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Drei Jahre nach Anschlag

US-Abgeordnete wollen "Pulse" zum Nationaldenkmal machen

Vor genau drei Jahren fanden bei dem Anschlag auf den LGBTI-Club "Pulse" in Orlando 49 Menschen den Tod. Weltweit wird an diesen Tag erinnert.


In sozialen Netzwerken werden die Bilder der im "Pulse" getöteten Menschen gezeigt (Bild: HRC)

LGBTI-Aktivisten und Politiker gedenken am Mittwoch den Opfern des Anschlags auf den LGBTI-Club "Pulse". Der islamistisch motivierte Attentäter Omar Mateen hatte am 12. Juni 2016 49 Menschen in dem beliebten Club erschossen und 53 verletzt. Diese Woche haben die beiden aus der Region um Orlando stammenden US-Kongressabgeordneten Darren Soto und Stephanie Murphy erklärt, dass sie das "Pulse" zum Nationaldenkmal erklären wollen, um den Opfern des damals schlimmsten Massakers mit Feuerwaffen in den USA zu gedenken (seither ereignete sich das Las-Vegas-Massaker, bei dem im Herbst 2017 insgesamt 58 Menschen getötet und rund 900 Menschen verletzt wurden).

Sollten die Abgeordneten das Gesetz durchbringen, würde das Pulse Teil des staatlichen Nationalpark-Systems, könnte aber weiter von der wohltätigen Organisation OnePulse Foundation betrieben werden. Dann könnte das geplante Gedenkzentrum auf staatliche Subventionen hoffen. "Es ist ein wichtiger Schritt, um ein historisches LGBT-Wahrzeichen zu erhalten – in einer Zeit, in denen viele von ihnen verschwinden", erklärte Soto. "Das Denkmal soll eine Erinnerung sein, wie wir zusammengekommen sind, um uns [von der Tat] zu erholen und den Hass zu überwinden." Der 41-jährige Abgeordnete will ein entsprechendes Gesetz bis Juni 2020 durchs Parlament bringen.

Twitter / OrangeCoSheriff | Auch die Polizei begrüßt die Initiative der Abgeordneten Soto und Murphy

US-Generalkonsulin in Frankfurt: "Homosexualität ist kein Verbrechen"

In Deutschland erinnerte die in Frankfurt ansässige US-Generalkonsulin Patricia Lacina an den Anschlag: "Leider gibt es in vielen Teilen dieser Welt noch immer Gewalt, Schikanen, Bedrohungen und Einschüchterungen gegen LGBTIQ und ihre Unterstützer. Dies ist nicht richtig", sagte die Diplomatin. "Homosexualität ist kein Verbrechen. Alle Menschen müssen ihre elementaren Rechte und fundamentalen Freiheiten ohne Furcht wahrnehmen können."

Kai Klose, der Hessische Minister für Soziales und Integration, ergänzte, dass dieser Angriff die gesamte Gesellschaft aufrütteln müsse: "Das Hassverbrechen von Orlando richtete sich gezielt gegen die hispanische LGBT-Community in Orlando – und damit gegen die Menschlichkeit und gegen uns alle. Menschen mussten sterben, weil sie liebten, wie sie liebten, und weil sie waren, wer sie waren" sagte der Grünenpolitiker. "Die Opfer von Orlando glaubten sich in einem geschützten Rahmen. Das erschüttert eine freiheitliche Gesellschaft in ihren Grundfesten. Deswegen machen wir uns weiterhin überall dafür stark, dass Menschen friedlich, respektvoll und im Vertrauen füreinander und miteinander leben können." (dk)

Twitter / glaad | Amerikanische LGBTI-Organisation erinnern an die Opfer des Anschlags

Twitter / splcenter | Die Bürgerrechtsorganisation SPLC zitiert Ex-Präsident Barack Obama: "Das war ein Anschlag auf die LGBT-Community. Amerikaner wurden angegriffen, weil wir ein Land sind, das gelernt hat, jeden willkommen zu heißen, egal wer man ist und wen man liebt."

Twitter / RepBarbaraLee | Auch Politiker sagen: "Genug ist genug"



#1 FinnAnonym
  • 13.06.2019, 09:46h
  • Ja, das wäre gut.

    Diese Opfer dürfen niemals vergessen werden...

    Sie werden immer fehlen...
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#2 PetterAnonym
  • 13.06.2019, 11:58h
  • Wenn man nochmal die Fotos all der Opfer so zusammengestellt sieht, kommen einem gleich wieder dieselben Gefühle der Trauer und Wut von damals hoch. Und es läuft einem wieder eiskalt den Rücken runter...
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#3 gute IdeeAnonym