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"Bohemian Rhapsody"-Regisseur

Bryan Singer zahlt sechsstelligen Betrag nach Vergewaltigungsvorwurf

Außergerichtlich hat sich der Star-Regisseur mit einem Mann geeinigt, der behauptet hatte, Singer habe ihn im Alter von 17 Jahren vergewaltigt.



  • 14. Juni 2019, 14:40h, noch kein Kommentar

Der bisexuelle "X-Men"- und "Bohemian Rhapsody"-Regisseur Bryan Singer hat sich außergerichtlich mit einem Mann geeinigt, der ihn der Vergewaltigung bezichtigt hatte. Laut seinen Anwälten zahlt Singer dem Beschuldiger 150.000 US-Dollar (133.000 Euro). Dieser zieht mit der Zahlung seine Schmerzensgeldklage vom Dezember 2017 zurück.

Singer war beschuldigt worden, im Jahr 2003 den damals 17-jährigen Kläger bei einer Party auf einer Jacht in Seattle zum Sex gezwungen zu haben. Der heute 53-Jährige soll den Jugendlichen dabei laut der Klageschrift "mit Gewalt anal penetriert" haben.

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Singer bestreitet weiter alle Vorwürfe

Grund für die Einigung war, dass der Beschuldiger Insolvenz angemeldet hatte und der Insolvenzverwalter dessen Gläubiger auszahlen wollte. Singers Anwalt Andrew Brettler erklärte, dass der Regisseur weiterhin alle Vorwürfe abstreite und den Kläger angeblich gar nicht kenne, aber ein Gerichtsverfahren am Ende viel teurer gewesen wäre als die 150.000 Dollar. Die Zahlung dürfte Singer nicht schmerzen: Laut Schätzungen verdiente er alleine mit seinem letzten Film "Bohemian Rhapsody" 40 Millionen Dollar.

Bereits seit fünf Jahren gibt es Missbrauchsvorwürfe gegen Singer, die aber bislang noch nie zu einer Verurteilung geführt haben. Im Rahmen der MeToo-Debatte wurden Ende 2017 erneut Vorwürfe laut, die ernster genommen wurden. Singer hat diese Anschuldigungen mehrfach bestritten (queer.de berichtete). Er wurde wegen mehrerer von den Medien für glaubwürdig erachteter Vorwürfe in Hollywood zuletzt zur Persona non grata: So wurde sein geplanter neuer Blockbuster, eine Neuverfilmung des Schwarzenegger-Films "Red Sonja – Die Rache der Schwertkämpferin" aus dem Jahr 1985, im Februar auf Eis gelegt (queer.de berichtete). Auch Rami Malek, der oscarprämierte Star aus "Bohemian Rhapsody", ging auf Distanz zu dem Regisseur (queer.de berichtete). (dk)