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Australien

Homophober Rugby-Star fühlt sich wegen seines christlichen Glaubens diskriminiert

Israel Folau wurde vergangenen Monat nach homophoben Tiraden vom australischen Rugbyverband gefeuert. Dagegen klagt der evangelikale Christ – er sei wegen seines Glaubens benachteiligt worden.


Israel Folau will weiterhin Homosexuellen die Hölle wünschen und Rugby spielen (Bild: Screenshot Fox Sports)

Das australische Rugby-Ausnahmetalent Israel "Izzy" Folau hat nach seinem Rausschmiss durch den Dachverband Rugby Australia rechtliche Schritte eingeleitet. Vor einem Arbeitsgericht reichte der evangelikale Christ am Donnerstag eine Entschädigungsklage ein. Der Verband habe seinen bis 2022 laufenden Vertrag unrechtmäßig gekündigt, heißt es darin. Der Rausschmiss sei ein Fall verbotener Diskriminierung aufgrund seiner Religion gewesen.

Der 30-Jährige hatte unter Berufung auf seine christlichen Überzeugungen wiederholt homosexuellenfeindliche Äußerungen getätigt. Das Fass zum Überlaufen brachte im April eine Instagram-Botschaft an die Adresse von Trinkern, Homosexuellen, Ehebrechern, Atheisten und anderen Personengruppen. Ihnen prophezeite der Sportstar: "Die Hölle wartet auf Euch" (queer.de berichtete). Darauf feuerte der Verband seinen Starspieler wegen eines besonders schweren Bruchs der internen Verhaltensregeln (queer.de berichtete).

Folau beruft sich auf Antidiskriminierungsgesetz


Dieser Eintrag auf Instagram führte zur Entlassung Folaus

Die Anwälte Folaus verwiesen auf das Arbeitsschutz- und Antidiskriminierungsgesetz "Fair Work Act", wonach Ungleichbehandlung am Arbeitsplatz aufgrund der religiösen Überzeugungen verboten ist. "Kein Australier, was auch immer er glaubt, sollte gefeuert werden, nur weil er seine Religion ausübt", erklärte Folau in einer schriftlichen Stellungnahme. Er bedankte sich für die "große Unterstützung" in den letzten Wochen – und erklärte, er mache sich Sorgen um sein Land: "Viele Australier sehen, wie ihre Grundrechte langsam ausgehöhlt werden."

Folau verlangt vom Rugbyverband eine "substanzielle Entschädigung". Sein über vier Jahre dauernder Vertrag war vier Millionen Dollar (2,5 Millionen Euro) wert.

Der Sportler zählt zu den besten australischen Rugby-Spielern dieses Jahrzehnts. Er wurde 2014, 2015 und 2017 mit der John Eales Medal als bester Spieler des Jahres ausgezeichnet – kein anderer Sportler gewann den Preis so oft. (dk)



#1 Sven100Anonym
  • 06.06.2019, 17:40h
  • Israel ist tonganischer Abstammung, erzogen bei den Mormonen und später konvertiert in eine strenge Pfingstkirche (Assemblies of God).

    Noch Fragen?
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#2 Gerlinde24Ehemaliges Profil
  • 06.06.2019, 18:16h
  • Ich nenne das Chuzpe! Selbst Homosexuelle diskriminieren, aber, wenn sein eigener Verein ihn rauswirft, weil sie genug von seinen homophoben Tiraden haben, schreit Herr Folau plötzlich, dass er wegen seines "Glaubens" diskriminiert wird. Irrtum, Herr Faules Au, alle haben genug von Ihrer Homophobie. Australien ist, wie Neuseeland, kein homophobes Land (wenn die Aussis auch konservativ sind). Geht das in Ihr religiotisches Spatzenhirn hinein?
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#3 lindener1966Profil
  • 06.06.2019, 18:52hHannover
  • eine Gesellschaft muss sich entscheiden, ob religiöse Ideologien und deren aggressive Verbreitung über dem Gesetz stehen dürfen. Meine Meinung ist da klar, nämlich: NEIN
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#4 typischAnonym
#5 fnekAnonym
  • 06.06.2019, 20:42h
  • Meine Mutter ist sehr religiös (evangelikal) und findet Homosexualität persönlich eklig. Trotzdem befürwortet sie die Homoehe, Adoption durch Homosexuelle und allgemein gleiche Rechte für Paare, unabhängig vom Geschlecht. Warum?
    Weil sie die vollständige Trennung von Religion und Staat fordert und die Macht von Kirchen/Moscheen usw. auf das Hausrecht innerhalb der eigenen Immobilien beschränkt sehen möchte. Politik und Religion verderben sich gegenseitig und ein Glauben, der nur aus Opportunität oder Zwang ausgeübt wird, weil es staatliche oder gesellschaftliche Vorteile bringt, ist für sie wertlos.
    Darum muss für sie auch jeder Mensch die Möglichkeit haben, seinen Glauben frei zu wählen wie auch die Möglichkeit, ihn zu verlassen, ohne Probleme zu bekommen.
    Gewalttätige religiöse (und nichtreligiöse) Gruppen gehören für sie verboten und aufgelöst. Getragen wird diese Überzeugung u. a. von der Auffassung, dass jeder Mensch nur für sich allein vor Gott verantwortlich sei und nicht für andere und auch, dass Jesus einen Gottesstaat nicht gewollt hätte ("Mein Reich ist nicht von dieser Welt").
    Sie ist dann auch deshalb schon einmal aus einer Kirchengemeinde als Mitglied wie auch als Angestellte geflogen, weil die die alleinige Deutungshoheit des Pastors nicht akzeptieren wollte. Leider hat sie seitdem keinen Jpb mehr gefunden.
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#6 AFD-WatchAnonym
  • 06.06.2019, 20:44h
  • "Folau verlangt vom Rugbyverband eine "substanzielle Entschädigung". Sein über vier Jahre dauernder Vertrag war vier Millionen Dollar (2,5 Millionen Euro) wert."

    Ist Habgier nicht eine der Todsünden?
    Ausgerechnet jemand, der meint, anderen Menschen der Todsünde zu bezichtigen und sie belehren zu müssen, und für sein Verhalten die Quittung bekommt, begeht selber eine Todsünde?

    ""Kein Australier, was auch immer er glaubt, sollte gefeuert werden, nur weil er seine Religion ausübt"

    Wo bleibt denn Recht, von den Glaubensvorstellungen anderer verschont zu bleiben und seine "Nicht-Religion" "auszuüben"?
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#7 Alexander_FAnonym
  • 06.06.2019, 21:29h
  • Es ist immer wieder süß, wie wild die religiösen Schneeflöckchen um sich schlagen, wenn man sie einmal für ihre Worte in die Pflicht nimmt.

    Höre, Israel (Sch'ma Israel): Leute wie du haben ganz andere Dinge angestellt, als sie noch an der Macht waren, und ihr würdet genau dasselbe wieder tun, wenn ihr es wärt. Sei lieber froh, dass wir Ungläubigen es euch nach Jahrhunderten nicht mit gleicher Münze heimzahlen, sonst wärst du längst auf einem Scheiterhaufen. Das wäre aber schon allein wegen des dadurch entstehenden CO² die Sache nicht wert.
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#8 Roman BolligerAnonym
#9 WombatAnonym
  • 07.06.2019, 12:11h
  • Christlich: Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst. (Wird aber schwierig, wenn einer von Selbsthass zerfressen ist).

    Aber nicht: Diskriminiere und hasse Deinen
    Nächsten weil Du freiwillig ein homophober Blödarsch bist.
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#10 WombatAnonym
  • 07.06.2019, 12:12h
  • Die Evangelikalen outen sich oft als die rückständigen "Taliban" des Christentums.
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