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Kommentare zu:
Patrick Lindner: Hape Kerkeling riet mir vom Coming-out ab


#1 Katholen-WatchAnonym
  • 04.06.2019, 13:57h
  • Passt. Kerkeling war schließlich Wahlmann für die CDU bei der Wahl des Bundespräsidenten.
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#2 IronikerAnonym
  • 04.06.2019, 14:02h
  • Na dann soll er mal "die Zeit feiern" und schön blauäugig, aber gefährlich falsch, behaupten, heute gebe es beim Coming Out doch keinerlei Probleme mehr. Die um ein Vielfaches höheren Selbstmord- und Selbstmordversuch-Raten bei queeren Menschen haben dann sicher ganz andere Gründe. *augenroll*

    Ein enger Freund von mir, 22 Jahre alt, steckt gerade mitten in seinem Coming Out. Bis vor kurzem traute er sich überhaupt nichts zu - dann hat er sich inzwischen zwei Geschwistern und zwei engen Freund_innen gegenüber geoutet. Vor allem vor seiner Mutter hat er allerdings höllische Angst, weil diese extrem religiös eingestellt ist. Und so verheimlicht er seiner restlichen Familie gegenüber weiterhin, dass er einen Partner hat, mit dem er gern zusammenziehen möchte - aus dieser Irrsinns-Angst heraus, von seiner Mutter verstoßen zu werden.

    Da ich selbst katastrophale Erfahrungen mit meiner Mutter machen musste und noch muss, kann ich sehr gut nachempfinden, was gerade in meinem Freund vor sich geht. Und auch nachempfinden, dass diese Angst nicht nur eingebildet, sondern verdammt real ist und einen Menschen im Leben ganz gewaltig lähmen kann.

    Und dann erzählen Herr Lindner und Andere, heutzutage sei doch alles kein Problem mehr. Dabei diejenigen nicht nur gefährlich ignorierend, sondern im Prinzip sogar verhöhnend, die sich nach wie vor extrem schwer damit tun, und zwar aus sehr guten und nachvollziehbaren Gründen.

    Nein, verflixt nochmal. Auch heute noch müssen sich viele Menschen ihre Freiheit erst noch schwer erkämpfen - mit heftigen Schmerzen und schweren Blessuren.

    Aber in der Schlagerwelt muss ja immer alles Friede, Freude, Eierkuchen sein. Ist halt bloß reinste Heuchelei.
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#3 Patrick SAnonym
  • 04.06.2019, 14:06h
  • Coming-out ist heute "überhaupt kein Problem mehr"...

    Falls das eine Allgemeingültigkeit abbilden soll und nicht nur auf ihn selbst zutrifft, kann ich nur sagen: an Schwachsinn und Dummheit kaum zu überbieten! Weltweit erleben wir den Versuch, gewonne LGBT+ Rechte wieder sukzessive einzuschränken oder gar ganz abzubauen, in manchen Staaten sogar die Kriminalisierung per Gesetz. Outing in Russland, Tschetschenien, diversen afrikanischen Staaten oder im arabischen Raum? Outing im Fussball kein Problem? Wäre mir auch neu. Muss ich wohl verpasst haben. Diskriminierung am Arbeitsplatz nach dem Outing? Seit Jahren steigt die Hasskriminalität gegen Homosexuelle in Deutschland, Berlin führt eine eigene Kartei! Outing auf dem Land? - Viel Spaß! Wer queer.de regelmäßig liest, erfährt von Morden und Suiziden zuhauf. Krassestes Beispiel: Der Mord von einer brasilianischen Mutter in Auftrag gegeben, weil sie lieber ein totes, als ein schwules Kind haben möchte. Erst letzten Monat ging der Suizid eines schwarzen US Teenies durch die Medien, der nach dem Outing in den Selbstmord gemobbt wurde. Oder nehmen wir das Youtubevideo eines US Teenies, der während des Outings von seiner Familie geschlagen und aus dem Haus geworfen wird. - Das sind doch alles nur Beispiele von Dingen die hunderttausendfach jeden Tag geschehen, nur dass es diese eben in die Medien geschafft haben und die anderen eben nicht. Wer also wie Herr Hitzelsperger und Lindner im goldenen Käfig lebt und die Probleme der Community bagatellisiert, während des Pridemonth und während immer noch Tausende beim CSD auf die Straßen gehen und für Akzeptanz und Gleichheit kämpfen, tut der Community keinen Dienst und spuckt auf das Andenken der eben erwähnten Menschen, die ihr Leben verloren haben, weil sie anders waren und sich geoutet haben.
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#4 finkAnonym
  • 04.06.2019, 15:33h
  • "ich bin froh, dass ich vielleicht einigen den Mut gegeben habe, zu sich selbst zu stehen."

    Solange man dazu Mut braucht, ist es auch ein Problem. Kann man das so einfach übersehen?

    Meine These ist ja, dass solches Kleinreden des homophoben Grundbrummens in unserer Gesellschaft für junge und ältere Menschen im Prä-Coming-Out inzwischen fast ein genauso großes Problem ist wie die Homophobie selbst.

    Da steht man mit seinen ganzen Ängsten, hört vielleicht, wie engste Vertraute abfällig über andere queere Menschen reden, bekommt vielleicht mit, wie Kolleg_innen gemobbt werden, hört vielleicht "schwule Sau" auf dem Schulhof, ohne dass irgendeine Lehrkrat eingreift, hört vielleicht, wie innerhalb der eigenen Glaubensgemeinschaft gehetzt wird usw. Gelegentlich bekommt man in den Medien mit, dass sich wieder einmal ein junger queerer Mensch das Leben genommen hat, der das Mobbing nicht mehr ertragen konnte, oder dass jemand in der Öffentlichkeit angegriffen, beleidigt und geschlagen wurde.

    Und dann muss man sich auch noch anhören, dass man sich das alles nur einbildet, weil es ja "heute kein Problem mehr" sei. Gleichzeitig spürt man aber, dass man Angst hat, und dass diese Angst nicht nur paranoid ist. Wie soll man mit dieser Dissonanz klarkommen?

    Für Manche_n dürfte die Lösung darin bestehen, zu glauben, dass man einfach spinnt und der einzige Mensch auf der Welt ist, der sich all diese Probleme noch einbildet. Dann ist man wohl selber schuld, wenn man Angst hat. Alles nur Einbildung.

    Aber das Schlimmste: Wie soll so ein Mensch auf die Idee kommen, dass er in seiner unsicheren Situation irgendwo echte Unterstützung bekommen kann, dass es irgendwo jemanden gibt, der ihm nicht nur auf die Schulter klopft und sagt "Kopf hoch, wird schon!", sondern der ihn MIT seinen Ängsten ernst nimmt, bereit ist, über seine reale Situation zu reden und ihm dabei hilft, in einer nicht nur vermeintlich, sondern wirklich schwierigen Situation Lösungen zu finden?

    Das Bagatellisieren lässt die Menschen allein, die Hilfe brauchen. Wenn ich solche Sätze höre wie die von Lindner, dann werde ich nicht nur wütend, sondern gleichzeitig unfassbar traurig, wenn ich mir vorstelle, wie das bei den Menschen ankommen mag, die sich gerade in der existenziellen Krise befinden, die das Coming-Out aller Schönlügnerei zum Trotz heute immer noch sehr oft ist.

    So wichtig es ist, Menschen Mut zum Coming-Out zu machen, so fahrlässig ist es, deren berechtigte Ängste zu bagatellisieren. Ja, Mut ist wichtig. Und manche Ängste stellen sich im Nachheinein als unberechtigt heraus. Aber eben nicht alle. Jedes Coming-Out ist riskant. Immer noch. Wir bezahlen für unseren Mut. Immer noch.

    Das ist deshalb kein Problem, das mit Negieren oder mit individuellem "Mut" zu lösen ist. Das ist ein gesellschaftliches und politisches Problem, das wir nur lösen werden, wenn wir überhaupt anerkennen, dass es eines ist.
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#5 WadersProfil
  • 04.06.2019, 15:50hWerne/Dortmund
  • Gerade Hape der heute mit seinen schwulsein reichlich Kohle verdient. Früher hat er sich dagegen gewehrt und heute scheffelt er Millionen.
    Wählt einen Bundepräsidenten der unsere Rechte mit Füssen getreten hat und vor Allen nie für die Ehe für alle war.
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#6 KetzerEhemaliges Profil
  • 04.06.2019, 16:42h
  • Antwort auf #4 von fink
  • Danke - wieder mal brillant analysiert.

    Passt übrigens wunderbar zum gesellschaftlichen Megatrend der Entsolidarisierung und Abwälzung kollektiver Probleme und Risiken auf die einzelne Person.

    Wer unter solchen Umständen nicht ausreichend "funktioniert", wird schnell zum Versager abgestempelt.
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#7 SmartakusProfil
#8 saltgay_nlProfil
  • 04.06.2019, 17:43hZutphen
  • Ich bin nach wie vor ein strikter Gegner vom Zwangsouting, wobei es eine Ausnahme geben darf. Diejenigen, die sich in solchen Parteien exponieren, welche ganz offen, bzw. systematisch Homosexualität unterdrücken, dürfen geoutet werden. Deshalb finde ich es auch notwendig, dass einer der ganz großen Heuchler der CDU, der abgehalfterte und später recycelte Bernhard Vogel, seines Zeichens ehemaliger Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz und Thüringen, auch als schwul bezeichnet wird. Gleiches gilt auch für schwule Showstars, die homophobe Äußerungen tätigen.

    Dem Durchschnittsschwulen allerdings soll es persönlich überlassen bleiben, wie er damit umgeht. Diese Normenkontrolleure, bestehend aus Bewegungsschwestern und Kreischtucken, die eh' nichts mehr zu verlieren haben, sind nicht befugt hier verbindliche Richtlinien vorzugeben.
    Im Gegenteil halte ich es für äußerst gefährlich in Ratgebern für Jungschwuppen, die rosaroten tollen Erlebnisse des persönlichen "Coming outs" schön zu reden. Ein Jugendlicher, der sich mit dieser Problematik auseinandersetzen muss, könnte sich noch mehr als Versager fühlen, weil er nicht den "Mut" sich zu outen aufbringt. Dabei hat Jeder seine persönlichen Gründe für seine Entscheidung.

    Wer allerdings seine Seele verkauft, der darf nicht noch Schonung und Mitleid erwarten. So ein akustisches Umweltferkel wie Patrick Lindner, der in eindeutig jugendgefährdenden Sendungen wie "Mutantenstadl", "volkstümliche Affenparade" oder gar in der "Lübbenauer Gurkenschänke" mit Achim Stenzel und Günter Jämmerlich im MDR auftritt, der muss abwägen, was ihm wichtiger ist. Kein Bestatter käme auf die Idee im Skater-Outfit und mit Rollbrett Kränze in die Friedhofskapelle zu fahren und als Kondolenzbuch sein Smartphone auszulegen, ganz zu schweigen von den hippen Selfies der Familie mit aufgepepptem Toten.

    Aus diesem Grunde ist es mir kotgleich, ob sich nun solche B-Promis outen oder nicht. Zugegeben Alfred Biolek hat ja alle Klischees auch vollständig bestätigt, einschließlich seines jungen Lovers, der im gesponsorten Sportwagen zur Kölner Uni fuhr und damit die homophoben Fantasien der kleinbürgerlichen Tütenüggel anheizte. Aber er hat das Risiko getragen. Soweit so gut.
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#9 KetzerEhemaliges Profil
  • 04.06.2019, 19:33h
  • Antwort auf #8 von saltgay_nl
  • Ich bitte mir Respekt für die von Dir so betitelten "Bewegungsschwestern und Kreischtucken" aus.

    Ohne die und ihr jahrzehntelanges wichtiges gesellschaftspolitisches Wirken stünde niemand von uns da, wo es uns heute möglich ist - trotz aller verbliebenen Schwierigkeiten.

    Ich bin wesentlich eher geneigt, mich nicht als Verhaltensnormen zu halten, die homonormative "Otto-Normal-Schwule" vorgeben zu dürfen glauben, die ums Verrecken so bürgerlich, spießig und unauffällig leben wie nur möglich (was sie dürfen) und dies auch von allen anderen fordern (was sie eindeutig nicht dürfen).
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#10 LotiAnonym
  • 04.06.2019, 20:29h
  • Antwort auf #9 von Ketzer
  • Stimme Dir voll zu. Ohne die Drag Queens, Transvestiten und ja auch den Tunten wäre ich mit Sicherheit niemals so offen mit meiner Homosexualität einhergegangen. Angefangen in den 70er Jahren und ganz besonders bei meinem Aufenthalt in San Francisco, wo ich vor Staunen anfangs den Mund nicht schließen konnte. Soviel an Solidarität und Kampfeswille ist mir danach nicht wieder begegnet. Immer wenn ich an den ermordeten Harvey Milk denke, kommen mir die Tränen. Aber auch innere Wut.
    Über diesen Schlagerfuzzi, Volkssänger oder was immer der vorzugeben meint zu sein, will ich mich gar nicht erst auslassen. Das haben andere hier vor mir schon sehr deutlich zur Sprache gebracht. Ein Coming Out, besonders unter Jugendlichen, ist beileibe noch immer nicht einfach. Da hatte ich es leichter, da Vollwaise. Deshalb gehört es sich für mich, alljährlich am CSD teilzunehmen. Sehr,sehr schade finde ich, dass die Lesben i.Berlin ihre eigene Demo abhalten wollen.
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#11 David JacobAnonym
  • 04.06.2019, 20:34h
  • Ich würde gerne viel freier schreiben als ich darf, aber ich kann mal so viel sagen, der feine Herr Lindner ist nicht der liebe Mann, den er nach außen präsentiert. Und zu Hape kann ich mittlerweile nicht mehr viel sagen. Er ist sich halt selbst genug. Seine Abrechnung mit seinem ehemaligen Arbeitgeber war alles andere als konstruktiv und sachlich.
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#12 TheDadProfil
  • 04.06.2019, 23:19hHannover
  • Antwort auf #3 von Patrick S
  • ""Falls das eine Allgemeingültigkeit abbilden soll""..

    Nöö..
    Exakt deshalb sind alle angebrachten "Argumente" über andere Staaten dann auch keine, sondern nur Ablenkung vom Kern..

    ""Viel Spaß! Wer queer.de regelmäßig liest, erfährt von Morden und Suiziden zuhauf.""..

    Jepp..
    Häufigstes Motiv für den Suizid ist es dann es einfach nicht zu schaffen sich innerhalb der Familie zu Outen..

    Und nun erklär mir mal wie man Eltern und Erziehende endlich aufklärt ?

    Was dann auch zum Einwand von "Ironiker" paßt :
    Angst vor der "sehr religiösen Mutter"..

    Entschuldigung..
    Aber wer mit 22 nicht zu sich selber stehen will, weil er immer noch "Angst" vor der Reaktion einer ungebildeten Mutter hat, der wird NIE Out sein, NIE mit seinem Freund wohnen, und sich IMMER verstecken, da helfen auch nicht 2, 3, oder "gute Freunde" die davon wissen..

    Mütter kriegen sich auch wieder ein..
    Und wenn nicht, dann gibt es auch noch eine Schwiegermutter..
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#13 TheDadProfil
#14 TheDadProfil
  • 04.06.2019, 23:26hHannover
  • Antwort auf #9 von Ketzer
  • ""Ich bin wesentlich eher geneigt, mich nicht als Verhaltensnormen zu halten, die homonormative "Otto-Normal-Schwule" vorgeben zu dürfen glauben, die ums Verrecken so bürgerlich, spießig und unauffällig leben wie nur möglich (was sie dürfen) und dies auch von allen anderen fordern (was sie eindeutig nicht dürfen).""..

    Exakt..
    Denn immer dann wenn man eigenes Verhalten zur Norm erheben will, und von Anderen erwartet Gleiches zu tun, und NUR Gleiches, wird es zum Problem..
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#15 Homonklin44Profil
#16 Homonklin44Profil
  • 05.06.2019, 21:09hTauroa Point
  • Antwort auf #8 von saltgay_nl
  • Eigentlich haben auch die Homophobie stützenden LGBTIQ*s ein Recht auf Privatsphäre, so ist es immerhin Konsens unserer Freiheiten unter Rechtsstaat und Demokratie.
    Ausgenommen sind eigentlich eher die Gardinenkleidchenknilche, denn die bekennen sich überhaupt nicht zu unserer demokratischen Werteordnung.

    Dran nehmen sollte man so Leutens aber eher wegen ihres Versagens, Unvermögens oder ihrer offenen Hetzerei gegen Aspekte der Menschlichkeit, und nicht wegen ihrer Privatleben.
    Es ist nicht strafbar, schwul und Misanthrop zu sein, oder in solchen "Parteien" herum zu hängen, aber eine Strafe kann es schon sein.

    Dass jeder über Outing oder nicht Outing selbst entscheiden können soll, da stimme ansonsten ich zu. Das zu erdrängen oder von Leuten zu erwarten, sie hätten im ungünstigen Fall halt alle ihre Sozialkontakte, Familienbande und Bekanntschaften aufzugeben, ist grausam, asozial und am Herzen ein bissi kalt.
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#17 TheDadProfil
  • 06.06.2019, 12:02hHannover
  • Antwort auf #15 von Homonklin44
  • ""Das macht die Outing-Fraktion aber ganz gern *fg*""..

    Ein Trugschluß..
    Denn wer sich nicht outen will, der soll es lassen..

    Der hat dann aber weder das Recht von anderen einzufordern "still und leise" zu leben, weil deren ach so auffälliges Leben ja angeblich immer "Rückschlüße" auf die versteckt lebenden ausbildet, und zu "negativen Effekten" führen würde..
    Noch hat er das Recht zu behaupten es sei "vollständig unmöglich"..

    Denn NUR EIN Gegenbeispiel beweist den Irrtum der These es sei unmöglich..

    Teil des Trugschlußes ist es dann auch zu vermuten die "Ge-Outeten" würden die Nicht-Geouteten dazu "drängen" es ihnen gleich zu tun..

    Das habe ich noch nirgendwo erlebt..

    Was ich beinahe täglich erlebe ist die angetragene Solidarität anderen Menschen beim Outing beizustehen, und ihnen hilfreich zur Seite zu stehen..

    Auch das muß man nicht annhemen..
    Aber auch nicht als "drängen" missdeuten"..
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#18 TheDadProfil
  • 06.06.2019, 12:13hHannover
  • Antwort auf #16 von Homonklin44
  • ""Es ist nicht strafbar, schwul und Misanthrop zu sein, oder in solchen "Parteien" herum zu hängen, aber eine Strafe kann es schon sein.""..

    ""Das zu erdrängen oder von Leuten zu erwarten, sie hätten im ungünstigen Fall halt alle ihre Sozialkontakte, Familienbande und Bekanntschaften aufzugeben, ist grausam, asozial und am Herzen ein bissi kalt.""..

    Mal vom Aspekt abgesehen das man sich Peer-Groups aussucht die einen als ehrlichen Menschen, der man dann ist wenn man sich outet, ablehnen, vlt. sogar verfolgen oder umbringen, wie Dutzende Fälle von "Familien-Dramen" zeigen, ist es also für einen selbst "zielführend" seine Umgebung über sein wahres Selbst zu belügen um Teil einer Gruppe bleiben zu dürfen, die man aus nicht nachvollziehbaren Gründen nicht verlassen will ?

    Und diejenigen die einen vermeintlich zu einem
    "ehrlichem Umgang mit sich selbst und seiner Umgebung"
    "drängen"
    sind dann ein "Problem" ?

    Hier herrscht ein Wahrnehmungsproblem vor..

    Vielleicht gespeist aus der Angst, wenn man sich von seiner "Familie" entfernt sei man "allein auf sich gestellt"..

    Irgendwann kommt der Tag, an dem sterben die Eltern weg..
    Jedenfalls in der Regel..
    Welchen Grund genau gibt es mit einem selbstbestimmtem Leben so lange zu warten bis dieser Tag eintritt ?

    Was hält einen bei "Freunden", in "Kirchen" , in Vereinen, in denen etliche Mitglieder nichts weiter sind als Homo-und Trans-phobe Sozialversager, die einem nach dem Leben und den persönlichen Rechten trachten ?
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