Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://www.queer.de/detail.php?article_id=33815
Home > Kommentare

Kommentare zu:
Bewaffnete Neo-Nazis schwenken Hakenkreuzfahnen beim CSD Detroit


#1 PetterAnonym
  • 11.06.2019, 13:30h
  • Dass überhaupt schon das Zeigen solch widerlicher Flaggen in den USA unter "freier Rede" fällt, ist eine Pervertierung der Idee von Freiheitsrechten. Denn diese finden eigentlich ihre Grenzen genau dort, wo andere in ihren Freiheiten eingeschränkt werden.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 LordWilliamByronAnonym
  • 11.06.2019, 14:07h
  • Antwort auf #1 von Petter
  • Da kann ich Dir nur Recht geben. Das ist nicht nur unglaublich, sonder in größter Weise unverständlich ! Ich finde es aber schon lächerlich, daß man in diesem Land auf fremde Fahnen urinieren darf oder sie zerstören und andersrum, wehe jemand achtet Ihre Fahne zu wenig oder stellt damit was an. Wie schön das es immer zweierlei Recht gibt !
  • Antworten » | Direktlink » | zu #1 springen »
#3 Alexander_FAnonym
#4 zundermxeAnonym
  • 11.06.2019, 20:53h
  • Antwort auf #3 von Alexander_F
  • Is ne klare Pervertierung von Meinungsfreiheit wenn Geschichte, Ideologie und beispielloser Horror mit Hackenkreuz und Hilter-Gruß propagiert werden dürfen in direkter Nähe zur ehemaligen und aktuell potentiellen Opfergruppe.

    Stell Dir einfach vor, dass da welche statt Hackenkreuz-Fahne eine IS-Fahne gehabt hätten. Glaubst wirklich die Polizei hätte das als freie Meinungsäußerung zugelassen?!
  • Antworten » | Direktlink » | zu #3 springen »
#5 Alexander_FAnonym
  • 11.06.2019, 22:55h
  • Antwort auf #4 von zundermxe
  • Es wäre nach amerikanischem Recht immer noch von der Meinungsfreiheit gedeckt. Ich will nicht sagen, dass ich es damit in irgendeiner Weise gutheiße, dass diese Fahne gezeigt wird. Auch bedeutet Meinungsfreiheit keineswegs, dass man nicht die Folgen dafür in Kauf nehmen muss, die es mit sich bringt, solch eine Meinung kundzugeben, wie beispielsweise dieser Braunauer-Postkartenmaler-Fanclub vielleicht in einer dunklen Seitengasse von ein paar freundlichen Afroamerikanern oder Latinos ein paar sehr ernste Worte zu hören bekommen werden.

    Wir Deutschen haben immer einen gewissen Hang zur Zensur und meinen, indem man das Zeichen verbiete, verschwinde auch die Meinung, die dahinter steckt. Dem ist aber nicht so, wie man in Sachsen beispielsweise sehr gut beobachten kann. Ich bin deshalb dafür, solche Zeichen ungestraft zeigen zu dürfen. Ungestraft im Sinne von ohne juristische Konsequenzen. Die sozialen sind eine andere Sache, und ich glaube sogar, dass die Strafe genug sind, wenn nicht sogar mehr, als ein paar Tagessätze wegen einem Fähnchen.

    Und zu deinem Beipiel mit der IS-Fahne kann ich auch nur dasselbe sagen: wer damit wedelt, zeigt nur, was für ein großes Arschloch er ist und diskreditiert sich in erster Linie selbst und gibt sich ohne Mummenschanz als Sympathisant von Mörderbanden zu erkennen, und das mit gutem, verfassungsmäßig garantiertem Recht. Es gibt eben ein Recht auf Selbstmord, auch auf gesellschaftlichen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #4 springen »
#6 Gerlinde24Ehemaliges Profil
  • 12.06.2019, 06:10h
  • Antwort auf #1 von Petter
  • Was erwartest Du von einem so "zivilisiertem" Land wie den USA? Da galt bis vor wenigen Jahrzehnten die Ermordung von Afroamerikanern als "Freizeitbeschäftigung", die in einigen Staaten nicht verfolgt wurden. Kinder dürfen heute noch mit der Bibel in Hausschulen indoktriniert werden, und legal homosexuelle und transsexuelle Jugendliche von den Eltern auf die Straße geworfen oder verprügelt werden (bis hin zu Mord), und selten greift jemand ein, weil es als "natürliches Elternrecht" angesehen wird, die eigenen Kinder zu disziplinieren.
    Und warum das alles?
    Weil Fernsehprediger und Nazis (überspitzt gesagt, der politische Arm der Religioten) erlaubt gegen uns hetzen dürfen.
    Jimmy Swaggard, ein bekannter Fernsehprediger mit eigenem Fernsehkanal, sagte einmal in einer Predigt, dass er einen Mann erschießen würde, der ihn küssen würde.
    Dr. Dobson, der von "Focus on the Family", sagt in seinen Büchern und Radiosendungen, dass laut Bibel Homosexuelle den Tod verdient haben.
    Mel White, der Gründer von Soulforce, einer queerfreundlichen christlichen Organisation, und selber schwul, erzählte einmal, wie bei einer Fernsehshow in Seattle, Washington, ein Prediger vor der Aufzeichnung ihm sagte, dass er den Tod laut Leviticus verdient hat. Als Mr. White ihn fragte, ob er den Job (ihn zu töten) übernehmen will, sagte der Prediger, dass man dazu "gottgefällige Männer" in Regierungen wählen soll.
    So, wie eine Warnung auf Zigarettenpackungen, so sollte man auch Warntafeln vor jeder Kirche aufstellen: "Vorsicht! Beim Betreten dieses Gebäudes laufen Sie Gefahr, den Verstand zu verlieren!"
  • Antworten » | Direktlink » | zu #1 springen »
#7 Gerlinde24Ehemaliges Profil
  • 12.06.2019, 06:12h
  • Antwort auf #2 von LordWilliamByron
  • Die Nazis wollten provozieren, wollten sich als Opfer hinstellen, die von den bösen Schwulen attackiert wurden. Oder was glaubst Du, warum deren Anwälte mit Kameras unterwegs bei der Demo waren?
    Wäre ihr Kalkül aufgegangen, hätten Stadt, Staat und Initiatoren des CSD sich mit hohen Geldforderungen der Nazis beschäftigen müssen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #2 springen »
#8 Lukas9117Anonym
  • 12.06.2019, 09:14h
  • Einfach wiederlich,noch dazu hat dieses land im 2 WK gegen die menschen die diese Flagge erfunden haben gekämpft
  • Antworten » | Direktlink »
#9 LotiAnonym
#10 LotiAnonym
#11 zundermxeAnonym
  • 12.06.2019, 14:50h
  • Antwort auf #5 von Alexander_F
  • Logisch, zumindest für mich, muss ich da klar widersprechen.

    Der Grund warum ich das Beispiel mit der IS-Fahne angeführt habe, liegt darin zu zeigen, dass auch in den USA die Meinungsfreiheit praktisch ihre Grenzen hat. Niemals würde die Polizei dort IS-Fahnen von einer Gruppe von Männern, die teilweise sogar vermummt sind, dulden oder tolerieren.
    Dieses Beispiel verdeutlicht die unterschiedliche Wertung und leider in den USA auch Einstellung zu rechtem Gedankengut im Gegensatz bspw zum IS oder zu sozialistischen Gruppen. In den USA ist der Übergang vom gewollten aufrechten Patrioten zum Nationalisten sehr, sehr fließend.
    Was da als Meinungsfreiheit gegenüber dem äußerst rechten Spektrum verkauft wird ist in Wahrheit die Akzeptanz in weiten Teilen der Gesellschaft (natürlich je nach Bundesstaat unterschiedlich ausgeprägt). Die bis heute nicht im Ansatz gelösten alltäglichen Probleme mit Rassismus bis in Behörden, Militär und Polizei sind erschreckend aber fast schon gelebte Normalität. Nicht überall, aber viel zu oft und verwoben um es als Ausnahmen zu bezeichnen.

    Diese Art der Meinungsfreiheit ist kein Vorbild, sondern ein besonders abschreckendes Beispiel für Ignoranz des Staates gegenüber den Opfern von Rassismus und Nationalismus gestern und heute. Und das bezieht sich in diesem Zusammenhang ausdrücklich erstmal nur auf die USA selbst.

    Aber zurück zum Verbot von bestimmten Symbolen und politischen Vereinigungen in Deutschland.
    Eine soziale Gruppe definiert und regelt sich u.a. über Normen und Wertvorstellungen. Im Fall eines Staates werden die dann zumindest teilweise auch in Gesetzen erfasst.
    Dies hat u.a. den Sinn die Gruppe als solche aber vor allem auch die Einzelnen vor Unrecht, Willkür und Gewalt zu schützen. Hieraus erwachsen Rechte und Pflichten.

    Wenn das Hackenkreuz verboten ist, bedeutet das nicht, dass irgendwer ernsthaft hofft, dass damit extrem rechtes Gedankengut für immer keine Anhänger*innen findet. So naiv war und ist niemand.
    Es bedeutet den Großteil unserer Gesellschaft nach innen und aussen zu schützen indem das Zeichen für Mord, Folter und unvergleichbare Menschheitsverbrechen nicht gezeigt werden darf da aufgrund eben unserer Geschichte dieses Zeichen selbst Gewalt ist. Pure Gewalt.
    Das Hackenkreuz ist nach 45 eindeutiger und zweifelsfreier als zuvor DAS Synonym für Staatsterror und Zerstörung von freiem Leben auf jede erdenkliche abartige Weise. Im Gegensatz zu vor 45 kann danach niemand mehr ernsthaft behaupten, dass das Hackenkreuz nicht für jede Demokratie verfassungsfeindlicher ist als alles andere.
    Das Hackenkreuz zu zeigen ist in erster Linie niemals eine freie Meinungsäußerung, die eine freie Gesellschaft als solche sehen und tolerieren sollte. Es zu zeigen ist ein Bekenntnis diesen Staat abzulehnen und zerstören zu wollen. Ebenso die Menschen zerstören zu wollen, die dem Gedankengut des Hackenkreuzes nicht entsprechen oder dem widersprechen.
    Es öffentlich zeigen zu dürfen wäre Provokation, Werbung, Drohung, Verhöhnung und Geschichtsrelativierung in einem.
    Es würde zwangsläufig zur weiteren Verrohung der Gesellschaft führen.
    So wie Mord und die Anstiftung dazu verboten ist, ist demnach auch völlig logischerweise ein Symbol zu verbieten, dass wie kein anderes dafür steht und zu Hass, Gewalt und Mord geführt hat und wieder führen könnte.
    Finde nicht allzu viel gut, was Adenauer gemacht hat. Das er aber über die Forderung der Alliierten die NSDAP weiterhin zu verbieten hinaus auch ein Großteil der Symbole verbieten ließ, ist gestern wie heute richtiger als irgendetwas sein kann.
    Alles beginnt und begann mit Worten, Büchern und Symbolen, die viele nicht ernst nehmen woll(t)en bis es zu spät ist und war.
    Meinungsfreiheit kann und darf nie bedeuten Symbole und Worte zu tolerieren, die u.v.a.m. konkret eben jene Meinungsfreiheit vernichten wollen. Das nennt sich Perversion.

    Wer diese Symbole braucht um rechtes Gesindel zu erkennen oder hofft diese würden sich selbst damit sozial stigmatisieren, unterschätzt Wirkung und Aussagekraft von Symbolen.
    Öffentlich legalisiert würde das Hackenkreuz noch mehr als die teils erlaubten abgewandelten Symbole das genaue Gegenteil bewirken. Innerhalb würde es stärken und das Bewusstsein erzeugen schon immer auf der richtigen Seite der Geschichte gewesen zu sein. Außerhalb würde es zumindest teilweise als gar nicht so schlimm da ja nun wieder legal aufgefasst werden können. Nicht in jeder Schule oder Familie findet so etwas wie Geschichts- und Politikbildung statt.
    Die von Dir vermutete soziale Stigmatisierung fände, wenn überhaupt, daher nur bei einem Teil der Menschen statt.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #5 springen »
#12 Gerlinde24Ehemaliges Profil
  • 13.06.2019, 06:42h
  • Antwort auf #11 von zundermxe
  • Sie würden es nicht dulden, nicht wegen der Flagge an sich, sondern, weil die ISIS in den USA zu Recht als Terrororganisation gilt, aber auch, weil in den USA mittlerweile eine antiislamische Stimmung (vor allem in Kleinstädten und ländlichen Gebieten) vorherrscht, Dank Trump und seinem Hass auf alles, was nicht wie er tickt.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #11 springen »
#13 TheDadProfil
  • 13.06.2019, 11:20hHannover
  • Antwort auf #12 von Gerlinde24
  • Interessanterweise KEIN Wort zur Israelischen Flagge..

    War es nicht Trump der erst vor kurzem einen lang gehegten Plan des Umzuges der US-Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem in die Tat umgesetzt hat ?

    Trotzdem misslingt der Administration im Verbrennen der Israelischen Flagge den GLEICHEN menschenfeindlichen Angriff zu erkennen wie im Verbrennen der Pride-Flagge..

    Wer Menschenrechte mit "unterschiedlichen Gewichtungen" betrachtet hat sie nicht verstanden..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #12 springen »

» zurück zum Artikel