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Kommentare zu:
Wilhelm Wieben ist tot


#41 LotiAnonym
#42 TheDadProfil
  • 14.06.2019, 11:04hHannover
  • Antwort auf #32 von MarkKerzman
  • Wunderbar hübsche Erklärung des Begriffes und seiner verschiedenen Konnotationen in verschiedene Kontexten..

    Sich "zu seiner Arbeit" zu bekennen, oder gar zu einem "angenommenem Glauben" ist immer noch etwas vollständig anderes, als sich beispielsweise dazu "zu bekennen" ein Mensch mit einer ANDEREN Sexuellen Identität zu sein..

    Da ist nichts "angenommenes", nichts "erarbeitetes" dran..

    Das IST da..
    Dazu braucht es kein solches "Bekenntnis", welches zuvor über Jahrzehnte als "Geständnis" vor Gerichten auch erzwungen wurde..

    Kontext..
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#43 FaktencheckAnonym
  • 14.06.2019, 12:36h
  • Antwort auf #41 von Loti
  • Wieben sagte nach seinem Coming-Out:
    ""In einer anerkannten gesellschaftlichen Position habe ich auch eine Verpflichtung und kann andere ermutigen."

    Weshalb willst du ihm nicht zugestehen, worauf du selbst (zu recht) so stolz bist: Ein Vorbild durch Offenheit zu sein?
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#44 cinnamonEhemaliges Profil
  • 14.06.2019, 12:45h
  • Hallo! Für mich ist es schon akzeptabel, dass die Tagesschau nichts zu seinem Schwulsten gesagt hat. Das liegt meiner Meinung daran, dass er halt Single war und von daher tatsächlich kein Anknüpfungspunkt dafür gegeben war für den ehemaligen Arbeitgeber. Er hat sich halt auch nicht so stark engagiert, so dass es Bestandteil seiner offiziellen Biografie wäre, und dass er am liebsten mit Inge Meysel in den Urlaub gefahren ist, ist ja auch nur Klatsch, der eine Erwähnung in einem offiziellen Nachruf nicht rechtfertigt. Hätte er einen Partner hinterlassen, wäre das sicher erwähnt worden.

    Wäre er heterosexuell gewesen, hätte auch niemand erwartet, das man darauf explizit hingewiesen hätte.

    Ansonsten: Er war schon cool. Rip
  • Antworten » | Direktlink »
#45 KetzerEhemaliges Profil
  • 14.06.2019, 14:07h
  • Antwort auf #40 von Loti
  • Ich will gar nichts von Dir persönlich wissen. Mich interessiert einzig und allein, was jemand schreibt bzw. wie er_sie argumentiert.

    Und gegen die Formulierung "man sollte sein Schwulsein nicht an die große Glocke hängen" habe ich eben was - aus emanzipatorischen Gründen.

    Kein Mensch würde von Heteros verlangen, deren Heterosexualität "nicht an die große Glocke zu hängen". Sie hängt da, und zwar jeden Tag und überall.

    Das gleiche Recht fordere ich auch für alle queeren Menschen. NIEMAND soll sich verstecken müssen oder wollen. Dieses duckmäuserische "nicht an die große Glocke hängen" ist das Gegenteil von Freiheit. Punktum.
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#46 zundermxeAnonym
  • 14.06.2019, 14:30h
  • Wilhelm Wieben gehört für mich zu den Menschen, die ohne lautes Geschrei und Aufsehen um seine Person authentisch waren.
    Für mich persönlich auch aber nicht nur jenseits vom Thema Homosexualität.
    Ein Mensch, der mit und durch seine persönliche Art zur Farbe im Leben beigetragen hat.
    Danke dafür!

    Bitte hier nicht den billigen Umkehrschluss zu ziehen, dass ich damit laute oder extrovertierte Menschen weniger mag oder abwerten wollen würde.
    Vielfalt!

    Sicher wäre es seiner Person entsprechend passender und auch für ihn persönlich würdiger gewesen seine Homosexualität in einer zu seinem Leben und seiner Person passenden Form zu erwähnen.
    Wie hätte er selbst es formuliert, dass es klar ist aber nicht als platte Information in den Vordergrund gedrückt würde?

    @Ketzer
    Nicht wenige deiner Einstellungen und Erfahrungen kann bzw. muss ich für meine Person teilen.
    Generell kann ich nicht wirklich nachvollziehen, wie wer ernsthaft wiederholt betont, dass sich doch schon so viel geändert hat und wir doch mittlerweile einen zufriedenstellend nachhaltigen Zustand hätten was Gleichberechtigung, Gleichbehandlung und Diskriminierungsfreiheit angeht.
    Sicher hat es auch gute Entwicklungen gegeben.
    Wer aber ständig so tut als wären wir schon fast am Ziel und hätten eine breite und nachhaltige Unterstützung in der Gesellschaft hat nach meiner Meinung eine extrem große rosa Brille und verhindert so eher zumindest indirekt einen nachhaltigen Fortschritt und die dafür nötige Auseinandersetzung.

    Kann zwar menschlich verstehen, dass es persönlich angenehmer, positiver und einfacher ist alles tendenziell so empfinden und darstellen zu wollen. Irgendwann kommt vielleicht auch eine gewisse Ermüdung an Auseinandersetzungwillen und Konfliktbereitschaft auf.
    Auch mögen manche ihr eigenes persönliches Umfeld vielleicht tatsächlich als so fortschrittlich empfinden.
    Doch an dieser Stelle bitte ich ganz platt darum die Brille abzulegen, die Augen zu öffnen und das eigene persönliche Umfeld auch mal wieder kritischer zu betrachten. Nur weil eine Diskriminierung persönlich vielleicht nicht als solche empfunden wird, bedeutet es nicht, dass diese nicht vorhanden ist. Im Zweifelsfall zumindest für andere Menschen.
    Solidarität?!

    Die weiterhin weit verbreitete Diskriminierung inner- und außerhalb Deutschlands durch die Gesellschaft als Ganzes möchte hoffentlich niemand ernsthaft in Frage stellen. Die aktuellen Ereignisse und Themen wären öffentlich nicht vorhanden und als solches ein Ereignis oder ein Thema wenn es eben die berühmte Normalität bereits gäbe.
    Sorry, wer das wegdiskutieren will, ignoriert es oder ist nicht der Empathie fähig. Andere Motivationen dazu lass ich einfach mal weg.

    Wer dies nicht glauben oder gar bestreiten will, dem empfehle ich mal als Experiment in eine kleinere Stadt oder aufs Land zu ziehen. Oder einfach die Arbeitsstelle zu wechseln.

    Egal ob ich persönlich oder allgemein dafür oder dagegen bin.
    Die erste Diskriminierung besteht doch schon alleine in der Erwartungshaltung sich erklären zu müssen.
    Kaum ein Problem für eher extrovertierte Menschen. Dennoch sollten queere Menschen auch selbstverständlich introvertiert sein dürfen.
    Kaum ein Problem für selbstbewusste Menschen. Darf wirklich erwartet werden, dass queere Menschen nicht auch mal ganz normal weniger selbstbewusst oder gar krank sind (wobei beides ausdrücklich nicht bedingend in Verbindung zueinander gebracht werden soll)?

    Hab ja kein Problem mit Schwulen - aber die sollten schon dazu stehen.
    Hab ja kein Problem mit Schwulen - solange sie mich nicht anmachen.
    Hab ja kein Problem mit Schwulen -
    aber schon eine Vergeudung keine Kinder zu haben.
    Hab ja kein Problem mit Schwulen -
    aber Sie stehen unter Beobachtung!
    ...
    Ein paar spontane Beispiele aus dem Leben.
    Wer hier keine weiterhin vorhandene Diskriminierung erkennen und benennen will oder kann (von Menschen, die nicht müde werden zu betonen sie wären nicht homophob), hat ein von meinem völlig abweichendes Verständnis vom Begriff der Diskriminierung.

    Weglassen oder Verschweigen ist natürlich in den meisten Fällen zumindest eine indirekte Form der Diskriminierung und jenseits aller zumindest von mir gewünschter Normalität im Sinne von selbstverständlicher Gleichberechtigung.
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#47 LotiAnonym
  • 14.06.2019, 14:48h
  • Antwort auf #43 von Faktencheck
  • Danke für diese Mitteilung. Denn von dieser Aussage wußte ich nichts. Halte es dennoch für nicht gegeben, das, ob zu recht oder unrecht, die Tagesschau sich hierzu äußern soll. Wie hier schon erwähnt worden ist, haben dies ja nun andere übernommen. Vor allem der Spiegel.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #43 springen »
#48 LotiAnonym
  • 14.06.2019, 15:24h
  • Antwort auf #46 von zundermxe
  • Habe mit großem Interesse auch diesen Kommentar gelesen. Kann nicht umhin wieder mit persönlichen Beispielen aus meinem ehemaligen Arbeitumfeld der DPAG zu schreiben. Nach meinem Outing 1991 erlebte ich, wie schnell sich die Post von 2 Mitarbeitern trennte, welche sich mit HIV infiziert hatten. Abfindung und weg. Danach war ich mit einer Aufsicht der einzig offen auftretende Schwule im Betrieb. Besagte Aufsicht nahm sich später das Leben. Zudem wurde ich von einigen mir zugeteilten Vorgesetzten permanent gemobbt. Und als ob das nicht schon reichte, kehrten mir auch noch einige wichtige Kollegen von Verdi den Rücken zu. Ganz schlimm empfand ich es, als eine Mitarbeiterin bei einem Gespräch unverhohlen zu mir sagte: es sei Samenverschwendung, was wir betreiben. Trotzdem habe ich diesen Verein 25 Jahre die Stirn geboten. Schon allein wegen er Betriebsrente. Und weil ich ein typischer Dickschädel bin.
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#49 Taemin
  • 14.06.2019, 15:27h
  • Antwort auf #17 von tchantches
  • Ja, ich muss da nachbessern. Normal wäre entweder, in jedem Fall etwas zu sagen, woraus man auf die sexuelle Orientierung schließen kann, oder ganz auf jeden Hinweis zu verzichten. Dann wäre kein Raum mehr für Witwen von Männern, Witwer von Frauen, Kinder und Enkel. Bei Wilhelm Wieben kommt halt hinzu, dass er immer Single war, da kann natürlich weder von einem hinterlassenen Partner die Rede sein noch davon, dass ein Partner schon verstorben sei. - Paradebeispiel: der Komponist Hans Werner Henze, dessen Homosxualität in Nachrichten und Feuilleton totgeschwiegen wurde, als er verstorben war. Sein Partner war schon vor ihm gestorben. Hätte man sagen gekonnt. Er war wegen der Schwulenverfolgung in Deutschland schon in den Fünfzigern nach Italien übergesiedelt. Wäre erst recht der Erwähnung wert gewesen, da Deutschland mit ihm einen bedeutenden Künstler vertrieben hatte. Sein Vater hatte ihn wegen seiner Homosexualität gehasst (sagte Henze selbst in einem Interview). Auch das sollte in einem längeren Feuilletonartikel von Interesse sein, pflegt man doch sonst gern auf Kindheit und Jugend von Künstlern zurückzugreifen, um ihre Entwicklung zu interpretieren.
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#50 FaktencheckAnonym
  • 14.06.2019, 15:46h
  • Antwort auf #47 von Loti
  • "Halte es dennoch für nicht gegeben, das, ob zu recht oder unrecht, die Tagesschau sich hierzu äußern soll. "

    Allerdings bleibt spätestens nach diesem Zitat völlig unerklärlich, mit welchen Argumenten du diese Meinung rechtfertigen möchtest. Man hat natürlich das Recht, eine völlig unbegründete Meinung zu vetreten und auf die Argumente der anderen nicht einzugehen, aber dann muss man sich halt nicht wundern, wenn andere diese Meinung nicht nachvollziehen können.

    Lassen wir es dabei.
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