhemaliges Profil
#11 ErschütterndAnonym
#12 Alexander_FAnonym
#13 Alexander_FAnonym
#14 Homonklin44Profil
#15 Bonifatius 49Anonym
  • 28.05.2019, 14:02h
  • Antwort auf #6 von Ketzer
  • Lobenswert das so viele homosexuelle Menschen Mitglied in christlichen Kirchen sind. In den USA sind besonders LSBTI freundlich die Anglikanische Episkopalkirche, die Metropolitan Community Church, die Evangelische Lutherische Kirche in den USA (ELCA), die United Church in American, die Christian Church (Disciples of Christ) sowie die Presbyterian Church in den USA, wo kirchliche Trauungen oder Segnungsgottesdienste für gleichgeschlechtliche Ehepaare erlaubt sind und wo nicht die Sündhaftigkeit sexueller Handlungen unter Männern oder unter Frauen gelehrt und gepredigt wird.

    Es lohnt sich also auch in den USA ein Übertritt zu einer dieser genannten christlichen Kirchen.

    Nicht zu empfehlen sind Southern Baptist, Zeugen Jehovas oder verschiedene pfinglerische Kirchen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #6 springen »
#16 Homonklin44Profil
  • 28.05.2019, 14:07hTauroa Point
  • ""Forscher erklären die Unterschiede mit der teils starken Ablehnung von Homosexuellen durch Kirchen. Zudem gibt es Erkenntnisse, dass religiöse Menschen gegenüber anderen Vorurteile haben und eher Minderheiten abwerten.""

    Es ist immer wieder erstaunlich, dass Forscher da zu denselben Schlüssen kommen, als es jedem menschen mit halbwegs Verstand und logischem Talent auch schon gelingt.

    Trotzdem schade, dass in den USA doch immer noch so viele von diesem Nonsense abhängig ticken, oder sich darauf einlassen.
    Wenn man die Befreiung davon so bewerben dürfte, wie die Religioten ihre Religion bewerben ... aber nein, das will man schließlich nicht, denn Menschen sollen freie Wahl und Eigenverantwortung haben. Okay, bei freier wahl kann man das dann meist auch wieder bezweifeln, denn eine kindliche Introjektion geht doch meist auch über Manipulation und religiösen Drill.
  • Antworten » | Direktlink »
#17 PiepmatzAnonym
  • 28.05.2019, 15:19h
  • Antwort auf #4 von Gerlinde24
  • "Das heißt nicht, dass wir "ungläubig" sind, sondern nur, dass unser Gott nicht der der Religioten ist."

    Doch, das heißt in dieser Studie genau das: Nicht gläubig sein. Nicht an einen Gott glauben, auch nicht an irgendeinen selbst erfundenen.

    "About three-quarters of LGB adults (77%) say they believe in God, lower than the share of straight Americans who say this (89%)."

    Da geht es nicht darum, ob man an einen bestimmten, religiös vorgegebenen Gott glaubt, sondern ob man überhaupt an einen glaubt.

    Dein Kommentar klingt leider ein wenig danach, als wäre dir daran gelegen, echten Atheismus zu marginalisieren. Es wurde ja schon angemerkt: Du solltest hier besser nicht "wir" schreiben. Es gibt schon auch jede Menge Religionslose / Atheist*innen unter den queeren Menschen, und die lassen sich in der Regel ungern für einen (angeblich) "autonomen" Götterglauben vereinnahmen.

    * * *

    Davon abgesehen: Allein schon die Idee, die Frage nach dem Glauben "an Gott" zu stellen, zeigt, wie sehr hier das gesellschaftliche Monotheismus-fast-Monopol auch die Forschung selbst beeinflusst. Als gäbe es nur eine einzige Gottheit, an die man glaubt oder nicht glaubt. Nicht-monotheistischen religiösen Weltbildern (z.B. Hinduismus, Buddhismus, indigenen Religionen, synkretistischen Neureligionen) wird dieser Forschungsbias nicht gerecht. Die simplifizierende Fragestellung reproduziert leider aktiv die monotheistischen Alleinherrschaftsansprüche, die sie angeblich nur untersucht. Ich halte dieses Forschungskonzept für recht problematisch.

    * * *

    Dass queere Menschen rein statistisch ein bisschen weniger Bock auf freiheits- und sexualfeindliche Ideologien haben, ist insgesamt natürlich wenig überraschend. Erschreckend finde ich eher den immer noch erstaunlich hohen Anteil derjenigen, die sich von diesen Ideologien nicht befreien können bzw. wollen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #4 springen »
#18 NachfrageAnonym
#19 lindener1966Profil
  • 28.05.2019, 16:04hHannover
  • Wenn ein junger Mensch mitbekommt, dass er in (s)einer Religionsgemeinschaft nicht willkommen ist, wird er diese Ideologie sehr bald in Frage stellen. Klar wie Kloßbrühe.
  • Antworten » | Direktlink »
#20 Gerlinde24Ehemaliges Profil
#21 dellbronx51069Anonym
  • 28.05.2019, 20:03h
  • #8 The Dad
    Wo steht unser Gesundheitssystem
    wenn man Zwangsbeitragszahlender Kassler ist ?
  • Antworten » | Direktlink »
#22 Patroklos
#23 TheDadProfil
  • 28.05.2019, 22:37hHannover
  • Antwort auf #21 von dellbronx51069
  • ""Wo steht unser Gesundheitssystem
    wenn man Zwangsbeitragszahlender Kassler ist ?""..

    Das ist eine Frage die man sich stellen muß..

    Die Alternative wäre aber, entweder keine Versicherung, oder sich wie die USA damit befassen zu müssen nicht nur eine "Zwei-Klassen-Medizin" zu haben..

    Betrachtet vor den Ländern USA und Schweden liegen wir wahrscheinlich in der Mitte..

    Die Schweden bezahlen ihre Gesundheitssystem vollständig aus Steuern..
    Vor "Freiwilligkeit" kann aber auch dort keine Rede sein..
    Denn man zahlt auch "Zwangsbeiträge" an die Steuer..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #21 springen »
#24 feli491Anonym
#25 Homonklin44Profil
  • 29.05.2019, 08:15hTauroa Point
  • Antwort auf #24 von feli491
  • Warum ausgerechnet bei Seinem? reicht doch, wenn jeder seinen Eigenen benutzt.
    Tempolimits in der Forschung geben uns die Religiösen schon zur Genüge.

    Wie weit könnten Menschen mit einander, für einander gekommen sein, ohne den ganzen Aufwand, der für religiösen Nonsense verplempert wird?
    Die ganzen Ressourcen sich mal an der Forschung vorgestellt.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #24 springen »
#26 F**KAnonym
#27 jochenProfil
  • 29.05.2019, 16:42hmünchen
  • Mal wieder eine Studie , die aufzeigt was die meisten von uns eh schon längst gewusst haben. (oder ist es einfach nur eine ABM - Massnahme für den akademischen Betrieb?)

    Ich frage mich manchmal warum man nicht schon längst eine Kirche oder Religion für die Gemeinde der LGBTs gegründet hat. In den USA müsste das sicher möglich sein... wenn nicht schon passiert.

    Oder man kann sich ja den moderneren Religionen zu wenden, wie etwa bei den Themen:
    Gesundheit, Ernährung, Umwelt...usw..
    Das kann den Vorzug haben , dass man damit sich und sein Leben interessanter machen kann, .... und (ich möchte nicht zuviel versprechen) vielleicht die Möglichkeit hat seine Mitmenschen unter Umständen dann damit zu bevormunden und zu drangsalieren. :-(
  • Antworten » | Direktlink »
#28 LarsAnonym
  • 29.05.2019, 18:55h
  • Antwort auf #27 von jochen
  • "Ich frage mich manchmal warum man nicht schon längst eine Kirche oder Religion für die Gemeinde der LGBTs gegründet hat."

    Das wäre ja ebenfalls eine Kirche, die dann nur für eine bestimmte Gruppe (bzw. sexuelle) Orientierung da ist, bzw. diese bevorzugt. Was soll das bringen?

    Queerness ist meines Erachtens weder eine Religion noch eine Antireligion, sondern im Gegensatz dazu schlicht eine von vielen, nicht wählbaren menschlichen Eigenschaften - genauso wie Hetero-Sein. Oder?
  • Antworten » | Direktlink » | zu #27 springen »
#29 bipolleAnonym
#30 TheDadProfil
  • 29.05.2019, 21:15hHannover
  • Antwort auf #27 von jochen
  • ""Ich frage mich manchmal warum man nicht schon längst eine Kirche oder Religion für die Gemeinde der LGBTs gegründet hat.""..

    Gibt es längst..
    Ich frage mich allerdings gerade wieso Dir das nicht unser aller "Experte" erklärt..

    de.wikipedia.org/wiki/Metropolitan_Community_Church

    Blöd daran ist die Idee der "Freikirche", denn die sind zumeist noch verdummbibelter als die so genannten "Amtskirchen"..

    Nun stellen sich damit auch verschiedene Fragen :

    Wieso weißt Du nicht das es so etwas gibt, wenn Du doch offensichtlich der Meinung bist "Religion" sei "lebensnotwendig" ?
  • Antworten » | Direktlink » | zu #27 springen »
#31 TheDadProfil
  • 29.05.2019, 21:27hHannover
  • Antwort auf #28 von Lars
  • ""Das wäre ja ebenfalls eine Kirche, die dann nur für eine bestimmte Gruppe (bzw. sexuelle) Orientierung da ist, bzw. diese bevorzugt. Was soll das bringen? ""..

    Erwartbarer Unfug..
    Wie kommst Du auf das schmale Brett, eine "Kirche für Homosexuelle" würde sich gegenüber anderen Menschen mit anderen Sexuellen Identitäten wie etwa der Heterosexualität genauso Schweiße benehmen wie etwa die "Amtskirchen" gegen über LGBTTIQ*-Menschen ?

    Und grundsätzlich halte ich die hier aufgeführten Zahlen für einfachen Unfug, denn die Idee das 77 Prozent der LGBTTI*-Menschen an "einen Gott glauben" mit "Religiösität" gleichzusetzen ist einfache Kaffeesatzleserei..

    ""Mehr als die Hälfte der heterosexuellen Befragten gaben zudem an, täglich zu beten (56 Prozent). Bei Schwulen und Lesben lag dieser Anteil bei 41 Prozent, bei Bisexuellen sogar nur bei 38 Prozent.""..

    Die Studie aus 2014 (veraltete Daten !) wurde von einem "Institut" erhoben welches von den Kindern eines reichen Ölmagnaten in Pennsylvania geründet :

    ""He was a member of the Presbyterian Church and the Republican Party.""..

    Damit ist dann auch Fragestellung und Zielsetzung einer solchen "Studie" mindestens zweifelhaft..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #28 springen »
#32 jochenProfil
  • 29.05.2019, 21:50hmünchen
  • Antwort auf #28 von Lars
  • "Queerness ist meines Erachtens weder eine Religion noch eine Antireligion, sondern im Gegensatz dazu schlicht eine von vielen, nicht wählbaren menschlichen Eigenschaften - genauso wie Hetero-Sein. Oder?"

    Da stimme ich dir zu.
    Mein Gedanke ist es für die vielen Schwulen und Lesben, die religiöse Bedürfnisse haben (das meine ich absolut wertfrei) eine Kirche zu haben , in denen sie geschätzt und anerkannt werden.
    Und wie mir User "Dad" schrieb gibt es die in den USA schon.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #28 springen »
#33 jochenProfil
#34 TheDadProfil
  • 29.05.2019, 22:21hHannover
  • Antwort auf #33 von jochen
  • ""Wo , in meinem Kommentar , liest du, dass ich Religion für etwas lebensnotweniges halte.""..

    ""Ich frage mich manchmal warum man nicht schon längst eine Kirche oder Religion für die Gemeinde der LGBTs gegründet hat.""..

    Die Frage deutet das zumindest an..
    Denn wenn nicht, braucht man das ja auch gar nicht, oder ?

    ""Mein Gedanke ist es für die vielen Schwulen und Lesben, die religiöse Bedürfnisse haben (das meine ich absolut wertfrei) eine Kirche zu haben , in denen sie geschätzt und anerkannt werden.""..

    Kann man so sehen..
    Ist aber auch gleichbedeutend damit den "geringsten Weg des Widerstandes" zu gehen, und sich immer noch nicht ausführlich damit befassen zu wollen wieso eigentlich diese "Religion" so viel Elend über die Menschen bringt, und vor allem mal für sich zu klären, wieso man eigentlich dieser "Religion" anhängt..

    Nach meinem Verständnis gehört ein Hinterfragen unabdingbar dazu..
    Zu welchem Ergebnis man dabei kommt ist dann immer noch eine andere Sache..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #33 springen »
#35 LarsAnonym
  • 29.05.2019, 23:28h
  • Antwort auf #32 von jochen
  • "Mein Gedanke ist es für die vielen Schwulen und Lesben, die religiöse Bedürfnisse haben (das meine ich absolut wertfrei) eine Kirche zu haben , in denen sie geschätzt und anerkannt werden."

    Davon gibt es mittlerweile schon seit Jahren eine ganze Menge, nicht nur in Amerika, sondern auch in Deutschland - und das in allen monotheistischen Religionen. Die sitzen nur oft zwischen den Stühlen, weil viele die beiden Bedürfnisse (nach Sexualität und Religion) für im Grunde unvereinbar halten.

    Für manche Religiösen sind sie keine wirklichen Gläubigen, für manche Queere sind sie keine wirklich emanzipierten Queeren.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #32 springen »
#36 kein_WunderAnonym
  • 30.05.2019, 00:01h
  • Antwort auf #5 von myystery
  • Es muss auch nicht jeder, der nicht religiös ist, automatisch Atheist sein. Aber manche denken, alles nicht-Atheistische sei automatisch religiös.
    Man kann es vereinfacht verkomplizieren, aber besser wird es dadurch nicht.

    Jede/r hat ihre/seine eigene Überzeugung. Punkt.
    Schwierig wird es erst dann, wenn die Überzeugung indoktriniert ist und die Realität verschwommen wahrgenommen wird.

    ©BuntesUndSchönes
  • Antworten » | Direktlink » | zu #5 springen »
#37 Homonklin44Profil
  • 30.05.2019, 04:53hTauroa Point
  • Antwort auf #36 von kein_Wunder
  • ""Aber manche denken, alles nicht-Atheistische sei automatisch religiös.""

    Muss nicht zwangsläufig so sein. Ich glaube etwa, dass ein Pfund Rindfleisch bei ordnungsgemäßer Verarbeitung und zusammen mit diversen Zutaten nach gewisser Kochzeit eine gute Suppe ergibt.

    Weder atheistisch noch religiös. ;o)
  • Antworten » | Direktlink » | zu #36 springen »
#38 TheDadProfil
  • 30.05.2019, 14:01hHannover
  • Antwort auf #35 von Lars
  • ""Die sitzen nur oft zwischen den Stühlen, weil viele die beiden Bedürfnisse (nach Sexualität und Religion) für im Grunde unvereinbar halten.""..

    Zunächst muß geklärt werden ob es denn so etwas wie "ein Bedürfnis nach Religion" überhaupt gibt, wie dieses "geweckt" wird, und wozu es dann dient..

    Und dann muß ganz dringend geklärt werden ob man dieses "Bedürfnis" auf die gleiche Ebene stellen darf wie das natürliche Bedürfnis nach Sexualität, welches in egal welcher Ausprägung auch immer, dennoch der "Erhaltung der Art" dient, weil es genetisch programmiert der sinngebende Teil des Erbgutes ist..

    Für mich ist diese Frage längst beantwortet..
    Die "Unterordnung" der Sexualität unter die Ägide einer "Religion" welcher Prägung auch immer behindert das Ausleben des Bedürfnisses Sexualität IMMER, egal um welche Sexualität es sich dabei handelt..

    ""Für manche Religiösen sind sie keine wirklichen Gläubigen, für manche Queere sind sie keine wirklich emanzipierten Queeren.""..

    Natürlich sind sie nicht "emanzipiert"..
    Wie könnte man als Teil der "Religion" gleichzeitig DAVON EMANZIPIERT sein ?

    Und auch hier wird "ungleiches" miteinander "verglichen" um dann aus der Sicht der Jeweiligen Menschen für sich selbst eine "argumentative Position" zu gewinnen mit der man sich auf der "Gewinner-Seite" sieht..
    Beides ist einfacher Unfug..
    Ein "religiöser Mensch" kann durchaus auch ein "emanzipierter LGBTTIQ*" sein, jedoch eben nicht auf der Basis und dem Gebiet der "Religion"..
    Das ist auch gar nicht notwendig..
    Zumal sich die Fragen dann nur auf die "Binnen-Verhältnisse" zwischen dem eigenem Queer-sein und der eigenen "Religion" beziehen so lange dadurch keine "Außen-Wirkungen" erzeugt werden, die sich in Unfug äußern..

    Argumentativ befindet sich der "gläubige Queer" immer in der "Verteidigungs-Strategie", und ach im "Erklärungsnotstand" erklären zu müssen wieso er Teil einer Organisation ist die ihn unterdrückt..

    Angehörige "radikaler Christen" wie "Evangelikale" befinden sich dort immer weit mehr unter Druck als Angehörige der "Amtskirchen"..
    "Muslime" weit mehr unter Druck als die mesten "Christen"..

    Der "Alleinvertretungsanspruch" erzeugt dann auch irrationale "Argumentations-Strategien", die sich dann in solchem Unfug äußern wie, man sei als LGBTTIQ*-Mensch kein "Teil der Schöpfung" oder wenigstens "kein guter Christ"..
    Gleichzeitig untersagt aber genau dieser "Glaube" die "Beurteilung" des Gegenüber als "besser oder schlechter als man selbst", und so zeugen die meisten "Argumentationen" eigentlich nur davon, den "eigenen Glauben", die "eigene Religion" gar nicht wirklich zu kennen, und nur "nachzuplappern" was einem irgendwo erzählt wird..
    Und damit steht dann letztlich auch fest "nicht emanzipiert" zu sein, wenn man unbedingt an diesem "Glauben" festhalten will, ohne zu hinterfragen welchen "Richtlinien" man sich dabei freiwillig unterwirft..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #35 springen »
#39 TheDadProfil
  • 30.05.2019, 14:08hHannover
  • Antwort auf #36 von kein_Wunder
  • ""Es muss auch nicht jeder, der nicht religiös ist, automatisch Atheist sein. Aber manche denken, alles nicht-Atheistische sei automatisch religiös.""..

    Du darfst dann gerne mal ausführen welche Gedankengänge sich hier verbergen, denn auf den ersten Blick erschließt sich das hier nicht..

    ""Jede/r hat ihre/seine eigene Überzeugung. Punkt.""..

    Ob Inhalte einer "Religion" vergleichbar sind mit einer "eigenen Überzeugung" darf dann doch als sehr zweifelhaft angesehen werden..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #36 springen »

» zurück zum Artikel