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Kommentare zu:
Homogurke für Berlins LSU-Chef Jan Kayser


#1 JannyAnonym
  • 02.09.2005, 14:58h
  • Ich habe so viele Hoffnungen in Angela Merkel gesteckt; dass sie unsere Wirtschaft wieder auf Vordermann bringt, zum Beispiel. Aber mit der Mannschaft hat sie wohl keine Chance mehr bei mir... Dann doch lieber Schröder und Co.
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#2 MarkusAnonym
  • 02.09.2005, 15:44h
  • Schon seit ich mich vom ersten Lachkrampf erholt habe (nachdem ich erstmals von der Existenz der "LSU" gehört habe), halte ich diese rückgratlosen Alibi-Homos für eine erbärmliche Gurkentruppe. Daß sie jetzt für ihr jahrelanges Gegurke auch wirklich die Homogurke kriegen, lag irgendwie in der Natur der Sache.
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#3 queeryAnonym
  • 02.09.2005, 16:22h
  • mal abgesehen davon, das die cdu gegen den
    sozialstaat ist und am liebsten wieder die
    arbeitsbedfingungen des 19. jahrhunderts einführen
    möchte(
    sozialisten.de/presse/presseerklaerungen/view_html?zid=29700

    ), lehnt sich dieser typ ein wenig zu weit aus dem
    fenster....

    aber gut, ich kann es ihm nachsehen, wenn man sich
    natürlich auch dirch die BILD & BZ "bilden" lässt und da
    gerade wahlkampf ist...
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#4 wolfAnonym
  • 02.09.2005, 16:44h
  • suspekt war dieser verein ohnehin, aber nun haben sie sich endgültig zum deppen gemacht, da hilft auch das maliziöse lächeln von herrn kayser nicht mehr.
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#5 Roland HeintzeAnonym
  • 02.09.2005, 17:04h
  • Hallo!

    Ich weiß, dass es manchmal schwierig ist Meinungen zu akzeptieren, die außerhalb der allgemeinen rot-grünen Community-Harmonie liegen, aber auch das gehört zu gelebter Demokratie dazu ;-)

    Gruß aus Hamburg.

    Roland
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#6 madridEUAnonym
  • 02.09.2005, 18:33h
  • @Roland Heintze: Man hat sich nun mal auf die beliebten Feindbilder BILD und Ratzinger,kath.Kirche und CDU/CSU eingeschossen. Wenn´s Dir zu langweilig wird, biste homophob und Faschist. Da hilft Dir auch keine rote Oscar Wilde-Fibel unterm Arm ! Glaub´s mir !
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#7 queeryAnonym
  • 02.09.2005, 19:48h
  • @janny: "Ich habe so viele Hoffnungen in Angela Merkel gesteckt;"

    werlche denn zum beispiel? die hoffnung auf weniger geld in der tasche? länger arbeiten ohne lohnausgleich? frauen am herd und männer am arbeiten? weniger arbeitsplätze? teilnahme an kriegen a la george w bush? studiengebüren(im gg steht, das bildung dem allgemeinwohl diene!!)? den totalen überwachungsstaat??

    vielleicht sollten alle noch mal, die immer noch der meinung sind, das die cdu was für die menschen(richtig, reiche und großunternehmer sind ja auch menschen, obwohl sie sich etwas eigenartig benehmen) tut, sollten vielleicht nochmal deren wahlprogramm lesen.

    vielleicht ist auch irgendwann nochmal jemand bereit, die sed-vergangenheit der angela merkel öffentlich zu machen...
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#8 konservativer gummimasoAnonym
  • 02.09.2005, 20:05h
  • Etwas mehr Selbstbewußtsein bitte,
    Jungs! Statt zu fürchten daß Franz
    Henkel unter Eurem Sofa nach dem Sinn
    seines Lebens stöbert, solltet Ihr
    lieber mal etwas öfter dran denken was
    good ol' Freddy Mercury so alles
    getrieben hat. Tja, vielleicht sollten Eure
    Wahlkampf-DJs doch lieber "Schrei nach
    Liebe" statt "We are the Champions"
    auflegen ;-)

    Mal im Ernst: Es ist nicht der Zweck einer
    Hobby-Veranstaltung wie des Berlin
    Folsom, eine repräsentative Visitenkarte
    der Szene zu bieten, vom Kölner Karneval
    oder vom Münchner Oktoberfest erwartet
    das schließlich auch keiner dass es dort
    wie auf der Fronleichnamsprozession
    zugeht. Und die Debatte, ob Rollenspiele
    kathartisch oder enthemmend wirken, ist
    auch schon bis zum Abwinken geführt
    worden, das einzig neue ist bei
    Sexspielen noch nicht das halbe Land
    denkt 'nicht schon wieder'.

    Der Faschismusvorwurf gegen das
    Folsom-Festival kommt von einem
    verrückten Linksextremisten ( href="
    home.snafu.de/bifff/aktuell40.htm
    ">Peter
    Kratz), der sich darüber aufregt, dass
    in den Comics von Bill Schmeling
    Schwarze und Weisse miteinander Sex
    haben. Richtig verstanden, Folsom gilt
    faschistisch weil es keine sexuelle
    Rassentrennung gibt. Dass ausgerechnet
    eine konservative Partei auf diese total
    verkorkste Form der Political Correctness
    hereinfällt sollte eigentlich mit dem Entzug
    der Nutzungsrechte für das
    Queen-Gesamtwerk bestraft werden!
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#9 Hallo Herr Kayser!Anonym
  • 02.09.2005, 23:18h
  • Bitte halten Sie Ihre unsägliche Gurkentruppe in Zukunft vom Motzstrassenfest & Berliner CSD fern, das war dieses Jahr schon peinlich genug!
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#10 leksAnonym
  • 02.09.2005, 23:45h
  • kinners, ich glaube diesE Kayser freut sich auch noch über die Gurke und aus schon bewiesenem Unverstand sich damit eine heiße Nacht gönnt....
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#11 Roland HockAnonym
  • 03.09.2005, 12:15h
  • Man darf als LSU-Mitglied ja wohl eine andere Meinung haben, als etwa ein Grüner.
    Auch ich bin LSU-Mitglied, und vertrete nicht immer die LSU oder CDU-Meinung.
    Ich bin aber dabei, meine Meinung in die Union einzubringen und zu Mehrheiten zu finden.
    Ach ja zur SPD. Wie Homofreundlich sind denn die Bayer. SPD-Kabinettsmitglieder Otto Schily und Renate Schmidt.
    Was hat denn die SPD gesetzlich für Schwule mehr getan, als in der Europäischen Union vorgeschrieben ist ?
    Lieber in der Union kämpfen, als kritisieren und doch nichts tun.

    Gruß aus Hessen
    Roland
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#12 VerwunderterAnonym
  • 03.09.2005, 12:24h
  • Eines macht diese Diskussion hier klar. es gibt eine Reihe von "Berufsschwulen", für die endet ihr Kampf erst, wenn alles so schwul ist, wie sie wollen. Ihrer Forderung nach absoluter Toleranz stellen sie eine Intoleranz gegenüber abweichenden Meinungen gegenüber, die ihres Gleichen sucht.

    Da wird verdreht, interpretiert und gelogen bis ihre kleine heile Welt wieder stimmt, heißt in diesem Fall: die Kritik an Wowereit hier ein Grußwort zu verfassen ist der Anfang vom Untergang der Szene und der Beginn der Verfolgung. Der Hinweis dass es auch so Deppen gibt, die ihren Fetisch mit kranker Ideologie füllen ( wer`s nicht glaubt sollte mal bei Gayromeo Dutzende von Profilen nachlesen, in denen es von "doitsch, Kamerad, SSkin etc." nur so wimmelt) wird zum Versuch erklärt eine ganze Szene in "die rechte Ecke " zu stellen.

    Das ist natürlich Schwachsinn.

    Leider hat die CDU Berlin falsch reagiert. Nicht erst das Grußwort 2005 sondern 2004 hätte man schon kritisieren sollen. Jetzt wird daraus natürlich ein Wahlkampf-Getöse.
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#13 JannyAnonym
  • 03.09.2005, 16:52h
  • @queery
    Die CDU-Steuerpläne sind doch gar nicht so schlecht - durch eine derartige Reform können genauso Arbeitsplätze geschafft werden, wie das in England oder Schweden gelungen ist. Die stehen jetzt weit besser da als wir. Und das nicht durch sozialistische Träumereien, eher durch solide Politik. Was nützt uns ein PDS-Mindestlohn, wenn die Arbeitslosigkeit weiter und weiter steigt?
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#14 Mr.SAnonym
  • 03.09.2005, 19:19h
  • Hallo Leute!

    Also erstmal sollte man die ganze Sache nicht zu hochspielen!
    Deutschland hat so viele Probleme, was da gesagt worden ist, ist Wichtigmacherei
    So und wo sind die Gurken?
    Also wer unser Land so viele Arbeitslose hinterlassen hat, und dazu noch sagt wir haben alles getan, freunde das ist für mich die Premium Gurke der Jahrhunderts.
    Und fangt nicht wieder an „DAS hat alles der Kohl hinterlassen“ Schröder regiert 7Jahre! (Noch)
    Ihr sollte wirklich langsam überlegen was wichtig ist, ein einfach weiter so beim Arbeitsmarkt, Sozial- und Rentensystem geht nicht mehr, und mit Schröder haben wir gesehen wo das hinführt.

    Was ist eigentlich für euch wichtig? Fragt mal die 5-7Mil. Arbeitslosen!!
    Lese jemand will die PDS wählen, wunderbar freu mich bei soviel mut zum Untergang. Schau doch mal in Berlin was da abgeht! Hmm Zukunft pur ;-)
    Also nicht immer NUR Schwul denken auch mal über den Rand schauen!
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#15 yibahAnonym
  • 03.09.2005, 20:19h
  • @mr. S.

    Nein nur nicht zu hoch spielen? Wer spielt hier was hoch, doch nicht die Leute hier!

    Jetzt kriegste ja die Merkel, dann sehen wir mal was die bringt. Schröder wollte 98 nicht viel anders, aber alles besser mache. Die CDU wird jetzt alles anders, aber nicht besser machen! Im Gegenteil!
    Mut zum Untergang, den haben die Leute, die jetzt CDU wählen.
    Nach den blühenden Landschaften im Osten, kommen jetzt die blühenden Landschaften im Westen.

    Und wer glaubt, die Linke erzählt nur Unsinn. Dann lesst doch mal, was der Fricke in der FTD schreibt:

    www.ftd.de/me/cl/20698.html

    Und der ist sicher nicht ein "Linker".
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#16 LarsAnonym
  • 03.09.2005, 22:25h
  • Leider ist es soweit gekommen, dass Schwule gegen Schwule kämpfen und einander anfeinden.
    Seht die Sache wie sie ist, billiger Wahlkampf mit den Methoden, wie sie die CDU schon immer benutzt - nämlich mit Schmutz werfen.

    Die positive Seite der Sache ist, dass man jetzt endlich weiß, woran man bei der CDU/LSU ist.

    Ich komme gerade vom Folsom Straßenfest und es war toll. Super Atmosphäre, nette Menschen, Wohlfühlen pur. Und aufgrund der großen kostenlosen Werbung waren sehr viel mehr Menschen da als erwartet, was zu einem sehr hohen Spendenaufkommen führte, welches gemeinnützigen Zwecken zugute kommt.

    Also danke an CDU und LSU, auch wenn nicht beabsichtigt habt ihr wohltätige Sachen damit unterstützt und die Community weiter zusammengebracht, denn nichts wurde heftiger diskutiert heute, als Euer Anti-Engagement und ich habe mehr als einmal gehört, dass jemand gesagt hat: "Und ich wollte die noch wählen."

    Wer anderen eine Grube gräbt, hat's nicht besser verdient.

    Und dann noch mein Statement zur Wahl:
    Ich wähle grün, weil man über den eigenen Tellerrand schauen muss und Mut haben muss, sich einzugestehen, dass man sich von Hoffnung nichts kaufen kann (und nicht weil sie schwulenfreundliche Politik machen).

    Ich wähle nicht CDU, weil ich nicht vergessen habe, dass es CDU-Politiker waren, die in die eigene Tasche wirtschaften, schwarze Konten führen und lügen und heucheln. Ich wähle nicht CDU, weil die Art des Wahlkampfes sie als kompetente und faire Partei disqualifiziert. Und ich wähle nicht CDU, weil ich sicher bin, dass sie keine Allheilmittel haben für den Aufschwung.

    Außerdem gehts uns hier in Deutschland nicht schlecht, wir jammern viel zu viel.
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#17 madridEUAnonym
  • 04.09.2005, 00:15h
  • Angesichts der gewaltigen sozialen Probleme in Deutschland würden mich spiessige Äusserungen gegen Fetisch-Fans überhaupt nicht aufregen. Deshalb mit Repräsentanten einer Partei zu sympathisieren, die mir meine Dildos garantiert , halte ich für zu dramatisch !
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#18 queeryAnonym
  • 04.09.2005, 11:09h
  • @Janny:
    "genauso Arbeitsplätze geschafft werden, wie das in England oder Schweden gelungen ist."

    ...vergiss aber bitte in dem zusammenhang nicht, das dort auch gleichzeitig die löhne gestiegen sind und das diese arbeitsplätze im so genannten öffentlich geförderten sektor entstanden sind.

    du kannst nämlich keine arbeit schaffen, in dem du die leute, die noch arbeit haben, immer länger OHNE lohnausgleich arbeiten lässt.

    das einzige logische konzept für jeden, der rechnen kann, ist verringerung von arbeitszeit bei vollem lohnausgleich.

    denn, vorrausgesetzt, man kann rechnen(was merkel offentsichtlich nicht kann), ist arbeitszeitverlängerung OHNE lohnausgleich lohnkürzung.

    und wenn du wirklich diese gesellschafften als beispiel nimmst, bedenke auch, das schweden einen spitzensteuersatz von 55%!! hat...
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#19 LarsAnonym
  • 04.09.2005, 14:24h
  • @madridEU

    aber ich sympathisiere nicht mit einer Partei, die mir diese verbieten will.

    Und nochmals, wie schon mal geschrieben. Uns geht es nicht schlecht. Wir sollten aufhören zu jammern, und der Weg, den Rot-Grün begonnen hat ist der richtige und es ist sehr traurig, dass sich die deutsche Bevölkerung (auch die ach so intelligenten Schwulen) sich so von der Springer-Presse und Bertelsmann-TV so einlullen lassen.

    Empfehlung: Lest die Wahlprogramme persönlich, denkt nach und entscheidet nach Gewissen, und plappert nicht einfach alles nach. Gleichgültigkieit ist der Anfang vom Ende oder um Hernn Stoiber zu zitieren: "Nur die dümmsten Kälber wählen ihre Metzger selber."
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#20 LarsAnonym
  • 04.09.2005, 14:24h
  • @madridEU

    aber ich sympathisiere nicht mit einer Partei, die mir diese verbieten will.

    Und nochmals, wie schon mal geschrieben. Uns geht es nicht schlecht. Wir sollten aufhören zu jammern, und der Weg, den Rot-Grün begonnen hat ist der richtige und es ist sehr traurig, dass sich die deutsche Bevölkerung (auch die ach so intelligenten Schwulen) sich so von der Springer-Presse und Bertelsmann-TV so einlullen lassen.

    Empfehlung: Lest die Wahlprogramme persönlich, denkt nach und entscheidet nach Gewissen, und plappert nicht einfach alles nach. Gleichgültigkieit ist der Anfang vom Ende oder um Hernn Stoiber zu zitieren: "Nur die dümmsten Kälber wählen ihre Metzger selber."
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#21 yibahAnonym
  • 04.09.2005, 14:49h
  • @Lars
    In vielem geb ich dir recht, nur in einem nicht: Gut geht es beileibe nicht allen. Und dafür trägt leider Rot-Grün mit ihrer Wirtschafts- und Sozialpolitik für mich die Verantwortung.

    Ich kenne soviele jetzt, die seit Jahren arbeitslos sind und denen es immer beschissener geht. In dem Artikel in der FTD greift der Ökonom gerade die rein angebotsorientierte Politik und Ideologie in Deutschland an - interessant in einer Zeitung wie der FTD.
    Keine Partei ist für mich das Wahre, aber wegen oben wähle ich diesmal die Linke.
    Für unverklemmte Schwule gibt es für mich eh nur die Wahlslternative zwischen Rot-Grün-Rot. Wer Schwarz-Gelb jetzt wählt, der hat wohl nix kappiert.
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#22 madridEUAnonym
  • 04.09.2005, 15:21h
  • Naja, @Lars, selbstverständlich würde ich eine Diktatur ohne Brot und Spiele ablehnen. Wenn ich am 18.Sept. wählen könnte, käme sowieso nur Rot oder Grün für mich in Frage. Das sollte klar sein !
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#23 AngelpowerAnonym
  • 04.09.2005, 16:19h
  • @Wahl und so: Rot ist die Wahl, egal ob Rot oder Rosarot, alles andere wäre ein Witz. Und jeder ERfolg beginnt meist mit einem schweren Weg.
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#24 madridEUAnonym
  • 04.09.2005, 16:36h
  • @angelpower: Ich wusste es, Du bist ein rosaroter Katholik ! Vielleicht hast Du mich überzeugt und ich mach´mich noch auf den Weg in die Botschaft zur Briefwahl , denn jede Stimme zählt !
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#25 queeryAnonym
  • 04.09.2005, 19:37h
  • @alle rot und knallrot-wähler....

    wer jetzt meint das es uns unter FDJ-Merkel besser gehen würde(in der wirtschaftspolitik) liegt leider falsch. denn schwarzbraun geht ja "HARTZ IV" nocvh nicht weitgenug....

    kann mir eigentlich mal jemand erklären, ob herr hartz jetzt auch bald alg 2 bekommt?? und kann mir vielleicht jemand sagen, ob A.M. auch nur 85% ihrer westkollegen an gehalt bekommt, wie ihre ostdeutschen mitmenschen??
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#26 queeryAnonym
#27 LSU Berlin - Presse -Anonym
  • 05.09.2005, 13:45h
  • Pressemitteilung der LSU Berlin vom 02.09.05

    Berlins Vielfalt ist der wahre Reichtum der Stadt



    Berlin, 02.09.05. Die LSU Berlin betont den friedlichen und offenen Charakter des Folsom-Straßenfestes. Dennoch gibt es weiterhin große Zweifel an der Notwendigkeit eines Grußwortes durch den Regierenden Bürgermeister. Die dadurch ausgelöste Diskussion schade dem Ansehen der Stadt.



    Die LSU legt Wert darauf, dass sich Berlin als weltoffene und tolerante Stadt nach innen und außen präsentiert. Der Lebens(t)raum Berlin übt eine starke Faszination auf Menschen aus aller Welt aus. Jahr für Jahr wird der Besucherrekord gesteigert. Diese ungebrochene Attraktivität geht maßgeblich auf die Vielfalt der Lebensweisen zurück, die sich hier frei und ungehindert entfalten können. Diese Vielfalt ist der wahre Reichtum der Stadt.



    Deshalb stellt die LSU die Förderung des Folsom-Straßenfestes durch IHK und die Tourismusförderung auch nicht in Frage. Zu den im Raum stehenden Vorwürfen, er habe dem Festival Gewaltverherrlichung oder faschistoide Tendenzen unterstellt, erklärt Jan Kayser, Landesvorsitzender der LSU Berlin: „Ich bin in der Pressemitteilung falsch zitiert worden. Niemals habe ich den friedlichen und offenen Charakter des Festes in Frage gestellt.“



    Dennoch hat die LSU Berlin weiterhin große Zweifel daran, dass ein Grußwort zu dieser Veranstaltung zu den zentralen Aufgaben des Regierenden Bürgermeisters gehört. „Wir halten das Grußwort auf jeden Fall für wenig hilfreich, Toleranz und Akzeptanz für lesbischwule Lebensweisen zu schaffen. Im Gegenteil hat Herr Wowereit mitten im Wahlkampf eine stark polarisierte Diskussion ausgelöst, die sich nur zum Nachteil der Szene auswirken kann. Verantwortliche Politik für die Schwulen und Lesben in Berlin sieht anders aus.“, so Kayser.
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#28 Wildhase1969Profil
  • 05.09.2005, 22:50hBerlin
  • Tja Herr Kaiser, soweit her isses mit dem Dementieren wohl nicht. Bei der Maneo-Soiree am 5.9. in Berlin konnten SIE jedenfalls nicht überzeugen.
    Der Rückzug ist halbherzig, zu spät und die Originalpressemitteilung (die sie angeblich SO nie geäußert haben, denn sie wurden falsch zitiert von der eigenen Partei *gacker) ist immer noch auf der CDU Seite zu lesen.
    Damit haben sie Ihrer Partei einen Bärendienst erwiesen. - Gut so!!
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#29 Edna UebelAnonym
  • 06.09.2005, 17:32h
  • Und wieder beweißt uns die CDU wie " Volksnah " diese Partei ist. Naja logischerweise ein gefundesnes Fressen, wenn ausgerechnet ein schwuler Bürgermeister ein Grußwort zu einem " ganz normalen Strassenfest " abgibt, das in die Wertetabelle der CDU nicht hineinpasst. Was soll erst werden, wenn CDU und FDP tatsächlich eine Mehrheit im Bundestag haben ? So wie´s geplant ist soll ja auch die "Schwesterwelle" dort nen Posten bekommen. Deutschlands Chancen nutzen ? Eher Deutschlands Chance vergeigt !!! Und nichts ist schlimmer als ewige " JA " Sager und Kuscher wie dat Guido !
    Und das die CDU nahen Wurstblätter " BLÖD" und "BZ" ihre Chancen wittern und zuschlagen ist doch völlig klar. Meinen Entschluss das Geld zu sparen habe ich nie bereut. Und liebe Redakteure der "BLÖD" und noch blöder "BZ" kümmert Euch doch weiterhin um Themen die auch keinen interessieren und mischt Euch nicht ewig in Politik ein. Vom schreiben versteht Ihr nichts und von Politik - egal welcher Art - erst recht nicht !!
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#30 Edna UebelAnonym
  • 06.09.2005, 17:36h
  • Vielleicht bekommen wir es im nächsten Jahr ja auch hin, Stände von der CDU auf dem Schwul Lesbischen Strassenfest in Berlin fern zu halten. Denn nach diesen Attacken gegen Schwule haben die da definitiv nichts zu suchen !!

    Strafe muss sein !
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#31 StephanAnonym
  • 07.09.2005, 17:42h
  • Wieso "politische Dummheit"?

    LSU-Kayser will wahrscheinlich als Quotenschwuler in der CDU Karriere machen. Das muss man sich durch Wohlverhalten - und sei es in Form von Unterstützung schwulenfeindlicher Wahlkampfpropaganda der heterosexuellen Parteifreunde - erst unredlich verdienen.

    Die Pressemitteilung von CDU/ LSU vom 01.09.2005 ("Züge faschistoider Gesinnung"/ "sexuelle Gewalt") befindet sich übrigens immer noch auf der Website der CDU-Fraktion von Berlin. Von "Richtigstellung" keine Spur.

    Der Typ laviert:
    In seiner "Richtigstellung" v. 02. 09. 05 behauptet er, Wowereit habe die "polarisierte Diskussion" um das Folsom-Fest in Zeiten des Wahlkampfes erst ausgelöst. Dabei stammt das Wowi-Grußwort aus dem Flyer, das bereits im Febraur 2005 gedruckt und verteilt worden war - da wusste von Neuwahlen im September noch niemand etwas.

    Das erinnert mich an die CDU-Kampagne gegen Wowereit vor paar Jahren: Erst wird dieser wegen des bevorstehenden Zwangsoutings durch die Springer-Presse dazu gezwungen, sich selbst zu outen ("Ich bin schwul und das ist auch gut so.") Als man merkte, Wowereit sammelt dadurch sogar Pluspunkte, unterstellt man ihn, er habe das nur gemacht, um sich wichtig zu machen.

    Erst mit Dreck werfen, etwas bleibt immer hängen, danach soll alles nicht so genau gemeint gewesen sein.

    Wahlkampfpropaganda auf dem Rücken der schwulen Brüder - toller Start der Karriere eines Jung-Parteiapparatschiks.

    Kayser, Du LSU-Jungspund mit dem biegsamen Rückgrat, nur "Weiter so!"???
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#32 MartinAnonym
  • 08.09.2005, 01:38h
  • Ich wundere mich generell über die Politik in Berlin. Es muß Berlin ja ziemlich gut gehen. Vor einiger Zeit war sogar die Anzugfarbe von Wowereit bei einem Auslandsbesuch Thema der Opposition. Wenn man keine anderen Probleme hat??

    Bei der LSU kann man unterschiedlicher Meinung sein. Erstens ist das erstmal gut, das auch bei den Konservativen so eine Organisation vorhanden ist. Das Problem ist allerdings, dass die LSU jetzt in die Rolle kommt als Weichspüler zu fungieren. Nach dem Motto, liebe Homos, wir machen zwar homophobe Politik, aber wir haben nichts gegen Euch. Siehe - Wir haben sogar eine Homogruppe in der Partei. Leider geht die LSU diesen Weg ohne Widerstand mit.

    Ich weiß nicht, ob man als Bürgermeister wirklich zu jedem schwulen Event ein Grußwort schreiben muß, aber das die LSU Berlin hier auf diesem Zug aufspringt halte ich für fatal. Da muß man sich nicht wundern, wenn man in der Community nur müde belächelt wird.

    @Edna Uebel: Das gleiche mit dem CSD gilt dann bitte auch für die SED(oups, ich meinte natürlich die "Partei der Selben"/PDS - Die Linke). Als diese noch regieren dürfte, war es ja mit Homorechten, wie mit allen anderen Bürgerrechten, auch nicht soweit. Da fange ICH immer an zu lachen, wenn ich die irgendwo sehe und von Bürgerrechten oder Gerechtigkeit reden höre.

    Wer mal in Europa schaut, wird auch feststellen das es Innovation und Fortschritt nur mit Sozialdemokraten/Sozialisten(damit meine ich nicht sowas wie die PDS) gibt.
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#33 queeryAnonym
  • 09.09.2005, 02:16h
  • @Martin:"Als diese noch regieren dürfte, war
    es ja mit Homorechten, wie mit allen anderen
    Bürgerrechten, auch nicht soweit."

    Ähm, moment mal. Falls du damit auf die DDR
    anspielen willst, möchte ich hier mal klar
    stellen, das die DDR als erster deutscher
    Staat bereits 1988 den Paragraph 175 ERSATZLOS
    gestrichen hat!!

    also, sprich gefälligst nicht über ein Land,
    von dem du eh keine Ahnung hast! Und zum
    schluss noch folgende anmerkung: falls es dich
    interessieren sollte, hier findest du die
    VERFASSUNG DER
    DDR!
    de.wikipedia.org/wiki/Verfassung_der_DDR
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#34 madridEUAnonym
  • 09.09.2005, 09:58h
  • @queery: Charlotte v.Mahlsdorf beschwerte sich gleich nach der Wende,dass die allgemeine Homo-Akzeptanz in der DDR trotz Legalisierung wohl auch nicht so fortschrittlich war. Dann solltest Du vielleicht auch einmal überprüfen, ob Du vielleicht zu unrecht bei jedem, der nicht für die LINKE ist, sofort einen BILD-Zeitungsleser ausmachst, was schon fast an Besessenheit grenzt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Schwuler dieses Blatt liest, auch wenn er CDU-Sympathisant ist.
    Um Missverständnissen vorzubeugen: Habe selber als Jugendlicher in der westdeutschen KPD mitgearbeitet und heute kommen für mich nur die Grünen oder die spanischen Sozialisten in Frage.
  • Antworten » | Direktlink »
#35 SaschaAnonym
  • 09.09.2005, 11:52h
  • Traurig, aber wahr: Viele Homosexuelle, allen voran die, die sich in reaktionären, homophoben Parteien und Bewegungen engagieren, werden wohl immer meinen, sie müssten sich gegenüber der armen heterosexuellen, d.h. "normalen" Gesellschaft zurücknehmen. Ja nicht zu sehr auffallen oder gar mit allzu lautstarken Forderungen nach fundamentalen Menschenrechten wie gesetzliche und gesellschaftliche GLEICHbehandlung Aufsehen erregen. Und schon gar nicht mit der Darstellung der eigenen, dem Mainstream zuwider laufenden Sexualität.

    Dahinter steckt die kleinbürgerlich-christliche Logik: Wer schon anders sein "will", der soll gefälligst nicht auch noch gleiche Rechte einfordern. Und sich schon gar nicht offen zur Schau stellen, denn dieses Privileg ist gefälligst den Heten zu überlassen, die sich rund um die Uhr, sei es im Fernsehen, sei es auf der Straße oder sonstwo mit ihrer ach so imposanten Sexualität in Szene setzen.

    Jungs, egal ob Leder-, Sneakers & Socks - Fetischisten oder ganz "unfetischistisch" einfach nur geil auf Jungs - zeigt euch, stellt euch dar und lasst euch euer Selbstbewusstsein nicht immer wieder klein reden. Nur durch einen selbstverständlichen, offenen Umgang mit unserer Sexualität werden wir in dieser Gesellschaft wirklich etwas verändern!!!
  • Antworten » | Direktlink »
#36 queeryAnonym
  • 09.09.2005, 11:52h
  • @madridEU: also, ich mache keinesfalls bei
    jedem cdu-sympatisanten das bild-lesen aus.
    allerdings gleichen sich die kommentare schon
    ziemlich stark mit der derzeitigen
    schmutzkampagne gegen die linke...

    und, ich habe auch nicht behauptet, das es in
    der ddr für schwule ne größere akzeptanz gab,
    ich habe lediglich zu denken gegeben, das die
    ddr gar kein so grosser "unrechtsstaat" war,
    wie immer wieder behauptet wird. mich wundert
    nur, das viele der errungenschaften, die es in
    der ddr gab und die es heute noch in vielen
    europäischen staaten gibt, immer wieder als
    "kommunistisch" abgestempelt werden. aber
    vielleicht hat ja herr kirchhof damit recht,
    wenn er seine vorstellungen erstmal
    "ausprobieren" möchte. als ob 15 jahre
    experimente in ostdeutschland nicht gereicht
    hätten. und zu guter letzt finde ich es als
    ziemlich dreist, das die vergangenheit der
    frau merkel unter den tepich gekehrt wird, das
    niemeand darüber redet, das diese frau der
    "WENDEHALS" schlechthin ist, und das nicht nur
    in ihrer vergangenheit in der ddr. noch vor
    einem dreiviertel jahr sagte sie, mit einer
    cdu-regierung gäbe es kein MWst-erhöhung, da
    dies der konjunktur schade.....
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#37 madridEUAnonym
  • 09.09.2005, 12:20h
  • @queery: Normalerweise kritisiere ich hier auch niemanden,weil ich mich in erster Linie mit den Schwulen solidarisiere und weiterhin glaube und hoffe, dass niemand von uns wirklich die BILD liest.
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#38 queeryAnonym
  • 09.09.2005, 12:26h
  • @madridEU: es gibt sie, die blöd-lesenden
    schwulen. leider. hab ich auch schon selber
    gesehen...
  • Antworten » | Direktlink »
#39 queerlinksAnonym
#40 queeryAnonym
  • 09.09.2005, 16:55h
  • Angie´s Wahlprogramm nach 5 Jahren gesehen

    Es ist Montag der 3. Juni 2010, 5 Uhr morgens.

    ====================================


    Der Radiowecker reißt Günther S. (46) aus dem
    Schlaf.

    Der Oldie-Sender spielt Modern Talking.

    Herr S. quält sich aus dem Bett. Gestern ist
    es etwas später geworden bei der Arbeit.

    Dienst am Pfingstmontag - mal wieder.

    Früher konnte er danach wenigstens
    ausschlafen.


    "Ja, ja, der Pfingstmontag", murmelt Herr S.,
    "ist das wirklich schon fünf Jahre her?"

    Es hat sich wirklich einiges getan, seit
    damals. Nur nicht in seinem Haus.

    Als 2005 die Eigenheimzulage plötzlich doch
    gestrichen wurde, mußten sie Abstriche machen.
    Und inzwischen hat sich Familie S. daran
    gewöhnt. An die frei liegenden Leitungen und
    den Betonfußboden.

    Der Strom wurde auch mal wieder erhöht, jedes
    Jahr um 0,20 EUR/kWh.

    Fernsehen und PC hat die Familie ja schon
    lange abgeschafft, denn wer will schon 80 EUR
    im Monat an die GEZ zahlen...

    Die Mehrwertsteuer muss erhöht werden, haben
    sie damals gesagt. Das würde auch Entlastung
    in der Haushaltskasse bringen. Sie wurde
    erhöht, auf genau 25%.

    Gut, denkt Herr S., dass damals die Garage
    noch nicht fertig war. Denn der Wagen ist
    längst verkauft. Zu teuer, seit es keine
    Kilometerpauschale mehr gibt.

    Und erst der Benzinpreis an den Tankstellen,
    der liegt nun ja auch bei 2,80 Euro/Liter.

    Und mit Bus und Bahn dauert es in die City ja
    auch nur zwei Stunden. Und was man dabei für
    nette Leute trifft. Zum Beispiel die Blondine,
    die Herrn S. immer so reizend anlächelt.
    Zurücklächeln mag er nicht. Wegen seiner
    Zähne. - Aber was will man machen? 3000 Euro
    für zwei Kronen sind viel Geld.

    Und schon die Brille mußte er selbst bezahlen.
    Hat dabei aber 15 Euro gespart, weil er nicht
    gleich zum Augen-, sondern erst zum Hausarzt
    gegangen ist. Wegen der Überweisung.

    Trotzdem: Der Urlaub fällt flach. „Das könnte
    Ärger geben zu Hause", stöhnt Herr S vor sich
    hin. Traurig erinnert er sich an letzten
    Weihnachten. Als es nichts gab. 2009 wurde
    nämlich auch in der freien Wirtschaft das
    Weihnachtsgeld gestrichen. Im öffentlichen
    Dienst ist das ja schon länger her.

    "Und bis wann gab es eigentlich Urlaubsgeld?",
    fragt sich Herr S., er kommt nicht drauf.
    Damals hatte er noch genügend Urlaub, um das
    Urlaubsgeld aus zu geben. Heute sind es ja
    gerade mal 19 Tage im Jahr. Pfingstmontag?
    1.Mai? Alles Geschichte.

    Das stand nicht auf der Agenda 2010 – so hieß
    sie doch, oder? Aber man soll nicht meckern.
    Die da oben, weiß Herr S., müssen noch viel
    mehr ackern.

    Darum kann Günther S. mit der 45-Stunden-Woche
    auch ganz gut leben. Er hat auch keine Wahl.

    Seit der Kündigungsschutz auch in großen
    Betrieben gelockert wurde, mag man es sich mit
    den Bossen nicht mehr verscherzen.

    Wer will sich schon einreihen, in das Heer von
    neun Millionen Arbeitslosen?

    Aber den Feiertagszuschlag für den Dienst an
    Pfingsten vermißt er schon. Was soll es, in 24
    Jahren, dann wird er 70, hat Herr S. es hinter
    sich.

    So üppig wird die Rente zwar nicht ausfallen,
    wenn das mit den Nullrunden weitergeht.

    Doch wer weiß, vielleicht bringt ihn das
    Rauchen vorher um. Obwohl er weniger qualmt,
    seit die Schachtel 12 Euro kostet.

    Aber heute, auf den letzten Metern zum Büro
    steckt Günther S. sich trotzdem eine an.
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#41 MartinAnonym
  • 10.09.2005, 16:37h
  • @queery

    Ja, bei den Nazis war ja auch nicht alles schlecht. Sie haben Arbeit gebracht, Autobahnen gebaut....
    Ich denke, dass keiner mit Hirn wirklich bestreitet, dass es ein Unrechtsregime war.
    Genau das Gleiche, wenn auch natürlich in abgemilderte Form gilt für die DDR.

    Ob der Paragraf gestrichen worden ist oder nicht, spielt keine Rolle. In Deutschland hat es eine CDU geführte Regierung gemacht. Ich kann mich nicht erinnern, dass diese Partei außerordentlich homofreundlich ist.

    Dein Lehrer in Staatsbürgerkunde hat scheinbar ganze Arbeit geleistet. Laut Verfassung war die DDR auch ein pazifistischer und demokratischer Staat. Das sage mal die Hinterbliebenden der Mauertoten oder Regimekritiker die in Bautzen waren.

    Ich empfehle den folgenden Link:

    www.kpoe.at/redout/Text/rosa1.htm

    sinngemäßes Zitat daraus: Viele Homosexuelle wurden auch nach Abschaffung des §175 von der Staatssicherheit als Staatsfeinde behandelt.

    KPÖ ist im übrigen die Kommunistische Partei Österreichs. Ich denke mal diese Quelle dürfte ja an sich nicht vom Grund auf gegen die "Linke" sein.
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#42 claudiusAnonym
  • 10.09.2005, 18:26h
  • bei allem Geschimpfe....

    aber aussehen tut dieser Jan Kayser echt super auf diesem Foto.

    Ein echter Männertraum..... im Anzug...
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#43 madridEUAnonym
  • 11.09.2005, 09:59h
  • @claudius: Das denke ich auch, er sieht zumindest blendend aus. Und wenn wir ehrlich sind, dann müssen wir eingestehen, dass wir in der Vergangenheit hin und wieder auch schon mal mit noch reaktionäreren Typen rumgemacht haben.
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#44 TuxAnonym
#45 MarcoAnonym
  • 11.09.2005, 21:46h
  • Geht doch mal auf www.sylviafee.de. Die WASG-Kandidatin der Linkspartei (NRW-Landesliste Platz 21) kämpft seit Jahren für die Rechte von Lesben Schwule und Transgender!
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#46 BS-GAYAnonym
#47 StephanAnonym
  • 13.09.2005, 14:27h
  • LSU-Kayser hat die diskriminierende Pressemitteilung v. 01. 09. 2005 ja mit einer LSU-Pressemitteilung v. 02. 09. 2005 (auf dieser Seite unter Nr. 26) dementiert.

    Der Pressesprecher der CDU-Fraktion im Abgeordnetenhaus von Berlin, Michael Thiedemann, teilte mir in einer heutigen Mail allerdings mit:

    "Die Presseerklärung hatte ich persönlich am Telefon mit Herrn Kayser abgestimmt. Auf meine Frage, ob Herr Kayser diese Presseerklärung noch einmal vor der Versendung per Fax erhalten wolle, lehnte dieser dankend ab.

    Daraufhin wurde die PE versandt.

    Nachträgliche Änderungen sind presserechtlich nicht möglich."

    Die diskriminierende Pressemitteilung v. 01. 09. 2005, in der Besucher des Folsom Europe Strassenfestes mit "sexueller Gewalt" und "faschistoider Gesinnung" in Verbindung gesetzt werden, bleibt also - undementiert - auf der Internetseite der CDU-Fraktion stehen.

    Soviel also zur Wahrheitsliebe der CDU/ LSU.
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#48 Stefan K.Anonym
  • 14.09.2005, 13:58h
  • @Martin:

    "Ob der Paragraf gestrichen worden ist oder nicht, spielt keine Rolle. In Deutschland hat es eine CDU geführte Regierung gemacht."

    Da muss ich was berichtigen. Die CDU hat dies nur auf Druck anderer getan. Wenn es nach Kohl ginge, würden wir nach einer Ertappung vermutlich dreißig Jahre hinter schwedischen Gardinen sitzen.
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#49 SuperTuxAnonym
  • 14.09.2005, 14:25h
  • @Martin:

    "Ob der Paragraf gestrichen worden ist oder nicht, spielt keine Rolle. In Deutschland hat es eine CDU geführte Regierung gemacht. Ich kann mich nicht erinnern, dass diese Partei außerordentlich homofreundlich ist."

    uf welcher Grundlage haben sie das gemacht?? Weil es im so genannten Einigungsvertrag stand. Ansonsten hätten wir warscheinlich heute noch garkeine veränderungen....

    Und, überall dort, wo CDU regiert, geht es rückwärts..

    Beispiel Thüringen: dort wurde einem Mitarbeiter der Aids-Hilfe gesagt, das die doch eh keine fördergelder bräuchten, es würden eh nicht so viele an aids sterben uind das wäre ja eh ne schwulenkrankheit. des weiteren mussten schwule paare noch bis vor kurzem ihre partnerschaft auf dem ehemaligen GAU-Amt in weimar vollziehen. toll, dort wo die nazis ihre deportation beschlossen hatten.

    Ansonsten solltest du etwas vorsichtiger damit sein, die ddr mit den nazis zu vergleichen, denn das nennt man geschichtsrevisionismus...
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#50 queeryAnonym
#51 queeryAnonym
#52 MartinAnonym
  • 15.09.2005, 01:32h
  • @SuperTux

    Ich habe nicht behauptet, dass die DDR und das Naziregime das Gleiche war. Ich habe gesagt, dass beides Unrechtssysteme waren. Die DDR in abgemilderter Form im Vergleich zur Naziherrschaft.

    Das ist außer bei einigen Ewiggestrigen bei der PDS/SED/Linkspartei oder wie sie jetzt heißt, wohl bei allen unbestritten, egal welcher Partei sie nahe stehen oder sehe ich das falsch?

    Des weiteren habe ich mit Quellenangabe der Annahme widersprochen, die "queery" verbreitet, dass die DDR ein schwulenfreundlicher Staat war. Im übrigen wäre mir in jüngste Zeit auch nicht eine einzige Initiative eines PDS mitregierten Landes im Bezug Verbesserung der Rechte Homosexueller im Bundesrat bekannt. Sogar von der CDU könnte ich eine benennen!
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#53 SuperTuxAnonym
  • 15.09.2005, 04:41h
  • Zitat Anfang"()Die neoliberalen Parteien versuchten am Mittwoch, die Hysterie weiter anzufachen. Mit den Stimmen der neofaschistischen NPD beschlossen SPD, CDU, FDP und Grüne im sächsischen Landtag, gegen den Fraktionschef der Linkspartei, Peter Porsch, wegen angeblicher MfS-Kontakte eine »Abgeordnetenanklage« zu erheben. Linkspartei-Landesvorsitzende Cornelia Ernst nannte es eine »Schande für die Demokratie«, daß sich die genannten Parteien der Hilfe von Neonazis bedienen. Porsch habe bisher vor Gericht in zahlreichen Urteilen im Zusammenhang mit den gegen ihn erhobenen MfS-Vorwürfen stets Recht bekommen.()"Zitat Ende

    Was fällt uns dazu noch ein??
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#54 Wenn Angie kommt.....Anonym
  • 15.09.2005, 13:00h
  • Angie´s Wahlprogramm nach 5 Jahren gesehen

    Es ist Montag der 3. Juni 2010, 5 Uhr morgens.

    ====================================

    Der Radiowecker reißt Günther S. (46) aus dem Schlaf.

    Der Oldie-Sender spielt Modern Talking.

    Herr S. quält sich aus dem Bett. Gestern ist es etwas später geworden bei der Arbeit.

    Dienst am Pfingstmontag - mal wieder.

    Früher konnte er danach wenigstens ausschlafen.

    "Ja, ja, der Pfingstmontag", murmelt Herr S., "ist das wirklich schon fünf Jahre her?"

    Es hat sich wirklich einiges getan, seit damals. Nur nicht in seinem Haus.

    Als 2005 die Eigenheimzulage plötzlich doch gestrichen wurde, mußten sie Abstriche machen. Und inzwischen hat sich Familie S. daran gewöhnt. An die frei liegenden Leitungen und den Betonfußboden.

    Der Strom wurde auch mal wieder erhöht, jedes Jahr um 0,20 EUR/kWh.

    Fernsehen und PC hat die Familie ja schon lange abgeschafft, denn wer will schon 80 EUR im Monat an die GEZ zahlen...

    Die Mehrwertsteuer muss erhöht werden, haben sie damals gesagt. Das würde auch Entlastung in der Haushaltskasse bringen. Sie wurde erhöht, auf genau 25%.

    Gut, denkt Herr S., dass damals die Garage noch nicht fertig war. Denn der Wagen ist längst verkauft. Zu teuer, seit es keine Kilometerpauschale mehr gibt.

    Und erst der Benzinpreis an den Tankstellen, der liegt nun ja auch bei 2,80 Euro/Liter.

    Und mit Bus und Bahn dauert es in die City ja auch nur zwei Stunden. Und was man dabei für nette Leute trifft. Zum Beispiel die Blondine, die Herrn S. immer so reizend anlächelt. Zurücklächeln mag er nicht. Wegen seiner Zähne. - Aber was will man machen? 3000 Euro für zwei Kronen sind viel Geld.

    Und schon die Brille mußte er selbst bezahlen. Hat dabei aber 15 Euro gespart, weil er nicht gleich zum Augen-, sondern erst zum Hausarzt gegangen ist. Wegen der Überweisung.

    Trotzdem: Der Urlaub fällt flach. „Das könnte Ärger geben zu Hause", stöhnt Herr S vor sich hin. Traurig erinnert er sich an letzten Weihnachten. Als es nichts gab. 2009 wurde nämlich auch in der freien Wirtschaft das Weihnachtsgeld gestrichen. Im öffentlichen Dienst ist das ja schon länger her.

    "Und bis wann gab es eigentlich Urlaubsgeld?", fragt sich Herr S., er kommt nicht drauf. Damals hatte er noch genügend Urlaub, um das Urlaubsgeld aus zu geben. Heute sind es ja gerade mal 19 Tage im Jahr. Pfingstmontag? 1.Mai? Alles Geschichte.

    Das stand nicht auf der Agenda 2010 – so hieß sie doch, oder? Aber man soll nicht meckern. Die da oben, weiß Herr S., müssen noch viel mehr ackern.

    Darum kann Günther S. mit der 45-Stunden-Woche auch ganz gut leben. Er hat auch keine Wahl.

    Seit der Kündigungsschutz auch in großen Betrieben gelockert wurde, mag man es sich mit den Bossen nicht mehr verscherzen.

    Wer will sich schon einreihen, in das Heer von neun Millionen Arbeitslosen?

    Aber den Feiertagszuschlag für den Dienst an Pfingsten vermißt er schon. Was soll es, in 24 Jahren, dann wird er 70, hat Herr S. es hinter sich.

    So üppig wird die Rente zwar nicht ausfallen, wenn das mit den Nullrunden weitergeht.

    Doch wer weiß, vielleicht bringt ihn das Rauchen vorher um. Obwohl er weniger qualmt, seit die Schachtel 12 Euro kostet.

    Aber heute, auf den letzten Metern zum Büro steckt Günther S. sich trotzdem eine an.

    Angie, die macht das schon.......
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#55 superTuxAnonym
  • 15.09.2005, 17:54h
  • @Martin: warscheinlich bist du blind oder taub oder liest nur springerpresse....

    denn auch ein konservativer politiker wie osterwelle hat schon gesagt, das man doch von der ddr viel lernen könnte. ansonsten wurden auf dem gebiet der ehemaligen ddr nazis wenigstens verfolgt, im gegensatz zur bundesrepublik. dfas hat auch nichts mit "ewiggestrigen" zu tun.

    oder willst du etwa behaupten, das die brd ein rechtsstaat ist? wo es berufsverbote gibt oder gab?? wo menschen nicht, wie im GG stehend, vor dem gesetz gleich sind?? wenn ja,. was ist dann mit ackermann, pfahls usw.??

    und zu guter letzt, in fast jedem europäischen land funktionieren sachen wie es sie in der ddr gab(ganztagsschulen, kindertagesstätten, polikliniken) , nur in der antikommunistiscvhen brd nicht...
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#56 queeryAnonym
#58 queeryAnonym
#59 MartinAnonym
  • 19.09.2005, 14:16h
  • @superTux

    genau, man kann von der DDR viel lernen. Wie man Mörder und Terroristen aufnimmt z.B.? Wahrscheinlich sagst Du auch noch, die RAF war eine "Befreiungsarmee"?

    Das Westerwelle das sagt, würde mich nicht wundern. Er will ja ein ähnliches System. Vielleicht mit einer etwas breiteren Oberschicht. Die DDR-Kader haben das ja prima hinbekommen. Ihnen fehlte es an gar nichts, während die Bevölkerung schön auf kleiner Flamme wirtschaften mußte. Sowas will doch Westerwelle auch im Prinzip. Die Zweidrittel-Gesellschaft ohne breite Mittelschicht.

    Klar ist Deutschland ein Rechtsstaat, du kannst doch völlig unqualifizierten Kommentar hier einfach so erzählen. Scheinst wohl nur "Neues Deutschland" zu lesen?
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#60 Whatthefcuk?Anonym
  • 20.09.2005, 15:35h
  • @queery.

    ich kann nicht verstehen das du die DDR beschützt und gut redest.

    -war es nicht so das es dort lauschangriffe gab und niemand jemand anderen getraut hat?
    -war es nicht so das Menschen gefoltert worden oder einfach ab und zu verschwunden sind?
    - war es nicht so das jeder erschoßen wurde der versucht hat über die mauer zu fliehen?

    aber egal, hauptsache schwule wurden öffentlich nicht diskriminiert.

    Wer die Linke gewählt hat ist in meinen augen genauso schlimm wie jemand, der noch npd wählt, der nichts dazugelernt hat!
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#61 SuperTuxAnonym
  • 20.09.2005, 16:04h
  • @Whatthefcuk?:

    also, ist nur Dumm, wer alles glaubt was die Springerpresse an lügen verbreitet. Klar wurden Leute an der mauer erschossen und das ist auch schlimm. Allerdings wird überall auf der Welt ein "illegaler Grenzübertritt" verfolgt und auch an Europas Außengrenzen wird auf menschen geschossen. Übrigens gibt es auch an der grenze zwischen der USA und Mexico MINENFELDER!!

    Und, zu guter letzt: ja, die DDR war ein überwachungsstaat. Aber wieso machen das gerade die "Volksparteien" wie CDU/CSU/FDP/SPD nach??
    Diese Frage solltest du dir mal stellen und nicht #immer alles negative durch den dreck ziehen! es gab sehr viele Positive sachen in der DDR (Kinderbetreuung, Medizinische Rundumversorgung,etc.) die man vielleicht mal nicht ausser acht lassen sollte und mit denen soger frau schwuchtelwelle auf stimmenfang gegangen ist!

    Übrigens: ich bin nicht "queery" sondern ein bundesbürger, (wobei ich nicht behaupten will, das queery keiner sei) dafür aber gewerkschafter und gegner der neoliberalen scheisse, die derzeit und schon in den vergangenen jahren weithin propagiert wurde. Und ich bin mitarbeiter von VW in Beddingen im motorenwerk.
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#62 whatthefcukAnonym
  • 20.09.2005, 17:10h
  • natürlich gab es tolle sachen in der ddr, zum preis der persönlichen freiheit,

    und noch was, die fdp ist die einzige partei die für mehr freiheit steht und alle überwachungsgesetzentwürfe ablehnt und als einzige partei dafür gestimmt hat, dass das bankgeheimnis besteht, aber das wird hier von den ganzen sozis nicht anerkannt.
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#63 Stefan K.Anonym
  • 20.09.2005, 17:22h
  • @whatthefuck:

    Wo siehst du in der FDP den Liberalismus? Träum mal schön weiter! Die FDP steht für die Freiheit der Arbeitgeber bzw. großen Konzernen bzw. die Freiheit der Reichen und nix weiter.
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#64 what the fcukAnonym
  • 20.09.2005, 17:49h
  • wenn es denn arbeitgeber gut geht, geht es dem arbeitnehmer auch gut.

    Außerdem, ohne arbeitgeber, gebe es auch keine Arbeit.

    also denk mal dran, wenn ein betrieb pleite macht, dann finden die arbeitnehmer schneller jobs, bzw bekommen arbeitslosengeld. Der arbeitgeber sitzt für immer auf einem rießigen schuldenberg.
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#65 MartinAnonym
  • 20.09.2005, 18:33h
  • Die DDR Grenze mit der USA/Mexiko-Grenze zu vergleichen ist schon ein starkes Stück. Insbesondere die falsche Behauptung mit den Minienfeldern.
    Da hätte ich doch gerne eine akzeptable Quelle und bitte nicht Marxfreunde.de. Als Mexikaner oder Amerikaner darf man zumindest raus, der Punkt ist, dass man nicht überall rein darf(als Mexikaner).

    Ach so, zum Thema Überwachungsstaat. Ich kann mich nicht erinnern, von der PDS Stimmen gehört zu haben, die z.B. gegen die Aufhebung/Lockerung des Bankgeheimnisses waren. Ich persönlich bin dafür, allerdings beschwere ich mich nicht wegen eines angeblichen Überwachungsstaates.
  • Antworten » | Direktlink »
#66 SuperTuxAnonym
  • 20.09.2005, 22:03h
  • @Martin:

    Also ich bediene mich den informationen des senders ARTE und nicht einer ominösen website... und letztenendes sagst du ja garnix zu den eu-aussengrenzen?? fällt dir nix dazu ein??
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#67 queeryAnonym
  • 20.09.2005, 22:13h
  • @what the fcuk :

    "Wenn es den arbeitgebern gut geht, geht es den arbeitnehmern auch gut"

    Träumst du??

    Die Deutsche Bank machte Anfang diesen Jahres einen Rekordüberschuss von mehr als 30% Dividende und es wurden trotzdem 10000!! Mitarbeiter vor die tür gesetzt!!

    Und noch was ihr helden: Was BILDet ihr euch ein, über die DDR zu reden? Ich habe da gelebt, bin da aufgewachsen, habe eine Berufsausbildung gemacht und habe da gearbeitet! vielleicht solltet ihr euch erst einmal darüber informieren, bevor ihr hier scheisse labert!!
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#68 LeipzigerAllerleiAnonym
  • 20.09.2005, 22:33h
  • Wenn ich das hier so lese, wie hier auf Leuten rumgehackt wird, die offentsichtlich nicht mit der derzeit in diesem Lande vertretenen Politik einverstanden sind, kommt mir schon echt das Kotzen.

    Wenn es euch(Martin & co) nicht passt, das ihr hier in einer Demokratie lebt, wo auch linke Parteien ein Recht darauf haben, zu existieren und immer nur dem geplänkel von so mancher Boulevardzeitung von irgendwelchen angeblichen(und durch etliche Gerichtsurteile wiederlegten) Stasi-Vorwürfen redet, möchte ich von meiner Stelle aus daran erinnern, das ANGELA MERKEL mitglied der FDJ war.
    Ganz sicher war sie auch in der SED, denn sonst hätte sie in der FDJ nicht so weit aufsteigen können. Denn wer nicht Linientreu war, ist gar nicht soweit an die Führung der Partei ran gekommen wie sie.

    ansonsten muss ich als Bürger der DDR und KATHOLIK fest stellen, das es keineswegs so war, das wir alle in die partei mussten, um studieren zu dürfen. Ich habe studiert, war nicht in der Partei und auch nicht bei der NVA.
    Komisch, oder??

    Und, es gab sehr viele gute sachen in der DDR, die ihr nur vergessen habt. Und was nützt einem denn die REISEFREIHEIT, wenn man von den paar almosen, die man als Langzeitarbeitsloser in diesem achso sozialen staat bekommt, sich absolut nichts leisten kann??

    Also ich habe jetzt die LINKE gewählt, aus dem einzigen Grund, das die wenigstens gesagt haben und für jeden, der nicht schon in der 1.Klasse in mathe nur fünfen bekommen hat, nachrechenbar, ein funktionierendes Konzept aufgestellt haben. Um diesen Karren BRD aus dem dreck zu ziehen.

    Aber warscheinlich seid ihr ja genau die jenigen, die noch nie in ihrem leben mal zur monatsmitte schon kein geld mehr auf dem konto hatten, weil die miete, strom und heizungskosten alles verzehrt haben. Weil ihr warscheinlich die jenigen seid, die mit einem "goldenen löffel im mund" auf die welt kamen. Also , ich bin nicht 1989 auf die strasse gegangen, um mich heute von ehemaligen SEDFDJ funktionärinen wie angela merkel und ex-spontis wie schröder/fischer bestehlöen zu lassen. Auch nicht, um rund um die uhr und überall von herrn schily(Ex-Spontie) überwacht zu werden..

    Und, auch wenn es immer nur heist, das nur die RAF-Leute in die ddr geflüchtet wären: es gab genügend jugendliche, die noch bis sommer 89 aus der brd in die ddr gezogen sind, weil sie in der brd keine zukunft für sich gesehen haben. und ich denke mal eine zahl von 15000 personen ist nicht gerade wenig.

    Dafür habt ihr ja auch die ganzen verbrecher frei gekauft....;-)
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#69 AntiMicrosoftLinuxUserAnonym
  • 20.09.2005, 22:37h
  • "Ich kann mich nicht erinnern, von der PDS Stimmen gehört zu haben, die z.B. gegen die Aufhebung/Lockerung des Bankgeheimnisses waren."

    Das mag richtig sein, allerdings sassen bis zum sonntag auch nur zwei leute im bundestag, die ausserdem kein direktes stimmrecht hatten.

    bitte solche kleinigkeiten nicht vergessen.

    Zum thema USA: Auf ARTE lief neulich ein sehr interessanter bericht zu diesem thema. da gibt es richtige "Bürgerwehren", die ganz legal(oder zumindest nicht strafverfolgt) an der amerikanisch-mexikanischen Grenze Menschenjagd machen.
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#70 MartinAnonym
  • 21.09.2005, 10:46h
  • @.LeipzigerAllerlei

    Es geht nicht darum es zu verteufeln, das es eine Partei links neben SPD oder Grüne gibt. Sowas gibt es in anderen westeuropäischen Ländern auch.

    Es geht darum, das es die Nachfolgepartei einer Partei ist, die eine Diktatur von Moskau-Gnaden aufgebaut hat und seine Bewohner eingesperrt, ausspioniert und schikaniert hat. Um es ganz einfach zu sagen, wenn alles so toll war in der DDR, wieso gab es dann keine Reisefreiheit für DDR-Bürger?

    Weil das Regime Angst hatte, dass das Land personell ausblutet. Darum sehe ich das als großen Fehler der WASG an, mit so einen ewiggestrigen Haufen zusammenzugehen.

    Es geht darum, das dies(PDS) eine populistische Partei ist, die den Leute das Blaue vom Himmel verspricht und wenn es um die Umsetzung dieser Versprechungen geht ihren Schwanz einkneift. Labern kann jeder, aber anpacken nur wenige! Das ist auch der Grund, weshalb sie nicht regieren will. Die Umsetzung geht einfach nicht.

    Diese DDR-Lobdudelei geht mir im übrigen ziemlich auf dem Geist. Wer kein Bock auf soziale(!) Marktwirtschaft hat, kann ja einen Asylantrag in Nordkorea stellen. Im übrigen war ich lange Zeit gewerkschaftlich aktiv und bin SPD-Mitglied. Also passt Deine Schubplatte nicht, dass jeder, der Kritik an die PDS vornimmt, Unternehmer ist oder CDU wählt.

    Im übrigen erzähltst Du in Marnier der DDR Unwahrheiten. Wie es um die Linientreue einer Frau Merkel in der DDR bestellt war weiß ich nicht. Es ist aber unrichtig, dass sie Parteimitglied in der SED war.

    Nein, ich weiß nicht, wie es ist Mitte des Monats kein Geld zu haben, weil ich mir sicher bin, das es immer Möglichkeiten gibt einen Job zu bekommen.

    Wenn man eine Ausbildung hat, nicht älter als 45 Jahre und flexibel ist, kann ich es mir trotz 5 Mio. Arbeitslosen nicht vorstellen, dass man über längere Zeit keinen Job in Deutschland mehr findet. Vorausgesetzt, man sucht nicht nur etwas in der Uckermark, 5 Min. per Fuß von zu Hause. Das mag zwar arrogant klingen, ist aber meine subjektive persönliche Lebenserfahrung.

    Andere Komponente, wie vorhandene Kinder möchte ich mal ausdrücklich ausschliessen, da es ja bei uns relativ selten vorkommt. Ich versuche es ja auch jeden Tag mit meinen Freund, aber es will nichts werden:-)

    @superTux
    Was soll ich zu den EU-Außengrenzen sagen? Die Problematik der "Fremdarbeiter", die bei offenen Grenzen zunehmen würden?

    Ich kann mich nicht erinnert, dass diese Thematik von den anderen Parteien aufgegriffen worden ist. Dieses hat Oscar LAFONTAINE gemacht. Jetzt die 100-Euro-Frage, welcher Partei gehört er an?

    Damit ergibt sich wieder der Kreis, dass die Unterschiede der Rechten und einer extremen Linken nur minimal sind.

    @what the fcuk
    "Wenn es den arbeitgebern gut geht, geht es den arbeitnehmern auch gut" stimmt natürlich so nicht mehr in einer globalisierten Welt. Auch haben einige Unternehmen, wie die Deutsche Bank jeglichen Ansatz von sozialer Verantwortung verloren.

    Da stellt sich natürlich die Frage, ob man z.B. sein Konto hier haben muß.

    So lange soziale Kompetenz eines Unternehmens in der Kaufentscheidung der meisten keine Rolle spielt haben wir ein Problem.
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#71 LeipzigerAllerleiAnonym
  • 21.09.2005, 11:33h
  • @Martin: "Nein, ich weiß nicht, wie es ist Mitte des Monats kein Geld zu haben, weil ich mir sicher bin, das es immer Möglichkeiten gibt einen Job zu bekommen"

    Dann träum mal schön weiter. Ich habe eine Fundierte, wissentschaftliche Ausbildung erhalten. Und, ich bin über 45Jahre alt, bewerbe mich bundesweit. Ich bin seit 13 Jahren arbeitslos. Seit unser Kombinat Zerstört("Abgewickelt") wurde, steh ich da und bekomme nix mehr. Nun kommt eine FDJSED-Merkel daher und will mir erklären, das ich flexibel sein soll und auch mit weniger Lohn einverstanden sein soll...

    Soll ich kostenlos arbeiten oder was?? Für lebensmittelkarten?? Und die uckermark liegt nicht in der nähe von leipzig. Ich würde mal sagen, das du keinen schimmer von der realität hast, oder glaubst du die (inoffiziell) 7,5Millionen Arbeitslosen sind alle nur zu faul zum arbeiten?? Du bist ein Träumer...
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#72 LeipzigerAllerleiAnonym
  • 21.09.2005, 11:36h
  • Es gab Reisefreiheit. Ich war in sämtlichen Ländern, wo ich hin weollte. Ich wollte nicht in den westen, weil mich eine Familie im ungarnurlaub 1984 aus dem schwarzwald eines besseren belehrt hatte. Denn, "Es ist nicht alles Gold, was glänzt".

    Gegen eine Soziale Marktwirtschaft habe ich nichts, momentan läuft es aber mehr und mehr auf "Hire abd Fire" raus. Erklär du mir jetzt nicht was daran Sozial sein soll. Im Übrigen hat sich die WASG gegründet, weil die SPD das kürzel "Sozial" nicht mehr wertz ist, in ihrem namen zu tragen.
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#73 whatthefcuk?Anonym
  • 21.09.2005, 11:37h
  • @ queery

    ich rede vom mittelstand. kleine betriebe, wie der frisör an der ecke oder die bäckerei, was die großen betriebe machen ist mir auch rätselhaft.

    außerdem, ich habe mich über die ddr informiert, war sogar unser thema in meiner mittleren reife. Außerdem, sag uns doch was deiner meinung nach nicht richtig war, das hier geschrieben war, würde mich interessieren.

    aber bevor du mich als bild leser abtust, laß dir sagen, das ich die Stuttgarter Zeitung lese und Die Times.

    au revoir
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#74 SuperTuxAnonym
  • 21.09.2005, 11:44h
  • @Martin: du bist offentsichtlich Taub und Blind oder zumindest Analphabet, dcenn ein Herr stoiber sagte zum Thema EU-Außengrenzen bereits vor einem Jahr, das er gegen eine "Durchrassung des deutschen volkskörpers" sei.

    "Ich kann mich nicht erinnert, dass diese Thematik von den anderen Parteien aufgegriffen worden ist."

    Und, ich wollte aucvh nicht darauf hinaus, das dieses Zitat von Oskar immer durch den Dreck gezogen und falsch wieder gegeben wird. Denn es ging darum, das er dies im Zusammenhang damit nutzte, das es deutsche Firmen ja inzwischen so machen, das sie sich POLEN oder RUMÄNEN holen, um das FLEISCH in ihrem SCHLACHTHOF zerlegen zu lassen, als ein beispiel. und das diese menschen absolut keine Rechte haben. Aber das überseht ihr ja allzugerne, auch die Tatsache, das Große Tageszeitungen diesen Begriff bereits seit Jahren nutzen, sich aber keiner darüber aufregt.
    Zu den EU-Aussengrenzen: Ich habe dir mitgeteilt, das an den Aussengrenzen DER "FESTUNG EUROPA" auf menschen GESCHOSSEN wird und das jeder ILLEGALE grenzübertritt verfolgt wird. DAS INTERESSIERT DICH ABER NICHT, DA DU JA IMMER AUF DER "BÖSEN DDR" rumhacken musst. Lierst du bild??
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#75 Links Wirkt Überall!!Anonym
#76 MartinAnonym
  • 21.09.2005, 14:55h
  • @LeipzigerAllerlei

    Habe ich doch gesagt, das ich es bei älteren Arbeitslose ab 45 Jahren durchaus verstehen kann, dass sie keinen oder schwer einen Job finden.

    Es gab Reisefreiheit? Mensch, dass hat mein Vater gar nicht mitbekommen! Dann hätte er ja nicht über Zäune klettert müssen, Angst vor Grenzsoldaten die ihn ohne mit der Wimper zu zucken abgeschossen hätte wie ein Karnickel und vor Selbstschußanlagen schon gar nicht?

    Der hätte einfach nur zur Behörde gehen müssen uns sich einen Reisepass ausstellen lassen?

    Ich bin vollkommen überzeugt!

    Jetzt weiß ich auch, weshalb unserer ostdeutschen Verwandten unter 65 uns nie besucht haben. Das war nur eine Ausrede. In Wirklichkeit möchten sie uns gar nicht.

    Gut, dass Du mir die Augen geöffnet hast. Ich werde ab heute nur noch PDS/SED oder so, der aktuelle Name spielt ja keine Rolle wählen und unterstützen.

    Die hatten ja diesen tollen Wohlstandstaat mit vielen tollen Produkten die weltweit konkurrenzfähig waren. Komisch nur, dass doch lieber im Intershop von den Einheimischen gekauft worden ist, als die tolle Produkte, der zu Unrecht abgewickelten und weltweit konkurrenzfähigen DDR-Wirtschaft im Konsum.

    Ich denke weitergehende Diskussionen haben hier keinen Zweck.
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#77 queeryAnonym
  • 21.09.2005, 15:07h
  • Versteh ich nicht, nen mitschüler von mir durfte damals ganz legal aus der ddr auswandern und musste über keine zäune steigen... komisch, und die SM70 gab es bereits seit 1975 nicht mehr. Aber diese "flüchtlinge" konnte ich schon immer leiden;-(
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#78 Stefan K.Anonym
  • 21.09.2005, 15:21h
  • @queery: Lass dich nicht von Martin provozieren. Der Typ kann es nicht zugeben, dass auch die DDR viele positive Jahre gehabt hatte. Ich mag dich so wie du bist.
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#79 queeryAnonym
  • 21.09.2005, 16:04h
  • @stefan k.: also, so wie er sich geoutet hat, war wohl sein vater einer von denen, die der DDR den rücken gekehrt haben und sich jetzt großartig darüber aufplustern, wie sehr sie doch verfolgt worden wären... zumindest hat er dies gegenüber "leipzigerallerlei" zu gegeben. Wenn ich hier nun schreiben würde, was ich von dieser art personenkreis halte, würde der komentar nicht veröffentlicht werden. Diese personen sind in meinen augen genauso schlimm, wie die vertriebenen, die nach der wende danach schriehen, das man ja nicht die polnische westgrenze anerkennen dürfe. fakt ist, das geht zumindest aus seinen kommentaren hervor, das er keine ahnung von der DDR hat, da er garnicht da aufgewachsen ist.
    Und, alle die älter als 45 sind, haben eh keine chance auf dem arbeitsmarkt, sagt er. was machen wir denn jetzt mit den über 45jährigen? fakt ist aber auch, das nicht mal ich mit DREI erlehrnten berufen ne chance habe und ich bin erst mitte dreissig....
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#80 WTFcukAnonym
  • 21.09.2005, 16:09h
  • Unabhängige Linke Zeitungen

    HAHAHAHAHAHAHAHAHA

    da steht nur drin, was der kommunist hören will!
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#81 queeryAnonym
#82 @queeryAnonym
  • 21.09.2005, 16:32h
  • ca. 1000 Opfer sind wohl nicht deiner Meinung das man ganz einfach ausreisen konnte.
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#83 LeipzigerAllerleiAnonym
  • 21.09.2005, 16:55h
  • @Martin: Also, DIR etwas über die DDR zu erklären ist sinnlos, denn DU bist einer von denen(hast dich zumnidest so geoutet) die ich auf den TOD nicht leiden kann und "DER KLÜGERE GIBT NACH";-)
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#84 queeryAnonym
  • 21.09.2005, 17:02h
  • @@:

    Naja, die hätten doch ganz legal einen ausreiseantrag stellen können. Oder sie wären über ein drittland "Geflüchtet"

    Zumindest galt der Schiessbefehl auch an der innerdeutschen Grenze von der Westseite aus. Schon vergessen? 1988 wurde von BRD-Seite aus auf ein Dorf in der DDR geschossen, aber für Bildleser wie dich ist das ja nur Propaganda.

    Im übrigen wird jeder ILLEGALE grenzübertritt geandet und ich erinnere mal an die EU-Aussengrenze.....
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#85 SuperTuxAnonym
  • 21.09.2005, 17:05h
  • Sagt mal, werdet ihr alle von der CDU für eure Propaganda hier bezahlt?? Wenn ihr von etwas keine Fundierten Kentnisse sondern immer nur einseitige informationen habt, solltet ihr euch vielleicht mal etwas zurück halten.

    Habe gerade von einem freund erfahren, was die DDR alles an die BRD verkauft hat... z.BSP. Technik, Gemüse, IKEA-Möbel,.......
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#86 Ossis sind nicht Bürger zweiter Klasse!Anonym
  • 21.09.2005, 17:09h
  • An alle, die genauso SCHLAU wie Martin sind, hier mal der tip: Versucht mal eure ALLWISSENHEIT über unsere Frühere Deutsche Demokratische Republik darzustellen, in dem ihr mal hier>>>
    www.ossi-test.de/duell/
    euer WISSEN unter Beweis stellt.

    Übrigens: die OST-CDU war auch eine BLOCKPARTEI!!
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#87 @queeryAnonym
  • 21.09.2005, 17:20h
  • du bist ja ein ****, da werden deine landsmänner erschoßen und alles was du sagen kannst ist, hätten sie halt über nen drittland entfliehen sollen oder ein antrag gestellt.

    da sind man mal wie menschenfeindlich die sogenante Linke ist!!!
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#88 queeryAnonym
  • 21.09.2005, 17:24h
  • @@: wieso ist die linke menschenfeindlich? nu#r weil ich meine PERSÖNLICHER meinungf wiedergebe, was mir laut GG garantiert ist?? NUR weil ein FEIGLING WIE DU, der nicht mal nen nick hat, alle über einen kamm schert??
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#89 queeryAnonym
  • 21.09.2005, 17:28h
  • @@: hast du das hier: >>>"Zumindest galt der Schiessbefehl auch an der innerdeutschen Grenze von der Westseite aus. Schon vergessen? 1988 wurde von BRD-Seite aus auf ein Dorf in der DDR geschossen, aber für Bildleser wie dich ist das ja nur Propaganda."<<< absichtlich nicht beantwortet oder fällt dire dazu nix ein?? Und, mal schön bei der Wahrheit bleiben, es waren NIE tausende, sondern nur 110. OKAY?? Namenloser Feigling??
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#90 MartinAnonym
  • 21.09.2005, 18:02h
  • @queery

    Ich habe Dich enttarnt! Dein Name ist Kay Dieckmann und Du bist der Chefredakteur der Bild! So oft wie Du die Postilie mit den 4 Buchstaben zitierst, das muß einfach so sein.

    www.berlinermaueronline.de/geschichte/mauertote.htm

    Im übrigen hat die CDU dieses Unrechtsregime ja auch noch mit Krediten über die Jahre gerettet, sonst wer es schon früher vermodert! Also von CDU-Probaganda kann hier keine Rede sein.
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#91 @queeryAnonym
  • 21.09.2005, 18:24h
  • queery schreibt am 21.09.2005, 17:24:39 Uhr:
    @@: wieso ist die linke menschenfeindlich? nu#r weil ich meine PERSÖNLICHER meinungf wiedergebe, was mir laut GG garantiert ist?? NUR weil ein FEIGLING WIE DU, der nicht mal nen nick hat, alle über einen kamm schert??
    86. queery schreibt am 21.09.2005, 17:28:43 Uhr:
    hallo lieber queery,
    1. ich habe ein name, @queery.Gut, nicht?
    2.ca.1000 opfer ist nicht nur auf mauerfluchten zurückzuführen sondern auf alle fluchten, bezieht sich auf deine äuserung dass mann einfach ausreisen konnte.
    3.Das von der Westseite her schiessbefehl galt habe ich nirgends gefunden, vielleicht schicke mir doch das dokument worauf sich deine behauptung bezieht.
    Aber von den logischen fakten her, das in der brd die Menschen die geschossen haben vor gericht gestellt wurden, ziehe ich den logischen schluss das es so ein Schiessbefehl nicht gab.
    Genauso das dorf, gib mir deine infos und ich prüfe sie.
    liebe grüße

    dein @queery
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#92 Linker CacheAnonym
  • 21.09.2005, 20:12h
  • Ihr regt euch hier über sachen auf, lieber stefan k. und queery, über die man sich nicht aufregen sollte. euch beiden der tip "der klügere gibt nach" & zitat von einem bekannten kabarettisten: "daran, was manche leute wählen, erkennt man ihren geistigen notstand bzw. ihre bildungslücken. nachzulesen unter www.dietrich-kittner.de
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#93 Linker CacheAnonym
  • 21.09.2005, 20:30h
  • Zum Thema DDR hier nen link.....
    de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Demokratische_Republik

    und hier noch einer: www.nva.de

    Noch ein paar interessante Bücher gibt es bei
    www.eulenspiegel-verlag.de/
    , unter anderem aus der Edition Ost das buch "Die DDR war anders" und auch sehr zu empfehlen ist "Die Sicherheit - über die Aufklärungsarbeit der HAV des MfS"

    Ansonsten kann ich nur das Buch "Das wars noch lange nicht" von Gregor Gysi empfehlen.

    Dann braucht ihr euch hier nicht mehr dauernd sachen an den Kopf zu werfen, zu deren Zeitpunkt, wo die geschehen sind, ihr entweder noch in den windeln gelegen habt oder von euren Vätern noch durch die gegend geschleppt wurdet.
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#94 Linker CacheAnonym
#95 Stefan K.Anonym
  • 22.09.2005, 08:33h
  • @Martin:

    queery ist keiner von der BLÖD-Zeitung. Er ist ein ganz normaler unschuldiger Arbeitsloser, der von anderen Usern bei queer.de als rechts abgestempelt wird. Lasst ihm doch seine Meinung! Ich find ihn ganz in Ordnung. Nur weil du nichts Gutes über die DDR weißt, muss das noch lange nicht heißen, dass die DDR auch wirklich schlecht ist. Ich komme selber aus Dortmund verstehe mich mit den Menschen in den neuen Bundesländern prima.
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#96 saltgayAnonym
  • 22.09.2005, 10:43h
  • Hallo,
    es ist schon erstaunlich, was hier gewütet wird. Es
    fehlt leider noch ein wenig Pepp in der Debatte.
    Ich schlage vor, noch einen original
    BVG-Schaffner, eine
    Reichsbahn-Fahrkartenknipserin und einen
    x-beliebigen Hauswart zu diesem
    Meinungsaustausch einzuladen. Dann gewinnt
    das Ganze an kabarettistischen Wert. Es gibt da
    so eine Berliner Posse (o. Gesang - also auch
    ohne Brigitte Mira) die da heißt: "Krach auf dem
    Hinterhof". Das hätte doch etwas. Aber wäre das
    nicht ein wenig zuviel der Ehre für den
    Milchreisbubi von LSU? Der ist doch bestimmt
    schon mit seiner frisch verliehenen Gurke
    zufrieden, vielleicht ist sie sogar aus dem
    Spreewald.
    Groetjes Stephan :-))
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#97 WarmerBerlinerAnonym
  • 22.09.2005, 18:11h
  • Ich verstehe den Hernn Kayser nicht. Komischerweise ist es doch so, das überall da, wo die CDU regiert, die Szene aus Angst besteht. Beispiele dafür gibt es genug. Frankfurt/Main, ein schöner Sommerabend, Zwei Männer kommen Händchenhaltend aus einem Szene Lokal. Da werden sie doch tatsächlich von der Polizei kontrolliert. einfach so, ohne ersichtlichen Grund. Erfurt, ein samstag Abend. Das OX´s, Teil des SWIB der Aids-Hilfe Thüringen, wird von 30 Neonazis heimgesucht. Dummerweise wussten die Nazis wohl nicht, das es sich um eine Veranstaltung des Thüringer Leder Clubs handelt. Die Polizei wird informiert, kommt nach 90!! Minuten an. kontrolliert aber nicht die Nazis, sondern die Besucher des Lederclubs.

    Wie es anders geht, zeigt uns eindeutig die Stadt Berlin: In Parks, in denen sich bekannterweise Homosexuelle Treffen, wird von der PÜolizei in ZIVIL Streife gegangen. Noch ein Beispiel ist Rostock. dort wurden bis vor einigen Jahren noch regelmässig Männer überfallen, die in den wenigen Szene-Läden unterwegs waren. Seit dem die Polizei dort (gut getarnt in entsprechender Kleidung) Streife geht, sind Überfälle um rund 90% zurückgegangen.

    Also, herr Kayser, wer schadet der Szene mehr?
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#98 MartinAnonym
  • 23.09.2005, 09:58h
  • Schwachsinn! Überall, wo die CDU regiert herrscht Angst in der Szene stimmt nicht. Wie sieht es dann in Hamburg aus? Das sehe ich als polemische Verallgemeinerung.

    Ich habe in diesem Bezug noch nie was gehört. Hier werden ganz andere Sachen kritisiert, wie der Fördergeldabbau bei der Aidsprävention etc.

    Was jedoch stimmt, das solche genannten Vorgänge schwerpunktmässig in Ländern/Städten vorkommen, die CDU-regiert sind. Siehe z.B. Herrn Ernst in Düsseldorf.
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#99 WarmerBerlinerAnonym
  • 23.09.2005, 12:26h
  • Mir ist persönlich der Fall der Thüringer Aids-Hilfe e.V. bekannt, das dort gesagt wurde, "In Thüringen sterben zu wenig Leute an AIDS, wozu soll also das Land Thüringen die Aids-Hilfe unterstützen?"

    Ehrlich gesagt, lieber Martin, scheinst DU nicht zu wissen, wer in Thüringen(oder Hamburg) Regiert.

    Und, wieso regst DU dich darüber auf?? Hattest DU nicht weiter oben geschrieben, das DU Mitglied der SPD bist??
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#100 SuperTuxAnonym
#101 SuperTUXAnonym
  • 23.09.2005, 19:00h
  • Nein zu angela, weil:
    Was sie gerne verschweigt oder beschönigt, wußtet Ihr z.B., daß sie FDJ-Sekretärin für Agitation und Propaganda war?Bei der Arbeit hatte sie eher zwiespältige Gefühle, sagt sie heute, weil sie damit den Staat unterstützte, den sie ablehnte. Andererseits war Angela Merkel FDJ-Kreisleitungsmitglied, bis 1984 FDJ-Sekretärin für Agitation und Propaganda – sie selbst sagt heute "Kulturfunktionärin" – und mußte in dieser Funktion u.a. das FDJ-Studienjahr organisieren, Gehirnwäsche im Sinne der SED. Das war nun gerade keine Funktion, die man annehmen MUSSTE. Die gesamtdeutsche Ministerin über die ostdeutsche FDJ-Aktivistin: "Ich war keine Heldin. Ich habe mich angepaßt."In ihrer Stasi-Opferakte wird sie 1984 jedoch der "politisch-ideologischen Diversion" bezichtigt, ihre kritische Haltung dem Staat gegenüber und ihre Zustimmung zur Solidarnosc in Polen vermerkt. Sie sagt, sie habe den Ausreiseantrag als Alternative immer im Hinterkopf gehabt und nie eine DDR-Identität entwickelt. Um 1984 begann Angela Merkels Beziehung zu dem Chemiker Joachim Sauer, der damals noch verheiratet war. 1986 promovierte die Merkel zum Dr. rer. nat. (Thema: "Untersuchung des Mechanismus von Zerfallsreaktionen mit einfachem Bindungsbruch und Berechnung ihrer Geschwindigkeitskonstanten auf der Grundlage quantenchemischer und statistischer Methoden).
    Schon eigenartig, wenn sie einerseits angeblich gegen den Staat war, um sich andererseits dann in diese Position wählen, ernennen oder was auch immer zu lassen.
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#102 AntiMerkelTeamAnonym
#103 LinkerCacheAnonym
#104 MartinAnonym
  • 26.09.2005, 12:08h
  • @WarmerBerliner:

    Richtig, Mitglied der SPD! Und trotzdem kann ich es nicht leiden, wenn man Dinge behauptet, die nicht den Tatsachen entsprechen.

    In diesen Fall, überall wo die CDU regiert würde Angst in der Szene herrschen. Diese Behauptung ist totaler Blödsinn. Zu Deiner Thüringen-These, wenn Du schon solche Behauptungen in der Raum stellst, denn nenne bitte auch Pferd und Reiter. Wer hat wann was gesagt?
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#105 WarmerBerlinerAnonym
  • 27.09.2005, 12:02h
  • @Martin: Wieso soll ich dir das sagen?? Wenn du zu blöd bist, das Internet mal richtig zu nutzen?? Du sollst doch nicht immer bei Suchmaschinen das Wort "Ficken" & "Schwul" eingeben...

    Dann könntest du das Web auch mal richtig nutzen, aber naja , Tunten und Technik....
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#106 Stefan K.Anonym
  • 28.09.2005, 16:47h
  • @Redaktion:

    Wäre es nicht sinnvoll, eine neue Homogurke zu verleihen, z. B. an Bushido?
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#107 Nerthus aus M.Anonym
  • 29.09.2005, 12:04h
  • Ich wies nich, warum ir euch ale um die raff so aufregen tut, ich fand die ganz gut. das die nen par leude umgenietet ham, war doch ganich so schlechd!! alerdingsens hädden die vieleicht auch noch die springger-bute in die lufd jachen sollen!
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#108 Die Merkel muss weg!!Anonym
  • 03.10.2005, 10:33h
  • Wie die CDU mit Hilfe des Fernsehens im Osten Wahlkampf machteJubelnde DDR-Bürger, bettlakengroße Fahnen in schwarzrotgold – jeder, der die Zeit nach der Öffnung der DDR-Grenze miterlebt hat, wird sich an derartige Fernsehbilder erinnern. Die Botschaft war eindeutig: Unsere Brüder und Schwestern jenseits von Mauer und Stacheldraht wollten möglichst schnell mit dem freien Westen wiedervereinigt werden. »Wir sind ein Volk!« dröhnte die Parole. Wer sich allerdings einen nüchternen Blick auf die Wirklichkeit bewahrt hatte, bekam einen anderen Eindruck.1990, zur Zeit des Wahlkampfes zu den ersten »freien« Wahlen in der DDR, war ich Korrespondent der Nachrichtenagentur Reuters in Hamburg – zuständig für ganz Norddeutschland. Es gehörte daher auch zu meinen Aufgaben, über den Wahlkampf in Mecklenburg zu berichten. Das markanteste Ereignis dort war ein Auftritt von Bundeskanzler Helmut Kohl in Rostock.Am Abend zuvor quartierte ich mich dort im Ostseehotel ein, die Kundgebung war für den frühen Nachmittag des folgenden Tages vorgesehen. Schon am Morgen wurde das Gelände abgesperrt, immer mehr Wagen mit West-Kennzeichen trafen ein. Trupps der Jungen Union stellten die rotweißen Absperrgitter um die Rednertribüne herum auf, Techniker montierten weitreichende Lautsprecheranlagen, TV-Teams wuselten mit ihren Kameras über das Gelände.Etwa zwei Stunden vor Beginn begann die CDU mit der akustischen Dauerberieselung, ausgerechnet mit der Marseillaise (seitdem kann ich die Melodie nicht mehr hören). Allmählich füllten sich die ersten Reihen der Zuschauer: Rollstuhlfahrer und andere Körperbehinderte, zumeist im Rentenalter. Sie waren mit Bussen gebracht worden, mit Kennzeichen niedersächsischer Landkreise: Cloppenburg, Nordhorn, Aurich. Dann wurden die weiteren Reihen gefüllt: Junge Leute mit schwarz-rot-goldenen Fahnen. Das war die Junge Union aus Oldenburg und Umgebung, wie ich in Gesprächen erfuhr.Die medienwirksamen Plätze waren damit besetzt. Der CDU-Nachwuchs hatte praktischerweise so große BRD-Fahnen mitgebracht, daß sie die Fernsehbilder dominierten und alles abdeckten, was hinter ihnen hätte sichtbar werden können. Und dort gab es in der Tat einiges zu verdecken: Dutzende von DDR-Fahnen, vorwiegend von jungen DDR-Bürgern getragen, die allerdings erst eine halbe Stunde vor Beginn des Spektakels kamen. Jeder nicht vereinigungsbesoffene Besucher konnte sich davon überzeugen, daß die DDR-Fahnen eindeutig in der Mehrheit waren.Und dann kam Kohl, in Siegerpose. Seine dümmlich-nationalistischen Sprüche (es fiel bei dieser Gelegenheit auch das Wort von den »blühenden Landschaften«) wurden aus den ersten Reihen heraus frenetisch bejubelt. Aus der Mitte der Zuschauermasse heraus waren Buhrufe und Pfiffe zu hören – was aber nur diejenigen wahrnehmen konnten, die an Ort und Stelle waren.Ich schrieb meinen Bericht über Kohls Auftritt, telefonierte ihn nach Bonn durch und fuhr nach Hamburg zurück. In meiner Wohnung konnte ich abends den Kohlauftritt im Fernseher bewundern: Jubelnde Bürger waren dort zu sehen, Omas im Rollstuhl, die vor Rührung weinten. Jede Äußerung Kohls wurde mit Applaus und zustimmenden Sprechchören quittiert: »Wir sind ein Volk!«
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#109 Die Merkel muss weg!!Anonym
  • 03.10.2005, 11:44h
  • Die CDU/CSU/FDP- Dösbattel sollten wir alsbald nach Dubai abschieben, da dort schon alles das, was sie sich wünschen, verboten ist: Parteien, Gewerkschaften, Streiks, Freie Meinungsäuserung, Das Internet ist Zensiert, Die Durchschnittslöhne für einfache Arbeiter liegen bei 10000€/Jahr.

    also, doch genau deren Traumkonstellation und deren Vorstellung der Totalitären Diktatur!!
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#110 WarmerBerlinerAnonym
  • 06.10.2005, 12:12h
  • @Martin: schon scheisse, wenn man das netz nur zum suchen von vögelsites nutzen kann, aber wie immer, tucken und technik passen nicht zusammen....
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#111 UweBAnonym
  • 08.10.2005, 13:34h
  • @ Janny

    Ausgerechnet die Merkel???
    Die war doch schon mal Ministerin zweier Ressorts UNTER Kohl und hat Deutschland gründlich mit ruiniert, in den Bankrott gestrieben durch Unfähigkeit (Einheitsabwicklung) und Untätigkeit (Reformstillstand). die Familien- und Kinderpolitik wurde damals sogar vom BVG gerügt - ausbaden mussten es dann mit leergeplünderten Kassen andere: Rot-Grün.
    Die bekannten Konzepte (MWST Erhöhung mal wieder wie damals auch schon)
    sind nichts wert.
    Außer Machtpolitik hat die Gute nichts drauf, auch wenn sie auf irhen um 30 Jahr ejünger gemachten Plakaten scheinheilig verspricht : ...ein neuer Anfang.
    Ne lasst Euch nicht Ver-Merkel-n.,....Uwe
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#112 LinkerCacheAnonym
  • 08.10.2005, 19:22h
  • @UweB:

    Endlich mal jemand, der es auch weiss, was diese "Dame" fürs Land bedeuten würde! schau dir mal die interessanten, von der CDU/CSU wahrscheinlich als "Kommunistische Propaganda" abgetanen Sites unter Kommentar Nr. 97 an.
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#113 bradAnonym
  • 09.10.2005, 15:57h
  • @janny
    ich bin zwar kein pds anhänger, aber möchte dir mal sagen, was es bringen soll gesetzliche mIndestlöhne einzuführen, die pds stellt sich vor, dass wenn die Leute einen gesetzlichen mindestlohn kriegen, der konsum ansteigt, also die binnennachfrage. Mister Gysi hat bei einer wahlkampfveranstaltung gesagt, dass es billiger ist, denBetrieben einen Lohnzuschuss zu geben und mitarbeiter einzustellen, als arbeitslosengeld zu zahlen. klang sehr überzeugend. bin trotzdem skeptisch. aber ich bin kein scheiß cdu/csu anhänger, bin in der spd.
    das steuerkonzept der union ist genauso bescheuert wie ihre karankenversicherung.
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#114 MartinAnonym
  • 10.10.2005, 00:47h
  • @warmer Berliner:

    ich warte immer noch auf eine Quelle für Deine Behauptungen? Gibt es etwa keine? Dinge behaupten die nicht wahr sind, das kommt mir bekannt vor. Das hat ein ganzer Staat 40 Jahre lang gemacht. Aber Ende haben es aber nicht mal mehr die Eigenen Leute geglaubt!
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#115 WarmerBerlinerAnonym
  • 10.10.2005, 12:24h
  • @Martin: Schon scheisse, wenn man mit dem WWW nicht umgehen kann. Aber versuch es doch mal über eine METASUCHMASCHINE: z.Bsp.: www.matacrawler.de

    aber wie das immer so ist, TUNTEN & TECHNIK beißt sich eben
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#116 Die Wahrheit!Anonym
  • 10.10.2005, 14:27h
  • Wie die SPDCDUFDP über die "OSSIS" hetzt:

    "Ein Tatsachenbericht über die Zerstörung eines Betriebes in der Ex-DDR

    Dies ist ein gekürzter Tatsachenbericht!

    >Wie die Klosterbrauerei Bad Salzungen „Abgewickelt“ wurde<

    Hier mal eine Schilderung dessen, Was ich in den vergangenen 15 Jahren der „Deutschen Einheit“
    erlebt habe.

    Ich komme aus dem Wartburg-Kreis.
    Dort wurden nach der „Wende“ durch CDU & „Treuhand“ sämtliche (Funktionierenden) Betriebe „Abgewickelt“.
    VEB Einsatzkörper Bad Liebenstein, VEB Hartmetall Immelborn, VEB Pressenwerk, VEB Pumpenwerk, VEB Kaltwalzwerk, VEB Molkerei & Emmentaler Käserei, VEB Klosterbrauerei Bad Salzungen, VEB Kohlensäurewerk Leimbach, VEB Kalibergwerk Merkers, VEB Bergwerksmaschinen Dietlas & VEB Aluminiumwerk Fischbach.

    Innerhalb nicht mal eines Viertel Jahres hatten wir eine stattliche Arbeitslosenquote.

    Die Klosterbrauerei Bad Salzungen hatte in der DDR 125 Beschäftigte.

    Jahresproduktion der Klosterbrauerei: 80000hl

    Nach der „Wende“ ging alles rapide den Berg runter, trotz Ausstattung mit zwei Flaschenabfüllungen mit einer Kapazität von 9000 Flaschen/Stunde.

    Trotz modernster und aus hygienischen Gesichtspunkten einwandfreien Gäranlagen aus Edelstahl 18/10 sowie eines sehr guten Fuhrparks mit 15 LKW L60

    Der Betrieb sollte allerdings, obwohl wir schon die Mitarbeiterzahl auf gerade einmal 25 Personen reduziert hatten, für 25TDM verkauft werden. Wir hätten alle zusammen das Geld locker zusammenbekommen, um die Firma halten zu können. Doch die „Treuhand“ gab uns keine Chance.

    Den Mitarbeitern wurde zum 15.1.1992 Fristlos gekündigt und eine Abrissfirma sollte das Gelände übernehmen.
    Unsere Antwort: Betriebsbesetzung. Also in den direkten Kampf mit der Treuhand gegangen, die Ihrerseits die widerrechtlichen Maßnahmen ergriff, durch das SEK! das Gelände räumen zu lassen.

    Wir wandten uns mit Hilfeersuchen an ALLE Parteien, bekamen aber nur Unterstützung von der PDS.

    Nach einem Dreiviertel Jahr holte man mich an das Landratsamt zurück, wo ich im Dezember 1993 entlassen wurde. Mit der Androhung, falls ich versuchen würde, über ein Arbeitsgericht und die Gewerkschaft Abfindungen herauszuschlagen, würde man gegen mich Ermittlungen wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte einleiten.

    Das Jahr 1994 begann für mich mit einer weiteren, für mich auch aus Rechtlicher Sicht nicht nachvollziehbaren Logik versehenen Tat der „Treuhand“: sie hob das von mir und der Belegschaft erwirtschaftete Geld in Höhe von 140TDM einfach vom Konto des Betriebes ab. Lapidare Begründung: Es sei einer Ihrer Betriebe.

    Ein neuer Geschäftsführer wurde eingesetzt, der das Geld erst einmal in eine Nobelkarosse der Marke Porsche steckte.

    Was wurde aus der Klosterbrauerei?? Sie wird jetzt abgerissen. Selbstverständlich aus Steuergeldern. Abrisskostenvorananschlag: 1,5 Millionen EURO!!

    Damit hätte man locker eine kleine Brauerei oder eine Erlebnissbrauerei aufbauen können. Dieser Betrieb hat als Privatbrauerei 2 Weltkriege und 40 Jahre realen Sozialismus überlebt. Nun kommt die „wende“ mit „Freiheit“ und den Parolen eines Herren Kohl, es werde „keinem schlechter gehen“, die vom Volk wie Opium aufgesaugt wurden.

    Und dann wird erst einmal alles, was eine Potenzielle Konkurrenz darstellt, kaputt gemacht von Politikern und Beamten, die man Offensichtlich in der BRD nicht mehr halten konnte.

    Dieser Betrieb war allein von seiner Modernsten Ausstattung her keineswegs eine „Marode Bude“ wie dies immer von der Westpropaganda behauptet wurde, sondern stand westlichen Betrieben in nichts nach.

    Wenn in der DDR in der Volkskammer etwas entschieden wurde, war dies immer zum Wohle des Volkes.

    Wenn heute der Bundesrat berät, ist eine Verschlechterung für die Bevölkerungsmehrheit garantiert, man sehe sich nur mal die „HARTZ-Gesetze“ an. 1990 lebten in Bad Salzungen 24000 Menschen, heute sind es gerade mal noch 14000. Die Stadt & der Wartburg-Kreis sind TOT."
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#117 Die Wahrheit!Anonym
  • 10.10.2005, 14:44h
  • Berichtigung: Nicht "EINSATZKÖRPER" sondern WALZKÖRPER ....

    automatische rechtschreibprüfung ist dazwischen gekommen beim Konquerer-browser
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#118 WennCDU-Leutz träumen...Anonym
  • 11.10.2005, 15:50h
  • CDU-Träume
    Die träume der CDU und wie sie umgesetzt werden könnten, zumindest rein Spekulativ einmal dargestellt.

    Angie hat es geschafft, die Umsetzung der Wahlprogramme von CDU/CSU wurden ganz genau nach den Vorstellungen Der Wirtschaftsbosse verwirklicht. Das ganze könnte, rein Fiktiv, so aussehen......

    - Die MwSt. Wurde erhöht, auf genau 55%
    -Das benzin kostet inzwischen 8 /Liter
    -Die Maut für Pkw wurde eingeführt, sie liegt bei 100 /Auto
    -Sämtliche Straßen wurden Privatisiert, d.h. auch andere Verkehrsteilnehmer haben eine "Straßenabnutzungsgebühr" von 2 /Kilometer zu entrichten.
    -Die Bahntickets wurden auf minimum 150 Pauschal erhöht
    -Das ALG1 & 2 wurde eingestellt, dafür gibt es jetzt ALG3 in einer höhe von 150 /Monat
    -Das Kindergeld wurde gestrichen, ebenso die Eigenheimzulage & das Wohngeld
    -Arbeitslose gibt es inzwischen ein wenig mehr. 20millionen, um es genau zu sagen
    -Parteien wurden verboten
    -Gewerkschaften sind verboten
    -Jede Art von Demonstration, Streik oder sonstigem zusammenfinden von mehr als 5 Personen wird als Terroristischer Akt empfunden und vom Bundesheer, der Ehemaligen Bundeswehr, mit aller härte Niedergeschlagen
    -Die Bundeswehr ist der größte, Reichsweite Arbeitgeber
    -Ausreisen aus dem Bundesreich werden mit dem Tode bestraft
    -Homosexualität gilt als Straftatsbestand
    -Homosexuelle werden pro Forma als AIDS-Träger in Arbeitslager gesperrt

    -Kondome sind verboten, da sie dem Zeugungsprogramm "Großdeutschland 2015" schaden
    -Es wurde eine Armutssteuer eingeführt, d.h. jeder, der weniger als 15000 /Jahr verdient, hat hiervon mindestens 49% als Steuern zu entrichten
    -Die Videoüberwachung wurde Bundesweit eingeführt, Private Räume sind verboten, da sie der Vorbereitung von Terroristischen Aktionen gegen die Führerin dienen könnten
    -Zusätzlich wird jedem Bürger ein RFID-Chip implantiert, um ihn jederzeit orten zu können
    -Staatliche Schulen unterichten den "Kleinbürger nur noch bis zur zweiten Klasse, damit er zumindest Schreiben, lesen und rechnen kann
    -Jede weiterführende Schulbildung ist mit einer Jahresgebühr von 100000 unerschwinglich
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#119 funkemariechenAnonym
  • 12.10.2005, 17:18h
  • @wenn....(oder Martin, Adrian, Science, Daniel1978...): Übertreibst du damit nicht ein bischen??
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#120 Adrian AhlhausAnonym
  • 12.10.2005, 18:49h
  • @ funkemariechen
    Nun bin ich tatsächlich mit meinem Namen hier. So wie der in meinem Personalausweis steht. Angesehen davon bin ich in meiner Region schon ein Teil der "Öffentlichkeit". - Allerdings stehe nirgendwo zur Wahl.
    Übrigens, die nics stehen so im Internet, siehe Google. Schon deshalb möchte ich auch bei "queer.de" in den richtigen Zusammenhang gebracht werden.
    Wo mein Name drauf steht bin nur ich drin. Naja, vielleicht auch der Mann neben mir, manchmal ...
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#122 PDS = Dummheit!Anonym
#123 Adrian AhlhausAnonym
  • 13.10.2005, 20:27h
  • @ pds=dummheit!
    @ cdu=dummheit!

    Braucht es eine CDU oder PDS oder sonsteine Partei um gegen Schwule zu hetzen?
    Nein, das erledigen einige Schwule schon selbst. Nur gut, das es ein allgemeines Waffenverbot gibt.
    Vielleicht ist das aber auch nur ein Wettbewerb im Weitpinkeln?
    Im übrigen geht es hier, mit diesem Topic um "CDU-Hetze gegen "Folsom Europe"" oder so ähnlich...
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#124 LinkerCacheAnonym
  • 14.10.2005, 15:24h
  • @PDS=Dummheit: Weißt Du überhaupt, was
    "LinkerCache" bedeutet??

    Im übrigen bin ich es leid, das hier einige
    Knallerbsen immer wieder behaupten, das ich
    mehrere Nicks benutze. Ich benutze LinkerCache
    nur als ersatz für QUEERY, da diesen ein
    anderer User missbräuchlich von mir übernommen
    hat.

    Allerdings ist es immerwieder erstaunlich, das
    sich hinter vielen Nicks solche Kleingeistigen
    wie z.Bsp. "Martin" verbergen, die zwar
    einerseits sagen, das Sie in der SPD seien,
    aber die CDU in Schutz nehmen.

    Ich kann nur sagen, das die jenigen, die hier
    am lautesten Schreien, die ECHTEN FRUSTRIERTEN
    sind.
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#125 CDU-Traum....Anonym
  • 15.10.2005, 13:03h
  • ....ist die Diktatur: [] Britisches Biometrie-ID-Konzept nimmt Formen an

    www.heise.de/newsticker/meldung/64943

    Britische Bürger werden bei der Einführung des biometrischen
    Personalausweises mit 30 Pfund (44 Euro) pro Kopf zur Kasse gebeten. Der
    geplante Aufbau eines landesweiten Identitätsregisters könnte Vorbild für
    künftige EU-Regelungen sein.
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#126 Stoiber? Nein Danke!Anonym
  • 15.10.2005, 23:37h
  • Bayerns Ministerpräsident Edmund Stoiber hat mit zwei Äußerungen auf Wahlkampfveranstaltungen die Gemüter erhitzt. Handelsblatt.com dokumentiert die Aussagen im Wortlaut.

    Donnerstag, 4. August, Argenbühl, Baden-Württemberg:
    "Wir freuen uns über die Entwicklungen in den neuen Ländern. Wir wissen, dass das schwierig ist. Und ich weiß, dass natürlich auch Bayern, Baden-Württemberg gerade auch für die neuen Länder enorm in den Finanzausgleich finanzieren. Aber ich akzeptiere es nicht, dass letzten Endes erneut der Osten bestimmt, wer in Deutschland Kanzler wird, meine sehr verehrten Damen und Herren. Das wird nicht mehr sein. Wir leisten jedes Jahr, wir leisten jedes Jahr etwa 120 bis 130 Milliarden Euro Finanzausgleich zur Aufbausituation der neuen Länder. Aber es darf nicht sein, und das ist der Appell auch an alle Vernünftigen - es darf nicht sein, dass letztlich die Frustrierten über das Schicksal Deutschlands bestimmen."
    (Quelle: dpa)
    Mittwoch, 10. August, Schwandorf in der Oberpfalz:
    "Wenn es überall so wäre wie in Bayern, hätten wir überhaupt keine Probleme. Nur, meine Damen und Herren, wir haben leider nicht überall so kluge Bevölkerungsteile wie in Bayern. Die Stärkeren müssen manchmal die Schwächeren ein Stück mitziehen. Das ist nun halt mal so. Wir brauchen das, um manche Defizite in Sachsen oder in Sachsen-Anhalt ausgleichen zu können. Aber ich betone noch einmal: Ich will nicht, dass noch einmal im Osten die Wahl entschieden wird."
    (Quelle: Bayerischer Rundfunk)

    HANDELSBLATT, Donnerstag, 11. August 2005, 12:11 Uhr

    www.handelsblatt.com/pshb?fn=tt&sfn=go&id=1085956
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#127 MartinAnonym
  • 17.10.2005, 10:43h
  • @Linker Cache,

    mir ist zwar klar, das es bei einen Anhänger einer (ehemaligen) diktatorischen Partei es schwer sein muss, auch andere Meinungen zu akzeptieren. Aber ich bitte Dich persönliche Anfeindungen wie "kleingeistig" oder anderes zu unterlassen. Die Zeiten , wo Menschen mit anderen Meinungen eingesperrt worden sind oder diskritiert worden sind sind zum Glück vorbei. Im übrigen würde ich sogar die PDS oder einzelnen Personen daraus verteidigen, wenn irgendwelcher falscher Blödsinn erzählt würde.
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#128 LinkerCacheAnonym
  • 17.10.2005, 13:06h
  • @Martin: Sorry wegen dem Wort, Allerdigngs muss ich dir in diesem >>>"... Die Zeiten , wo Menschen mit anderen Meinungen eingesperrt worden sind oder diskritiert worden sind sind zum Glück vorbei...."<<< Falle wiedersprechen. Lies hirzu einfach mal diesen Bericht: "In den Händen der politischen Polizei" Weblink:
    www.jungewelt.de/2005/10-17/003.php

    Leider nimmt dies auch allmählich in der BRD Formen an. Denn erstaunlich ist nach wie vor, wie Bereitwillig Bundesbürger Ihre Rechte auf Freiheit aufgeben, wenn es darum geht, angeblich gegen Terroristen zu kämpfen. Dazu kann ich auch nur empfehlen, sich mal den Film "Fahrenheit 9/11" von Michael Moore anzusehen. Darin wird detailiert beschrieben, wozu der so genannte "PatriotAct" in Wirklichkeit diehnt, nämlich zur Bespitzelung des eigenen Volkes. Des weiteren bin ich, wenn es darum geht, die DDR zu verunglimpfen, immer wieder erbost. Denn es mag sein, das die so genannte Stasi(korrekter Wortlaut wäre: HVA des MfS) die Bevölkerung Bespitzelt hat. allerdings wird dabei immer wieder mißachtet, das wir in der BRD DREI Geheimdienste haben und keiner so richtig weiß, wofür die eigentlich jedes Jahr milliarden an Steuergeldern verprassen. Mal abgesehen vom VerfS, der ja einen Teil seines Budgets dafür verwendet, Neonazis zu bezahlen. Man erinnere sich daran, daß das Verbotsverfahren gegen die NPD an eben diesen Personen, die für o.g. Organisation Arbeiten, gescheitert ist.
    Andererseits finde ich es wiederum erschreckend, das gerade so genannte "Bürgerrechtler" für die Ausweitung der Videoüberwachung im öffentlichen Raum sind. Waren nicht diese die jenigen, die `89 die MfS-Zentrale in der Berliner Normannenstraße erstürmt hatten? Und, erzähl mir bitte nicht, das es nicht stimmt, das auch dieser Staat Akten über seine Bürger führt.

    Im übrigen gibt es auch sehr viele gute Sachen aus der DDR, ich erinnere dich nur an den kleinen Grünen Rechtsabbiegerpfeil an manchen straßenkreuzungen. Das ist EINE Erfindung der DDR! allerdings auch nur eine von vielen.
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#129 MartinAnonym
  • 17.10.2005, 15:49h
  • @alle: LinkerCache ist an sich in ordnung und ich finde auch, das viele zu sehr auf die ddr schimpfen. denn ich hab mir mal ein paar bücher zum thema ausgeliehen. war alles gar nicht so schlimm, wie es immer erzählt wird. ausserdem kann ich mir auch nichts darüber erlauben, zu erzählen. denn ich habe ja nicht in der ddr gelebt. da war ich schon ein bischen blauäugig. denn nun glaube ich auch nicht mehr, was die presse, die ja leider in diesem land auch schon gleichgeschaltet ist, erzählt.
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#130 MartinAnonym
  • 17.10.2005, 17:10h
  • zu Eintrag 124:

    Leider benutzt jemand "meinen" Nickname. Vielleicht mal eine Anregung an die Redaktion Usernamen zu vergeben. Gewählte Name und email reicht ja aus.
    Ich bin der Eintrag 122 Martin :-)

    Ansonsten verkommt das Ganze hier zu einer Lachnummer!
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#131 einer von vielenAnonym
#132 MartinAnonym
  • 18.10.2005, 12:17h
  • Also, das was mein vorhergehender Schreiber geschrieben hat, kann ich nachvollziehen. Die CDU kürzt wo es geht. Dann habe ich jetzt mal durch Recherche herausbekommen, wieviel Geld ein Herr Althaus, Ex-Physiklehrer & SED-Mitglied, jetzt MP von thüringen, "verdiehnt": 189375€/Jahr! Aus steuergeldern! Wofür bekommt der soviel geld? Dafür vielleicht, das dieser Typ Thüringen in die Pleite geritten hat?? In Thüringen wird es ja noch grober, wenn es ums Blindengeld geht. Da bekommen Menschen mit einer solchen Behinderung nur noch bis zum 27.Lebensjahr geld. Und dann? Sollen die sich dann aufhängen?

    Ebenso verhält es sich doch mit der cdu-taktik, die Arbeitslosen zu bekämpfen. Nicht vergessen, auch die cdu hat dabei mitgestimmt, das HARTZ-4 umgesetzt wird. Den Herrn Hartz hat ja im moment die Staatsanwaltschaft Braunschweig am Wickel. Hoffentlich kommt dieser Arsch dafür in den Knast! Am besten nach Untermassfeld!

    All dieser Scheiss passiert immer nur dort, wo die CDU regiert! Da wird an allem Gespart! Aber komischerweise immer an Sozialen Einrichtungen, jugendtreffs, Aids-Hilfen(lebe in thüringen & muss warmerberliner zustimmen, musste mir diese scheisse selber anhören!), sonstigen einrichtungen für arme, kranke, alte......

    Aber dann kommen diese scheisser mit irgendwelchen prestigeobjekten wie dem umbau des erfurter hbf. Das verschlingt millionen, dient aber keineswegs der allgemeinheit.
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#133 MartinAnonym
  • 18.10.2005, 12:32h
  • Frage an Angela Merkel : "Hat Ihnen schon mal jemand gesagt, daß sie aussehen wie Claudia Schiffer?"
    Merkel (erfreut) : "Nein..."
    "Das dachte ich mir..."

    Auch Angela Merkel ist jetzt in einen Spendenskandal verwickelt!
    Helmut Kohl hat ihr seinerzeit 50DM für den Friseur gegeben und kein Mensch weiß, wo das Geld geblieben ist...
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#134 MartinAnonym
  • 18.10.2005, 12:38h
  • Der Bundeskanzler hat allmählich genug davon, dass in der SPD immer so viel dummes Zeug getrieben wird und ganz Deutschland darüber lacht.

    Deshalb wendet er sich an den bayerischen Ministerpräsidenten:
    "Du Edmund, kannst Du in Bayern nicht einmal etwas furchtbar Dummes anstellen lassen, damit einmal alle über die CSU lachen und nicht andauernd über die SPD?"

    "Aber ja", sagt Stoiber aus Mitleid.

    Und er lässt eine drei Kilometer lange Brücke ohne Straßenanschluss mitten durch das kreuzflache Erdinger Moos bauen - weit und breit kein Tal und kein Fluss.

    Das Ergebnis ist wie gewünscht: Ganz Deutschland lacht über Bayern und die CSU.

    "Vielen Dank, Edmund", meldet sich Schröder, "das war es, was ich einmal wollte. Du kannst die Brücke jetzt wieder abreißen lassen."

    Darauf Stoiber knapp:´
    "Geht nicht. Da sitzen jetzt lauter Sozis drauf und angeln!"
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#135 martiniAnonym
  • 20.10.2005, 14:01h
  • Sozialstaat DDR – nur Erinnerung oder auch Herausforderung?

    Sozialpolitik ist Machtpolitik

    Ein Vergleich mit der westdeutschen und mit anderen Perioden der deutschen Geschichte seit Bismarcks Sozialreformen sowie mit den sich entwickelnden sozialstaatlichen Strukturen und Leistungen könnte die Sozialpolitik in der DDR differenzierter erkennbar werden lassen. Wer sich etwa über die Ausgestaltung der sozialen Marktwirtschaft durch Ludwig Erhard informiert, wird feststellen, daß auch dieser gelegentlich offen über die politischen Implikationen einer kapitalistischen Entwicklung in sozialem Frieden nachdachte. Ihm ging es mit seinem Konzept darum, »endlich das Ressentiment zwischen ›arm‹ und ›reich‹« zu überwinden, um so letztlich eine »Absage an den Klassenkampf« zu erreichen.1 Sein Parteifreund Norbert Blüm konstatiert heute angesichts des Abschieds von der sozialen Marktwirtschaft: »Im Ost-West-Konflikt war der Sozialstaat Teil unserer Legitimationsgrundlage. Wir mußten beweisen, daß wir sozialer sind als der Sozialismus. Der Sozialismus ist tot und jetzt glauben manche Arbeitgeber, sie könnten Hausputz halten.«2

    Wer sich jenseits ideologischer Scheuklappen der DDR-Sozialpolitik nähert, der wird sie als den Versuch der Umsetzung von humanistischen Idealen der Arbeiterbewegung betrachten müssen. Hier sind alle Versuche untauglich, dies auf das reine Machtkalkül zu reduzieren. Genau dies dominiert die aktuelle Geschichtsschreibung und den politischen Umgang mit der DDR-Vergangenheit. Dies haben auch manche Publikationen negativ bestätigt, die zum jüngsten Jahrestag des 17. Juni 1953 3 es für nötig erachtet haben, dies nicht nur als »Lernschock«4 zu interpretieren, sondern so zu tun, als ob der »Neue Kurs« erstmals sozialpolitische Einsichten der Kommunisten bringen würde. Die Verschärfung des Klassenkampfes mit allen Konsequenzen einer Bevorzugung der Schwerindustrie und der Militarisierung des Landes wurde so uminterpretiert, als ob dies das dringendste und alleinige Bedürfnis einer Ulbricht-Clique gewesen wäre, während die sowjetische Führung unter Berija und Malenkow zum wahren Verfechter der Sozialpolitik erkoren wurde.

    Ein Blick auf die weltpolitische Konstellation und auf den offenbar nicht nur Linken eigenen Furor bei der Durchsetzung politischer Ziele sollte daran erinnern, daß jede Politik, also auch Wirtschaftspolitik, eben von solchen Rahmenbedingungen – neben der Leistungsfähigkeit der jeweiligen Volkswirtschaft – entscheidend abhängig und bestimmt ist. Das Dilemma der Kommunisten war allerdings auch noch 1953, wie so oft in der Geschichte, daß sie glaubten, der eigenen Klasse, die sie schon lange im besten Wollen als revolutionäre Avantgarde entmündigt hatten, Opfer für die großen sozialistischen Ziele abzufordern berechtigt zu sein. Daß die Arbeiterklasse auch unter roten Fahnen wußte, daß erst das Fressen und dann die Moral kommt und daß auch Opfermut bei den bewußtesten, mit der Partei am engsten verbundenen Teilen sehr endlich ist, mußte die SED nicht nur einmal erleben.

    Dabei ist auffällig, daß trotz der engen Anlehnung an das sowjetisch-stalinistische Sozialismusmodell in der DDR eigenständige deutsche Wege nicht zuletzt unter Rückgriff auf sozialdemokratische wie kommunistische Erfahrungen insbesondere aus der Weimarer Republik gegangen wurden. Hier ist das Poliklinik-Beispiel sehr typisch. Und diese Wege hatten zumindest in den 1960/70er Jahren auch einen positiven Einfluß auf das bundesdeutsche DDR-Bild wie auf die spezifische Systemauseinandersetzung zwischen beiden deutschen Staaten. Das sahen zumindest westdeutsche Publizisten und Forscher so, auch wenn sie später glaubten, die damaligen Einsichten einer systemimmanenten Kritik verleugnen zu können. Angesichts der heute vorherrschenden Vorstellungen eines Irrweges von Anfang bis Ende wundert dies nicht. Es widersprach nur sowohl den Intentionen der politisch Verantwortlichen in der DDR wie auch weiter Teile der DDR-Bevölkerung, im Unterschied zu einer Minderheit, die zudem aus sehr verschiedenartigen Gründen und angesichts der idealen politisch motivierten Asylbedingungen in Westdeutschland der DDR den Rücken kehrte.5 Trotz gegenteiliger Interpretation fällt zumindest auf, daß in allen Krisensituationen Bürger, so Intellektuelle und nicht selten auch SED-Genossen, in ihrer Kritik an den bestehenden Verhältnissen scharf waren. Sie wollten aber »nur« eine andere sozialistische Politik und nicht ein anderes, kapitalistisches System. Das politische Verbrechen der SED-Führung bestand gerade darin, genau jene Kritiker in die Ecke der Todfeinde des Sozialismus gestellt zu haben und ausmerzen zu wollen.

    Im Selbstverständnis der DDR und der SED-Führung war Sozialpolitik weit mehr als ein reines System der Risikoabsicherung in den Wechselfällen des Lebens, mehr als »die Gesamtheit aller staatlichen und außerstaatlichen Maßnahmen und Bestrebungen zur Verbesserung der Lebenslage von wirtschaftlich und/oder sozial schwachen Personenmehrheiten «6, wie in einem westlichen Standardwerk nachzulesen ist. Auch wenn dies naturgemäß sozialistische Politik von vornherein aller totalitärer Anwandlungen verdächtig macht, und politisch selbstredend begünstigt, war die Sozialpolitik in der DDR tatsächlich »die Gesamtheit der Gestaltung der sozialen Verhältnisse als Verhältnisse der Klassen, Schichten und sozialen (demographischen) Gruppen zueinander und nicht nur die Verbesserung der sozialen Lage wirtschaftlich und/oder sozial schwacher Gruppen.«7 Auch wenn in der DDR Sozialpolitik unmittelbar nach dem Krieg natürlich zunächst solche Sicherungsfunktionen übernehmen mußte, so war sie doch sonst immer weiter gefaßt. Letztlich stand zugleich immer die offene spannende Frage des wirklichen Westvergleichs: Welches System hat die Sozialpolitik im weiten Sinne, also nicht nur hinsichtlich der Risikoabsicherung, sondern der Gestaltung der sozialen, materiellen Verhältnisse zugunsten der Mehrheit der Bevölkerung, insbesondere der (potentiell, wenn an die Ausgegliederten, Ausgestoßenen gedacht wird) arbeitenden Schichten erreicht.

    In der DDR setzte die Führung von Anfang an auf eine weite Fassung von Sozialpolitik, weil allein sie den ursprünglichen Idealen der Arbeiterbewegung entsprach, gerade deshalb mußte sie sich fast zwei Jahrzehnte lang schwer tun, selbst den Begriff zu verwenden. Er wurde in dem Moment aktuell, da die Führung und besonders Ulbricht begriffen,8 daß Planwirtschaft allein als Kommandosystem nicht funktioniert, sondern durch – wie wir heute sagen würden – marktwirtschaftliche Elemente im NÖS 9 ergänzt werden muß. Das Makabere besteht darin, daß dieser Rückgriff auf den (weiten) Sozialpolitik-Begriff bis zum Schluß blieb und in dem Konstrukt der »Einheit von Wirtschafts- und Sozialpolitik« letztlich antisozialistisch voll zum Funktionieren gebracht wurde, weil genau die Bindung an die beschworene Wirtschaftspolitik durch Voluntarismus und Auslands-/West-Verschuldung unterlaufen wurde. Hier sind naturgemäß alle Kritiken an dieser Politik berechtigt, obschon sie allein von der vorgeblichen Systemgebundenheit her diskutiert werden und die realen wirtschaftlichen wie politischen Entwicklungen im Ostblock und in der Welt recht gering geachtet und eher der SED-Führung angelastet werden.

    DDR-Sozialpolitik zwischen Anspruch und Wirklichkeit

    Es ist sinnvoll, die DDR-Sozialpolitik 10 in ihrem weiten Sinne (d. h. soziales Sicherungssystem, aber auch Bildungs-, Gesundheits-, Bevölkerungs- und Frauenpolitik, auch Wohnungsbau und nicht zuletzt Subventionspolitik) so zu betrachten, wie sie im Selbstverständnis der DDR auch praktiziert wurde: Nicht allein als Sicherungssystem für soziale Notlagen, sondern als einen umfassenden Versuch, in der Gesellschaft die Ideale von sozialer Sicherheit, sozialer Gerechtigkeit, auch von Gleichheit mit einem hohen Maß an Solidarität durchzusetzen. Daß dabei Machtfragen wie bei jeder Sozialpolitik in jeder Gesellschaft eine Rolle gespielt haben, ist einsichtig und keine DDR-Besonderheit.

    In der Geschichte der DDR gibt es unterschiedliche Etappen der Realisierung der Sozialpolitik, die hier nicht weiter ausgeführt werden können. Bemerkenswert ist allerdings zweierlei: Im Unterschied zu den bürgerlichen Freiheiten waren die sozialen Rechte der Verfassung, allerdings immer auch gekoppelt mit eingeforderten Pflichten der Bürger gegenüber dem Staat resp. der Gesellschaft, sehr konkret und nachvollziehbar. Zum andern zeigt sich bei der Realisierung von sozialpolitischen Zielen oft, daß in der Anfangsphase durchaus weitreichende Zielsetzungen kühn und erfolgreich angegangen wurden, sie aber in der Folgezeit durch ihre Verbürokratisierung, durch zunehmende Ressourcenprobleme, aber auch ihre teilweise weitgehende Umsetzung wesentliche Identifikationsmöglichkeiten für den einzelnen Bürger verloren haben.

    Hier seien nur einige der Hauptfelder der DDR-Sozialpolitik genannt: - Die Sicherung der Vollbeschäftigung für alle Bürger, was auch die zunehmende Einbeziehung der Frauen in die Erwerbstätigkeit einschloß, sowie gleichzeitig die Sorge um die Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen. In der DDR war über fast drei Jahrzehnte die Arbeitslosigkeit überwunden, was Friktionsarbeitslosigkeit nicht ausschloß. Die Vollbeschäftigung war mit einer weitgehenden Verantwortung der Betriebe für die sozialen Belange der Beschäftigten einschließlich der Integration von Problemgruppen (Straffällige, Suchtkranke, Behinderte u. a.) ebenso verbunden wie mit der Etablierung eines umfangreichen, nicht allein machtpolitisch zu verstehenden Netzes von Strukturen für Sozialleistungen (Verkaufsstellen, Feriendienst, Kindereinrichtungen), die aber wesentlich zur niedrigen gesamtgesellschaftlichen Arbeitsproduktivität beigetragen haben und die betriebliche Effizienz schmälerten.

    Die Brechung des Bildungsmonopols der besitzenden Klassen und die Sicherung des Bildungszugangs für alle; auch hier galt frühzeitig die Aufmerksamkeit den Frauen und der Sicherung eines durchgreifend hohen Bildungsniveaus für alle lernfähigen und -bereiten Bürger (1988 hatten nur noch 13,7 Prozent der Beschäftigen überhaupt keinen Berufsabschluß). Gerade in diesem Bereich gab es Fehlsteuerungen durch politische Eingriffe gegen politisch Unliebsame, denen in der Regel nur der zweite Bildungsweg blieb, sowie zunehmend die Privilegierung bestimmter Personengruppen nicht zuletzt im Interesse der Reproduktion der Dienstklasse. Bildungspolitik schloß im weiteren Sinne auch einen umfassenden, weitgehend kostenlosen oder -günstigen Zugang zu den unterschiedlichen Formen der Kultur ein, sowohl als Konsument wie als aktiver Gestalter.
    Die Sicherung der Gleichberechtigung der Frauen und die Förderung der jungen Familien und der Mütter mit Kindern mit dem Ziel, Beruf und Familie zu vereinbaren und eine hohe Erwerbsquote zu sichern (1988 betrug der Frauenanteil aller Beschäftigten 48,9 Prozent), aber auch um die Gleichberechtigung durchzusetzen. Dazu kamen zunehmend bevölkerungspolitische Gründe. Nicht zuletzt ein ausgebautes Kinderbetreuungssystem gewährleistete dies (1988 betrug der Betreuungsgrad in Kinderkrippen u. ä. 79,9 und in Kindergärten 94,0 Prozent). Eine Schlüsselfrage war seit den 1960er Jahren die Sicherung eines hohen Bildungsniveaus der Frauen, das weit über die reine Arbeitskraftfrage hinaus ging und zutiefst emanzipatorischen Charakter trug. Nicht zu vergessen ist die seit 1972 mögliche Selbstbestimmung der Frauen hinsichtlich ihrer Schwangerschaften.
    Eine weitgehend kostenlose verstaatlichte Gesundheitsvorsorge, die in einem hohen Maß an die Betriebe gebunden war, mit arbeitsteiligen Gesundheitseinrichtungen (Polikliniken und Ambulatorien) und einem ausgebauten Vorsorgesystem (Dispensaire-Betreuung). Dazu gehörte auch eine umfassende Absicherung bei Krankheit, während die zu geringen Renten bis zum Ende ein ständiges Problem blieben und hier am ehesten relative Armut 11 zu beobachten war.
    Die Sicherung der Versorgung der Bevölkerung mit Wohnungen, die insbesondere durch ein umfangreiches Wohnungsbauprogramm seit 1973 und mit äußerst geringen Mieten (0,80-1,20 Mark der DDR/qm) versucht wurde umzusetzen. Dabei konzentrierte sich dieser Wohnungsbau lange auf den Neubau und führte zur Vernachlässigung der Innenstädte. Immerhin gelang es für etwa die Hälfte der DDR-Bürger die Wohnverhältnisse qualitativ entscheidend zu verbessern.
    Die Erhöhung des Lebensniveaus durch eine gezielte Einkommens- und Subventionspolitik, mit der sowohl Leistungen stimuliert als auch die Versorgung im wesentlichen abgesichert werden sollten. In der Praxis erwies sich dabei die Entwicklung der Subvention von Konsumgütern und Tarifen am problematischsten. Sie garantierte zwar den Bürgern eine »2. Lohntüte«, wurde von den meisten jedoch nicht bewußt wahrgenommen und belastete gleichzeitig den Staatshaushalt exorbitant. (Von 1980 bis 1988 stieg das Produzierte Nationaleinkommen von 193,6 Mrd. Mark der DDR auf 268,1 Mrd. Mark, während sich die Aufwendungen für die Preissubventionen von 16,9 Mrd. Mark auf 49,8 Mrd. Mark verdreifachten.) Vor allem führte die inflexible Subventionspolitik zu einer Fehlsteuerung, die kaum korrigiert wurde (unterbelegte Wohnungen, Brot als Viehfutter, billige Kinderkleidung auch für Erwachsene usw.).

    Zu den Besonderheiten der DDR-Sozialpolitik gehörte sicher ihre ritualisierte Form der Verkündung, vor allem aber die einsamen Entscheidungen der obersten politischen Führung, einzelne Maßnahmen einzuführen. Wobei es eine konzeptionell abgestimmte Sozialpolitik trotz dieses Zentralismus nicht gab. Denn diese Sozialpolitik wurde als eine paternalistische,12 auch patriarchale Politik betrieben, die kaum auf die aktive Einbeziehung der Betroffenen setzte, trotz der gerade auch in diesen Bereichen vorhandenen demokratischen Strukturen. Vor allem aber war es die Politik allein der Führung einer Partei, die die Richtlinien der Politik ebenso wie die konkreten Prozesse in allen staatlichen und wirtschaftlichen Strukturen bestimmte. Diese Verschmelzung von Partei, Staat und Wirtschaft machte die Partei für alles verantwortlich, was sie auch sein wollte. Aber in dem Moment, wo die Entwicklung aus dem Ruder lief, mußte sich der Unmut auch immer nur an diesen einen Adressaten richten, das war 1953 wie 1989 gleichermaßen so.

    Gründe des Scheiterns

    Im heißen Sommer 2004 machte eine Meldung die Runde. Angesichts zunehmender tödlicher Badeunfälle mußte eine sinkende Anzahl von Schwimmern auch unter den Kindern in Deutschland festgestellt werden. Allein im Küstenland Mecklenburg-Vorpommern mit der Ostsee, vielen Seen und 14 Spaß-Bädern lernt heute fast jedes 3. Kind nicht mehr schwimmen. Zu DDR-Zeiten konnten mehr als 90 Prozent nach der 4. Klasse schwimmen. Damals wurden die Kinder ungeachtet von Kosten und Entfernung zum Schwimmunterricht gebracht. Der heutige lakonische Kommentar: »Das können sich die Kommunen heute nicht mehr leisten«.13

    Das war und ist das Kernproblem jeder Sozialpolitik: Wer bezahlt eine Politik zum Wohle des Volkes und wie muß eine entsprechende Politik sozialer Gerechtigkeit gestaltet und realisiert werden? In vielen Darstellungen zur DDR-Sozialpolitik wird heute recht einfach gerechnet. Angesichts des explodierenden Anteils der Sozialausgaben (im DDR-Verständnis) am Staatshaushalt und der sinkenden Effizienz der Volkswirtschaft, auch der ausbleibenden Triebkraftwirkungen der Sozialpolitik, die Honecker und seine Führung ja erwarteten, die aber mehr und mehr ideologischer Natur waren, ist diese Rechnung einfach. Die Sozialpolitik war nicht mehr bezahlbar und der letzte Sargnagel an der DDR. In Übereinstimmung mit Erklärungen von DDR-Wirtschaftsfunktionären nach 1989 wird seit langem verkündet: »Der DDR-Bürger hat in all diesen Jahren über seine Verhältnisse und vor allem zu Lasten der Zukunft gelebt«.14 Im Zweifelsfall wird hier gleich fortgeschrieben, daß auch die Vereinigungspolitik und die fortgesetzte Alimentierung der Ostdeutschen sich genau in dieser Tradition bewege.15

    Tatsächlich war die DDR-Sozialpolitik im wesentlichen eine steuerfinanzierte Politik. Und die Steuern, Abführungen an den Staatshaushalt, hatten die Unternehmen zu zahlen. (Die Bevölkerung wurde nur marginal zur Kasse gebeten: Bei einem Staatshaushalt 1988 von 268,1 Mrd. Mark der DDR betrugen die Steuern der Bevölkerung 11,6 Mrd. Mark und die Beitragsleistungen für die Sozialversicherung 8,3 Mrd. Mark.) Das ausschlaggebende Mißverständnis seitens Regierung der DDR und der heutigen Kritiker: Sozialpolitik reduziere sich auf Subventionspolitik. Nach der Erfahrung von 1953, aber auch der diversen polnischen Krisen waren Preise und überhaupt konkrete Veränderungen in der Ausgestaltung der Sozialpolitik für die SED-Führung ein Tabu.16 Diese Lektion hatte man tatsächlich so gründlich gelernt, daß man nie über adäquate politische Krisenregulierungsmechanismen nachdachte und/oder praktizierte. Wenn es zu Konflikten kam, suchte man sie möglichst schnell unter der Decke zu halten, in der Regel mit Zugeständnissen, weit seltener mit Repression.17 Die DDR war eine »arbeiterliche Gesellschaft« (Wolfgang Engler), die nicht nur bis zum Ende die Arbeit in den Mittelpunkt rückte, sondern auch die Arbeiterklasse, entsprechend der herrschenden Ideologie ja auch die herrschende Klasse, die die Partei, das Politbüro nur stellvertretend repräsentierte.

    Eine solche Unbeweglichkeit mußte in schwierigen wirtschaftlichen Zeiten die Macht ebenso gefährden wie das Gesamtsystem. Denn so war eine Umorientierung – trotz breiter Diskussionen im Lande unterhalb der offiziellen Ebene – letztlich unmöglich, eine zielgruppensichere und ressourcengesättigte Sozialpolitik in anderen Bereichen immer mehr ausgeschlossen. Die Subventionspolitik ist tatsächlich gescheitert und der Teil der Sozialpolitik, der den Staat spätestens nach der Agrarpreisreform von 1985 in den Ruin trieb. Auf jeden Fall hat diese Politik als Legitimation nicht mehr funktioniert. Genau auf diese Frage hatte sich aber die Führung versteift, so daß selbst nach dem Sturz Honeckers das Politbüro von seinen Wirtschaftsexperten nun neben ungenauen Verschuldungszahlen den Hinweis bekam, den Lebensstandard der Bevölkerung um 30 Prozent absenken zu müssen.18

    Dies hätte den Abbau von Sozialstaatlichkeit in Gestalt von Lebensstandard heraufbeschworen, die übrigens auch schon in Ungarn und in der Extremform in Rumänien gegriffen hatte. Für die DDR-Führung war dies keine Option. Beide osteuropäischen Beispiele verweisen allerdings auch darauf, daß vor der Wende mit oder ohne Reformen die staatssozialistischen Länder vom Westen, vom IWF abhängig waren, die letztlich angesichts der Devisenschulden die Wirtschafts- und Sozialpolitik in diesen Ländern beeinflussen konnten. Über die Wirkungen könnte man sicher genauso streiten wie heute in Südamerika oder Afrika.

    Das umfassende Demokratiedefizit der staatssozialistischen Machtausübung erwies sich als das entscheidende selbstzerstörerische Element, das spätestens in den ausgehenden 1970er Jahren einen unverzichtbaren Umbau der DDR-Sozialpolitik, wie der Wirtschaftspolitik insgesamt, verhinderte.

    Auch dies sei hier an einem randständigen, frühen Beispiel angedeutet. Die DDR war bekanntlich bis zur Wende und der Ankunft der westdeutschen Badegäste eine Hochburg des FKK, der Freikörperkultur, was sicher nicht in erster Linie den Versorgungsengpässen geschuldet war. Diese Freizügigkeit, trotz der Traditionen in der Arbeiterbewegung, war anfänglich in der prüden DDR mit ihren Funktionären keine Selbstverständlichkeit. Verbote und Ausgrenzungen sorgten noch Mitte der 1950er Jahre für Verdruß. Trotzdem gab es hier bescheidene Ansätze von Öffentlichkeit, bis hin zu Vorschlägen, dieses Problem wirklich öffentlich zu diskutieren und einer Abstimmung unter den Badegästen in den betreffenden Ostseebädern zu unterziehen. Lieber wichen die Funktionäre Stück für Stück, aber selbst über solche kleinen Fragen sollte unkontrollierbare Demokratie nicht entscheiden.19 Heute entscheiden die Gemeindevertreter auch unter sich und unter dem Druck ihrer zahlungskräftigen (west)deutschen Investoren.

    Ohne Öffentlichkeit, ohne demokratische Willensbildung, ohne das Austragen von (nicht einmal anerkannten) Interessenkonflikten muß über kurz oder lang jede Politik scheitern. Gerade das letzte Jahrzehnt der DDR erlebte immer wieder Nachfragen, private und Basis-Diskussionen, Vorstöße von Wirtschaftsfunktionären, zu einer Neuausrichtung der Sozialpolitik. Erfolglos. Zielgenauigkeit, Effizienz, Qualität und vor allem Anerkennung der sozialpolitischen Leistungen nahmen besonders in den letzten Jahren der DDR eine negative Entwicklung und schufen auch jenes Klima, das zum gescheiterten Versuch einer sozialistischen Erneuerung der DDR und schließlich zum Ausweg einer deutschen Einheit unter kapitalistischen Vorzeichen führte.

    Nichtsdestoweniger sind die Erfahrungen wie auch wesentliche Strukturen der DDR-Sozialpolitik – von den Polikliniken bis zum polytechnischen Prinzip in der Schulbildung – Erfahrungen, die auch für moderne Alternativkonzepte von Bedeutung sind. Leistungen wie Defizite der DDR könnten wichtige Anhalte für neue Vorschläge sein. Vor allem stehen sie im Gegensatz zu jeglichen Tendenzen einer als Umbau getarnten Zerstörung des Sozialstaats, wie er unter unterschiedlichen ideologischen Verkleidungen gegenwärtig nicht nur in Deutschland praktiziert wird.

    Von der DDR lernen, aber wie?

    Aus heutiger Sicht kann man konstatieren: Die DDR leistete sich eine wirkungsvolle Sozialpolitik, die – allerdings erst im nachhinein, zum Leidwesen der SED – als Leistung, als Errungenschaft angesehen wird. Zu Lebzeiten der DDR hatte man sich ihrer erfolglos ähnlich gerühmt wie im Westen hervorragender Konzernbilanzen. Nur für die Bürger waren es damals Selbstverständlichkeiten, die sie erst heute vermissen und für die sie auch heute den Staat in der Pflicht sehen.

    Eine unvoreingenommene Betrachtung zeigt, daß die Methoden, Instrumentarien dabei teilweise modern waren und durchaus auch auf die westdeutschen und nun gesamtdeutschen Fragen Antworten geben könnten. Polikliniken/Gesundheitszentren, Polytechnische Oberschulen/ Ganztagsschulen, Kiga/Kita, Frauengleichberechtigung sind solche Felder. Und eine nüchterne west-/gesamt-deutsche Rückerinnerung würde auch eingestehen müssen, daß manche der sozialen Herausforderungen auch den Westdeutschen zunächst zumindest Anregungen gaben.

    Diese konkreten Felder wie die gesamte Sozialpolitik waren systembedingt nonprofitorientiert, durch ein hohes Maß an Zentralisierung gekennzeichnet, beinhalteten durchaus Selbstverwaltungselemente (in Gestalt des FDGB), blieben aber einem in diesem Sinne wahrlich paternalistischen System verhaftet, das Basisinitiativen und gar eine öffentliche Diskussion (nicht aber ein ausgeprägtes Eingabensystem in eher feudaler Manier) ausschloß.

    Richtung und Inhalt durfte und konnte nur das SED-Politbüro vorgeben, das funktionierte immer so lange, wie es erfolgreich die Interessen der Bevölkerung aufgriff und vermochte, sie in Übereinstimmung mit Instrumentarien und wirtschaftlichen Möglichkeiten zu bringen. Es scheiterte immer dann, wenn sich Rahmenbedingungen änderten und die breite Unterstützung, aber auch Mitsprache der Bürger erforderlich gewesen wäre. Zivilgesellschaftliche Strukturen fehlten und das zentralistische Machtsystem mit seinem Hierarchiedenken und dem Willen des »Durchstellens« von oben nach unten erwies sich als untauglich.

    Neben den interessanten Einzellösungen (Polikliniken, Dispensaire, Ganztagsschule, Polytechnische Bildung, Frauen usw.) und einem einheitlichem Sozialversicherungssystem gibt es selbstredend eine grundsätzlichere Ebene, über deren Aktualität nachgedacht werden müßte. Dies ist aber mit ordnungspolitischen Fragen verknüpft. Kann und muß sich eine moderne Gesellschaft der Frage der Gestaltbarkeit sozialer Verhältnisse stellen? Das betrifft insbesondere Probleme des gleichen, sozial gerechten Zugangs zu Arbeit und Bildung, nicht nur als Ausgangsbedingung, sondern möglichst in allen Lebensabschnitten. Gerade die garantierte Vollbeschäftigung, das einklagbare »Recht auf Arbeit« erweist sich heute immer mehr als springender Punkt. Das schließt auch die Frage nach einer Bevölkerungspolitik ein, die sich um Zusammensetzung und Reproduktion einer Bevölkerung kümmert und entsprechend steuert.

    Das Lernen aus den DDR-Erfahrungen schließt das Begreifen des fundamentalen Widerspruchs jeder Sozialpolitik ein – soll sie vom Individuum oder von der Gesellschaft ausgehen. Extremformen, zu denen auch die DDR nicht gehörte, sind immer kontraproduktiv, ein ausgewogenes Verhältnis ist politisch anzustreben und demokratisch ständig neu zu legitimieren.

    Hier seien nur einige Probleme der DDR benannt:

    Die DDR setzte auf Staat und Zentralismus, verhinderte dabei tatsächliche demokratische Entscheidungsprozesse für gesamtgesellschaftliche Probleme, obwohl in den Basisstrukturen Demokratie durchaus funktionieren konnte. Eine zivilgesellschaftliche Struktur außerhalb der Lenkungs- und Führungsrolle der Partei war undenkbar.
    In der DDR wurden den Gewerkschaften wesentliche Funktionen bei der Realisierung der Sozialpolitik eingeräumt, die aber wiederum nur bedingt Schutzfunktionen wahrnehmen konnten und mit ihren Strukturen wie alle anderen nur bedingt am demokratischen Prozeß teilnehmen konnten.
    In der Sozialpolitik spielten die volkseigenen, d. h. staatlichen Betriebe die entscheidende Rolle, was durchaus dem Platz der Arbeit im menschlichen Leben entsprach, gleichzeitig aber auch die schwerpunktmäßige Verteilung der Ressourcen erleichterte. Das sicherte eine starke Position der Beschäftigten, schränkte aber ökonomische Effizienz ein.

    Trotz dieser überragenden Rolle der Betriebe funktionierte zugleich in der verstaatlichten Industrie sozialistisches Eigentümerbewußtsein nicht, während in den Genossenschaften, insbesondere in der Landwirtschaft, Eigentümerbindung und vor allem -verhalten funktionierte. Trotz der vielen Wenn und Aber ist die in sich widersprüchliche DDR-Sozialpolitik mit ihren unterschiedlichen Facetten einer genaueren und unvoreingenommenen Untersuchung würdig. Keine ihrer Antworten sind unmittelbar übernehmbar. Genausowenig sind es alles Antworten, die nur für die Zeiten des Fordismus und der Arbeitsgesellschaft gültig waren, wobei generell zu fragen ist, ob der Umbruch hin zu postfordistischen, wissensorientierten Gesellschaften wirklich vollzogen und bestimmend ist.

    Der Untergang des Staatssozialismus dürfte gerade angesichts des heutigen Vormarsches des Neoliberalismus – der weitgehend erst dadurch möglich wurde – deshalb nicht nur für Osteuropa ein Problem sein, sondern mehr noch für Westeuropa und den »rheinischen Kapitalismus «: Der soziale Stachel fehlt und nach den »sozialistischen Errungenschaften« stehen nun auch jene zur Disposition, die Sozialdemokraten und Gewerkschaften erkämpft haben. Das Problem besteht nur darin, daß sich dies Sozialdemokraten, Gewerkschafter und undogmatische Linke ebenso eingestehen müßten wie nicht wenige Verantwortliche postkommunistischer Parteien. Obwohl der Realsozialismus so bluttriefend in die Geschichte getreten war, hatte er sich gewandelt, sein soziales Anliegen nie vergessen. Die DDR ist sicher ein Musterbeispiel für den Wandel eines stalinistischen Systems, das nicht nur ein abstraktes Erbe, sondern auch konkrete Anknüpfungspunkte hinterläßt.

    Deutlich ist, daß Sozialpolitik immer im Konflikt mit der Forderung nach wirtschaftlicher Effektivität steht und stehen muß. Möglicherweise muß aber auch akzeptiert werden, daß sozialistische Praxis oft auch mit Ineffizienz leben muß. Auf Heller und Pfennig sind viele Leistungen, so etwa die Integration von Problemgruppen in den Arbeitsprozeß, nicht zu bezahlen. Trotzdem muß eine Volkswirtschaft die Mittel dafür erwirtschaften. Die DDR zeigt, daß im Zweifelsfall sich Arbeiter mehr Lebensqualität selbst erkämpften und abtrotzten. Insofern könnte es durchaus sein, daß das Nichtfunktionieren der sozialistischen Wirtschaft und Ineffizienz durch zu großzügig gewährte Rechte der Arbeiter, in der DDR z. B. seit 1977 ein sehr »arbeitnehmer«- freundliches Arbeitsgesetzbuch, auch abgetrotzte alternative Lebensweise ist. Der Preis war wohl dafür zu hoch, das Gesamtsystem scheiterte. Allerdings bleibt die Frage, ob und wie eine alternative Lebensweise jenseits des Zwangs zum Konsum zu erreichen wäre, diese Frage ist auch in der DDR nicht beantwortet worden. Die Antwort, eine konkrete Utopie, für die sich nicht nur ein paar Freaks begeistern, könnte allerdings ausschlaggebend für künftige Gesellschaften jenseits der Profitmechanismen des Kapitalismus sein.

    Stefan Bollinger – Jg. 1954 in Berlin, Dr.sc.phil., Politikwissenschaftler; Lehrbeauftragter an der Freien Universität Berlin; engagiert in ostdeutschen Wissenschaftszusammenhängen; hauptberuflich Dozent in der Erwachsenenbildung. Wichtige Publikationen zum Thema: Die DDR war anders. Eine kritische Würdigung ihrer sozialkulturellen Einrichtungen (mit Fritz Vilmar Hrsg., 2 Bd., 2002); Das letzte Jahr der DDR. Zwischen Revolution und Selbstaufgabe (Hrsg., 2004); Zivilisatorische Leistungen des Sozialismus? Skizzen zu Lasten und Traditionen. Pankower Vorträge. Heft 74 (2005) Zuletzt in UTOPIE kreativ: »Ohne ostdeutsche Sozialwissenschaftler keine Ost- oder gesamtdeutsche Zivilgesellschaft«, Heft 149, Februar 2003.

    Bearbeitetes und stark gekürztes Referat auf der 40. Linzer Konferenz der ITH (17.-19. 9. 2004). Die erweiterte Fassung (Stefan Bollinger: Sozialstaat DDR. Überlegungen zu Geschichte und Gegenwart. hefte zur ddr-geschichte, H. 94, Berlin 2005) kann bezogen werden bei: Helle Panke e.V., Kopenhagener Straße 78, 10437 Berlin, Telefon: 030 47538724, Fax: 030 47378775, E-Mail: info@helle-panke.de

    1 Ludwig Erhard: Wohlstand für alle, Düsseldorf 2000, S. 7, 14.

    2 Norbert Blüm: »Manche Arbeitgeber glauben, sie könnten jetzt Hausputz halten«. Der frühere Arbeitsminister Norbert Blüm (CDU) über Hartz IV, Radikal- Reformer in der Union und Miniröcke, in: Berliner Zeitung, 10. August 2004.

    3 Exemplarisch sei hier verwiesen auf Steininger, der sehr nachdrücklich eine gerade Verbindungslinie von 1953 zu 1989 zieht und dies vor allem an der Wirtschaftsund Sozialpolitik der DDR festmacht. Siehe Rolf Steininger: 17. Juni 1953. Der Anfang vom langen Ende der DDR, München 2003.

    4 Martin Jänicke: Krise und Entwicklung in der DDR. Der 17. Juni 1953 und seine Folgen, in: Hartmut Elsenhans, Martin Jänicke (Hrsg.): Innere Systemkrisen der Gegenwart, Reinbek bei Hamburg 1975, S. 162.

    5 Siehe Jörg Roesler: »Rübermachen«. Politische Zwänge, ökonomisches Kalkül und verwandtschaftliche Beziehungen als häufigste Motive der deutsch-deutschen Wanderungen zwischen 1953 und 1961, in: hefte zur ddr-geschichte, H. 85, Berlin 2004.

    6 Johannes Frerich: Sozialpolitik. Das Sozialleistungssystem der Bundesrepublik Deutschland. Darstellung, Probleme und Perspektiven der Sozialen Sicherheit, München-Wien 1990, 2. Aufl., S. VI.

    7 Gunnar Winkler: Sozialpolitik in der DDR, in: Heiner Timmermann (Hrsg.): Sozialstruktur und sozialer Wandel in der DDR. Saarbrücken-Scheidt 1988, S. 135; siehe Ders. (Hrsg.): Geschichte der Sozialpolitik der DDR 1945-1985, Berlin 1989; Günter Manz, Gunnar Winkler (Hrsg.): Sozialpolitik, Berlin 1988, 2. erw. Aufl.

    8 Dieser Umschlag ist anschaulich, wenn auch nicht in der Intention der Autorin liegend, nachzulesen bei Beatrix Bouvier: Die DDR – ein Sozialstaat? Sozialpolitik in der Ära Honecker, Bonn 2002, Kap. 3.

    9 Der Wirtschaftsreform der 1960er Jahre in der DDR – Neues Ökonomisches System.

    10 Zu den empfehlenswerten Gesamtdarstellungen nach 1989 gehören: Johannes Frerich, Martin Frey: Handbuch der Geschichte der Sozialpolitik in Deutschland. Band 2: Sozialpolitik in der Deutschen Demokratischen Republik, München 1996, 2. Aufl; Hans Günter Hockerts (Hrsg.): Drei Wege deutscher Sozialstaatlichkeit; Bouvier, Die DDR, a. a. O. Siehe auch die selbstkritische Untersuchung von führenden DDR-Sozialpolitikforschern: Günter Manz, Ekkehard Sachse, Gunnar Winkler (Hrsg.): Sozialpolitik in der DDR. Ziele und Wirklichkeit, Berlin 2001. Auch Stefan Bollinger: Soziale Sicherheit und Sozialpolitik in der DDR – Anspruch, Wirklichkeit, Wertungen, in: Ludwig Elm, Dietmar Keller, Reinhard Mocek (Hrsg.): Ansichten zur Geschichte der DDR. Bd. 1, Eggersdorf 1998, S. 403-426.

    11 Siehe Günter Manz: Armut in der »DDR«-Bevölkerung. Lebensstandard und Konsumtionsniveau vor und nach der Wende, Augsburg 1992.

    12 Siehe anschaulich als zeitgenössische Kritik: Gerd Meyer: Sozialistischer Paternalismus. Strategien konservativen Systemmanagements am Beispiel der Deutschen Demokratischen Republik, in: Ralf Rytlewski (Hrsg.): Politik und Gesellschaft in sozialistischen Ländern. Ergebnisse und Probleme der Sozialistische Länder-Forschung, Opladen 1989, S. 426-448; aus Sicht der DDR-Opposition im Herbst 1989: Rolf Henrich: Der vormundschaftliche Staat, Leipzig-Weimar 1990.

    13 Fast jedes dritte Kind lernt nicht schwimmen, in: Ostsee-Zeitung (Rostock), (Ausgabe Bad Doberan), 19. Juli 2004.

    14 Günter Kusch u. a.: Schlußbilanz – DDR. Fazit einer verfehlten Wirtschafts- und Sozialpolitik, Berlin 1991, S. 31.

    15 Siehe z. B. Manfred G. Schmidt: Grundzüge der Sozialpolitik in der DDR, Bremen 1999, S. 44 f.

    16 Siehe ausführlicher Stefan Bollinger: Konflikte, Krisen und politische Stabilität in der DDR – Gedanken zur historischen Unfähigkeit eines realsozialistischen Krisenmanagements. hefte zur ddr-geschichte, H. 30, Berlin 1996.

    17 Siehe z. B. Peter Hübner: Konsens, Konflikt und Kompromiß. Soziale Arbeiterinteressen und Sozialpolitik in der SBZ/DDR 1945-1970, Berlin 1995.

    18 Siehe Schürers Krisen-Analyse, in: Deutschland-Archiv, 1992, H. 12, S. 1112-1120.

    19 Siehe Ralf Pievan (Redaktion): Urlaub, Klappfix, Ferienscheck. Reisen in der DDR, Berlin 2003, S. 79-87, bes. 83 f.



    UTOPIE kreativ, H. 180 (Oktober 2005), S. 876-884

    aus dem Inhalt:

    VorSatz; Essay BOSILJKA SCHEDLICH: Der Mauerfall oder Die Wende; 15 Jahre nach dem Anschluß STEFAN BOLLINGER: Sozialstaat DDR – nur Erinnerung oder auch Herausforderung?, JAN PETERS: Wolfgang Steinitz – ein »Seiltänzer«?, HELMUT BOCK: Vom Elend historischer Selbstkritik., HORST DIETZEL: Abkehr vom Klassenkampf? Die Idee eines neuen Gesellschaftsvertrages in der PDS, HELENO SAÑA: Don Quijote in Deutschland. Wie ein Spanier die deutsche Einheit erlebt BERND RUMP: 15 Jahre »Einheit« Betrachtungen eines Beteiligten, Standorte RICHARD SORG: Die Reichen und Mächtigen – Materialien und Vorschläge zu ihrer Erforschung; Konferenzen & Veranstaltungen WOLFRAM ADOLPHI: Kapitalismus zwischen Konsumismus und Krieg. IX. Internationale Konferenz des Berliner Instituts für kritische Theorie (InkriT); Festplatte WOLFGANG SABATH: Die Wochen im Rückstau; Bücher & Zeitschriften John Kenneth Galbraith: Die Ökonomie des unschuldigen Betrugs. Vom Realitätsverlust der heutigen Wirtschaft (KLAUS MÜLLER) Heribert Prantl: Kein schöner Land. Die Zerstörung der sozialen Gerechtigkeit (JAN SURMANN) Klaus Steinitz: Chancen für eine alternative Entwicklung. Linke Wirtschaftspolitik heute (CHRISTA LUFT) Dieter Wolf, Heinz Paragenings: Zur Konfusion des Wertbegriffs. Beiträge zur »Kapital«-Diskussion (ULRICH BUSCH) Hermann Weber, Ulrich Mählert, Bernhard H. Bayerlein, Horst Dähn, Bernd Faulenbach, Jan Foitzik, Ehrhart Neubert, Manfred Wilke (Hrsg.): Jahrbuch für historische Kommunismusforschung, Bd. 2004 (REINER TOSSTORFF) Christiane Brenner, Peter Heumos (Hrsg.): Sozialgeschichtliche Kommunismusforschung. Tschechoslowakei, Polen, Ungarn und DDR 1948-1968 Arnd Bauerkämper: Die Sozialgeschichte der DDR (STEFAN BOLLINGER) Sören Niemann-Findeisen: Weeding the Garden. Die Eugenik-Rezeption der frühen Fabian Society (THOMAS GONDERMANN); Summaries

    www.linksnet.de/artikel.php?id=1988


    (19.10.2005) © 2005. Alle Rechte liegen bei den AutorInnen bzw. bei den Publikationen/Verlagen
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#136 SuperTuxAnonym
  • 23.10.2005, 22:00h
  • Ossietzky 19/05
    17.09.2005

    Dietrich Kittner Wahl abgesagt

    Es ist schon über ein Vierteljahrhundert her, da hatte mich der Landesjugendring Baden-Württemberg zu einer streng überparteilichen Wahltournee durchs Ländle verpflichtet. Ziel und Motto des Unternehmens: »Wähl mit 18!« Die Schwaben aber trauen bekanntlich keinem, der hochdeutsch schwätzet, und deshalb enthielt der Gastspielvertrag eine Klausel, die mir ausdrücklich verbot, in meinem Programm »parteipolitische Werbung, gleich welcher Art« zu betreiben. Das konnte ich getrost unterschreiben, es genügte ja, die Zustände im Land zu schildern und darauf zu vertrauen, daß das p. p. Publikum schon die richtigen Schlüsse ziehen würde.
    In Ellwangen geschah es dann. Während der in den abklingenden Apo-Jahren noch obligatorischen »anschließenden Diskussion« wollte es da einer doch lieber ganz genau wissen: »Nun laß doch mal die Katze aus dem Sack. Was soll man denn nun konkret wählen?«
    Was blieb mir übrig, wenn ich nicht lügen wollte: »Also erst mal: Ja. Wenn ihr nicht wählen geht, gehen die anderen.« Dann verwies ich auf die eingegangene Unterlassungsverpflichtung: »Ich darf euch also nicht sagen, was ihr meiner Meinung nach wählen solltet; ich könnte euch höchstens erklären, was ihr meiner Meinung nach besser nicht wählen solltet. Denn dazu habe ich nichts unterschrieben.« Lacher im Saal. »So gesehen würde ich empfehlen, das Kreuzchen keinesfalls bei den Parteien zu machen, die nichts im Auge haben als die Interessen des großen Geldes – also nicht unsere Interessen.« Stracks erhob sich im Parkett der örtliche Vertreter der CDU und wetterte wutbebend, es sei eine Unverschämtheit, daß dieser Herr Kittner hier auf einer überparteilichen Veranstaltung öffentlich davor warne, CDU zu wählen.
    Heute wirkt diese Geschichte ein wenig verstaubt. Denn in einer Situation wie der oben geschilderten wären es inzwischen ohne jeden Zweifel gleich vier Interessenvertreter, die sich bemüßigt fühlen würden, mir Diskriminierung ihrer Partei, wenn nicht gar direkte Wahlwerbung für die Linken vorzuwerfen. Nur Münte blinkt in höchster Not noch verzweifelt ein wenig links, obwohl er weiß, daß die Gesamtpartei namens Schröder den rechten Blinker eingeschaltet hat (s. Ossietzky 17/05). Diese Kombination nennt man Warnblinken oder auch Pannenbeleuchtung. Sollte man den Berliner Blockparteien der asozialen Einheitsfront raten, der größeren Klarheit halber ihre Spitzenkandidaten auszuwechseln? Die Frau Merkel kandidierte dann für die SPD, Gerhard Schröder für CDU/CSU. Auch bei den Satelliten würde das Tauschgeschäft Westerwelle gegen Fischer nicht weiter auffallen.
    *
    Die SPD profiliert sich als Friedenskraft, weil sie im Irak nicht mitgemacht habe. Oder höchstens ein bißchen. Nämlich in der Hintermannschaft lediglich für den reibungslosen Ablauf der kriegswichtigen Logistik gesorgt. Im Klartext: Die Regierung hat völkerrechtswidrig (nach dem Grundgesetz strafbar) Beihilfe zum Verbrechen eines Angriffskriegs geleistet – wie ein seit wenigen Tagen schriftlich vorliegendes Urteil des Bundesverwaltungsgerichts klarstellt. Ein Bundeswehrmajor, der sich 2003 geweigert hatte, den Befehl zur aktiven logistischen Unterstützung des US-Krieges zu befolgen, und der deshalb strafweise degradiert worden war, erhielt Recht. Laut höchstrichterlicher Urteilsbegründung bestehen »gegen mehrere Unterstützungsleistungen der Bundesrepublik Deutschland (…) gravierende völkerrechtliche Bedenken. (…) Der objektive Sinn und Zweck dieser Maßnahmen war es, das militärische Vorgehen der USA und des UK zu erleichtern oder gar zu fördern.« Das Gericht konstatiert: »Der neutrale Staat ist völkerrechtlich gehalten, jede Verletzung seiner Neutralität notfalls mit Gewalt zurückzuweisen.« Die angeblich neutrale Bundesregierung hat stattdessen einer kriegführenden Partei Überflugrechte gewährt, Truppentransporte durchs Land erlaubt, Nachschubbasen der USA mit deutschen Soldaten bewacht und geschützt. In Anerkennung solcher Leistung darf sich der Bundeskanzler nun mit einer Nominierung zum Friedensnobelpreis brüsten. Nur Kleingeister werden da auch noch an den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen Jugoslawien denken oder an den immer noch andauernden Partisanenkriegseinsatz deutscher Spezialtruppen am Hindukusch. Ohne daß dies ein politischer oder sonstwie inhaltlicher Vergleich sein soll (der verbietet sich schon aus Ehrfurcht vor den Opfern des deutschen Faschismus in aller Welt), so hätte doch, streng formal gesehen, noch 1938 Hitler zum Friedensnobelpreis nominiert werden können, weil er zwar den Krieg gegen die spanische Republik entscheidend mitgetragen, sich jedoch 1936 aus der Abessinien-Aggression seines Spießgesellen Mussolini herausgehalten und nicht einmal logistische Unterstützung gewährt hat. Ach Logik, du Unerbittliche...
    *
    Neulich wurde ich Opfer der Umfrage einer Nachrichtenagentur: »Was würden Sie als erstes tun, wenn Sie Kanzler wären?« Klar doch: Der beschäftigungslose Peter Hartz gehörte sofort auf ALG II gesetzt und zur Annahme eines Ein-Euro-Jobs auf dem städtischen Großmarkt gedrängt. Dann würde ich per Gesetz Managerbezüge, Ministergehälter und Abgeordnetendiäten auf einen Höchstlohn von dreißig Prozent des jetzigen Standes beschränken und danach ihre eventuelle Erhöhung an die allgemeinen Steigerungsraten von Löhnen, Renten und Arbeitslosengeld koppeln lassen. Wir hätten dann sehr schnell die meisten sozialen Probleme gelöst.
    *
    Das Vorstehende ist nicht unbedingt nur als populistische Entgleisung eines Ausgeflippten zu werten. Bei der am 3. Oktober anstehenden Landtagswahl im Bundesland Steiermark, traditionell Domäne der österreichischen Schwarzen, rangiert die KPÖ in Umfragen mit zehn Prozent inzwischen überraschend nach SPÖ und ÖVP als drittstärkste Kraft. (Der Anteil von Haiders BZÖ ist auf drei Prozent geschrumpft.) Nach alpenländischem Proporz-System wäre damit automatisch der Posten eines kommunistischen Landesrats (nach deutscher Lesart eines Landesministers) sicher. Einer der Gründe für diese auf Titelseiten so bezeichnete Sensation ist leicht erklärt: politische Ehrlichkeit. KPÖ-Spitzenkandi-dat Ernest Kaltenegger hatte im Jahre 1998 aufgrund seines Engagements in sozialen Fragen bei der Grazer Gemeinderatswahl 8,5 Prozent der Stimmen errungen; ihm war damit (nach österreichischem Recht ebenfalls automatisch) der Posten eines hauptamtlichen Dezernenten der Stadtregierung zugefallen. Weil aber »wir Kommunisten im Wahlkampf stets erklärt haben, die Politikerbezüge seien mehr als überhöht«, verzichtete der nunmehr selbst Berufspolitiker gewordene Kaltenegger auf 60 Prozent seines Gehaltes. Er hatte genau nachgerechnet: »40 Prozent langen zum Leben inklusive einer normalen Urlaubsreise.« Die eingesparte Summe fließt in eine Stiftung für soziale Probleme. Einmal jährlich veranstaltet Kaltenegger seinen »Tag des offenen Kontos«, bei dem sich jedermann von der Glaubwürdigkeit des Erklärten überzeugen kann. Das Ergebnis in ­Stimmprozenten bei der nächsten Gemeinderatswahl 2003: sensationelle 21 Prozent für die KPÖ. Daß die dadurch hinzugekommenen kommunistischen Stadträte dem Beispiel ihres Genossen folgten, versteht sich. Sie beziehen auf diese Weise das Durchschnittsgehalt eines österreichischen Arbeitnehmers, und es soll dabei auch noch keiner von ihnen verhungert sein. So ist es im Grunde nicht weiter verwunderlich, wenn inzwischen in jedem steirischen Dorfbeisl diskutiert wird, ob man nicht »diesmal doch die Kommunisten wählen« solle. Die Landes-Grünen kommentierten diesen Tatbestand öffentlich mit der bemerkenswerten Feststellung: »Es droht nicht Moskau, es droht Graz.«
    *
    Nun aber Butter bei die deutschen – noch ungefangenen – Fische. Wer zukünftig auch nur ein einziges Mal noch brutalen Sozialabbau als »Reformen« und Kriegsführung als »Friedenspolitik« bezeichnet, der ist bei der Bundestagswahl nicht wählbar. Und sollte mich irgendwer wieder einmal fragen: »Was soll man denn nun konkret wählen?«, kann ich diesmal unbeschwerter antworten, denn bei Ossietzky habe ich nie eine Vertragsklausel unterschreiben müssen, die mir »Parteienwerbung gleich welcher Art« verbieten würde.
    Ich will infolgedessen aus meinem Herzen keine Soldatengrube machen: Seitdem der sächsischen Landeshauptstadt eine Wahlfarce als Sonderweg zum Neoliberalismus verordnet wurde, ist nichts mehr so recht sicher, außer daß die Blockparteien der Dresdner Republik – so wird man sie später nennen – gemeinsam alles daran setzen werden, uns Hartz fünf bis zehn, am liebsten gleich Hartz fünfzehn, aufzuzwingen – zum Wohle eines gewissen Herrn Shareholder. Wer soll dann von der Rednertribüne des Parlaments aus schön laut und vernehmlich rufen: Nein!? Für die da unten, für Bürgerrechtler, für Friedensfreunde und erst recht für Linke gibt es diesmal keine Wahl, jedenfalls keine andere. Links!
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#137 gerdeAnonym
  • 24.10.2005, 11:25h
  • @JULIA: Waarom I CDU voor recht buiten een partijgreep:

    Thomas Colditz MdL Knowledge van nationale hymne op scholen Saxonian bemiddelt de parlementaire groep CDU de Saxonian federale eisen van het staatsparlement dat de Duitse nationale hymne bij de scholen en de kennis van hun culturele wortels regelmatig wordt onderwezen wordt gezongen. "Saksen met de vreedzame revolutie de gladgemaakte manier voor één of ander Duitsland. Waarna wij trots zijn. Een akkoord, het recht en de vrijheid zouden niet bereikt zijn zonder de moed die Saksen. Elke burger zou onze Duitse nationale hymne moeten kennen. Derde strophe van 1841 op Helgoland van verzegeld lied van de Duitsers schenkt Duitse eigenheid in verenigd Europa. Daarom indien de tekst, welke melodie en ontwikkelende geschiedenis van de nationale hymne, die aan kennis van de hopende mens van Fallersleben in de scholen Saxonian aan belangrijke onderwerpen wordt verbonden om te behoren. De staatsoverheid zou de kennis van de nationale hymne ook anders, bijvoorbeeld aan zijn verschijningen InterNet en andere publicaties "moeten bevorderen, bovengenoemd Thomas Colditz, schoolpolitical spreker, aan de reden van een initiatief van de parlementaire groep CDU. De parlementaire groep CDU wil het feit dat de tekst, de melodie, de auteur en het ontwikkelen van geschiedenis van de Duitse nationale hymne in instructie aan reden en de opleiding van verdere overwogen en versterkte scholen worden verkregen. Dat moet worden opgenomen verplichtend aan de leerplannen. de "betekenis van de nationale hymne voor één of ander Duits inheems land moet opnieuw sterker in bewustzijn stappen. Dat is natuurlijk een zeer belangrijke taak van de scholen ", bovengenoemd Thomas Colditz.
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#138 Bundeswehr abschaffen!Anonym
  • 27.10.2005, 12:03h
  • Zapfenstreich! Welch dumme Erfindung! Millionen Menschen wären über die Jahrhunderte nach erfülltem Leben ruhig im Bett gestorben, hätte man die Landsknechte nicht allabendlich aus Kneipen getrieben, damit sie tags darauf als treue Diener ihres jeweiligen Vaterlandes fit waren, fremde Länder zu überfallen, Schätze zu rauben, mit zunehmender Perfektion zu töten, wenn sich jemand in den Weg stellte. Und um schließlich selbst getötet zu werden: Für ein kleines Blech an Hals und Brust.
    Mit seltsamem Stolz erwähnt Mummenschantz-Veranstalte Bundeswehr, dass die Ursprünge des Zapfenstreichs aus dem 16. Jahrhundert stammen, dass Preußens Friedrich-Wilhelm dazu das »Helm ab zum Gebet!« erfunden hat, dass Kaiserliche, Reichs- wie Wehrmacht sich zu solch finsteren Festen sammelten. Selbst die NVA, die angeblich Schluss machen wollte mit solchen Traditionen, passte sich ihnen an. Das alles kann nur zu einer Schlussfolgerung führen: Militärs und die sie kommandierenden Politiker sind lernunwillig oder -unfähig.
    Wie schön wäre es gewesen, wenn statt Brandflackern und Trommelwirbel Grönemeyers Lied von den Armeen aus Gummibärchen über die Kolonnen gekommen wäre:»Gebt den Kindern das Kommando, sie berechnen nicht, was sie tun. Die Welt gehört in Kinderhände! Dem Trübsinn ein Ende! Wir werden in Grund und Boden gelacht. Kinder an die Macht!«
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#139 Stefan K.Anonym
  • 12.11.2005, 18:20h
  • Liebe Redaktion,

    schreibt doch mal bitte eine neue Homogurke aus. Wäre doch sinnvoller, anstatt hier seit August dieselbe Person/Partei stehen zu lassen. ;-)
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#140 Die Kanzlerin der HerzenAnonym
  • 29.11.2005, 13:52h
  • Ein böser Mann, ein böser Mann,
    schreiben alle über den Herrn Kayser,
    die meisten glauben, dass er gar nichts kann,
    und ist ein kleiner Scheißer.

    Doch ich, ich sehe das viel subtiler,
    er ist halt Politker von Beruf.
    Er unterstützt seine Partei zum Wohle vieler,
    tut aber leider nichts für ihren Ruf.

    Drum, Jan, möcht' ich dich innigst bitten,
    deine Meinung gründlich zu überdenken,
    schließlich nähern wir uns der Zukunft in großen Schritten,
    jedem in unserem Land müssen wir Liebe schenken!

    Als Kanzlerin der Herzen liebe ich nämlich Lederkerle,
    und schenke ihnen gerne (und voll Stolz) meine schönste Perle!
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#141 SvenAnonym
  • 30.11.2005, 13:04h
  • Es hat keiner das Recht, über den anderen zu urteilen oder ihn zu verletzen.
    Diese haben wir geschrieben, so dass Ihr wisst, wer wir sind und was wir machen und erreichen wollen. Unser Wunsch und Ziel ist es mit vielen Gleichgesinnten, die so denken und handeln wie wir, in Kontakt zu treten. Wir möchten keine oberflächlichen Freundschaften, Beziehungen oder Partnerschaften pflegen oder haben. Wir sind der Meinung, dass es solche Leute gibt, da wir sie schon genug kennen gelernt haben.
    Wenn Ihr mehr über uns erfahren wollt, dann schaut Euch doch unsere Seite www.gluecklicheswohnen.de an. Und fragt bitte nicht nach, was das soll, sondern lest bitte vorher, bevor Ihr urteilt. Wir stehen für jede faire Anregung und Diskussion bereit.
    Genauso haben wir www.rainbowanzeigen.de ins Netz gestellt. Mit dieser Seite wollen wir ein Netzwerk aufbauen, das sich gegen das Mobbing stellt. Hier versuchen wir mit Gleichgesinnten aus allen Berufs- und Dienstleistungszweigen etwas aufzubauen, um sich gegenseitig zu unterstützen. Es geht hier nicht darum, einen großen Profit zu erwirtschaften. Wir wollen einen Zusammenhalt schaffen, wo man sich unterstützt und der bisher einmalig ist. Natürlich müssen wir für einige Sachen einen kleinen Obolus verlangen, der aber nur zur Kostendeckung dient.
    Wir suchen also Leute, die mit uns einer Meinung sind, einen Zusammenhalt, wie wir ihn vorhaben, suchen, um etwas Gemeinsames zu erreichen. Sprücheklopfer oder Leute, die nur an Sex denken, brauchen wir nicht.
    Also macht mit und lasst uns zusammen den Erfolg leben und genießen.
    Tragt Euch ein, schickt uns Themen, die wir veröffentlichen sollen, oder teilt uns Eure Anregungen mit.
    Wenn Ihr Euch jetzt fragt, was soll dies alles? Dann seid Ihr Leute, die auf den CSD herumlaufen und schreien, aber nichts tun wollen.
    Helft mit und lasst uns etwas Großes aufbauen.
    Liebe Grüsse
    Rüdiger & Sven und das Team
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#142 alexAnonym
  • 03.12.2005, 15:34h
  • tut mir very sorry. ich selber bin kein leder oder bärenmensch, aber die meisten von denen, die ich kenne stammen eher aus einer generation, bei denen es obligat war, ohne doktrien zu denken und über seine eigene denkweise zu reflektieren bzw akzeptanz zu üben. faschistoid empfinde ich da eher so die leute ab meiner generation bzw so, die sich zur zeit im bereich mitte 20/ mitte 30 bewegen (intoleranz der jugend? nee, icch glaube, da wurde eine generation schon etwas konservativer eingestimmt, karrierismus ist zb breiter abgelegt bei den studenten als vor 15 jahren.)
    Was ich sagen will : Vorsicht vor den braven jungs von nebenan, schwiegermama's liebling und dieses ganze angepasste gesocks, die wieder nur wieder ihre pflicht tun.
    ich muss mich in diesen zeiten leider in intoleranz üben, gegenüber diesen schmierigen, aalglatten JU-Strebertypen, die sich noch per Leo-K-TV-Prog steuern lassen und ihrem gott "lifestyle" fröhnen.
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#143 LinkerCacheAnonym
  • 16.12.2005, 09:06h
  • Ist doch ein guter Anfang, wenn unsere achso "Christliche" Regierung Folter für ein gutes Mittel zum zweck hält! Was kommt als nächstes??

    Deutschland soll foltern lassen – im Ausland
    Parteien ruecken von Folterverbot ab. Debatte zu moeglicher Kooperation mit Gewaltregimen
    -->
    www.jungewelt.de/2005/12-16/012.php

    Mittelalter in Berlin
    Im Bundestag wird Folter wieder salonfaehig: Innenminister Wolfgang Schaeuble und CDU-Politiker Ruprecht Polenz verteidigen Geheimverhoere in Syrien und Guantanamo
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    www.jungewelt.de/2005/12-16/013.php

    "Das Verhaeltnis zu den USA neu bestimmen"
    CIA-Geheimfluege, Folter und Verschleppung: Was brachte die "Woche der Aufklaerung"? Gespraech mit Wolfgang Gehrcke
    -->
    www.jungewelt.de/2005/12-16/020.php
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