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"Als Mann und Frau schuf er sie"

Vatikan erklärt trans und inter Menschen den Krieg

Die katholische Bildungskongregation verurteilt in einem offiziellen Dokument, dass Menschen ihr Geschlecht wählen oder wechseln können – und fordert für Betroffene "therapeutische Interventionen".


Katholiische Bischöfe in Rom (Archivbild) (Bild: Lothar Wolleh / wikipedia)

Der Vatikan hat in einem offiziellen Dokument eine "Gender-Ideologie" kritisiert, wonach Menschen ihr Geschlecht wählen oder wechseln können. Transsexualität und Intergeschlechtlichkeit "führen zu einer männlich-weiblichen Zweideutigkeit, die auf widersprüchliche Weise diesen sexuellen Unterschied voraussetzt, den sie zu leugnen oder zu überwinden trachtet", heißt es in einem 30-seitigen Papier der Bildungskongregation für die katholische Lehre, das am Montag vorgestellt wurde.

Das Dokument namens "Als Mann und Frau schuf er sie" wendet sich gegen eine Tendenz, "die Unterschiede zwischen Mann und Frau auszulöschen, indem man sie als bloße historisch-kulturelle Konditionierung versteht". Die "fiktive Konstruktion eines neutralen oder dritten Geschlechts" stehe dem Prozess der Bildung einer reifen Persönlichkeit im Weg. Der Text ist als Leitfaden für Lehrer an katholischen Schulen gedacht.

Natur und Kultur gerieten "in einen Gegensatz"

Der Vatikan kritisierte insbesondere, dass "sexuelle Orientierung" vom biologischen Geschlecht losgelöst gesehen werde. "Natur und Kultur" gerieten immer mehr "in einen Gegensatz", wenn der Begriff Gender "von der subjektiven Haltung der Person abhängig gemacht wird, die auch ein Geschlecht wählen kann, das nicht ihrer biologischen Sexualität entspricht". Das Dokument weiter: "Dieses Oszillieren zwischen männlich und weiblich endet als bloße Provokation gegen die sogenannten traditionellen Vorstellungen." Zu Menschen, deren Geschlecht durch Chromosomen nicht eindeutig bestimmt wird, fordert die Bildungskongregation "therapeutische Interventionen". Diese sei nach "objektiven" Kriterien durch Mediziner zu erfolgen, nicht nach "beliebigen Entscheidungen" von Eltern oder Gesellschaft.

Der offizielle Leitfaden betont außerdem, dass die Ehe ein Bund zwischen Mann und Frau sei, und nennt die Familie "eine anthropologische Tatsache", die man vor "ideologisch motivierten Zersetzungsversuchen" schützen sollte. Kinder hätten ein Recht darauf, "in einer Familie aufzuwachsen, mit einem Papa und einer Mama".

Queere Katholiken: "Der Vatikan bleibt im Mittelalter"

Der Verband New Ways Ministry, der für die LGBTI-Rechte in der katholischen Kirche einsteht, kritisierte das Papier als "schädliches Werkzeug". Die "Fehlinformation in dem Dokument wird dazu führen, dass Familien ihre Kinder ablehnen" Lesben, Schwule und trans Menschen weiter diskriminiert würden. Das Geschlecht werde "nicht nur durch sichtbare Genitalien bestimmt", heißt es in einer Mitteilung, "sondern auch durch Genetik, Hormone und Chemie – Dinge, die bei der Geburt nicht sichtbar sind". "Der Vatikan bleibt im Mittelalter, fördert die falsche Lehre und stützt sich auf Mythen, Gerüchte und Unwahrheiten." (cw/dpa)



#1 BobAachenProfil
#2 AlsoneAnonym
  • 11.06.2019, 05:53h
  • Als Atheist habe ich für den Verein (katholische) Kirche überhaupt kein Verständnis. Wer dahin geht, ist selber Schuld, wenn er verarscht oder - wegen bestimmter Sachen, z.B. Sexualität - beleidigt wird.

    KEIN MENSCH BRAUCHT RELIGION!!!

    Wenn man, wie ich, etwas verachtet, sollte man sachlich vorgehen. Schließlich will man sich nicht auf das gleiche Niveau absenken.
    Die Überschrift dieses Artikels ist unsachlich und polemisch wie kirchliche Äußerungen. Man könnte sie wählen, wenn die Schweizer Garde mit ihren Waffen tatsächlich trans und inter Menschen angreifen würden.
    Das ist ja zum Glück nicht der Fall.
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#3 TimmiAnonym
  • 11.06.2019, 05:57h
  • Auch schön in Kombination mit dem Bild! Bunt mit floralen Mustern und viel Rosa angezogene Männer, beim international größten Arbeitgeber Homosexueller arbeitend, setzen sich für traditionelle Rollenmuster zwischen den Geschlechtern ein.
    Es ist zum Davonlaufen.
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#4 Miguel53deProfil
  • 11.06.2019, 06:06hOttawa
  • Der Vatikan erklärt auch Gott selbst den Krieg. Denn Ihm hat es gefallen, auch intersexuelle Menschen zu schaffen.

    Das zu leugnen, obwohl es nun wirklich auch körperlich sichtbar ist, heißt, Gott vorzuschreiben, was er kreiert hat und was nicht.

    Alte Männer in Kleidern aus Samt, Seide und manchmal Hermelin, sollten keinen Einfluss mehr auf die Öffentlichkeit haben.
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#5 FliegenAnonym
#6 Ketzer
  • 11.06.2019, 07:09h
  • Antwort auf #1 von BobAachen
  • Schön wär's. Weltweit hat die Römisch-Katholische Kirche derzeit ca. 1.313.000.000 Mitglieder - Tendenz steigend.

    de.wikipedia.org/wiki/R%C3%B6misch-katholische_Kirche#Verbre
    itung


    Allein in Deutschland sind es 23.300.000 (gleiche Quelle).

    Zu glauben, keine_r von denen höre hin, wenn ihnen ihre oberste Führung Wichtiges mitzuteilen hat, ist blanke Vogel-Strauß-Politik.

    Im übrigen, Krieg nur als konkrete Waffengewalt Mensch gegen Mensch zu definieren, halte ich für reichlich blauäugig. NATÜRLICH ist das eine Kriegserklärung.

    Ach ja, übrigens ist in Deutschland die nach wie vor hauptsächlich führende Partei eine "christliche".

    All diese Zahlen und Fakten sind nicht irrelevant, sondern äußerst besorgniserregend. Und wir dürfen hier auf keinen Fall, wie in der Bibel so schön gefordert, freiwillig auch noch die andere Wange hinhalten. Es wird Zeit für eine massenhafte Abstimmung mit den Füßen:

    www.kirchenaustritt.de/

    und mit Kreuzchen bei den Wahlen für eine nicht christlich orientierte Partei. Aber natürlich auch nicht für die AfD.

    Machen wir diesem mittelalterlichen Spuk endlich den Garaus - zumindest da, wo wir es können, nämlich in unserem eigenen Land. Wir brauchen eine religionsfreie, humanistisch orientierte, moderne Politik. JETZT!
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#7 Gerlinde24Ehemaliges Profil
#8 Gerlinde24Ehemaliges Profil
#9 Homonklin44Profil
  • 11.06.2019, 08:20hTauroa Point
  • Na dass die auf ihrem selektiv ausgrenzenden Weltbild weiter thronen, und meinen, ihre traditierte Kultur hätte den Ton anzugeben, nachdem die Menschen kuschen mögen, ist ja kein Wunder.
    Was anderes, als mit solchen Beharrungen stets wachsendem Weltbewusstseeten, haben die nicht mehr in ihren Gardinenkleidchen-Ärmeln.

    Dabei sind sie auch nur eine Sekte von Fantasierern und Mythensammlern, die meinen, etwas, das sie selber erschaffen haben, hätte mehr Macht, als Natur.

    Und hier ist ne Ehe halt auch die Verbindung aus Frau und Frau oder Mann und Mann! Ällebäätsch!
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#10 dellbronx51059Anonym
  • 11.06.2019, 08:34h
  • Schon dieses Bild mit den katholischen Fummeltrinen ist doch schon der grösste Witz.
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