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Capital Pride

Massenpanik beim CSD Washington: Hetero-Mann zieht Luftpistole

Sieben Menschen wurden beim Pride in der US-Hauptstadt verletzt, nachdem ein Mann eine Waffe gezogen hatte.


Auf sozialen Netzwerken warnten Nutzer vor einer Schießerei – eine Falschmeldung, wie sich später herausstellte

Beim Capital Pride, dem CSD in der US-Hauptstadt Washington, ist es am Samstag zu einem schweren Zwischenfall gekommen: Hunderte Besucher flohen plötzlich panisch durch die Straßen, weil sie annahmen, dass ein Attentäter um sich schießt. Bei der Panik wurden laut Medienberichten sieben Menschen leicht verletzt und mussten im Krankenhaus behandelt werden. Zeugen sagten aus, sie hätten Schüsse gehört.

Twitter / JohnAndresRiley | Auf Twitter verbreiteten sich schnell Bilder der Massenpanik

In Wirklichkeit sind laut Polizei keine Schüsse gefallen. Anlass für die Panik war offenbar ein heterosexueller Mann: Der 38-jährige Aftabjit S. bedrohte laut Polizei während der Parade einen Mann mit seiner Luftpistole – dabei handelt es sich um eine wie eine echte Pistole aussehende Sportwaffe, die kleine Metall-Kugeln abschießt und insbesondere aus der Nähe zu erheblichen Verletzungen führen kann. Umherstehende Menschen hielten die Waffe für echt und flohen panikartig in alle Richtungen. CSD-Besucher machten die Polizei auf den Mann aufmerksam, die ihn dann stoppte und festnahm, außerdem wurde die Waffe sichergestellt.

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Hetero: Jemand hat meine Freundin angemacht

Nach Polizeiangaben erklärte S., ein anderer Mann habe seine 43-jährige Freundin angemacht. Deshalb habe er zur Abschreckung die Waffe gezogen. Seine Freundin wurde ebenfalls vorläufig festgenommen, weil sie einen Polizisten attackiert haben soll. Der 38-Jährige soll sich nun wegen illegalen Führens einer Waffe verantworten.

Luftwaffen dürfen auch in Deutschland an Erwachsene ohne Waffenscheine verkauft werden. Sie dürfen aber nicht in der Öffentlichkeit getragen werden.

2016 war ein damals 20-Jähriger in Los Angeles festgenommen worden, weil er sich mit Sturmgewehren und Bombenmaterial zur CSD-Parade aufgemacht hatte (queer.de berichtete). Der Waffennarr wurde später zu über sieben Jahren Haft verurteilt (queer.de berichtete). (dk)

Direktlink | Die Massenpanik schaffte es auch in die US-Abendnachrichten



#1 PetterAnonym
  • 11.06.2019, 12:24h
  • Auch wenn kein Schuss gefallen ist, kann ich (gerade auch nach Orlando & Co) gut verstehen, dass alleine schon das Ziehen einer Waffe zu Panik führt, die gerade bei Großveranstaltungen dramatisch ändern kann.

    Insofern muss dieser Irre härtestmöglich bestraft werden. Ich weiß nicht, welche Strafen in den waffen-liebenden USA nur für das Ziehen einer Waffe möglich sind, wenn dadurch solche Folgen entstehen; aber der mögliche Rechtsrahmen sollte weitestgehend ausgeschöpft werden und vielleicht sollte man auch mal nachdenken, ob so jemand kein Fall für die Psychiatrie ist.
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#2 BobAachenProfil
#3 RWTHAnonym
  • 11.06.2019, 18:08h
  • "Jemand hat meine Freundin angemacht"

    Und? Auch das rechtfertigt nicht, eine Waffe zu zücken.

    Wenn das überhaupt so war: es gibt ja auch so gewisse Leute, die schon einen Blick als "Anmache" empfinden.
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#4 TomDarkProfil
  • 11.06.2019, 19:14hHamburg
  • In einem Land, in dem schon jeder Zweite mit einer Knarre lebt, müsste so etwas eigentlich Alltag sein.

    Es ist sowieso nur noch eine Frage der Zeit bis diese Gesellschaft dort kollabiert.

    Die Geschichte zeigt, dass jedes Imperium von den selben Mustern zerstört wird, mit denen es geschaffen wurde.

    Trump ist nur ein Beispiel.
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