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Rodrigo Duterte

Nach homophober Äußerung: Empörung über philippinischen Präsidenten

Präsident Rodrigo Duterte behauptet, sich selbst von Homosexualität "geheilt" haben – mit Hilfe "schöner Frauen".


Rodrigo Duterte sorgt immer wieder mit homosexuellenfeindlichen Äußerungen für Kopfschütteln

Der philippinische Präsident Rodrigo Duterte hat mit einer schwulenfeindlichen Äußerung für Empörung gesorgt. Bei einem Auftritt vor Philippinern in der japanischen Hauptstadt Tokio in der vergangenen Woche behauptete Duterte, sich mit "schönen Frauen" von seiner Homosexualität "geheilt" zu haben.

Duterte, der für seine vulgären Äußerungen berüchtigt ist, hatte in der Rede einen seiner wichtigsten Kritiker, den philippinischen Senator Antonio Trillanes, als schwul dargestellt und attackiert, und behauptet: "Trillanes und ich sind uns ähnlich. Doch ich bin geheilt." Duterte führte aus, die Beziehung zu seiner Ex-Frau habe ihn "wieder zum Mann gemacht". "Schöne Frauen haben mich also geheilt", sagte der Präsident.

Aktivisten verurteilten Dutertes Äußerungen als gefährlich und rückschrittlich. "Sie sind das Symptom einer schweren Krankheit: einer aus Ignoranz, Vorurteil und Hass", erklärte die Organisation Bahaghari, die sich für die Rechte von Homosexuellen und Transgender einsetzt.

Bereits in der Vergangenheit war Duterte mit homosexuellenfeindlichen Äußerungen aufgefallen, etwa gegenüber dem früheren US-Botschafter Philip Goldberg. Den amerikanischen Diplomaten hatte der Präsident als "schwulen Hurensohn" beschimpft (queer.de berichtete). Vor wenigen Wochen hatte er behauptet, dass rund die Hälfte der Kämpfer einer kommunistischen Terrororganisation schwul seien (queer.de berichtete).

Zickzackkurs bei LGBTI-Rechten

Bei LGBTI-Rechten fährt Duterte einen Zickzackkurs: Mehrfach änderte er etwa seine Meinung über die Ehe für alle. Anfang 2017 sagte der frisch gewählte Staatschef, dass er die Gleichbehandlung von Schwulen und Lesben im Ehe-Recht ablehne, "weil wir Katholiken sind" (queer.de berichtete). Im Dezember 2017 war er dann wieder für die Ehe-Öffnung, zog diese Zusage aber im Juli 2018 zurück.

Die philippinische Gesellschaft gilt als tolerant gegenüber Homosexuellen. Kritiker beklagen jedoch einen Mangel an rechtlicher Absicherung. Die insgesamt konservative Gesetzgebung – Abtreibung und Scheidung sind verboten – wird unter anderem auf die Stärke der katholischen Kirche in dem Inselstaat zurückgeführt. Vier Fünftel der 106 Millionen Philippiner sind katholisch. (AFP/dk)



#1 TheDadProfil
  • 04.06.2019, 23:11hHannover
  • ""Präsident Rodrigo Duterte behauptet, sich selbst von Homosexualität "geheilt" haben mit Hilfe "schöner Frauen".""..

    Die größten Kritiker der Elche sind meistens selber welche..
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