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"Überholtes Gesetz"

Bhutan legalisiert Homosexualität

Die Nationalversammlung des südasiatischen Königreichs stimmte am Freitag auf Vorschlag des Finanzministers für die Abschaffung des Anti-Homo-Paragrafen.


Tempel in Bhutan (Bild: Göran Höglund (Kartläsarn) / flickr)

Großer Erfolg für Bhutans kleine LGBTI-Bewegung: Die Nationalversammlung des südasiatischen Königreichs stimmte am Freitag für die Abschaffung der beiden Strafrechtsparagrafen 213 und 214, die "unnatürlichen" und gleichgeschlechtlichen Sex mit Gefängnisstrafen zwischen einem Monat und einem Jahr ahnden. Formal muss noch der Nationalrat, die vom König ernannte zweite Kammer des Parlaments, zustimmen.

Die Legalisierung homosexueller Handlungen geht auf einen Vorschlag von Finanzminister Lyonpo Namgay Tshering zurück. Das "überholte Gesetz" sei "ein Dorn im Auge internationaler Menschenrechtsorganisationen", erklärte der Politiker gegenüber der Zeitung "The Bhutanese". Verurteilungen wegen Homosexualität sind in dem buddhistischen Königreich nicht bekannt. Aktivist*innen der LGBTI-Organisation Rainbow Bhutan feierten den Beschluss vor dem Parlament.

The Parliament (NA) just decriminalised homosexuality in Bhutan by removing clauses 213 & 214!!! Thank you!!!!! Dear…

Gepostet von Namgay Zam am Freitag, 7. Juni 2019
Facebook / Namgay Zam | Überglückliche Aktivist*innen vor dem Parlament

Bhutan hat etwa die Größe der Schweiz, doch leben in dem vom Himalaya geprägten Binnenland zwischen Indien und China nur rund 725.000 Menschen. LGBTI sind kaum sichtbar, ihre Rechte werden bislang in keinem einzigen Bereich anerkannt. Reisen nach Bhutan sind nur mit gebuchten Touren und in Begleitung eines lizenzierten Führers möglich. (cw)



#1 tchantchesProfil
#2 Der Kreis 2019Anonym
#3 Patroklos
#4 Ralph
  • 09.06.2019, 11:43h
  • Es ist gerade angesichts des in dieser Weltgegend immer giftiger werdenden Klimas (Brunei, Malaysia, Indonesien, Philippinen) fast ein Wunder, dass dort in einem kleinen Land doch noch Vernunft Platz greifen kann. Ich wage die Behauptung, dass diese Reform bei muslimischer oder christlicher Bevölkerung und Regierung nicht möglich gewesen wäre, schon gar nicht der erfolgreiche Hinweis auf die internationale Kritik an der fortbestehenden Strafbestimmung. Da der König seinen Untertanen allen Ernstes "Glück" gesetzlich verordnet hat, möchte er anscheinend Schwule davon nicht länger ausschließen.
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#5 Sven100Anonym
  • 09.06.2019, 12:46h
  • Antwort auf #4 von Ralph
  • "Ich wage die Behauptung, dass diese Reform bei muslimischer oder christlicher Bevölkerung und Regierung nicht möglich gewesen wäre"

    In welchem CHRISTLICHEN asiatischen Land ist Homosexualität verboten?
  • Antworten » | Direktlink »
#6 MariposaAnonym
#7 TheDadProfil
  • 09.06.2019, 13:38hHannover
  • Antwort auf #5 von Sven100
  • ""In welchem CHRISTLICHEN asiatischen Land ist Homosexualität verboten?""..

    Bevor Du eine solche Antwort einforderst definiere zunächst einmal "christliches Land", und beweise das es solche Länder mit Ausnahme des Vatikan-Staates irgendwo gibt..

    Der daraus gezogene Umkehrschluß eines "islamischen Staates" bezüglich der "Religion" (!) ist dabei ebenso falsch wie der dabei implizierte Fehlschluß der Existenz von "hinduistischen" ,oder "buddhistischen Ländern"..

    Und wieso sich dann eigentlich auf Asien fokussieren, wo das Gegenbeispiel vielleicht woanders zu finden sein wird ?
    Zum Beispiel in einem direktem Nachbarstaat Brasiliens..

    Guyana..

    de.wikipedia.org/wiki/Homosexualit%C3%A4t_in_Guyana

    Das einzige Land in Südamerika, umgeben von Staaten in denen Ehe-Freiheit vorherrschen..
    In Guyana haben wir es mit folgender Bevölkerungs-Struktur zu tun :

    Anteile der Religionen an der Bevölkerung:

    56,7 % Christen, davon
    17,0 % Pfingstler
    8,1 % Katholiken
    7,0 % Anglikaner
    5,0 % Siebenten-Tags-Adventisten
    1,7 % Methodisten
    1,1 % Zeugen Jehovas
    17,9 % andere Christen
    und
    28,8 % Hindus
    7,3 % Muslime
    4,3 % Atheisten
    0,5 % Rastafaris
    0,1 % Bahai
    1,3 % andere

    Gesetzeslage :
    ""Während lesbische Kontakte straffrei sind, werden schwule Kontakte in Guyana nach § 352 des Criminal Law (Offences) Act als grobe Unzucht von einem Mann mit einem anderen Mann, entweder öffentlich oder privat, mit Freiheitsstrafe bis zu 2 Jahren bestraft. Für versuchten Analverkehr beträgt die Strafe 10 Jahre, für vollzogenen Analverkehr ist eine lebenslange Freiheitsstrafe nach §§ 353354 möglich.

    Gleichgeschlechtliche Paare werden staatlicherseits nicht anerkannt. In Guyana ist weder eine gleichgeschlechtliche Ehe noch eine eingetragene Partnerschaft gesetzlich zugelassen. Ein Antidiskriminierungsgesetz zum Schutz der sexuellen Orientierung existiert nicht.""..

    Übrigens..
    Paragraphen im Dreihunderter-Bereich deuten überwiegend auf einen "Britischen Ursprung" der Strafgesetzgebung hin..
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#9 Ralph
  • 10.06.2019, 10:45h
  • Antwort auf #5 von Sven100
  • Da das Christentum in Asien dünn gesät ist, solltest Du selbst gemerkt haben, dass es mir in meiner Aussage um christliche Bevölkerung geht und nicht um asiatische. Schau also ruhig mal nach Uganda, Simbabwe oder in andere christlich geprägte Länder Afrikas, schau in die Karibik. Du wirst in beiden Weltgegenden reichlich Länder finden, deren christliche Bevölkerung extrem homofeindlich ist.
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#10 AFD-WatchAnonym