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Australien

Homophober Rugby-Star fühlt sich wegen seines christlichen Glaubens diskriminiert

Israel Folau wurde vergangenen Monat nach homophoben Tiraden vom australischen Rugbyverband gefeuert. Dagegen klagt der evangelikale Christ – er sei wegen seines Glaubens benachteiligt worden.


Israel Folau will weiterhin Homo­sexuellen die Hölle wünschen und Rugby spielen (Bild: Screenshot Fox Sports)

  • 6. Juni 2019, 15:01h 16 2 Min.

Das australische Rugby-Ausnahmetalent Israel "Izzy" Folau hat nach seinem Rausschmiss durch den Dachverband Rugby Australia rechtliche Schritte eingeleitet. Vor einem Arbeitsgericht reichte der evangelikale Christ am Donnerstag eine Entschädigungsklage ein. Der Verband habe seinen bis 2022 laufenden Vertrag unrechtmäßig gekündigt, heißt es darin. Der Rausschmiss sei ein Fall verbotener Diskriminierung aufgrund seiner Religion gewesen.

Der 30-Jährige hatte unter Berufung auf seine christlichen Überzeugungen wiederholt homosexuellenfeindliche Äußerungen getätigt. Das Fass zum Überlaufen brachte im April eine Instagram-Botschaft an die Adresse von Trinkern, Homosexuellen, Ehebrechern, Atheisten und anderen Personengruppen. Ihnen prophezeite der Sportstar: "Die Hölle wartet auf Euch" (queer.de berichtete). Darauf feuerte der Verband seinen Starspieler wegen eines besonders schweren Bruchs der internen Verhaltensregeln (queer.de berichtete).

Folau beruft sich auf Antidiskriminierungsgesetz


Dieser Eintrag auf Instagram führte zur Entlassung Folaus

Die Anwälte Folaus verwiesen auf das Arbeitsschutz- und Anti­diskriminierungs­gesetz "Fair Work Act", wonach Ungleichbehandlung am Arbeitsplatz aufgrund der religiösen Überzeugungen verboten ist. "Kein Australier, was auch immer er glaubt, sollte gefeuert werden, nur weil er seine Religion ausübt", erklärte Folau in einer schriftlichen Stellungnahme. Er bedankte sich für die "große Unterstützung" in den letzten Wochen – und erklärte, er mache sich Sorgen um sein Land: "Viele Australier sehen, wie ihre Grundrechte langsam ausgehöhlt werden."

Folau verlangt vom Rugbyverband eine "substanzielle Entschädigung". Sein über vier Jahre dauernder Vertrag war vier Millionen Dollar (2,5 Millionen Euro) wert.

Der Sportler zählt zu den besten australischen Rugby-Spielern dieses Jahrzehnts. Er wurde 2014, 2015 und 2017 mit der John Eales Medal als bester Spieler des Jahres ausgezeichnet – kein anderer Sportler gewann den Preis so oft. (dk)

-w-

#1 Sven100Anonym
  • 06.06.2019, 17:40h
  • Israel ist tonganischer Abstammung, erzogen bei den Mormonen und später konvertiert in eine strenge Pfingstkirche (Assemblies of God).

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#2 Gerlinde24Ehemaliges Profil
  • 06.06.2019, 18:16h
  • Ich nenne das Chuzpe! Selbst Homosexuelle diskriminieren, aber, wenn sein eigener Verein ihn rauswirft, weil sie genug von seinen homophoben Tiraden haben, schreit Herr Folau plötzlich, dass er wegen seines "Glaubens" diskriminiert wird. Irrtum, Herr Faules Au, alle haben genug von Ihrer Homophobie. Australien ist, wie Neuseeland, kein homophobes Land (wenn die Aussis auch konservativ sind). Geht das in Ihr religiotisches Spatzenhirn hinein?
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#3 lindener_H_BLN
  • 06.06.2019, 18:52hBerlin
  • eine Gesellschaft muss sich entscheiden, ob religiöse Ideologien und deren aggressive Verbreitung über dem Gesetz stehen dürfen. Meine Meinung ist da klar, nämlich: NEIN
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