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Die Mutter glaubte ihr nicht

Ellen DeGeneres vom Stiefvater sexuell belästigt

In einem Interview berichtete die lesbische Moderatorin erstmals von sexuellen Übergriffen in ihrer Jugend. Sie wolle mit ihrer späten Offenheit anderen Mädchen Mut machen, sich zu wehren.


Ellen DeGeneres gehört in den USA seit Jahren zu den erfolgreichsten Fernsehgesichtern (Bild: Syndicated)

Die amerikanische Moderatorin Ellen DeGeneres hat offen über sexuelle Übergriffe in ihrer Jugend berichtet. Sie habe die Belästigungen ihres Stiefvaters mehrere Jahre vor ihrer Mutter geheim gehalten, um deren Glück nicht zu zerstören, sagte die lesbische Entertainerin in der neuesten Folge der Netflix-Serie "My Next Guest Needs No Introduction" ("Mein nächster Gast muss nicht vorgestellt werden").

DeGeneres will mit ihrer Geschichte Mädchen Mut machen, sich zu wehren und über Missbrauch zu sprechen. "Wenn ich Menschen sehe, die vor allem heute darüber sprechen, ärgert es mich, wenn den Opfern nicht geglaubt wird", sagte sie und ergänzte: "Wir denken uns nicht einfach Zeug aus."

Direktlink | NBC News über das Interview

Die Übergriffe begannen laut DeGeneres im Alter von 15 oder 16 Jahren, als ihre Mutter an Brustkrebs erkrankte. Ihr Stiefvater habe ihr damals gesagt, dass er einen Knoten in ihrer Brust spüre. "Er überzeugte mich, dass er meine Brüste abtasten müsste, und dann hat er es später noch einmal versucht und dann noch einmal", sagte die 61-Jährige in der Folge. Er habe sogar einmal versucht, ihre Tür aufzubrechen. Sie sei daraufhin aus dem Fenster geflohen.

Als DeGeneres ihrer Mutter nach jahrelangem Schweigen von den Übergriffen berichtet habe, habe diese ihr nicht geglaubt. Sie habe sich erst nach 18 Jahren von dem Mann getrennt, als dieser sich in Ungereimtheiten verstrickt habe, sagte die Moderatorin.

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Offen lesbisch seit 1997

Ellen DeGeneres war im Jahr 1997 in der schwul-lesbischen Szene zur Ikone geworden, als sie erst im wirklichen Leben und dann in ihrer Sitcom "Ellen" ihr Coming-out zelebrierte. Diese Folge der sonst als eher mittelmäßig angesehenen Serie konnte die höchste Einschaltquote einer Sitcom in den Neunzigerjahren verbuchen.

LGBTI-Aktivisten würdigten wiederholt, dass durch diese Folge Homosexuelle von einem Tag auf den anderen für viele Amerikaner sichtbar geworden seien – und viele erst durch sie den Mut gefunden hätten, sich zu outen. Ellens Coming-out wird auch als Grund genannt, dass sich Fernsehsender später trauten, Serien mit schwulen oder lesbischen Inhalten wie die 1998 gestartete Sitcom "Will & Grace" zu zeigen.

In den USA gehört Ellen seit Jahren zu den erfolgreichsten Fernsehgesichtern. Seit 2003 hat sie bereits mehr als §.000 Folgen ihrer Nachmittags-Talkshow "The Ellen DeGeneres Show" moderiert. Außerdem war sie immer wieder als Moderatorin in Gala-Shows gefragt, darunter Verleihungen der Oscars oder Grammys. (cw/dpa)



#1 JasperAnonym
  • 30.05.2019, 20:11h
  • Schlimm, was manche Menschen durchmachen müssen.

    Gut, dass sie das halbwegs seelisch verkraftet hat und sich davon nicht ihre Lebensfreude hat nehmen lassen.

    Und auch gut, dass sie offen darüber spricht und so anderen Opfern Mut machen kann.
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#2 FrauenAnonym
  • 30.05.2019, 20:27h
  • Sexuelle Belästigung hat fast jede zweite Frau mindestens einmal in ihrem Leben erlitten. Das ist kein Einzelphänomen. Und geschieht nicht nur denjenigen, die später bekannt sind.

    Auch ich kann davon berichten. Es war ein Gynäkologe. Danach bin ich nicht mehr zu ihm gegangen.

    Und als meine Familie an der Reeperbahn entlang ging, kam eine aus einem Bordell heraus und wollte meinen Bruder anflirten. Er war damals noch nicht erwachsen. Wir haben es gesehen und haben uns gleich dazwischen gestellt. Ich dachte, ich sehe nicht recht :-O
    Dementsprechend schaute ich diese "Dame" an, so nach dem Motto: "Das gibt es kein zweites Mal, sonst wird es dir leid tun!"

    Manche Menschen sind abartig.

    ©BuntesUndSchönes
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#3 DamienAnonym