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Angst vor "schriller 'Gay-Parade'"

Homo-Hasser starten Petition gegen "Gay Day" in Disneyland Paris

Die fundamentalistische Plattform CitizenGo stachelt ihre Leser gegen Euro-Disney auf und fordert die Absage des "Magical Pride" am 1. Juni – angeblich um "Kinder zu schützen".


Minnie kommen die Tränen, Micky ist verzweifelt: So stellt sich die Plattform CitizenGo auf ihrer Petition homophobe Mäuse vor (Bild: Screenshot CitizenGo)

Mit dem "Magical Pride" will das Disneyland Paris am Samstag "die Schönheit der Vielfalt" zeigen. LGBTI-Gegner fühlen sich dadurch provoziert: Die Plattform CitizenGo hat daher am Dienstag eine mehrsprachige Petition gestartet, um den "Gay Day" zu stoppen. Eigenen Angaben zufolge hat die homophobe Organisation damit bereits mehr als 83.000 digitale Unterschriften binnen eines Tages gesammelt.

"Bitte machen Sie mit, unterzeichnen Sie diese Petition, setzen Sie ein Zeichen und fordern Sie Disney auf, die Kinder vor der Gender-Ideologie zu schützen und die 'Magical Pride Parade' in ihrem Park abzusagen", so die Aufforderung der Seite an die Leser. Weiter heißt es in dem Text, man sei "sicher, dass die LGTB-Lobby (sic) diese Veranstaltung als weiteren Sieg für ihre gefährliche Agenda betrachtet". Man könne "nicht tatenlos zusehen und erlauben, dass an diesem angeblich familienfreundlichen Ort eine schrille 'Gay-Parade' stattfindet."

In einem an die Vertreter von Disneyland gerichteten Appell drohen die Aktivisten von CitizenGo im Namen der Unterzeichner mit einem Boykott gegen den US-Konzern: "Wir werden nicht zögern, die Filme, Produkte und Parks von Disney zu boykottieren, wenn Disney immer mehr dazu übergeht, Kinder im Sinne von LGBT und Gender-Ideologie zu indoktrinieren."


(Bild: Screenshot CitizenGo)

CitizenGo ist eine Plattform für Online-Petitionen, die zur erzkatholischen Organisation HazteOir.org gehört. Sie hat ihren Sitz in Spanien. Die Plattform war auch Mitorganisator von Kongressen der "Demo für alle" und der Tour des Hass-Busses in Deutschland.

Auch Petition gegen Homo-"Heiler"-Verbot

Die Plattform versucht immer wieder, Fortschritte bei LGBTI-Rechten mit Petition zu verhindern. So stellte die fundamentalistische Kleinpartei "Bündnis C – Christen für Deutschland" Anfang des Monats auf CitizenGo eine Petition gegen das geplante Verbot von Homo-"Heilung" ein. Über 8.300 Menschen beklagen angeblich in der Petition, das Vorhaben verbiete "erprobte Therapieverfahren" zur "Veränderung der sexuellen Orientierung".


(Bild: Screenshot CitizenGo)

Die Boykottdrohung wird die Disney-Chefetage wohl eher kalt lassen: In den USA sind derartige Ankündigungen von evangelikalen Aktivisten gegen "Gay Days" in Orlando bereits an der Tagesordnung, ohne das der Konzern einen Umsatzeinbruch verbuchen musste. Auch in seinen TV- und Filmproduktionen setzt der Konzern vermehrt darauf, auch LGBTI-Figuren zu berücksichtigen. So gab es die erste schwule Figur eines Marvel-Superheldenfilms im Disney-Blockbuster "Avengers – Endgame. Auch ein "exklusiver schwuler Moment" in der Realverfilmung von "Die Schöne und das Biest" sorgte 2017 für Empörung unter Homo-Hassern.

"Gay Days" sind inzwischen in vielen Freizeitparks an der Tagesordnung, um LGBTI-Kundschaft anzulocken. Die älteste deutsche Einrichtung dieser Art ist der Fantasypride, der seit 2002 jedes Jahr im Phantasialand in Brühl bei Köln stattfindet. Der nächste Fantasypride ist für den 29. Juni angesetzt (queer.de berichtete). (dk)

Direktlink | Britische Vlogger beim Besuch des letztjährigen "Magical Pride" in Paris



#1 FelixAnonym
  • 29.05.2019, 16:29h
  • Wer an dem Tag nicht dahin will, geht nicht hin. So einfach ist das.

    Was maßen die sich an, Unternehmen vorschreiben zu wollen, wie sie ihr Geschäft zu führen haben. Das beweist wieder mal deren totalitäre Gesinnung.
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#2 TeletubbieAnonym
  • 29.05.2019, 17:03h
  • man sei "sicher, dass die LGTB-Lobby (sic) diese Veranstaltung als weiteren Sieg für ihre gefährliche Agenda betrachtet"

    Worauf ihr freiheitsfeindlichen Arschgeigen einen lassen könnt.
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#3 Gerlinde24Ehemaliges Profil
  • 29.05.2019, 18:21h
  • Liebe Hasser von Liebe, Gleichheit und Toleranz: Falls es Euch nicht aufgefallen ist, hier eine kleine Erinnerung von mir. Wir haben das Jahr 2019, und nicht das Jahr 1819.
    Wisst Ihr, wohin Ihr Eure Petition stecken könnt? Dahin, wo anderer Scheiß auf natürlichem Weg rauskommt.
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#4 magical_prideAnonym
  • 29.05.2019, 18:25h
  • Schöne Idee, viel Spaß an alle, die zum magical pride gehen :-)
    Im Disneyland Paris war ich mal und kann es empfehlen. Die Angestellten sind sehr freundlich. Für Kinder ist das natürlich der beste Spielplatz in Europa.

    An diejenigen, die sich an der Petition beteiligen:
    So wie ihr die Disneyfiguren darstellt, so werden Kinder auf eure braune Soße reagieren!
    Ihr benutzt Kinder für eure eigenen Ideologien. Schämt euch. Ich hoffe, ihr habt keine Kinder, denn die würden mir leid tun bei solchen unsozialen und undemokratischen Eltern.

    ©BuntesUndSchönes
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#5 HandpalmAnonym
  • 29.05.2019, 18:33h
  • Nur nebenbei: Die Initiatoren der Petition haben mal so eben das urheberrechlich geschützte Disney-Schloss-Logo und zwei ebenfalls urheberrechtlich geschützte Figuren "benutzt" um damit zum eigenen Vorteil in die Öffentlichkeit zu gehen. Es sollte mich wundern, wenn sie dafür Lizenzgebühren abgeführt hätten. Meine Empfehlung an Disney: Vebittet Euch diesen Missbrauch, verbietet den Hatern die Verwendung Eures kreativen Eigentums und verklagt die Petiteure zu saftigen Strafzahlungen.
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#6 easykeyProfil
#7 lindener1966Profil
#8 Carsten ACAnonym
  • 29.05.2019, 20:27h
  • Wovor wollen die ihre Kinder "schützen"?

    Dass sie sehen, dass es auch gleichgeschlechtliche Liebe gibt?!

    Dass sie sehen, dass die Mehrheit der Menschen damit kein Problem hat und dass es ihre vom Hass zerfressenen Eltern sind, die die wahren Freaks sind?!

    Wenn es denen in Disneyland nicht passt, sollen sie zuhause bleiben und sich an ihrem Hass ergötzen und mit ihren verkniffenen Gesichtern über die Realität ärgern, die sie nicht ändern werden...
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#9 Alexander_FAnonym
  • 29.05.2019, 20:43h
  • Diese Petitionsstarter müssen schon echt ein hartes Leben haben. Es muss schon schwer sein, als einziger nicht den Glauben an seinen imaginären Freund verlieren zu können und tatsächlich von Erwachsenen gesagt zu bekommen, dass man jemanden nicht mobben und verkloppen darf, weil der imaginäre Freund sagt, sie würden in die Hölle kommen. Wahrscheinlich meinen sie das mit "familienfreundlich": die alten Mythen ihrer eigenen Prügelväter und -mütter dürfen bei ihren eigenen Kindern bloß nicht an Autorität verlieren.
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#10 easykeyProfil