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Beschluss des Gleichstellungsausschusses

Queeres Jugendzentrum in Hannover geplant

In der niedersächsischen Landeshauptstadt soll das landesweit erste Zentrum für lesbische, schwule, bi-, trans- und intersexuelle Jugendliche und junge Erwachsene eröffnen.


Hannover soll queeren Jugendlichen eine eigene Anlaufstelle bieten (Bild: Clic / wikipedia)

  • 5. Juni 2019, 14:35h, noch kein Kommentar

Der Gleichstellungsausschuss der Landeshauptstadt Hannover hat am Montag die Einrichtung eines queeren Jugendzentrums beschlossen. Die Trägerschaft soll das LGBTI-Zentrum Andersraum übernehmen. Die Stadt stellt dafür in ihrem Haushalt 50.000 Euro pro Jahr zur Verfügung. Das Projekt ist bislang in Niedersachsen einmalig.

Die Entscheidung des Ausschusses erfolgte laut der "Hannoverschen Allgemeinen" einstimmig. Zwar hatte sich die rechtspopulistische AfD im Vorfeld gegen das Zentrum ausgesprochen. Allerdings fehlte die Partei bei der Abstimmung. "Jetzt muss nur noch eine Immobilie gefunden werden, dann kann es sofort losgehen", erklärte Renee Steinhoff, die gleichstellungspolitische Sprecherin der Grünenfraktion, nach der Entscheidung. Die Immobilie soll ausreichend Platz für einen Eingangsbereich mit Café bieten, einen Gruppenraum und einen Raum für Einzelberatungen.

Heute wurde im Gleichstellungsausschuss der Landeshauptstadt Hannover einstimmig beschlossen, dass der Andersraum die…

Gepostet von Andersraum am Montag, 3. Juni 2019
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Angebot für junge Queers bis 27

Das Angebot richtet sich an junge Menschen zwischen zwölf und 27 Jahren. In der schwierigen Phase der Identitätsfindung soll das Zentrum einen Schutz- und Rückzugsort bieten und als Treffpunkt für Gleichgesinnte fungieren. Beratungsangebote sollen Jugendlichen und jungen Erwachsenen Hilfestellungen geben.

Bislang gibt es bereits in mehreren deutschen Städten derartige Einrichtungen. Seit 1998 fördert etwa die Stadt Köln das anyway, das älteste queere Jugendzentrum in Europa. Die Domstadt-Einrichtung sorgt immer wieder durch seine Aktivitäten auf Youtube für Schlagzeilen, etwa durch das mit versteckter Kamera aufgenommen soziale Experiment "Ich bin HIV-positiv. Umarmst du mich?" (queer.de berichtete). In Berlin wurde erst letztes Jahr der erste landesweite LGBTI-Treffpunkt für junge queere Menschen eröffnet, für den die Bundeshauptstadt jährlich 175.000 Euro eingeplant hat (queer.de berichtete). (dk)