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Staatsschutz ermittelt

Berliner Polizei meldet zwei LGBTI-feindliche Übergriffe

Der Staatsschutz ermittelt nach zwei Übergriffen, die nach Angaben der Polizei möglicherweise einen homophoben Hintergrund haben.


Die Berliner Polizei meldet anders als in anderen deutschen Städten mögliche homo- oder transfeindliche Hintergründe von Straftaten gezielt in Polizeiberichten (Bild: Polizei Berlin / Youtube)

Laut dem Polizeibericht von Berlin haben sich am Mittwoch zwei Straftaten mit möglicherweise LGBTI-feindlichem Hintergrund in Tiergarten und Neukölln ereignet. So sei ein 41 Jahre alter Mann in einem Bus der Linie 187 in Höhe des Spreeweges in Tiergarten gegen 15 Uhr von einem unbekannten Mann in russischer Sprache homophob beleidigt worden, bevor er den Bus verlassen habe. Der Mann alarmierte nach dem Vorfall umgehend die Polizei.

Der zweite Fall habe sich gegen 20 Uhr im Bezirk Neukölln ereignet. Ein Zeuge alarmierte demnach am Abend die Polizei, nachdem er einen gewalttätigen Streit zwischen mehreren Personen in der Sonnenallee beobachtet hatte. "Im Zuge der Auseinandersetzung soll einer der Männer einen anderen Mann, der ein Kleid trug, mit der Faust ins Gesicht geschlagen haben", heißt es im Polizeibericht. Ein homophober Hintergrund könne nicht ausgeschlossen werden, so die Polizei, alle Beteiligten seien noch unbekannt.

In beiden Fällen übernimmt der Staatsschutz des Landeskriminalamts die Ermittlungen. Der Polizeiliche Staatsschutz ist für die Verhinderung und Bekämpfung politisch motivierter Straftaten verantwortlich, zu den Aufgabenfeldern gehören auch hassmotivierte Übergriffe auf Minderheiten.

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Neukölln neben Schöneberg Zentrum LGBTI-feindlicher Übergriffe

Bereits vor wenigen Tagen hatte sich ebenfalls in Neukölln ein homophober Übergriff ereignet: Am Samstagmorgen war ein 38-Jähriger in einem Schnellrestaurant am Hermannplatz von einem Unbekannten schwulenfeindlich beleidigt und mit der Faust geschlagen worden (queer.de berichtete). In Neukölln werden nach Schöneberg die meisten Übergriffe mit homo- oder transfeindlichem Hintergrund in Berlin registriert, im vergangenen Jahr hat sich die Zahl der beim Antigewaltprojekt Maneo gemeldeten Fälle zu Neukölln sogar verdoppelt (queer.de berichtete). Der Bezirk selbst will unter anderem mit einem Queerbeauftragten gegen Hasskriminalität vorgehen (queer.de berichtete).

In Berlin werden anders als in anderen deutschen Städten mögliche homo- oder transfeindliche Hintergründe von Straftaten gezielt in den Polizeiberichten publik gemacht. Die Polizei und Staatsanwaltschaft der Hauptstadt besitzen eigene Ansprechpartner für sexuelle und geschlechtliche Minderheiten. (pm/dk)



#1 TomDarkProfil
  • 06.06.2019, 23:19hHamburg
  • Ich weiß, ich wiederhole mich. Trotzdem:

    Jedem, dem diese Stadt zu bunt, offen, tolerant und vielfältig ist, kann sich doch wieder dorthin zurückziehen, wo er hergekommen ist oder meint, sich wohler zu fühlen!

    Dieser Ort ist wirklich eine der wenigen, wo jeder so leben und sein kann, wie er ist. Und das hat Berlin schon immer ausgemacht.

    Das letzte was wir dort brauchen, ist wieder ein Klima der Angst, Hass und Gewalt.

    Wünsche diesen Schwachköpfen, dass sie bald die Kraft finden, um bei ihren eigenen Problemen anzufangen!
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#2 LakrizAnonym
  • 07.06.2019, 08:01h
  • Was soll man dazu sagen? Und das sind nur 2 berichtete Angriffe. Ich habe vor paar Wochen was ähnliches am Bahnhof erlebt, wo ich und ein Bekannter von mehreren jungen Männern angegriffen, bespuckt und betreten wurden. Keinen hat das interessiert, weder die Bahn-Sicherheit noch die Polizei noch die Bundespolizei. Soviel dazu. Manchmal sollte man es also wohl lieber selbst in die Hand nehmen und zusammen zurückschlagen
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#3 LotiAnonym
  • 07.06.2019, 08:33h
  • Antwort auf #1 von TomDark
  • Ich habe 16 Jahre mitten in der sogenannten Prollgegend von Neukölln gelebt, mit überwiegend deutschen und türkischen Arbeiterfamilien. Von 1985 bis 2001. Es gab weder Gewalt gegen Schwule noch sonst dergleichen. Egal wo man hinging. Wir Nachbarn im Haus halfen einander. Meine Nachbarschaft begann sich dann schlagartig rapide zu verändern. Sehr zum Nachteil. Allein bei mir im Haus gab es zwei türkische Familien und selbst diese zogen es vor wegzuziehen aus der Gegend. Lange wurde einfach weggeschaut, bis diese arabischen Clans ganze Straßenzüge wie z.B. die Sonnenallee voll im Griff hatten. Heute meide ich die Gegend, wie der Teufel das Weihwasser.
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