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Kommentare zu:
Bundestagsdebatte: Was tun gegen Homo- und Transphobie?


#1 FinnAnonym
  • 07.06.2019, 18:52h
  • Eigentlich ist doch jedem nachdenkenden Menschen klar, was getan werden muss. Es muss nur endlich mal das Gelaber und ewige Debattieren aufhören und endlich konkret gehandelt werden.

    Gegen Homo- und Transphobie hilft nur:

    1. Mehr Aufklärung an Schulen

    Denn was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr.

    Und das betrifft nicht nur Sexualkunde, sondern auch Fächer wie Geschichte, Politik, Sozialkunde, Erdkunde, etc., wo man z.B. über Homoverfolgung im Dritten Reich oder noch heute in anderen Staaten aufklären kann. Oder z.B. auch mal in den Sprachen eine Lektüre mit LGBTI-Thema lesen.

    2. Aktionsplan gegen Homo- und Transphobie

    Man kann z.B. mit entsprechenden Werbeaktionen viel bewirken. Es sei nur daran erinnert, wie damals in der HIV-Anfangsphase dieser legendäre Kondom-Werbespot mit Hella von Sinnen und Ingolf Lück ("Tina, wat kosten die Kondome?") wirklich etwas in Gang gesetzt hat.

    3. Volle rechtliche Gleichstellung

    Auch davon geht ein Signal aus, das direkt und indirekt die Gesellschaft beeinflusst. Wie will man erwarten, dass die Gesellschaft LGBTI voll akzeptiert, wenn es nicht mal der Staat tut?
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#2 Carsten ACAnonym
  • 07.06.2019, 19:07h
  • Es wäre jetzt eine historische Chance, endlich etwas zu tun und ganz konkrete Verbesserungen für LGBTI durchzusetzen.

    Denn die SPD könnte momentan so ziemlich alles von der Union verlangen und ansonsten mit dem Ende der Groko drohen. Für die SPD wäre ein Ende dieser Koalition, die die SPD nur immer mehr in den Ruin treibt eh das beste.

    Aber für die Union kämen Neuwahlen jetzt zur Unzeit: die Umfragen sind für die Union schlechter denn je und haben einen Trend nach unten; die Beliebtheit von AKK ist im freien Fall; dazu noch die diversen Skandale in Frau von der Leyens Ressort, etc. etc. etc.

    Die Union hat panische Angst vor Neuwahlen und ist noch nicht dazu bereit. Und die haben immer wieder bewiesen, dass sie für den Machterhalt auch zu inhaltlicher Flexibilität bereit sind.

    Was die SPD jetzt als Minimum fordern sollte:

    - ein generelles und komplettes Verbot sog. "Konversions-Therapien", denn da geht es um Menschenleben

    - eine längst überfällige Reform der rechtlichen Situation Trans- und Intersexueller, die die Forderungen der Betroffenen umsetzt

    - eine Reform des Abstammungsrechts, um endlich die letzten Diskriminierungen, die durch die Eheöffnung entstanden sind, zu beenden

    - ein Ende der Ausnahmen im AGG, das seinen Namen nicht verdient, so lange es manchen Gruppen explizit Diskriminierung erlaubt

    Das ist das Minimum, was die SPD jetzt für den Fortbestand der Groko verlangen sollte. Eine Reform von Art. 3 GG, etc. wären auch wichtig, aber obige 4 Punkte sind das absolute Minimum. Und sollte die Union sich darauf nicht einlassen, gibt es halt Neuwahlen. Das schadet vor allem der Union, weswegen sie wohl einlenken würden, wie sie immer wieder bewiesen haben. Zumal auch die Union eigentlich weiß, dass sie diese Dinge nur noch verzögern, aber nicht mehr verhindern kann.

    Sollte die SPD allerdings nicht darauf bestehen, wissen wir, dass ihr LGBTI egal sind.
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#3 feli491Anonym
  • 07.06.2019, 19:19h
  • Es wäre schon mal ein schöner Anfang, wenn CDU/CSU/SPD aufhören würden, ihre geplante Reform des TSG als "Erfolg" zu bewerben, denn für die Betroffenen ist es das nicht...
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#4 Bonifatius49Anonym
  • 07.06.2019, 19:42h
  • Antwort auf #3 von feli491
  • Das mittlerweile 13 von 16 Bundesländer einen Aktionsplan aufgelegt haben , war mir noch nicht bekannt. Ich dachte, das es weniger Bundesländer sind, aber freut mich.

    In welchen drei Bundesländern fehlen denn noch Aktionspläne neben dem Bund ?

    --------------

    Ansonsten gilt : mitlerweile kann man aus LSBTI-Sicht mit allen Parteien im Bundestag gut auskommen, das gilt auch für die CDU/CSU, die in den 2010er einen sehr erfreulichen Wandlungsprozess durchlaufen hat und wo auch viele CDU-Politiker der Ehe für alle zugestimmt haben wie Peter Altmaier, Ursula von der Leyen, Jens Spahn, Marco Luczak, Monika Grütters, Christina und Ole Schröder, Friedrich Merz, Volker Bouffier, Ingo Senftleben, Mike Mohring oder auch Peter Tauber.

    ABER die AfD ist für mich eine Mistpartei, die als einzige Partei im Bundestag eine Rückgängigmachung der Ehe für alle mit eigenem Gesetzentwurf eingebracht hat und diesbezüglich teile ich absolut die Einschätzung der Queerredaktion. Wenn es nach mir geht, kann die AfD sofort aus allen Parlamenten RAUS ! Die anderen Parteien im Bundestag können bleiben.

    Ich finde es schlimm, das so eine Partei wie die AfD überhaupt im Bundestag ist und wenn ich an die drei Landtagswahlen im Herbst denke, da wird mir schon richtig schlecht...
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#5 feli491Anonym
  • 07.06.2019, 19:59h
  • Antwort auf #4 von Bonifatius49
  • Du redest davon, dass auch CDU/CSU für LGBTI wählbar seien. In diesem Kürzel sind auch T für transgender und I für intersexuell. Was hat denn die Partei für diese Personengruppen getan, seitdem sie vor 14 Jahren wieder an die Macht gelangte? Eine VERBESSERUNG des TSG auf den Weg gebracht? Im Gegenteil, sie hat sich immer mit Händen und Füßen dagegen gewehrt und auch der aktuelle Entwurf trägt eindeutig ihre Handschrift (mit freundlicher Unterstützung der SPD). Intersexuelle Menschen werden immer noch regelmäßig direkt nach ihrer Geburt zwangsoperiert, ein Umstand, den man gesetzlich stoppen könnte, wie von Verbänden oft genug gefordert wurde. Auch da kommt von CDU/CSU - nichts.

    Hinzu kommt dann noch das Elternrecht, das es gleichgeschlechtlichen Partner*innen verbietet, dass sie bei der Geburt des Kindes automatisch als Eltern anerkannt werden. Stattdessen müssen sie das langwierige Adoptionsverfahren auf sich nehmen.

    Und dann noch einmal die Erinnerung, dass die Parteivorsitzende gerne Stimmung gegen ALLE aus der LGBTI-Community macht, sei es mit unzutreffenden Vergleichen oder mit erbärmlichen Witzen.

    Also hör bitte auf, Mist als Gold zu verkaufen
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#6 TimonAnonym
#7 TheDadProfil
#8 niewiederCDUAnonym
  • 07.06.2019, 23:51h
  • Es ist immer wieder haarsträubend wie ignorant die CDU ihre Monologe herunter betet, völlig gleichgültig darüber wie sich die Lage in der Gesellschaft zeigt.

    -AfD? Ach, was soll's, die sind ja noch keine Mehrheit (Sarkasmus).
    -Gewalt gegen die LSBTTIQ? Wir haben schon genug getan, jetzt wollen diese Minderheit noch mehr? Es gibt wichtigeres (Sarkasmus).
    -Klimawandel? Äh, das war schon immer so, da können wir ja nichts dafür (Sarkasmus).
    -Kohleausstieg? Oooh, ne, das ist schlecht. Der Stromverbrauch wird ansteigen und damit auch der Strompreis sowie der CO2 Ausstoß - das ist alles kompliziert - lassen wir das noch weiter laufen - so circa bis 2050 könnte das aber geregelt sein... <> (Sarkasmus).
    -Kritik der Jugend? Wehe, einer wagt es, dann aber mindestens 500.000.... äh, ach so, das ist ja Meinungsäußerung - wir sind dagegen, denn wir machen alles gut <> (Sarkasmus).
    -schlechte Wahlergebnisse? Ach, wir haben so viele Wähler/innen, das juckt uns... fast nicht. Immer weiter so (Sarkasmus).
    -Rede an der Harvard? Klar, immer, wir sind schließlich die Besten und wir können auch ganz gut ein Lied unbemerkt in die Rede einfließen lassen, und den Zuhörern Honig um den Mund schmieren, so dass es einfach nur entzücken kann (Sarkasmus).

    ©BuntesUndSchönes
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#9 niewiederCDUAnonym
  • 08.06.2019, 00:01h
  • Mit der Union ist da wohl nicht viel zu machen. Ich bin für Neuwahlen.

    Danke an die Grünen für ihren unermüdlichen Einsatz :-) Auch in Bezug zu dem viel zu schlechten Gesetz über Flüchtlinge, die abgeschoben werden sollen. Auch da stellen sich die Grünen dagegen.

    Bezüglich der Homo- und Transphobie:
    Es müsste mehr Sicherheitskräfte in der Öffentlichkeit geben: in Bussen, Bahnen, Zügen, an Bahnhöfen, an Orten, wo sich Menschenmengen sammeln können.
    Und dann endlich die völlige Gleichstellung, inklusive Schutz der sexuellen Identität im GG.

    Aber dazu müssen wohl die Grünen in der Regierung sein - ohne die Union.

    ©BuntesUndSchönes
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#10 Patroklos
#11 alter schwedeAnonym
  • 08.06.2019, 11:42h
  • AfD-Politiker Martin Reichardt . - . erklärte, dass die Initiativen zum Schutz von LGBTI überflüssig seien. "Die Homosexuellen in unserer Partei, die sind genau das, was sie sind", behauptete Reichardt.

    Dann ist ja alles bestens Herr Reichardt. Wenn die zehn homosexuellen Mitglieder in der AfD genau das sind was sie sind, gibts doch nichts mehr zu meckern. (Was sind die eigentlich? Pasteurisiert narkotisiert oder schon geheilt?)

    Sie müßten einfach mal realisieren Herr Reichardt, daß zehn homosexuelle AfD-Mitglieder nicht für die Mehrheit der in Deutschland lebenden LGBTI sprechen, respektive stehen.

    Wenn Sie mal einen Blick auf die Wahlergebnisse der letzten Bundestagswahl werfen Herr Reichardt, sehen Sie da bei der AfD knapp 13% notiert. Bei den kleinen Zahlen Herr Reichardt, bedeutet dies, das diese Partei nicht von der Mehrheit der Wähler gewählt wurde, sondern von Leuten die vergessen haben ihren KdF-Küchenkalender aus dem Jahr 1935 gegen einen Sparkassenkalender aus dem Jahr 2019 auzutauschen. .

    Deshalb ist es letztendlich auch unerheblich was Sie für überflüssig halten. Die in Ihrer Partei vorhandenen Schwulen ruhen sowieso in blauer Selbstzufriedenheit.
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#12 Vater
  • 08.06.2019, 14:20h
  • Wo finde ich den Videolink zu besagter Debatte?

    Ich würde mich sehr freuen, wenn jemand von Euch das Video verlinkt .
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#13 TimmiAnonym
  • 08.06.2019, 14:35h
  • Die CDU ist leider (nach wie vor) für Queere nicht wählbar.
    Dafür muss man sich nur die "Versprecher" wie jene von AKK anhören, das Bauchgrummeln von Merkel damals oder das regelmäßige Abstimmverhalten von Unionsabgeordneten bei Queer-affinen Themen.
    Die SPD ist leider (wie in vielen Dingen) weniger mutig als es ihr eigentlich zu Gesicht steht ... da wäre mehr drin, Genossen!
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#15 steffdaAnonym
  • 09.06.2019, 01:11h
  • Die Bildunterschrift:
    "Der Bundestag nahm sich kurz vor den Pfingstferien eine gute halbe Stunde Zeit, um über LGBTI-Rechte zu debattieren"

    ...sollte richtigerweise heißen..

    "Ein kleiner Teil der Bundestagsabgeordneten nahm sich kurz vor den Pfingstferien eine gute halbe Stunde Zeit, um über LGBTI-Rechte zu debattieren"

    ...was dann auch den Stellenwert dieses Themas für die Politik zeigt.
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#16 TheDadProfil
  • 09.06.2019, 11:39hHannover
  • Antwort auf #8 von niewiederCDU
  • ""-Kohleausstieg? Oooh, ne, das ist schlecht. Der Stromverbrauch wird ansteigen und damit auch der Strompreis sowie der CO2 Ausstoß - das ist alles kompliziert - ""..

    Vor allem dann wenn sich die Leute darüber aufregen daß die EU 100-Watt-Birnen verbietet, und die Leute damit auf einem Umweg "zwingt" Strom zu sparen indem sie sich LED's in die Lampen schrauben..

    Hat eigentlich mal jemand hochgerechnet wie viele Atomkraftwerke sofort abgeschaltet werden können, wenn alle Straßenbeleuchtungen in der BRD auf LED umgestellt werden ?

    Oder wie viele Kohlekraftwerke überflüssig sind, wenn der Kunde überflüssige Verbraucher wie TV-Geräte im Stand-by einfach mal abschaltet ?

    Der Energie-Verbauch steigt auch nicht wirklich..

    Beim Umstieg auf ein Elektro-Auto z.B. wird die Energie-Erzeugung einfach nur von der eigenen verbauten Maschine, die übrigens sehr ineffizient arbeitet, auf eine viel größere Maschine zur Stromerzeugung hin verlagert, die dann auch noch effizienter arbeitet..

    Ein PKW-Motor hat nämlich eine Energie-Effizienz von um die 30 Prozent..
    Ein Kraftwerk um die 60 Prozent, und bei konsequenter Nutzung der Abwärme über Fernwäme-Nutzung steigt sie auf über 80 Prozent..

    Strompreise unterliegen dann aber nicht nur Steuern und Gebühren, und irgendwelchen "Öko-Umlagen" die auch nichts weiter als Steuern und Gebühren sind, sondern auch einem Markt..

    Dieser Markt ist einfach "unüberschaubar"..
    Vor allem für Kunden..

    Befasst man sich damit, wird man feststellen daß an der "Strom-Börse" in Leipzig beispielsweise Energie von den Erzeugern angeboten, und von den gleichen Erzeugern gekauft wird..

    Das macht Strom einfach nur teurer..
    Und steigert dabei auch die Gewinne..

    Strom der in der BRD an den Kunden geht ist um die 30 Prozent teurer, als der Strom den ein französischer Kunde bezieht..

    Frankreich aber bezieht seinen Anteil an importierten Strom zu über 50 Prozent allein aus der BRD..
    Der hier für den Kunden teuer ist, für den französischen Kunden aber 30 Prozent billiger..

    Daraus kann man die Idee entwickeln, die 30 Prozent "Mehr-Kosten" für den deutschen Verbraucher sind nichts weiter als "ungerechtfertigte Gewinne" der Strom-Konzerne..

    Das diskutiert in der Politik aber niemand..
    AUCH die Grünen nicht..

    Und wo bleibt dann auch hier der "Protest" des Wähler*s um die Parteien dazu zu zwingen die richtigen Diskussionen zu führen ?

    Das gilt beim Strom, wie auch bei den Mieten, und vor allem bei den Rechten der Bürger, denn es ist einfach unerträglich das es in diesem Staat immer noch Politik gibt, die eine freie und gleichberechtigte Gesellschaft zu verhindern sucht, und sich damit auch offen gegen die Forderungen und die Aufträge aus der Verfassung positioniert..
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#17 TheDadProfil

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