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Kommentare zu:
Wilhelm Wieben ist tot


#1 BLSJAnonym
#2 ThommyAnonym
  • 13.06.2019, 13:21h
  • Kleiner Hinweis: Er wurde in Hennstedt geboren.
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  • Anm. d. Red.: Danke für den Hinweis. Wir haben den Fehler korrigiert.
#3 LotiAnonym
  • 13.06.2019, 14:18h
  • Antwort auf #1 von BLSJ
  • Ich glaube nicht, das dies auch unbedingt nötig ist. Denn Wilhelm Wieben hat nach Beendigung seiner beruflichen Laufbahn überhaupt kein Hehl daraus gemacht. Arme Dagmar Berghoff. Nun fehlt ihr jemand in der regelmäßigen Kartenspielrunde. Lieber Wilhem, RIP Du warst mir ein dufter Kumpel, wie man in Berlin sagt.
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#4 Bonifatius49Anonym
  • 13.06.2019, 15:03h
  • Antwort auf #3 von Loti
  • Ach ja was waren das für Zeiten in den frühen 1990er, als ich noch Student an der Universität war, und Wieben sich outete und dort eine Coming-Out-Welle über Deutschland in den frühen 1990er "hinwegfegte". Die Gespräche am Schwulen Autonomen ASTA-Referat am Freitag vormittag sind mir noch gut in Erinnerung und auch Wieben und Meysel waren damals Thema.

    Heute längst eine Selbstverständlichkeit in Deutschland, wenn Menschen sich öffentlich zu ihrer sexuellen Orientierung bekennen und mittlerweile sind selbst standesamtliche Hochzeiten in ländlicher Region eine Normalität, wie ich selbst 2011 in meiner kleinen ländlichen Heimatstadt feststellen durfte, und wie dort viele Gratulanten aus meinem niedersächsischen katholischen Heimatdorf und aus der Schulzeit vom Gymnasium vor dem Standesamt gratulierten.

    Wo ich aber noch immer Ressentiments bei einigen Gesellschaftsschichten verstärkt auch im Jahre 2019 beobachte, so ist dies zum einem bei Migrationsfamilien aus Osteuropa/Naher Osten und ansonsten in der einheimischen Bevölkerung beim Thema "Kindererziehung durch verheiratete Männerpaare".

    Da könnte ich einige Namen in meinem Umfeld nennen, die mir im Laufe meines Lebens negativ in Bezug auf "Kindererziehung durch Männerpaare" aufgefallen sind. Die standesamtliche Hochzeit eines homosexuellen Paares wird von Ihnen akzeptiert, aber nicht wenn ein verheiratetes Männerpaar auch eine Familie mit Kindern gründen will.

    Vielleicht liegt es einfach daran, das es zu wenige verheiratete Männerpaare mit Kindern gibt; und das liegt wiederum daran, dass die gemeinschaftliche Adoption nichtleiblicher Kinder erst 2017 in Deutschland endlich erlaubt wurde und Leihmutterschaften leider in Deutschland immer noch gesetzlich verboten sind.
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#5 FaktencheckAnonym
  • 13.06.2019, 15:26h
  • Antwort auf #3 von Loti
  • "Ich glaube nicht, das dies auch unbedingt nötig ist. Denn Wilhelm Wieben hat nach Beendigung seiner beruflichen Laufbahn überhaupt kein Hehl daraus gemacht."

    Nach dieser Logik hätte man auch nicht erwähnen müssen, dass er Tagesschausprecher war. Es geht hier doch nicht darum, jemanden posthum zu outen, sondern in einem Nachruf die wichtigsten Fakten zur Person zu nennen und dabei nichts zu verschweigen. Wiebens Coming-Out war zu seinen Lebzeiten eine Nachricht wert. Aber nach seinem Tod soll das plötzlich unbedeutend sein?
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#6 LotiAnonym
  • 13.06.2019, 16:34h
  • Antwort auf #5 von Faktencheck
  • Da hast Du mich vielleicht missverstanden. Ich lebe offen schwul und tue dies auch kund, wenn es notwendig ist. Und so habe ich Wilhelm Wiebken auch zu Lebzeiten gesehen. Zudem kannte ich so einige ältere Männer, die nie ihr Schwulsein je auch nur laut in der Öffentlichkeit ausgesprochen hätten. Sicherlich ist es gerade heute enorm wichtig, darauf hinzuweisen. Das weiß ich auch. Doch wissen wir, ob es dem Verstorbenen schon zu Lebzeiten auch solch ein Anliegen war? Deshalb glaube ich nicht, das es Aufgabe seines ehem. Arbeitgebers ist, gerade jetzt darauf hinzuweisen. Man soll den Toten ehren. Nochmal, jeder der ihn kannte, wußte auch von seiner Veranlagung. Ich hoffe mich halbwegs verständlich ausgedrückt zu haben.
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#7 KetzerEhemaliges Profil
  • 13.06.2019, 16:54h
  • Antwort auf #4 von Bonifatius49
  • Bemerkenswert, wie Du Dir da wieder Deine ganz eigene Pippi-Langstrumpf-Realität zusammenschwadronierst...

    "Heute längst eine Selbstverständlichkeit in Deutschland, wenn Menschen sich öffentlich zu ihrer sexuellen Orientierung bekennen"

    Ganz abgesehen davon, dass man sich in der Regel zu etwas "bekennt", das peinlich ist oder mit Schuld zu tun hat (und somit widersprichst Du Dir durch die Wahl der Formulierung praktischerweise gleich selbst) - in was für einem Elfenbeinturm lebst Du denn? Ach, ich vergaß, Dich interessiert ja immer nur, wie es DIR geht bzw. was DIR nützt. Wie es anderen Menschen geht, hat Dich nach all dem, was Du hier seit Jahren so schreibst, ja noch nie interessiert.

    Statt dessen jubelst Du die nach wie vor in der GESAMTEN Bevölkerung vorhandene Alltagshomophobie* mal eben ausschließlich Migrationsfamilien unter (Deine Nähe zur AfD ist ja bekannt, obwohl Du sie stets so hartnäckig leugnest) und postulierst, es gebe nur deshalb "zu wenige verheiratete Männerpaare mit Kindern", weil die Gesetzeslage ein Dir passenderes Bild verhindert. Auf den Gedanken, dass nicht alle Schwulen heiraten und/oder Kinder haben wollen, kommst Du in Deinem stockspießigen Gesellschaftsbild natürlich gar nicht erst.

    * Zum einen empfehle ich auch Dir die Lektüre dieses Buches:

    www.querverlag.de/ich-hab-ja-nichts-gegen-schwule-aber/

    - zum anderen bestes aktuelles Beispiel: in der als liberal geltenden 76.000-Einwohner-Universitätsstadt Marburg gibt es seit neuestem ein paar schwule und lesbische Ampelpärchen. Unter der gerade mal 1 Stunde alten Facebook-Meldung

    www.facebook.com/marburg.stadt/photos/a.683721078306198/2511
    379945540293/?type=3&theater


    überschlagen sich die homophoben Kommentare - und zwar von "ganz normalen Bürger_innen" und nicht irgendwelchen Migrant_innen.

    Also lass bitte das Geschwafel à la "Heute ist ja alles Friede, Freude, Eierkuchen - nur die bösen, bösen Migrant_innen, und zu wenig schwule Paare mit Kindern gibt es auch" einfach stecken.
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#8 Bonifatius49Anonym
  • 13.06.2019, 18:18h
  • Antwort auf #7 von Ketzer
  • @Ketzer
    "Also lass bitte das Geschwafel à la "Heute ist ja alles Friede, Freude, Eierkuchen - nur die bösen, bösen Migrant_innen, und zu wenig schwule Paare mit Kindern gibt es auch" einfach stecken."

    Erstens das wir eine unterschiedliche Wahrnehmung seit Jahren haben, das ist mir bereits bestens vertraut.

    Zweitens das in Bezug auf Migrationsfamilien eine erhöhte Homophobie und bei islamischen Migrationsfamilien zudem eine erhöhter Antisemitismus im Vergleich zur deutschen Gesellschaft vorhanden ist, ist Fakt und hat auch nichts mit meinerseitiger Hetze gegen Migranten zu schaffen, sondern liegt schlichtweg daran, das die Menschen in Osteuropa in Bezug auf LSBTI-Personen und in Nordafrika/Naher Osten in Bezug auf LSBTI-Personen und Juden anders dort vom Staat/von der Religion geprägt werden.

    In Osteuropa herrschen orthodoxe Kirchenprediger vor und in Nordafrika/Naher Osten sind es Imame und Moscheen, da gibt es nicht ein solches LSBTI-freundliches Fernseh- und Radioprogramm, wie wir es bei ARD, ZDF, RTL, ProSieben, Radio Berlin-Brandenburg, RadioBremen seit den 1990er beginnend mit Hella von Sinne, Georg Uecker bei der Lindenstraße und Hape Kerkeling nunmehr gewohnt sind. Seit Jahrzehnten ab den 1990er hat sich die deutsche Gesellschaft positiv verändert und das gilt auch in den ländlichen Regionen NRWs/Niedersachsen, wo ich aufgewachsen bin, mich gut auskenne und viele meiner schwulen Freunde/Bekannten wohnen.

    Deine ständige Wiederholungen, das die deutsche Gesamtbevölkerung immer noch genauso homophob wie in den 1950er&1960 ist, lehne ich scharf ab und fasse ich sogar als tiefe Beleidigung meiner heterosexuellen Nachbarn Berufskollegen und Schulkameraden auf. Da muss man sich als schwuler Mann mittlerweile schützend vor so Typen wie Ihnen stellen, die den Homophobievorworf anscheind inflationär verwendet.

    Vieles hat sich in den letzten drei Jahrzehnten in der deutschen Gesellschaft zum Besseren gewandelt. Aber bei Ihnen, Ketzer, habe ich sowieso den Eindruck, das wir auf verschiedenen Planeten wohnen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #7 springen »
#9 KetzerEhemaliges Profil
  • 13.06.2019, 18:40h
  • Antwort auf #8 von Bonifatius49
  • Du kannst Dich ja offenbar nicht mal entscheiden, ob Du mich nun duzt oder siezt. Aber Beweise, Fakten zu ignorieren - dafür entscheidest Du Dich immer wieder gern, gell?

    Man muss Deine Nachbarn vor mir schützen? Och, mit der Rolle als Spießer_innenschreck hab' ich jetzt nicht wirklich Probleme LOL
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#10 tchantchesProfil
  • 13.06.2019, 18:55hSonstwo
  • Antwort auf #7 von Ketzer
  • "Ganz abgesehen davon, dass man sich in der Regel zu etwas "bekennt", das peinlich ist oder mit Schuld zu tun hat..."

    Das heißt, allen Leuten, die sich zu einer Weltanschauung oder einer Religion bekennen, ist die im Grunde peinlich?

    Komisches Sprachverständnis.
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#11 KetzerEhemaliges Profil
  • 13.06.2019, 19:07h
  • Antwort auf #10 von tchantches
  • Schon mal was von Mehrfachbedeutungen von Wörtern gehört?

    Übrigens, für mich persönlich wäre es tatsächlich peinlich, mich zu einer Religion zu bekennen.

    Und nein, ich bekenne mich auch nicht zum Atheismus. Ich bin schlicht Atheist. Genauso BIN ich schwul. Und zwar offen schwul seit 1990. Zu meiner Homosexualität bekenne ich mich hingegen genauso wenig wie zu irgendeiner Religion oder irgendeiner "Sünde" oder Schuld. Ich BIN es einfach.
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#12 tchantchesProfil
  • 13.06.2019, 20:23hSonstwo
  • Antwort auf #11 von Ketzer
  • "Schon mal was von Mehrfachbedeutungen von Wörtern gehört?"

    Durchaus ja. Das beinhaltet aber auch, dass ich bei Begriffen mit mehreren Bedeutungen diejenige wähle, die der Situation und der Aussage entspricht, und nicht jene, die mir argumentativ gerade am besten in den Kram passt.

    So hat es Zeiten gegeben, die manche von uns noch erlebt haben, wo man sich wirklich zu seinem Schwulsein bekannt hat. Nicht weil es einem peinlich war, sondern aus Mut, Trotz und auch Stolz. Gay Pride. Der Begriff ist wahrscheinlich älter als Du.

    "Genauso BIN ich schwul. Und zwar offen schwul seit 1990."

    Siehste. Dann kannst Du das alles nicht gekannt haben. Ist ja keine Schande.
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#13 KetzerEhemaliges Profil
  • 13.06.2019, 20:42h
  • Antwort auf #12 von tchantches
  • Du hast von meiner persönlichen Geschichte und den Kämpfen mit meiner Familie nicht die leiseste Ahnung. Mir allein auf Grund eines Coming Out im Jahr 1990 zu unterstellen, ich könnte das alles ja gar nicht kennen, ist an Infamie kaum zu übertreffen.

    Und ja, in verschiedenen Kontexten können Wörter unterschiedliche Bedeutungen und Konnotationen haben. Das hat mit persönlichem Gutdünken überhaupt nichts zu tun.
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#14 Ralph
  • 13.06.2019, 20:49h
  • Wilhelm Wieben war im besten Sinne des altertümlichen Wortes ein vornehmer Mann.

    Zur Diskussion, dass sein Schwulsein nicht erwähnt wurde: Ja, das hat mich auch gestört. Bei Heten heißt es regelmäßig, er oder sie hinterlasse Ehefrau/Ehemann, zwei Kinder und acht Enkel. Damit ist alles klar. Warum das bei unsereinem in Nachrufen meist ein Tabuthema ist - keine Ahnung. Es fehlt noch immer die Normalität.

    Und zum Wort "bekennen": ein Quatschwort. Ich bekenne mich nicht als schwul, ich bin es, und ich gehe offensiv damit um.
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#15 FaktencheckAnonym
  • 13.06.2019, 21:41h
  • Antwort auf #6 von Loti
  • "Doch wissen wir, ob es dem Verstorbenen schon zu Lebzeiten auch solch ein Anliegen war?"

    Da er selbst zumindest zuletzt darüber gesprochen hat, sehe ich nicht, weshalb man annehmen sollte, dass er etwas dagegen gehabt hätte, es auch in einem Nachruf zu erwähnen.

    "Man soll den Toten ehren"

    Und was genau soll das jetzt in diesem Zusammenhang heißen? Hat Homosexualität etwas mit Ehre zu tun? Oder mit dem Gegenteil?

    Ich muss zugeben, dass ich wirklich nicht verstehe, worauf du eigentlich hinaus willst.
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#16 AlsoBitteAnonym
  • 13.06.2019, 21:57h
  • Ich würde mir verbitten, dass mein Arbeitgeber in einem offiziellen Nachruf etwas zu meiner sexuellen Orientierung sagt, egal wie bekannt oder nicht bekannt die ist. WW war Nachrichtensprecher der Tagesschau, nicht Vorsitzender des LSVD. Das hat njchts mit totschweigen zu tun, sondern mit Respekt vor der Privatsphäre von Arbeitnehmern. Abgesehen auch mal davon, dass ich mich frage, wie die Tagesschau das hätte machen sollen.
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#17 tchantchesProfil
  • 13.06.2019, 21:58hSonstwo
  • Antwort auf #14 von Ralph
  • "Wilhelm Wieben war im besten Sinne des altertümlichen Wortes ein vornehmer Mann."

    Das war er in der Tat.

    "Bei Heten heißt es regelmäßig, er oder sie hinterlasse Ehefrau/Ehemann, zwei Kinder und acht Enkel. Damit ist alles klar."

    Und was steht bei denen, wenn sie niemand hinterlassen?

    "Es fehlt noch immer die Normalität."

    Er hat nie Aufhebens darum gemacht - auch so ein altmodisches Wort - es aber in seinem späteren Leben auch nicht mehr versteckt. Ist nicht genau das ein Stück Normalität? Ich frage nur.

    Die Zeit und der Spiegel erwähnen es auch nicht und die Süddeutsche nur in einem von zwei Artikeln.

    "Und zum Wort "bekennen": ein Quatschwort. Ich bekenne mich nicht als schwul, ich bin es, und ich gehe offensiv damit um."

    Aus heutiger Sicht richtig, aber man sollte Begriffe schon im Zusammenhang ihrer jeweiligen Zeit sehen, zumal dann, wenn sie in der Schilderung eines Ereignisses vorkommen, das über 30 Jahre zurück liegt.
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#18 Patroklos
#19 KetzerEhemaliges Profil
  • 13.06.2019, 22:16h
  • Antwort auf #15 von Faktencheck
  • Ralph hat das in #14 ja eigentlich schon ganz gut benannt. Ich übersetze mal, letztlich scheint es auch heute noch ehrenrührig, schwul zu sein. Deshalb z.B. ja auch das Schmierentheater mit Herrn Riewa vs. Queer.de.

    Bei Vorstellungsrunden wird sehr häufig automatisch dazu gesagt "Ich bin verheiratet, habe drei Kinder und sechs Enkel" - genauso, wie das bei Beerdigungen Standard ist, um zu erwähnen, welche legal und gesellschaftlich sanktioniert mit dem_der Toten verbundenen Personen offiziell trauern und das auch dürfen.

    Selbst z.B. bei "Wer wird Millionär" wird völliig unnötigerweise regelmäßig Beziehungs- und Fortpflanzungsstatus erwähnt, wenn ein_e neue_r Kandidat_in vorgestellt wird.

    Es gilt immer noch als ehrenhaft, Kinder und Enkel in die Welt gesetzt zu haben - natürlich nur, wenn diese hetero-ehelich entstanden sind. Alles andere ist eben doch immer noch suspekt, hat, wie man im Südwesten sagen würde, ein Gschmäckle.

    Bei Beerdigungen an AIDS verstorbener Schwuler in den 1980ern und 90ern galten als legitime Hinterbliebene und Trauernde oftmals auch nur die Blutsverwandten. Freund_innen, selbst Partner_innen wurden oftmals komplett ausgeschlossen.

    Meine Mutter hat mir kürzlich eröffnet, dass in ihrem Testament steht, dass ich meinen Erbanteil nicht etwa frei verwenden darf oder für den Fall, dass bei meinem Tod noch etwas davon übrig ist, nicht etwa meinem geliebten Gefährten weitervererben darf, sondern dass der Rest, so denn einer bleibt, an die Töchter meiner Schwester zu gehen hat, die schon seit vielen Jahren nichts mehr mit mir zu tun haben wollen. Und das 2019.

    Schwul zu sein, ist also auch 2019 noch ehrenrührig. Es gibt Menschen, wie z.B. auch meine Mutter, die mit aller Gewalt zu verhindern versuchen, dass diese unendlich peinliche Veranlagung irgendwie nach außen sichtbar wird.

    Und so werden bei Schwulen auch heute noch Freund_innen und Wahlverwandtschaft ausgemerzt, ausgeschlossen, existieren offiziell nicht, dürfen nicht offiziell um den geliebten verstorbenen Menschen trauern. Realität 2019. Und ich bin mir sicher, dass noch viele, viele Menschen ähnlich denken wie meine Mutter. Weshalb sollte ausgerechnet sie die einzige Person in Deutschland sein, die so denkt? Übrigens ist sie nicht etwa über 90, sondern 77.

    Ich habe die Geschichte mit meiner Mutter jetzt erzählt, um zu zeigen, was für Auswüchse das Ganze treiben kann: Homosexualität ist Vielen immer noch unendlich peinlich und muss mit aller Gewalt unterdrückt und totgeschwiegen werden. Gerade auch über den Tod hinaus.

    Ich traue meiner Mutter z.B. auch zu, sollte sie noch leben, wenn ich sterbe, meinem geliebten Gefährten, mit dem ich seit über 13 Jahren durchs Leben gehe, nicht mitzuteilen, wann und wo genau meine Beisetzung stattfinden wird. Einbildung? Keineswegs. Als mein Vater starb, hat sie auch mir unter Strafandrohung verboten, einigen engen Freund_innen meines Vaters den Termin mitzuteilen.
    Dann wird sie an meinem Urnengrab stehen und zusammen mit meiner Schwester, die ihren Töchtern einst den Kontakt zu mir verboten hat, Krokodilstränen weinen, damit nach außen alles so aussieht, als sei man eine anständige Familie gewesen.

    Und nun geh' ich mich übergeben.

    P.S. Mit dem Ratschlag, ich müsste meinen Gefährten doch nur heiraten, bitte ich mich zu verschonen. Wir haben Gründe, das nicht zu tun. Danke.
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#20 TheDadProfil
  • 13.06.2019, 22:56hHannover
  • Antwort auf #12 von tchantches
  • ""So hat es Zeiten gegeben, die manche von uns noch erlebt haben, wo man sich wirklich zu seinem Schwulsein bekannt hat.""..

    Wann und wo soll das gewesen sein ?

    Sich zu outen und dann dazu zu stehen Schwul zu sein, ist etwas vollständig anderes als
    "sich zu bekennen"..

    Dieser "Kunstbegriff" ist nichts weiter als ein von der Presse eingeführter Begriff der verdeutlichen soll, das es sich
    "immer noch um straftäter handelt, die sich jetzt endlich zu ihren handlungen bekennen"..

    Denn DAS ist der dahinter verborgene Kontext in dem der Begriff auch Heute noch ab und zu durch die Gazetten geistert !
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#21 TheDadProfil
  • 13.06.2019, 23:01hHannover
  • Antwort auf #17 von tchantches
  • ""Und was steht bei denen, wenn sie niemand hinterlassen?""..

    Es gibt Niemanden der Niemanden zurückläßt..

    Wie bereits weiter oben erwähnt "hinterläßt" Wilhelm Wieben Dagmar Berghoff und eine regelmäßige Kartenspiel-Runde, und sicher auch noch einige andere Freunde..
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#22 TheDadProfil
  • 13.06.2019, 23:06hHannover
  • Antwort auf #19 von Ketzer
  • Diese Deine Schilderung ist ziemlich krass..

    Hätte ich solche Verwandte, ich würde sie per Testament von meiner Urnenbeisetzung ausschließen..

    Und gäbe es dann noch etwas zu verteilen, dann ginge das vollständig an eine AIDS-Stiftung oder ein Kinderhospiz..
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#23 tchantchesProfil
  • 13.06.2019, 23:13hSonstwo
  • Antwort auf #20 von TheDad
  • "Wann und wo soll das gewesen sein ?"

    Späte 70er Jahre an Infoständen von Schwulenintiativen in den Fußgängerzonen westdeutscher Großstädte. Ich weiß es. Ich war dabei.

    Damals hat man das so genannt. Dass das heute nicht mehr so verstanden wird, ist mir klar. Wenn aber jemand von vor fast 40 Jahren erzählt, dann passt der Begriff durchaus.

    Und wenn Du und Dein Kumpan Ketzer das jetzt alles wieder in Grund und Boden argumentieren wollt, dann macht allein weiter. Mir wird es langweilig und ich habe bessere Verwendung für meine Zeit.
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#24 KetzerEhemaliges Profil
#25 seb1983
  • 13.06.2019, 23:32h
  • Antwort auf #19 von Ketzer
  • Solche Erlebnisse prägen klar.
    Ändern aber nichts daran dass es in den letzten Jahrzehnten unglaubliche Veränderungen gab und man als Schwuler inzwischen gut leben kann, ohne die Dinge zu beschönigen.

    Solche "Familien"dramen gibt es allerdings in vielerlei Art. Da kann auch der Heteropartner nicht gefallen und schon beginnen die Klagewellen.
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#26 KetzerEhemaliges Profil
  • 13.06.2019, 23:45h
  • Antwort auf #25 von seb1983
  • Darauf habe ich gerade noch gewartet - dass meine persönlichen Erfahrungen, die ich hier beispielhaft schildere, bagatellisiert werden. "Gibt's ja alles auch bei Heten" - schon klar.

    Wenn wir als Schwule heute alle so toll und perfekt leben können - ist dann alles, worüber Queer.de tagtäglich berichtet, an den Haaren herbeigezogen oder betrifft nur noch ganz, ganz wenige?

    Ich sage, es ist umgekehrt. Wenige können ohne Ärger, Sorgen und Diskriminierung leben. Die meisten von uns sind immer noch an verschiedensten Stellen ihres Lebens benachteiligt und beeinträchtigt. Rosa Brille auf und einfach ignorieren, hilft da auch nicht.
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#27 TheDadProfil
  • 13.06.2019, 23:51hHannover
  • Antwort auf #23 von tchantches
  • ""Damals hat man das so genannt.""..

    Ich bin seit 1972 geoutet..
    Und ich war an und auf vielen Veranstaltungen beteiligt, an die sich viele meine Altersgenossen Heute nicht mehr erinnern wollen..

    Das hat nicht "man" so genannt, das war die Presse !

    Aufgebracht und auch zum Teil eingeführt in den Sprachgebrauch hat diese Begriff Eduard Zimmermann mit seiner Berichterstattung über
    ""Die schwulen Mörder von Lebach""..

    www.queer.de/detail.php?article_id=32781

    Siehe dazu auch

    www.queer.de/detail.php?article_id=14189

    Grundsätzlich stammt der Begriff aus der Nazi-Zeit, denn auch hier war er schon in Prozessen gegen Schwule Männer tendenziell eingeführt..

    Ein Beispiel aus dem Jahr 2005 :

    ""Volker Beck, Die Grünen, Bundestagsabgeordneter und bekennender Schwuler, hat laut 'Spiegel' in einem Brief an die Innenminister von Bayern und Thüringen bemängelt, diese Computerprogramme ließen "ungute Erinnerungen an die alte polizeiliche Praxis der 'Rosa Listen' wach werden". In der Nazi-Zeit hatte die Polizei in solchen Listen Homosexuelle erfasst.""..

    glbt-news.israel-live.de/deutschland/rosa-listen.htm
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#28 wiedehopfAnonym
  • 14.06.2019, 00:10h
  • Ich lese ja nun nicht erst seit gestern hier mit und habe früher bei den Reaktionen anderer Zuschreiber auf Kommentare von Bonifatius49 (bzw. andere "heilige" Pseudonyme) häufiger gedacht: "Ach die übertreiben doch, man kann doch zu allem verschiedener Meinung sein etc."
    Mittlerweile finde ich dieses immer gleiche Schema aber selbst penetrant und schwer erträglich. Heute also: "Wilhelm Wieben ist tot... ach ja, der Wilhelm Wieben, als ich toller Hecht beim Asta tätig war, und als ich mich verpartnert habe, ich, ich, ich, und ich breite hier jetzt auch noch zum 77000sten Mal mein mäßig interessantes Weltbild aus vom (schwulen) Biedermeier-Paradies Deutschland was nur durch die Migranten getrübt wird."
    Ein guter Rat: Unterhalten Sie sich mal mit anderen Menschen, die vielleicht auch andere Erfahrungen gemacht haben als Sie, z.B. mit queeren Menschen aus Syrien, und hören Sie vor allem auch mal zu, was diese Ihnen zu sagen haben. Dann dämmert Ihnen vielleicht, dass die Welt doch etwas komplexer ist als ihr selbstgehäkeltes Weltbild. Das würde ich Ihnen von Herzen wünschen.
  • Antworten » | Direktlink »
#29 FaktencheckAnonym
  • 14.06.2019, 00:27h
  • Antwort auf #25 von seb1983
  • Das Problem ist doch, dass zu den "Drama-Anlässen", die es in den meisten Familien ohnehin schon gibt, die Homophobie dann noch ZUSÄTZLICH DAZU kommt.

    Ebenso verharmlosend ist es, wenn homofeindliche Gewalt mit dem Hinweis kommentiert wird, dass doch jeder Mensch ein gewisses Risiko hat, zum Gewaltopfer zu werden. Das stimmt zwar, aber bei uns kommt das Risiko der homofeindlichen Gewalt zum "normalen" Risiko NOCH DAZU.

    Dass ich von solchen Verschleierungen spezifisch homophobiebedingter Probleme wenig halte, muss ich nicht betonen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #25 springen »
#30 stromboliProfil
  • 14.06.2019, 02:29hberlin
  • Antwort auf #19 von Ketzer
  • Danke!
    Danke weil so hinter den verlogenen masken doch noch teilnormalitäten hervorscheinen, die nicht vom zeitgeistigen "tolerant sein müssen" überdeckt werden.

    Sicher ist dein beispiel kein einzelfall, wie es auch nicht mehr der standard unserer beerdigungsritualien ist. Fängt schon an mit der "überführung ins familiengrab" .
    Habe selbst auch seitens meiner mutter diese bigotterie erlebt. Mein großzügig mir angebotener "ruheplatz" denn doch als armengrab weiterverschenkt.

    >> P.S. Mit dem Ratschlag, ich müsste meinen Gefährten doch nur heiraten, bitte ich mich zu verschonen. Wir haben Gründe, das nicht zu tun. Danke. <<
    Hier war mal der wunsch rechtlicher absicherung eigenen willens, gedankengeber der partnerschaftsidee. Mutiert im heteronormen ehegedöns.
    Von sachlicher sicht aufs miteinander leben verwalten , kann da nicht mehr die rede sein.
    Alles rosa nebel und weise einhörner.
    Und wer im "sozialen netz zappelt dank harz oder grundsicherungsrente, kann sich eine "heirat gar nicht leisten, will man nicht die eigenversorgung auf den partner verschieben...
    Ja ja, der alltag!
  • Antworten » | Direktlink » | zu #19 springen »
#31 stromboliProfil
  • 14.06.2019, 03:09hberlin
  • Antwort auf #17 von tchantches
  • >> Er hat nie Aufhebens darum gemacht - auch so ein altmodisches Wort - es aber in seinem späteren Leben auch nicht mehr versteckt. Ist nicht genau das ein Stück Normalität? Ich frage nur. <<

    Als antwort kann nur gelten: es ist die "normalität der unterdrückten !
    Im " nie aufhebens machen", liegt das sich bedeckt halten, die unsichtbarkait dem grossteil seiner umgebung gegenüber. Mag ja ein "privater raum" die möglichkeit des "nicht mehr versteckt seins" ausdrücken. Im umgang und sozialen verhältnis zur restgesellschaft ist/war es kein NORMALER umgang.

    Hier wird noch mal spürbar, was 14jahre ( ich 70.) zeitunterschied ausmachen können, um lebensbiographien ein anderes ende zu gönnen.
    Insofern gehört meine anteilnahme auch diesem umstand. Und es spricht für ihn, nie den "riwa" gemacht zu haben; auch unter den damals, denunziativ herrschenden umständen.

    Der schale trost später normalität sei jenen gegönnt.
    Es ersetzt aber weder ihnen, noch ihren zeitgenossenInnen, den unermesslichen verlusst an integrität, glaubwürdigkeit und vorbildhaftigkeit, auf das eine jede emanzipation fußt.
    Hier entzog er sich gänzlich.
    Für die nunmehr nachwachsende generation allenfalls ein abbild der zerstörung , welche gesellschaften, mit feindlicher kondition gegenüber abweichendem, hervorrufen können.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #17 springen »
#32 KerzmanProfil
  • 14.06.2019, 07:02hPrinceton
  • Antwort auf #20 von TheDad
  • >>> Sich zu outen und dann dazu zu stehen Schwul zu sein, ist etwas vollständig anderes als
    "sich zu bekennen".. <<<

    ... etwas vollständig anderes? Tatsächlich? Gelegentlich kann ein Blick in die Lateinfibel hilfreich sein, denn als erster (uns heute bekannter) Redner gebrauchte Marcus Cicero im Jahre 66 v. Chr. in seinen mündlichen Ausführungen vor dem römischen Senat mit dem Titel >De imperio Pompei< die Formulierung >Orator profiteor, et manifeste profiteor< (ich stehe dazu, Redner zu sein, und dazu bekenne ich mich mit vollem Herzen; Übersetzung von Friedrich-Wilhelm Semper, Wien 1873). Aus dem Perfekt von profiteri (professus sum) und dem Suppinum auf u (professuru) bildete Dante Alighieri fast 1500 Jahre später das lateinische Wort professore (einer, der sich ohne Mentalreservation zu dem Ergebnis seiner Forschungsarbeit bekennt und sie in der peer review verteidigt und somit dazu steht. Auch die Aussage eines Römers >Se amicum profiteri< (jemanden seinen Freund nennen) umfaßt beide Komponente: ich betrachte dich als meinen Freund, ich stehe zu dir, ich halte zu dir (z.B. gegen Anfeindungen) und ich bekenne mich (nicht nur in pectore, also nur zwischen uns beiden, sondern in foro, also öffentlich) zu unserer Freundschaft. Ob das auch im Fall zweier Schwulen so ausgesprochen wurde, weiß ich nicht. Dann gab es während der Nazizeit in Deutschland und Österreich die Widerstandsbewegung >Die bekennende Kirche< unter Pastor Martin Niemöller et al. Da wurde vermutlich auch nicht großartig zwischen >dazu stehenhier: >dagegen stehen< und >bekennen< unterschieden. Was also sind die Unterscheidungskriterien, aufgrund deren Du zu dem Urteil >völlig anderes< gelangt bist?
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#33 niccinicciAnonym
  • 14.06.2019, 07:31h
  • rip, und wenn man die kommentare hier so liest von den ganzen politisch überkorrekten polittrinen, kann man echt gut verstehen, das er nie viel mit der szene zu tun haben wollte. völlig unverständlich auch, warum sein arbeitgeber sein schwulsein erwähnen sollte.
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#34 LotiAnonym
  • 14.06.2019, 07:49h
  • Antwort auf #12 von tchantches
  • Eben. Ich habe mich nie versteckt und mein Schwulsein auch nie verheimlicht. Schon im Kinderheim nicht. Zudem steckte man mich mit 16 nur wegen meiner Überzeugung und Offenheit mir nichts, dir nichts von einen Tag auf den anderen ins Erziehungsheim. Hätte ich nicht weiter gekämpft, mich nicht gewehrt gegenüber Gewalttätigkeiten von Seiten einiger Erzieher, hätte man mich bis zur Volljährigkeit dort dabelassen. Mein großes Glück war, dass der Pater Direktor des Erziehungsheims selber schwul war und dieser zügig dafür gesorgt hatte, dass ich mit der Begründung als unerziehbar entlassen wurde. Mit damals 18 Jahren gab das Jugendamt Münster meiner Bitte nach, meinen eigenen Weg gehen zu dürfen. Somit war ich endlich frei. Habe mich auch später nicht gescheut, als Schwuler Stricher in der besagten Ilona Christen Sendung aufzutreten. Alle Diskussionsteilnehmer trugen Sonnenbrillen um nicht erkannt zu werden. Nur ich nicht. Was auch später zum ständigen Mobbing auf mein Arbeitsplatz b.d.Post geführt hatte. Doch ich hielt durch bis zum Eintritt in die Altersrente. Auch hier hatte ich das große Glück von Seiten meines Hausarztes und der Betriebsärzte. Ich kann jeden nur wünschen, niemals klein beizugeben und zu kämpfen für seine Rechte. Ob als Lesbe, Trans oder als Schwuler.
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#35 LotiAnonym
  • 14.06.2019, 08:11h
  • Antwort auf #15 von Faktencheck
  • Na dann eben nicht. Ich muß, will und kann hier auch nicht ellenlange Ausätze über Wortbedeutungen oder andere wichtigen Faktoren schreiben. Dazu bin ich zu einfach gestrickt. Arbeiterkind eben. Dies überlasse ich sehr gerne unseren intelligenten, mit Uniabschluß erfahrenen Usern hier. Was auch wichtig und dringend notwendig ist. Dafür lese ich Sie aber gerne und informiere mich. Ich bin ein Gefühlsmensch und schreibe wie mir der Schnabel gewachsen ist. Lasse mich auch gerne belehren, falls notwendig. Ist das nun für Dich verständlich genug. Es zwingt Dich auch niemand über meine, wie Du es ausdrückst, unverständlichen Kommentare zu antworten. Ich respektiere andere, die nicht den Wunsch haben, Ihr Schwulsein groß an die Glocke zu hängen. So sehe ich es auch bei Wilhelm Wieben Punkt.
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#36 LotiAnonym
#37 KetzerEhemaliges Profil
#38 stromboliProfil
  • 14.06.2019, 09:22hberlin
  • Antwort auf #33 von niccinicci
  • guter rat von erfahrener polittrine an zeitgeistzugaufspringer:
    beim standhaft "im schrank sich verstecken", immer dran denken, die tür auch richtig zu verschließen! Es könnten dich ja doch welches "sehen".
    Bei richtiger handhabung besteht sogar die chance auf eine selbstmumifizierung.
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#39 BLSJAnonym
#40 LotiAnonym
  • 14.06.2019, 10:21h
  • Antwort auf #37 von Ketzer
  • Auch für Dich zum Mitschreiben. Ich bin schon mit meinem Partner händchenhaltend übern Kuhdamm in Berlin gelaufen, da war das noch gar nicht selbstverständlich. Zudem haben ich mich mit Partner ins Café Kranzler gesetzt, auch am Kuhdamm, uns demonstrativ innig geküsst vor all den Omis und Muttis beim Kaffeekränzchen. Oder in der U-Bahn. Unterstelle Du mir hier keinen Stuss. Ich befand mich illegal in den Vereinigten Staaten, in San Francisco, wo ich dafür auf die Straße ging, um für die Gleichstellung von Polizistinnen und Polizisten im ganzen Land zu demonstrieren. Am nächsten Tag war ausgerechnet mein Konterfei auf der Titelseite vom San Francisco Chroniken zu sehen. Und zu guter letzt noch was zur Anmerkung. Als der Film Christiane F. Gedreht wurde in Berlin, hatte ich das Vergnügen eine Rolle spielen zu dürfen, den des Rolf. Als es um eine Bettszene ging, stand im Drehbuch wortwörtlich geschrieben: Hallo Detlef, wach auf. Ich bin sogleich zum Regisseur Ulli Edel gegangen und habe laut protestiert über diesen homophoben Satz. Sofort wurde das HALLO aus dem Drehbuch gestrichen. Nochmal, Du und so manch anderer müssen mich hier nicht belehren, was überzeugtes Handeln im Umgang mit Gleichberechtigung und richtig handeln bedeutet. Aber ich hatte schon immer auch ein sehr gespaltenes Verhältnis zu den Polittrinen der Schwulenorganisation in Berlin. Leider. Das, obwohl ich eher, auch heute noch, dem politisch linken Spektrum zugehörig bin. Reicht Dir das, oder willste noch mehr wissen?
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#41 LotiAnonym
#42 TheDadProfil
  • 14.06.2019, 11:04hHannover
  • Antwort auf #32 von Kerzman
  • Wunderbar hübsche Erklärung des Begriffes und seiner verschiedenen Konnotationen in verschiedene Kontexten..

    Sich "zu seiner Arbeit" zu bekennen, oder gar zu einem "angenommenem Glauben" ist immer noch etwas vollständig anderes, als sich beispielsweise dazu "zu bekennen" ein Mensch mit einer ANDEREN Sexuellen Identität zu sein..

    Da ist nichts "angenommenes", nichts "erarbeitetes" dran..

    Das IST da..
    Dazu braucht es kein solches "Bekenntnis", welches zuvor über Jahrzehnte als "Geständnis" vor Gerichten auch erzwungen wurde..

    Kontext..
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#43 FaktencheckAnonym
  • 14.06.2019, 12:36h
  • Antwort auf #41 von Loti
  • Wieben sagte nach seinem Coming-Out:
    ""In einer anerkannten gesellschaftlichen Position habe ich auch eine Verpflichtung und kann andere ermutigen."

    Weshalb willst du ihm nicht zugestehen, worauf du selbst (zu recht) so stolz bist: Ein Vorbild durch Offenheit zu sein?
  • Antworten » | Direktlink » | zu #41 springen »
#44 cinnamonEhemaliges Profil
  • 14.06.2019, 12:45h
  • Hallo! Für mich ist es schon akzeptabel, dass die Tagesschau nichts zu seinem Schwulsten gesagt hat. Das liegt meiner Meinung daran, dass er halt Single war und von daher tatsächlich kein Anknüpfungspunkt dafür gegeben war für den ehemaligen Arbeitgeber. Er hat sich halt auch nicht so stark engagiert, so dass es Bestandteil seiner offiziellen Biografie wäre, und dass er am liebsten mit Inge Meysel in den Urlaub gefahren ist, ist ja auch nur Klatsch, der eine Erwähnung in einem offiziellen Nachruf nicht rechtfertigt. Hätte er einen Partner hinterlassen, wäre das sicher erwähnt worden.

    Wäre er heterosexuell gewesen, hätte auch niemand erwartet, das man darauf explizit hingewiesen hätte.

    Ansonsten: Er war schon cool. Rip
  • Antworten » | Direktlink »
#45 KetzerEhemaliges Profil
  • 14.06.2019, 14:07h
  • Antwort auf #40 von Loti
  • Ich will gar nichts von Dir persönlich wissen. Mich interessiert einzig und allein, was jemand schreibt bzw. wie er_sie argumentiert.

    Und gegen die Formulierung "man sollte sein Schwulsein nicht an die große Glocke hängen" habe ich eben was - aus emanzipatorischen Gründen.

    Kein Mensch würde von Heteros verlangen, deren Heterosexualität "nicht an die große Glocke zu hängen". Sie hängt da, und zwar jeden Tag und überall.

    Das gleiche Recht fordere ich auch für alle queeren Menschen. NIEMAND soll sich verstecken müssen oder wollen. Dieses duckmäuserische "nicht an die große Glocke hängen" ist das Gegenteil von Freiheit. Punktum.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #40 springen »
#46 zundermxeAnonym
  • 14.06.2019, 14:30h
  • Wilhelm Wieben gehört für mich zu den Menschen, die ohne lautes Geschrei und Aufsehen um seine Person authentisch waren.
    Für mich persönlich auch aber nicht nur jenseits vom Thema Homosexualität.
    Ein Mensch, der mit und durch seine persönliche Art zur Farbe im Leben beigetragen hat.
    Danke dafür!

    Bitte hier nicht den billigen Umkehrschluss zu ziehen, dass ich damit laute oder extrovertierte Menschen weniger mag oder abwerten wollen würde.
    Vielfalt!

    Sicher wäre es seiner Person entsprechend passender und auch für ihn persönlich würdiger gewesen seine Homosexualität in einer zu seinem Leben und seiner Person passenden Form zu erwähnen.
    Wie hätte er selbst es formuliert, dass es klar ist aber nicht als platte Information in den Vordergrund gedrückt würde?

    @Ketzer
    Nicht wenige deiner Einstellungen und Erfahrungen kann bzw. muss ich für meine Person teilen.
    Generell kann ich nicht wirklich nachvollziehen, wie wer ernsthaft wiederholt betont, dass sich doch schon so viel geändert hat und wir doch mittlerweile einen zufriedenstellend nachhaltigen Zustand hätten was Gleichberechtigung, Gleichbehandlung und Diskriminierungsfreiheit angeht.
    Sicher hat es auch gute Entwicklungen gegeben.
    Wer aber ständig so tut als wären wir schon fast am Ziel und hätten eine breite und nachhaltige Unterstützung in der Gesellschaft hat nach meiner Meinung eine extrem große rosa Brille und verhindert so eher zumindest indirekt einen nachhaltigen Fortschritt und die dafür nötige Auseinandersetzung.

    Kann zwar menschlich verstehen, dass es persönlich angenehmer, positiver und einfacher ist alles tendenziell so empfinden und darstellen zu wollen. Irgendwann kommt vielleicht auch eine gewisse Ermüdung an Auseinandersetzungwillen und Konfliktbereitschaft auf.
    Auch mögen manche ihr eigenes persönliches Umfeld vielleicht tatsächlich als so fortschrittlich empfinden.
    Doch an dieser Stelle bitte ich ganz platt darum die Brille abzulegen, die Augen zu öffnen und das eigene persönliche Umfeld auch mal wieder kritischer zu betrachten. Nur weil eine Diskriminierung persönlich vielleicht nicht als solche empfunden wird, bedeutet es nicht, dass diese nicht vorhanden ist. Im Zweifelsfall zumindest für andere Menschen.
    Solidarität?!

    Die weiterhin weit verbreitete Diskriminierung inner- und außerhalb Deutschlands durch die Gesellschaft als Ganzes möchte hoffentlich niemand ernsthaft in Frage stellen. Die aktuellen Ereignisse und Themen wären öffentlich nicht vorhanden und als solches ein Ereignis oder ein Thema wenn es eben die berühmte Normalität bereits gäbe.
    Sorry, wer das wegdiskutieren will, ignoriert es oder ist nicht der Empathie fähig. Andere Motivationen dazu lass ich einfach mal weg.

    Wer dies nicht glauben oder gar bestreiten will, dem empfehle ich mal als Experiment in eine kleinere Stadt oder aufs Land zu ziehen. Oder einfach die Arbeitsstelle zu wechseln.

    Egal ob ich persönlich oder allgemein dafür oder dagegen bin.
    Die erste Diskriminierung besteht doch schon alleine in der Erwartungshaltung sich erklären zu müssen.
    Kaum ein Problem für eher extrovertierte Menschen. Dennoch sollten queere Menschen auch selbstverständlich introvertiert sein dürfen.
    Kaum ein Problem für selbstbewusste Menschen. Darf wirklich erwartet werden, dass queere Menschen nicht auch mal ganz normal weniger selbstbewusst oder gar krank sind (wobei beides ausdrücklich nicht bedingend in Verbindung zueinander gebracht werden soll)?

    Hab ja kein Problem mit Schwulen - aber die sollten schon dazu stehen.
    Hab ja kein Problem mit Schwulen - solange sie mich nicht anmachen.
    Hab ja kein Problem mit Schwulen -
    aber schon eine Vergeudung keine Kinder zu haben.
    Hab ja kein Problem mit Schwulen -
    aber Sie stehen unter Beobachtung!
    ...
    Ein paar spontane Beispiele aus dem Leben.
    Wer hier keine weiterhin vorhandene Diskriminierung erkennen und benennen will oder kann (von Menschen, die nicht müde werden zu betonen sie wären nicht homophob), hat ein von meinem völlig abweichendes Verständnis vom Begriff der Diskriminierung.

    Weglassen oder Verschweigen ist natürlich in den meisten Fällen zumindest eine indirekte Form der Diskriminierung und jenseits aller zumindest von mir gewünschter Normalität im Sinne von selbstverständlicher Gleichberechtigung.
  • Antworten » | Direktlink »
#47 LotiAnonym
  • 14.06.2019, 14:48h
  • Antwort auf #43 von Faktencheck
  • Danke für diese Mitteilung. Denn von dieser Aussage wußte ich nichts. Halte es dennoch für nicht gegeben, das, ob zu recht oder unrecht, die Tagesschau sich hierzu äußern soll. Wie hier schon erwähnt worden ist, haben dies ja nun andere übernommen. Vor allem der Spiegel.
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#48 LotiAnonym
  • 14.06.2019, 15:24h
  • Antwort auf #46 von zundermxe
  • Habe mit großem Interesse auch diesen Kommentar gelesen. Kann nicht umhin wieder mit persönlichen Beispielen aus meinem ehemaligen Arbeitumfeld der DPAG zu schreiben. Nach meinem Outing 1991 erlebte ich, wie schnell sich die Post von 2 Mitarbeitern trennte, welche sich mit HIV infiziert hatten. Abfindung und weg. Danach war ich mit einer Aufsicht der einzig offen auftretende Schwule im Betrieb. Besagte Aufsicht nahm sich später das Leben. Zudem wurde ich von einigen mir zugeteilten Vorgesetzten permanent gemobbt. Und als ob das nicht schon reichte, kehrten mir auch noch einige wichtige Kollegen von Verdi den Rücken zu. Ganz schlimm empfand ich es, als eine Mitarbeiterin bei einem Gespräch unverhohlen zu mir sagte: es sei Samenverschwendung, was wir betreiben. Trotzdem habe ich diesen Verein 25 Jahre die Stirn geboten. Schon allein wegen er Betriebsrente. Und weil ich ein typischer Dickschädel bin.
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#49 Ralph
  • 14.06.2019, 15:27h
  • Antwort auf #17 von tchantches
  • Ja, ich muss da nachbessern. Normal wäre entweder, in jedem Fall etwas zu sagen, woraus man auf die sexuelle Orientierung schließen kann, oder ganz auf jeden Hinweis zu verzichten. Dann wäre kein Raum mehr für Witwen von Männern, Witwer von Frauen, Kinder und Enkel. Bei Wilhelm Wieben kommt halt hinzu, dass er immer Single war, da kann natürlich weder von einem hinterlassenen Partner die Rede sein noch davon, dass ein Partner schon verstorben sei. - Paradebeispiel: der Komponist Hans Werner Henze, dessen Homosxualität in Nachrichten und Feuilleton totgeschwiegen wurde, als er verstorben war. Sein Partner war schon vor ihm gestorben. Hätte man sagen gekonnt. Er war wegen der Schwulenverfolgung in Deutschland schon in den Fünfzigern nach Italien übergesiedelt. Wäre erst recht der Erwähnung wert gewesen, da Deutschland mit ihm einen bedeutenden Künstler vertrieben hatte. Sein Vater hatte ihn wegen seiner Homosexualität gehasst (sagte Henze selbst in einem Interview). Auch das sollte in einem längeren Feuilletonartikel von Interesse sein, pflegt man doch sonst gern auf Kindheit und Jugend von Künstlern zurückzugreifen, um ihre Entwicklung zu interpretieren.
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#50 FaktencheckAnonym
  • 14.06.2019, 15:46h
  • Antwort auf #47 von Loti
  • "Halte es dennoch für nicht gegeben, das, ob zu recht oder unrecht, die Tagesschau sich hierzu äußern soll. "

    Allerdings bleibt spätestens nach diesem Zitat völlig unerklärlich, mit welchen Argumenten du diese Meinung rechtfertigen möchtest. Man hat natürlich das Recht, eine völlig unbegründete Meinung zu vetreten und auf die Argumente der anderen nicht einzugehen, aber dann muss man sich halt nicht wundern, wenn andere diese Meinung nicht nachvollziehen können.

    Lassen wir es dabei.
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#51 FaktencheckAnonym
#52 Sven100Anonym
#53 zundermxeAnonym
  • 14.06.2019, 17:03h
  • Antwort auf #48 von Loti
  • Ja, der Spruch mit der Samenverschwendung ist mir persönlich auch bekannt mit der Ergänzung dies sei doch Verschwendung von Leben. Das Ganze ernsthaft und nicht als schlechter Scherz verpackt.
    Hat einige Jahre gedauert in meiner Abteilung bis der Spruch das wäre doch schwul nicht mehr allgemeiner Sprachgebrauch gewesen ist, wenn was schief lief oder als negativ benannt werden sollte.
    Ein einziger Kollege hat sich sogar mal glaubhaft dafür entschuldigt. Aber immerhin!

    Nun bin ich auch eher Typ Dickschädel und kann für mich Dinge und Erlebnisse einordnen, kanalisieren und artikulieren. Die damit verbundene Anstrengung und der Stress sind dafür aber auch Teil des Alltags.
    Nicht jeder Mensch ist dazu dauerhaft fähig. Über die Jahre haben sich drei schwule Männer selbst getötet aus meinem persönlichen Umfeld (2 von jeweiliger Arbeitsstelle und einer während des Studiums).
    Erlebe auch (bspw in der Arbeitswelt), dass die Ist-doch-alles-gut-Fraktion der Schwulen dies nicht oder anders empfindet. Zumeist aus den Jahrgängen, die den 175er nicht mehr erlebt haben. Kann eine sehr subjektive Wahrnehmung von mir sein.

    Ich sehe und bezweifle nicht Verbesserungen, die vorhanden sind.
    Für mich ist ein Glas in jeder Situation erstmal mindestens halb voll.
    Kritische Wahrnehmung und Auseinandersetzung halte ich jedoch für eine Pflicht für alle, die dazu (noch) fähig sind.
    Wer die Ist-Situation negiert und schön redet, nimmt oder zumindest mindert meiner Meinung nach die Chance von Weiterentwicklung, Vielfalt und Fortschritt.
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#54 LotiAnonym
#55 AndreAnonym
  • 14.06.2019, 20:38h
  • Erstmal verstehe ich nicht warum sein Arbeitgeber in einem Nachruf darauf hinweisen muss, das er homosexuell ist.

    Ein weiterer schwuler Nachrichtensprecher Werner Veigel, ist im Jahr 1995 gestorben. Im Nachruf (siehe youtube) wurde seine Homosexualität auch nicht erwähnt.

    www.youtube.com/watch?v=-D2mjbrcN3A

    Keinen hat es aufgeregt, nur ihr diskutiert hier im Forum und entfernt euch zum Teil von dem eigentlichen Thema.

    Auch mein Arbeitgeber ist die Deutsche Post DHL Group und das seit 20 Jahren, ich habe kein Problem mit meinem Arbeitgeber.
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#56 LotiAnonym
  • 15.06.2019, 07:13h
  • Antwort auf #55 von Andre
  • Nur um das klarzustellen bezüglich der DPAG. Ich beschrieb meinen Arbeitsplatz im BZ 10 Berlin. Auch Stasiamt genannt. Damit habe ich auch nicht die gesamte bundesweite Post gemeint. Aber besonders als DHL Mitarbeiter sollte es Dir schon bekannt sein, dass Dein Arbeitgeber nur noch befristete Arbeitsplätze anbietet und dieses Verhalten mittlerweile schamlos auch in den Briefzentren bundesweit anwendet. Sehr zur Freude der Aktionäre. Die Gewerkschaft Verdi ununterbrochen versucht, dagegen vorzugehen. Wenn Du also einen unbefristeten Arbeitsvertrag hast, kannst Du Dich glücklich schätzen. Alle anderen müssen damit rechnen nach maximal 1 Jahr keine Verlängerung ihrer Tätigkeit zu erhalten. Denn sonst müssen diese festeingestellt werden. Laut Tarifvertrag. Dies mußte ich mal anführen, obwohl es nichts mit dem Thema zu tun hat.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #55 springen »
#57 AndreAnonym
  • 15.06.2019, 11:55h
  • Antwort auf #56 von Loti
  • Grundsätzlich ist es so, dass sich auch im Konzern die Arbeitsmarktsituation in den letzten Jahren geändert hat.

    Während der Bereich Verwaltung immer weiter schrumpft, weil im Bereich BRIEF immer mehr Niederlassungen sich zusammenschließen, werden im Bereich Auslieferung (PAKET, BRIEF) vor allem in den Ballungsgebieten aber auch im Verbund verstärkt Mitarbeiter gesucht. Bedauerlicherweise wurde wie bei der Deutschen Bahn AG, in den 2000er Jahren Mitarbeiter entlassen und der Bereich Ausbildung vernachlässigt, was sich jetzt rächt. Selbst die Tochtergesellschaften von DHL Delivery wird wieder aufgelöst, weil man merkt das diese Tochter doch teurer gewesen ist und man auf dieses Personal angewiesen ist.

    So nun aber zurück zum eigentlichen Thema. Ich glaube es ist jedem selbst überlassen wie er am Arbeitsplatz mit seiner Sexualität umgeht. Einige gehen offen damit um, andere halten ihr Privatleben aus dem Arbeitsleben komplett raus.
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#58 KetzerEhemaliges Profil
#59 AndreAnonym
#60 Ralph
  • 15.06.2019, 22:06h
  • Die höchste Ehrung, die einem Verstorbenen zuteilwerden kann, ist ein Nachruf im "Spiegel" (*grins*) - Wilhelm Wieben hat heute einen erhalten, und zwar mit Erwähnung seiner Homosexualität.
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#61 stromboliProfil
#62 LotiAnonym
  • 17.06.2019, 12:10h
  • Antwort auf #61 von stromboli
  • Wolfgang Neuss mischt gerade den Himmel auf;-) Es war tatsächlich so im Café Kranzler in der 70er Jahre, so wie Du es beschreibst. Mein Partner mit dem ich dort einkehrte, war ein Seemann aus Hamburg und tätowiert. Dem Omis blieb die Sahne im Halse stecken als wir uns küssten.
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#63 stromboliProfil
#64 stromboliProfil
  • 18.06.2019, 09:32hberlin
  • Antwort auf #62 von Loti
  • Ps: die omis&opas hätten wohl auchlieber, statt der sahne im mund, die zunge deines tätowierten im mund gespürt.

    Ich stell es mir gerade bildlich vor.
    Bin wegen solcher "bilder in meinem kopf selbst dann 2 1/2 jahre gefahren...
    Leider ohne zunge_auf_schiff_kontakt.
    Spass hats trotzdem gemacht.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #62 springen »

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