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- 06. September 2005 1 Min.
Liverpool Die britische Stadt Liverpool plant die Errichtung eines Viertels mit schwulen und lesbischen Kneipen und Clubs. Über einen entsprechenden Antrag mehrerer Labour-Abgeordneter soll der Stadtrat in der nächsten Woche beraten. Mit Neid blicken die Abgeordneten auf das Gay Village im 60 Kilometer entfernten Manchester, berichten lokale Medien. Ein solches Projekt könnte zur Regenerierung der Innenstadt und der Stadtkassen beitragen, argumentieren die Befürworter. Auch sei ein Klimawechsel angebracht: "Es ist traurig, das zu sagen, (...) aber die Stadt ist noch immer rassistisch und homophob", sagte der Labour-Stadtrat Steve Munby. In Liverpool gibt es eher wenig Homo-Kneipen und -Clubs und keinen CSD. Steve Radford, offen schwuler Vorsitzender der mit Labour in der Stadt regierenden Liberalen, sagte der "Liverpool Times", er zweifle, ob sich ein solches Viertel von der Stadt aus planen lasse. Das als Erfolg geltende Beispiel aus Manchester sei schließlich aus privaten Initiativen von Geschäftsleuten aus der Szene entstanden, langsam gewachsen und dabei durch die Stadt, beispielsweise durch die Umwandlung in eine Fußgängerzone, unterstützt worden. (nb)













