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Kommentare zu:
Wilhelm Wieben ist tot


#21 TheDadProfil
  • 13.06.2019, 23:01hHannover
  • Antwort auf #17 von tchantches
  • ""Und was steht bei denen, wenn sie niemand hinterlassen?""..

    Es gibt Niemanden der Niemanden zurückläßt..

    Wie bereits weiter oben erwähnt "hinterläßt" Wilhelm Wieben Dagmar Berghoff und eine regelmäßige Kartenspiel-Runde, und sicher auch noch einige andere Freunde..
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#22 TheDadProfil
  • 13.06.2019, 23:06hHannover
  • Antwort auf #19 von Ketzer
  • Diese Deine Schilderung ist ziemlich krass..

    Hätte ich solche Verwandte, ich würde sie per Testament von meiner Urnenbeisetzung ausschließen..

    Und gäbe es dann noch etwas zu verteilen, dann ginge das vollständig an eine AIDS-Stiftung oder ein Kinderhospiz..
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#23 tchantchesProfil
  • 13.06.2019, 23:13hSonstwo
  • Antwort auf #20 von TheDad
  • "Wann und wo soll das gewesen sein ?"

    Späte 70er Jahre an Infoständen von Schwulenintiativen in den Fußgängerzonen westdeutscher Großstädte. Ich weiß es. Ich war dabei.

    Damals hat man das so genannt. Dass das heute nicht mehr so verstanden wird, ist mir klar. Wenn aber jemand von vor fast 40 Jahren erzählt, dann passt der Begriff durchaus.

    Und wenn Du und Dein Kumpan Ketzer das jetzt alles wieder in Grund und Boden argumentieren wollt, dann macht allein weiter. Mir wird es langweilig und ich habe bessere Verwendung für meine Zeit.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #20 springen »
#24 KetzerEhemaliges Profil
#25 seb1983
  • 13.06.2019, 23:32h
  • Antwort auf #19 von Ketzer
  • Solche Erlebnisse prägen klar.
    Ändern aber nichts daran dass es in den letzten Jahrzehnten unglaubliche Veränderungen gab und man als Schwuler inzwischen gut leben kann, ohne die Dinge zu beschönigen.

    Solche "Familien"dramen gibt es allerdings in vielerlei Art. Da kann auch der Heteropartner nicht gefallen und schon beginnen die Klagewellen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #19 springen »
#26 KetzerEhemaliges Profil
  • 13.06.2019, 23:45h
  • Antwort auf #25 von seb1983
  • Darauf habe ich gerade noch gewartet - dass meine persönlichen Erfahrungen, die ich hier beispielhaft schildere, bagatellisiert werden. "Gibt's ja alles auch bei Heten" - schon klar.

    Wenn wir als Schwule heute alle so toll und perfekt leben können - ist dann alles, worüber Queer.de tagtäglich berichtet, an den Haaren herbeigezogen oder betrifft nur noch ganz, ganz wenige?

    Ich sage, es ist umgekehrt. Wenige können ohne Ärger, Sorgen und Diskriminierung leben. Die meisten von uns sind immer noch an verschiedensten Stellen ihres Lebens benachteiligt und beeinträchtigt. Rosa Brille auf und einfach ignorieren, hilft da auch nicht.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #25 springen »
#27 TheDadProfil
  • 13.06.2019, 23:51hHannover
  • Antwort auf #23 von tchantches
  • ""Damals hat man das so genannt.""..

    Ich bin seit 1972 geoutet..
    Und ich war an und auf vielen Veranstaltungen beteiligt, an die sich viele meine Altersgenossen Heute nicht mehr erinnern wollen..

    Das hat nicht "man" so genannt, das war die Presse !

    Aufgebracht und auch zum Teil eingeführt in den Sprachgebrauch hat diese Begriff Eduard Zimmermann mit seiner Berichterstattung über
    ""Die schwulen Mörder von Lebach""..

    www.queer.de/detail.php?article_id=32781

    Siehe dazu auch

    www.queer.de/detail.php?article_id=14189

    Grundsätzlich stammt der Begriff aus der Nazi-Zeit, denn auch hier war er schon in Prozessen gegen Schwule Männer tendenziell eingeführt..

    Ein Beispiel aus dem Jahr 2005 :

    ""Volker Beck, Die Grünen, Bundestagsabgeordneter und bekennender Schwuler, hat laut 'Spiegel' in einem Brief an die Innenminister von Bayern und Thüringen bemängelt, diese Computerprogramme ließen "ungute Erinnerungen an die alte polizeiliche Praxis der 'Rosa Listen' wach werden". In der Nazi-Zeit hatte die Polizei in solchen Listen Homosexuelle erfasst.""..

    glbt-news.israel-live.de/deutschland/rosa-listen.htm
  • Antworten » | Direktlink » | zu #23 springen »
#28 wiedehopfAnonym
  • 14.06.2019, 00:10h
  • Ich lese ja nun nicht erst seit gestern hier mit und habe früher bei den Reaktionen anderer Zuschreiber auf Kommentare von Bonifatius49 (bzw. andere "heilige" Pseudonyme) häufiger gedacht: "Ach die übertreiben doch, man kann doch zu allem verschiedener Meinung sein etc."
    Mittlerweile finde ich dieses immer gleiche Schema aber selbst penetrant und schwer erträglich. Heute also: "Wilhelm Wieben ist tot... ach ja, der Wilhelm Wieben, als ich toller Hecht beim Asta tätig war, und als ich mich verpartnert habe, ich, ich, ich, und ich breite hier jetzt auch noch zum 77000sten Mal mein mäßig interessantes Weltbild aus vom (schwulen) Biedermeier-Paradies Deutschland was nur durch die Migranten getrübt wird."
    Ein guter Rat: Unterhalten Sie sich mal mit anderen Menschen, die vielleicht auch andere Erfahrungen gemacht haben als Sie, z.B. mit queeren Menschen aus Syrien, und hören Sie vor allem auch mal zu, was diese Ihnen zu sagen haben. Dann dämmert Ihnen vielleicht, dass die Welt doch etwas komplexer ist als ihr selbstgehäkeltes Weltbild. Das würde ich Ihnen von Herzen wünschen.
  • Antworten » | Direktlink »
#29 FaktencheckAnonym
  • 14.06.2019, 00:27h
  • Antwort auf #25 von seb1983
  • Das Problem ist doch, dass zu den "Drama-Anlässen", die es in den meisten Familien ohnehin schon gibt, die Homophobie dann noch ZUSÄTZLICH DAZU kommt.

    Ebenso verharmlosend ist es, wenn homofeindliche Gewalt mit dem Hinweis kommentiert wird, dass doch jeder Mensch ein gewisses Risiko hat, zum Gewaltopfer zu werden. Das stimmt zwar, aber bei uns kommt das Risiko der homofeindlichen Gewalt zum "normalen" Risiko NOCH DAZU.

    Dass ich von solchen Verschleierungen spezifisch homophobiebedingter Probleme wenig halte, muss ich nicht betonen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #25 springen »
#30 stromboliProfil
  • 14.06.2019, 02:29hberlin
  • Antwort auf #19 von Ketzer
  • Danke!
    Danke weil so hinter den verlogenen masken doch noch teilnormalitäten hervorscheinen, die nicht vom zeitgeistigen "tolerant sein müssen" überdeckt werden.

    Sicher ist dein beispiel kein einzelfall, wie es auch nicht mehr der standard unserer beerdigungsritualien ist. Fängt schon an mit der "überführung ins familiengrab" .
    Habe selbst auch seitens meiner mutter diese bigotterie erlebt. Mein großzügig mir angebotener "ruheplatz" denn doch als armengrab weiterverschenkt.

    >> P.S. Mit dem Ratschlag, ich müsste meinen Gefährten doch nur heiraten, bitte ich mich zu verschonen. Wir haben Gründe, das nicht zu tun. Danke. <<
    Hier war mal der wunsch rechtlicher absicherung eigenen willens, gedankengeber der partnerschaftsidee. Mutiert im heteronormen ehegedöns.
    Von sachlicher sicht aufs miteinander leben verwalten , kann da nicht mehr die rede sein.
    Alles rosa nebel und weise einhörner.
    Und wer im "sozialen netz zappelt dank harz oder grundsicherungsrente, kann sich eine "heirat gar nicht leisten, will man nicht die eigenversorgung auf den partner verschieben...
    Ja ja, der alltag!
  • Antworten » | Direktlink » | zu #19 springen »

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