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Kommentare zu:
Russen sehen bei "Rocketman" keinen schwulen Sex


#1 GironAnonym
  • 31.05.2019, 15:36h
  • Lässt der Lizenzgeber diese Zensur etwa zu?

    Das sollte verboten werden. Entweder man zeigt den Film unzensiert oder gar nicht. Alles andere ist ein Unding und mehr als bedenklich.

    Dann sollte er in Russland gar nicht gezeigt werden. Und diejenigen, die sich dann informieren, warum er nicht gezeigt wird, werden die Wahrheit schon rausfinden und dann mal kritisch hinterfragen, was in ihrem Land passiert.
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#2 Patrick SAnonym
  • 31.05.2019, 19:29h
  • Antwort auf #1 von Giron
  • Seh ich ganz genauso wie du. Allerdings glaube ich, dass beim Verleiher die Einnahmen im Vordergrund stehen. Wenn dann geht das nur über Elton John, der ja schon dafür gekämpft hat, dass es überhaupt eine Sexszene in dem Film gibt, die ja der Großteil der Hollywood-Studios nicht produzieren wollte und den Film deshalb ablehnten.
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#3 lindener1966Profil
  • 31.05.2019, 20:30hHannover
  • Geil wäre es, wenn mann vor Beginn im Vorspann darauf hinweise, dass 5 Minuten herausgeschnitten wurden. Das widerspricht bestimmt keinem Gesetz. Dann würden sich viele die ungeschnittene Version besorgen.
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#4 Wyndakyr
  • 01.06.2019, 00:18h
  • Dann ist die russische Version doch bestimmt kurz genug, um im Vorprogramm eines anderen Films zwischen zwei Werbeclips zu laufen...
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#5 Gerlinde24Ehemaliges Profil
  • 01.06.2019, 05:47h
  • Ich kenn so was aus den USA bei DVDs. Das Programm nennt sich "Clean Fix", und zeigt auf der DVD nur das, was der Benutzer sehen will.
    In Bezug auf Homosexualität also alles, was damit zu tun hat, und vorher einprogrammiert wurde. Eine nackte Frau oder ein nackter Mann kriegen damit sogar ne Badehose/einen Badeanzug verpasst.
    Wäre ich für die Vermarktung zuständig, wäre das Teil des Vertrags, dass solche Stümpereien nicht erlaubt sind Aber ich bin es ja nicht, und auch nicht geldgeil!
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#6 Gerlinde24Ehemaliges Profil
  • 01.06.2019, 05:50h
  • Es geht um die Biografie eines Menschen, nicht um "Homo-Propaganda"!
    Außerdem, Popen und rechte Arschlöcher dürfen in Russland Homosexuelle beschimpfen, schlagen und ermorden, und sie werden juristisch NICHT verfolgt.
    Wenn selbst die Russen auf ihre Gesetze scheißen, warum darf ein Produzent/Verleiher nicht dasselbe tun!
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#7 Patroklos
  • 01.06.2019, 09:54h
  • Die Russen mal wieder! Demnächst soll es ja auch ein Biopic über Boy George geben und hoffentlich wird sich MGM, das die Filmrechte erworben hat, gegen eine Vermarktung in Rußland entscheiden.
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#8 Still_IthProfil
  • 01.06.2019, 11:12hHessen
  • Ich hoffe inständig, dass Hollywood das zur Kenntnis nimmt: Menschenfeindliche Staaten zensieren sich ihr Weltbild ohnehin so, wie sie es wollen.

    Keine Ausrede mehr, aus Marketinggründen weiß-cis-het zu bleiben.
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#9 WoodyAnonym
#10 TheDadProfil
  • 01.06.2019, 14:04hHannover
  • Antwort auf #9 von Woody
  • ""Elton ist schon mal weiß und nach üblicher Lesart (cis = Gegenteil von trans) auch cis. Ist er damit in deiner Welt 2/3 böse?""..

    Wahrscheinlich JA UND NEIN..
    Denn es sind ja nicht 2/3 der Welt "Weiß"..
    Das ist nur seiner Wahrnehmung geschuldet..

    Dafür sind aber wahrscheinlich mindestens 90 Prozent CIS..
    Ein beachtliches Potential an Feind-bildern, die man sich dann so gestalten kann, wie man will..

    Das "Problem" von "Ith" ist es hier auch eine Diskussion führen zu wollen, die über einen Emanzipations-Prozess in den USA hierher geschwappt ist, und der sich mit dem Kampf "POC against White" befasst, er aber gar nicht begriffen hat, daß man die damit verbundenen Narrative gar nicht Eins-zu-Eins auf Europa, und schon gar nicht auf die BRD übertragen kann..

    Teil des "Problems" ist dann auch, nicht begriffen zu haben, daß er selbst durch sein Trans*-sein gar nicht aus der Gruppe der "White" "entkommen" ist..

    Hier trifft das Rassismus-Narrativ der Unterdrückung von POC auf die Bereitschaft des Selbst-Hasses, und führt automatisch zu Absurdem..
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#11 Still_IthProfil
  • 01.06.2019, 20:07hHessen
  • Antwort auf #10 von TheDad
  • ""Teil des "Problems" ist dann auch, nicht begriffen zu haben, daß er selbst durch sein Trans*-sein gar nicht aus der Gruppe der "White" "entkommen" ist.."

    Naja, es gibt eben Leute, die es als "Problem" ansehen, wenn auch EIGENE Privilegien kritisch betrachtet, analysiert und hinterfragt werden.
    Andere nennen sowas Solidarität.
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#12 TheDadProfil
  • 02.06.2019, 01:46hHannover
  • Antwort auf #11 von Ith_
  • ""Naja, es gibt eben Leute, die es als "Problem" ansehen, wenn auch EIGENE Privilegien kritisch betrachtet, analysiert und hinterfragt werden.""..

    Dagegen ist gar nichts einzuwenden, vor allem dann nicht wenn denn wirklich hinterfragt würde..

    Das tust Du nicht..
    Du greifst an indem Du Urteile postulierst, und die Behauptung aufstellst ALLE, und hier folgen dann wahlweise irgendwelche Gruppen zu denen Du vermeintlich nicht zählst, hätten irgendwelche "Privilegien", nur Du selbst nicht..

    Dumm dabei ist die Verallgemeinerung, denn zunächst sind "Privilegien" nichts was einer "Hautfarbe" oder gar einer "Geschlechtszugehörigkeit" entwächst, sondern immer einem System, und dann besitzen diese "Privilegien" niemals wirklich ALLE in dieser Gruppe..

    Es sind immer nur Teile der Gruppe, Teil der "Weißen", Teile der "Männer", sogar Teile der "Frauen" oder auch Teile der LGBTTIQ*-Menschen, die diese "Privilegien" "besitzen", oder sie auch einfach zu nutzen wissen, und die sich damit dieses Systems bedienen..

    Aber Du befindest dich in einer Art "permanentem Angriffsmodus", und dieser drückt sprachlich aus, was Du dazu zu sagen denkst, und verdeckt Dir gleichzeitig die unverstellte Sicht auf die Dinge..

    Denn nimmt man Deine Einschätzungen für Bare Münze, dann bist auch Du Teil der Unterdrücker als Schwuler, als Mann und als Weißer..
    Und hier kommt dann der Selbsthass ins Spiel, denn die Krux in einem "falschen Körper geboren" worden zu sein kann für die Frage des Geschlechtes noch gelöst werden..
    Für die Frage des Schwul-seins, die Frage des Mann-seins, und vor allem für die Frage des Weiß-seins aber eben nicht..

    Aus der suchst Du dich zu lösen über die Idee eines weiteren Narratives, der "Unterdrückungs-Hitparade", die für alle anderen kenntlich machen soll ein Angehöriger der "untersten unterdrückten Gruppe" zu sein, aus der heraus sich alle anderen "negativen Eigenschaften" wie das "Schwul-sein", das "Mann-sein" und das "Weiß-sein" in ein Wohlgefallen auflösen würden, für die Du ja nichts kannst..

    Doch tatsächlich sind die von Dir postulierten Narrative der Unterdrücker, das "Schwul-sein", das "Weiß-sein" und das "Mann-sein" nichts weiter als Eigenschaften die man exakt auf die gleiche Weiße erhält wie das Trans-sein..
    Durch Geburt..
    Daran ist nichts ausgesucht..
    Und exakt deshalb sind sie auch keine "Privilegien" sondern sämtlich Eigenschaften die Möglichkeiten eröffnen sich innerhalb eines Systems zu positionieren..

    Für die Wahl der Position in diesem System ist aber jeder Mensch individuell verantwortlich..

    Absurd wird das Ganze dann wenn man den Blick auf die Heteros wendet und feststellen muß, daß auch Heteros keine "Privilegien" besitzen, sondern ebenfalls nur Eigenschaften, die sie in diesem System in eine Position bringen können, die man als "privilegiert" bezeichnen muß, was aber wiederum ausschließlich den eigenen Entscheidungen dieser Heteros geschuldet ist..

    Du argumentierst hier also auf dem Niveau der Gleichstellungsgegner, die sich gegen die Rechte anderer Menschen positionieren, indem Du die gleichen Argumente innerhalb der LGBTTIQ*-Gruppen anwendest, die sie gegenüber den LGBTTIQ*-Menschen insgesamt anwenden um sich im System "privilegiert" zu halten..
    Und damit wendest Du das gleiche System in reziproker Weise auf die Gruppen an, von denen Du dir im Umkehrschluß Solidarität erwartest..
    Das kann nicht funktionieren..
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