Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?33854

Vielfalt im Militär

Schweizer Armee will trans Menschen rekrutieren

Nach internen Regeln ist Transsexualität ein Grund für Dienstuntauglichkeit – dennoch sucht die neue Dienststelle "Diversity Swiss Army" jetzt gezielt Soldat*innen mit trans Hintergrund.


Schweizer Grenadiere (Bild: Ltpcb / wikipedia)

Trans und inter Menschen sind ab sofort in der Schweizer Armee willkommen. Nach einem Bericht der "SonntagsZeitung" soll die neue Dienststelle "Diversity Swiss Army" sogar gezielt Soldat*innen mit trans Hintergrund rekrutieren. Die kürzlich eingerichete Abteilung arbeite dabei mit dem Rekrutierungskommando, dem medizinischen Dienst sowie den Jurist*innen der Streitkräfte zusammen.

Formalrechtlich sind nach dem armeeinternen Regelwerk "Nosologia Militaris" trans Menschen nach Artikel 25.60 ("Störung der Geschlechtidentität") noch immer zwingend für dienstuntauglich zu erklären. Nach Angaben der neuen Dienststelle genüge nun jedoch ein Attest eines Facharztes, dass die Bewerber*innen über Stressresistenz und Unterordnungsfähigkeit verfügen.

Erster trans Mensch in der Armee schon 2014

Bereits 2014 hatte sich die Schweizer Trans-Aktivistin Claudia Sabine Meier den Zugang in die Armee erkämpft und einen friedensstiftenden Einsatz im Kosovo geleistet – trotz ihrer früheren Ausbildung allerdings nicht als Fourier, sondern als Köchin. Sie gilt seitdem als erste trans Person in der Schweizer Armee.

Direktlink | TV-Bericht über Claudia Sabine Meier

Schweizer Militärärzte sind laut "Sonntagszeitung" aktuell mit durchschnittlich 18 "Transsexualitätsdiagnosen" pro Jahr konfrontiert. Ab 2020 soll in der traditionellen Rekrutenbefragung eine Frage zum "gefühlten Geschlecht" aufgenommen werden. Bei der Geschlechtsangabe ist die dritte Antwortoption "andere" geplant.

In den USA ist am 12. April auf Initiative von Präsident Donald Trump ein Trans-Verbot im Militär in Kraft getreten (queer.de berichtete). Personen mit der Diagnose "Geschlechtsidentitätsstörung" müssen seitdem aus Army, Air Force, Navy, Marine Corps und der Coast Guard entfernt und dürfen nicht mehr eingestellt werden. Dienen können sie nur dann, wenn sie ihre Transsexualität verstecken. (cw)



#1 LuniiAnonym
#2 VertebralisAnonym
#3 Patroklos
  • 16.06.2019, 21:06h
  • Schweizer Trans- und Intermenschen als Soldat bzw. Soldatin - sehr fortschrittlich! Das Trumpeltier will in den USA ein Verbot durchsetzen und kommt damit auf gar keinen Fall durch!
  • Antworten » | Direktlink »