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EU-Grundrechteagentur startet große LGBTI-Umfrage

Die EU-Expertenkommission für den Schutz von Grundrechten will mehr über das Ausmaß der Diskriminierung gegen LGBTI-Menschen erfahren. Jeder kann jetzt online bei der Umfrage mitmachen.


Die Agentur für Grundrechte bittet darum, dass sich queere Menschen ein paar Minuten Zeit nehmen, um über ihr Leben zu erzählen (Bild: Agentur der Europäischen Union für Grundrechte)

Die Grundrechteagentur der Europäischen Union hat eine Online-Befragung für schwule, bisexuelle, trans, intersexuelle, nicht-binäre und andere nicht-genderkonforme Personen gestartet. Damit will die Behörde Informationen über die Lebenssituation und Diskriminierungserfahrungen von sexuellen und geschlechtlichen Minderheiten in Europa in Erfahrung bringen.

An der Umfrage teilnehmen können die Bewohner der EU-Staaten sowie der Beitrittskandidaten Serbien und Nordmazedonien – in insgesamt 20 Sprachen. Die Beantwortung dauert zirka eine Viertelstunde. Erste Ergebnisse sollen in gut einem Jahr veröffentlicht werden.

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Politisches Gewicht nur bei hoher Teilnahme

Auf der Grundlage dieser Untersuchungsergebnisse sollen politische Entscheidungsträger sowohl auf nationaler als auch europäischer Ebene – ebenso wie Nichtregierungs- oder zivilgesellschaftliche Organisationen – ihre Strategien und Aktivitäten besser darauf ausrichten können, LGBTI-Personen und ihre Gemeinschaften dabei zu unterstützen, dass diese frei von Diskriminierung leben und sich ausdrücken können. Damit den Umfrageergebnissen entsprechendes Gewicht zukommen kann, ist die Teilnahme einer großen und vielfältigen Gruppe von queeren Menschen in jedem einzelnen Land notwendig.

Dies ist der zweite EU-weite Vorstoß, im Rahmen der bislang größten Umfrage auf diesem Gebiet die Erfahrungen von LGBTI-Personen zu erheben. Bereits vor sieben Jahren hatte die Grundrechteagentur eine ähnliche Umfrage gestartet (queer.de berichtete). Insgesamt hatten sich damals EU-weit 93.000 Menschen an der Befragung beteiligt, darunter knapp 6.600 trans Personen. Dabei kam unter anderem heraus, dass transfeindliche Gewalt "besorgniserregende" Ausmaße erreicht habe (queer.de berichtete).

Die Agentur für Grundrechte mit Sitz in Wien ist eine 2007 von der Europäischen Union geschaffene Institution, die den Schutz der Grundrechte in den Mitgliedsländern überwacht. Sie hat bereits mehrfach die Ungleichbehandlung von sexuellen und geschlechtlichen Minderheiten beklagt (queer.de berichtete). Ihre Vorläuferorganisation war die Europäische Stelle zur Beobachtung von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit. (dk)



#1 FelixAnonym
  • 29.05.2019, 16:32h
  • Das zeigt wieder mal, was wir alle von der EU haben. Und wie wichtig es ist, bei EU-Wahlen LGBTI-freundliche Parteien zu wählen.

    Ich hoffe, dass möglichst viele Leute mitmachen, so dass das das nötige Gewicht hat, um Konsequenzen nach sich zu ziehen.
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#2 AndreasKAProfil
#3 Patroklos
  • 29.05.2019, 21:05h
  • Ich bin auf die Ergebnisse gespannt und wieviele Persosnen an dieser Umfrage teilnahmen.
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#4 importantAnonym
#5 SNerinAnonym
#6 YannickAnonym
  • 30.05.2019, 12:16h
  • Ich habe auch teilgenommen, aber leider funktioniert die Umfrage auf dem iPad nicht richtig. Aber auf dem großen Rechner funktionierte es jetzt.
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#7 Alexander_FAnonym
  • 30.05.2019, 13:53h
  • So, teilgenommen. Auf die Ergebnisse bin ich mal sehr gespannt.

    Einen Kritikpunkt habe ich aber an der Umfrage: selbst wenn man ganz klar angibt, dass man derzeit nicht im selben Land lebt, in dem man geboren und dessen Staatsbürger man ist, sind die Fragen zur eigenen Schulzeit immer auf das derzeitige Aufenthaltsland bezogen, auch wenn man ganz klar angibt, dass man die Schulzeit dort nicht verbracht hat.

    Dadurch werden die Beiträge von allen Umfrageteilnehmern, die einen Migrationshintergrund haben, und sei es auch nur, dass sie wie ich die Seite des Rheins gewechselt haben, sehr verfälscht. Überhaupt hätten zusätzliche Fragen spezifisch für Migranten geholfen, beispielsweise um deren Wahrnehmung ihres derzeitigen Aufenthaltslandes im Vergleich zu ihrem Herkunftsland zu untersuchen.

    Vielleicht ist das Rosinenpickerei, aber es wäre für eine Folgeumfrage vielleicht eine Idee.
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#8 jonteAnonym
  • 03.06.2019, 13:04h
  • Mittlerweile gibt es zur eigenen Identität die Option nicht-binär etc. Das ist schon ziemlich schön, nur bei der sexuellen Orientierung und mit welcher Person eins in den letzten 5 Jahren geschlafen hat, gibt es wieder nur Frauen und Männer. Da fehlt was, damit es für alle beantwortbar wird.
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