https://queer.de/?33777
Staatsschutz ermittelt
Berliner Polizei meldet zwei LGBTI-feindliche Übergriffe
Der Staatsschutz ermittelt nach zwei Übergriffen, die nach Angaben der Polizei möglicherweise einen homophoben Hintergrund haben.

Die Berliner Polizei meldet anders als in anderen deutschen Städten mögliche homo- oder transfeindliche Hintergründe von Straftaten gezielt in Polizeiberichten (Bild: Polizei Berlin / Youtube)
- 6. Juni 2019, 07:37h 2 Min.
Laut dem Polizeibericht von Berlin haben sich am Mittwoch zwei Straftaten mit möglicherweise LGBTI-feindlichem Hintergrund in Tiergarten und Neukölln ereignet. So sei ein 41 Jahre alter Mann in einem Bus der Linie 187 in Höhe des Spreeweges in Tiergarten gegen 15 Uhr von einem unbekannten Mann in russischer Sprache homophob beleidigt worden, bevor er den Bus verlassen habe. Der Mann alarmierte nach dem Vorfall umgehend die Polizei.
Der zweite Fall habe sich gegen 20 Uhr im Bezirk Neukölln ereignet. Ein Zeuge alarmierte demnach am Abend die Polizei, nachdem er einen gewalttätigen Streit zwischen mehreren Personen in der Sonnenallee beobachtet hatte. "Im Zuge der Auseinandersetzung soll einer der Männer einen anderen Mann, der ein Kleid trug, mit der Faust ins Gesicht geschlagen haben", heißt es im Polizeibericht. Ein homophober Hintergrund könne nicht ausgeschlossen werden, so die Polizei, alle Beteiligten seien noch unbekannt.
In beiden Fällen übernimmt der Staatsschutz des Landeskriminalamts die Ermittlungen. Der Polizeiliche Staatsschutz ist für die Verhinderung und Bekämpfung politisch motivierter Straftaten verantwortlich, zu den Aufgabenfeldern gehören auch hassmotivierte Übergriffe auf Minderheiten.
Neukölln neben Schöneberg Zentrum LGBTI-feindlicher Übergriffe
Bereits vor wenigen Tagen hatte sich ebenfalls in Neukölln ein homophober Übergriff ereignet: Am Samstagmorgen war ein 38-Jähriger in einem Schnellrestaurant am Hermannplatz von einem Unbekannten schwulenfeindlich beleidigt und mit der Faust geschlagen worden (queer.de berichtete). In Neukölln werden nach Schöneberg die meisten Übergriffe mit homo- oder transfeindlichem Hintergrund in Berlin registriert, im vergangenen Jahr hat sich die Zahl der beim Antigewaltprojekt Maneo gemeldeten Fälle zu Neukölln sogar verdoppelt (queer.de berichtete). Der Bezirk selbst will unter anderem mit einem Queerbeauftragten gegen Hasskriminalität vorgehen (queer.de berichtete).
In Berlin werden anders als in anderen deutschen Städten mögliche homo- oder transfeindliche Hintergründe von Straftaten gezielt in den Polizeiberichten publik gemacht. Die Polizei und Staatsanwaltschaft der Hauptstadt besitzen eigene Ansprechpartner für sexuelle und geschlechtliche Minderheiten. (pm/dk)















Jedem, dem diese Stadt zu bunt, offen, tolerant und vielfältig ist, kann sich doch wieder dorthin zurückziehen, wo er hergekommen ist oder meint, sich wohler zu fühlen!
Dieser Ort ist wirklich eine der wenigen, wo jeder so leben und sein kann, wie er ist. Und das hat Berlin schon immer ausgemacht.
Das letzte was wir dort brauchen, ist wieder ein Klima der Angst, Hass und Gewalt.
Wünsche diesen Schwachköpfen, dass sie bald die Kraft finden, um bei ihren eigenen Problemen anzufangen!