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"Make America Straight Again"

Baptistenpfarrer: "Alle Homos sollen sterben"

Religiöse Homo-Hasser haben anlässlich des dritten Jahrestages des "Pulse"-Massakers eine Konferenz in der Nähe von Orlando abgehalten, um vorzugehen gegen "Sodomiten und den Schmutz, den sie auf der Welt verbreiten".


Baptistenpfarrer Steven Anderson ist einer der Anführer der christlich-fundamentalistischen Homo-Hasser, die gerne die Todesstrafe für Homosexuelle einführen würden

Bei einer von Baptisten in Florida organisierten Konferenz ist der Tod von Homosexuellen gefordert worden. Die dreitägige Veranstaltung stand unter dem leicht abgewandelten Donald-Trump-Motto "Make America Straight Again" (Macht Amerika wieder heterosexuell) und zog homophobe Pfarrer und Gläubige aus dem ganzen Land in die Nähe der Metropole Orlando.

Gegen die Konferenz protestierten am Samstag vor dem Veranstaltungsgebäude zirka 150 Demonstranten, darunter auch Aktivisten der Organisation "Truth Wins Out", die auch ein Video der Aktion veröffentlichten. Darauf ist Baptistenpfarrer Steven Anderson zu sehen, der seinen Wunsch nach dem weltweiten Tod aller Homosexuellen wiederholte: "Ich wünsche mir, dass alle Homosexuellen sterben", sagte der Geistliche. Gleichzeitig beteuerte er, dass er und seine christlichen Mitstreiter "völlig gewaltlos" seien. Ferner erklärte er: "Wir brauchen nicht diese dummen Unterscheidungen wie LGBT. Das ist alles eine Kategorie, nämlich Sodomiten."

Direktlink | Das Video von "Truth Wins Out"

Protest of the "Make America Straight Again" event in Lake County, FL.

Gepostet von David Williamson am Samstag, 15. Juni 2019
Facebook / David Williamson | Protestaktion einer Atheistengruppe

Anderson gehört seit Jahren wegen homophober und antisemitischer Ausbrüche zu den umstrittensten Pfarrern der USA. Er predigt eine wörtliche Auslegung der Bibel. Die Heilige Schrift besage laut Anderson, dass alle Homosexuellen Sünder seien, die mit dem Tod bestraft werden sollten. Mit öffentlichkeitswirksamen Statements sorgt er immer wieder für Empörung. Deshalb erhielt er in Großbritannien, Irland und im Schengen-Raum ein Einreiseverbot.

Laut "Make America Straight Again"-Organisator Patrick Boyle von der "Revival Baptist Church" wurden zu dem Event nur Sprecher eingeladen, "die dafür bekannt sind, Stellung gegen die Sodomiten und den Schmutz, den sie auf der Welt verbreiten, zu beziehen". Boyle hatte in der Vergangenheit für die Einführung der Todesstrafe für Homosexualität geworben. Die Konferenz fand in der knapp 30 Kilometer von Orlando entfernten Stadt Clermont statt, in der Boyles Kirchengemeinde beheimatet ist. Nach eigenen Angaben nahmen 300 Homo-Hasser an der Veranstaltung teil.


Pfarrer Patrick Boyle will alle homophoben Kirchen vereinen, um gegen Schwule und Lesben vorgehen zu können

"Gott hasst die Homos, Amen"

Einige der Predigten wurden live bei Youtube übertragen, sind aber inzwischen wegen Verstoßes gegen die Community-Richtlinien zu "hasserfüllten Inhalten" gesperrt worden. In seiner Predigt war Pastor Boyle wenig subtil – so sagte er: "Gott hasst die Homos, Amen. Gott hasst die Schwuchteln und die Queers und den ganzen LGBT-Auflauf."

LGBTI-Aktivisten zeigten sich geschockt, dass die Konferenz ausgerechnet in der Woche des dritten Jahrestages des Orlando-Massakers stattfand, bei der den 49 Opfern im LGBTI-Club "Pulse" gedacht wurde (queer.de berichtete). Pfarrer Anderson hatte in der Vergangenheit den Amoklauf gelobt. So sagte er kurz nach der Tat: "Die gute Nachricht ist: Es gibt 50 weniger Pädophile in dieser Welt, denn – Sie wissen ja – diese Homosexuellen sind eine Bande von widerlichen Perversen und Pädophilen." (dk)



#1 Sven100Anonym
#2 GeorgB
#3 remixbeb
  • 17.06.2019, 17:03h
  • Keine Ahnung warum. Aber bei dem Typen bekomme ich irgendwie immer das Gefühl, dass er selbst schwul ist..
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#4 dellbronx51069Anonym
#5 in der tatAnonym
  • 17.06.2019, 17:53h
  • Antwort auf #1 von Sven100
  • recht hast du: immer wieder baptisten. und lutheraner. und zeugen jehovas. und methodisten. und römische katholiken. und mormonen. und pfingstler. und russisch orthodoxe. und griechisch orthodoxe. und syrisch orthodoxe. und äthiopisch orthodoxe. und mennoniten. und so weiter. all diese christen ziehen ihren hass aus ihrem märchenbuch, weil es die grundlage für den christlichen hass ist.
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#6 Alexander_FAnonym
  • 17.06.2019, 18:11h
  • Man muss dazu sagen, dass all diese Figuren einer ganz bestimmten Kirche angehören, der New Independent Fundamental Bapist Church (NIFB). Damit will ich die Baptisten keineswegs verteidigt haben, denn sie sind tatsächlich allgemein nicht gerade als die weltoffenste Konfession bekannt, aber die NIFB ist nochmal eine ganz andere Hausnummer.
    Diese ist unter allen amerikanischen Sekten- und Extremismusexperten längst als ausgemachte "hate group" bekannt, zumal, weil die Ansichten gegen unsereinen nicht das einzige sind, was die auf dem Kerbholz haben. Steven Anderson hat zum Beispiel in einer Predigt gesagt, Autismus sei lediglich Ungehorsam und durch Prügel heilbar, und so etwas wie Vergewaltigung in der Ehe gebe es nicht, weil eine Frau mit der Ehe auch ihr Einverständnis gebe, ihrem Mann immer zu Diensten zu sein. Dass er daneben auch Anti-Impfaktivist, unverhohlener Antisemit und Holcaustleugner ist, überrascht daher wohl kaum.

    Auf dieser Infoseite kann man noch mehr darüber erfahren, mitsamt Ausschnitten aus seinen Predigten:

    nifbcult.com/

    Die gute Nachricht ist aber, dass atheistische und antifaschistische Aktivisten es bereits geschaft haben, seine Youtube-Kanäle und PayPal-Konten einzufrieren, weil er mit seiner Tätigkeit gegen deren Geschäftsbedingungen verstößt.
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#7 TheDadProfil
#8 marcocharlottenburgAnonym
  • 17.06.2019, 22:13h
  • Antwort auf #3 von remixbeb
  • Soll das irgendein Versuch der Rechtfertigung sein? Ich versteh diese Äußerungen bis heute nicht. Der Mann ist krank im Kopf und ich möchte mir nicht vorstellen, dass er unserer Community angehört. Ich komm jetzt schon nicht aus dem Kotzen raus!
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#9 Shinkaishi
  • 17.06.2019, 22:13h
  • "Anderson gehört seit Jahren wegen homophober und antisemitischer Ausbrüche zu den umstrittensten Pfarrern der USA. Er predigt eine wörtliche Auslegung der Bibel. Die Heilige Schrift besage laut Anderson, dass alle Homosexuellen Sünder seien, die mit dem Tod bestraft werden sollten."

    ...es ist etwas schwierig, diese Aussage zu bestreiten.
    ...genau deshalb und wegen vieler anderer direkter Instruktionen zur Gewalt sollte die Bibel eigentlich genauso behandelt werden, wie andere Schriften dieser Art.

    Das Problem ist, dass unter dem Mantel der Religionsfreiheit allgemein Dinge geduldet werden, die in jedem anderen Kontext nicht geduldet werden.
    Ob es jetzt um Verletzungen der körperlichen Integrität wie Beschneidung, Tierquälerei oder dergleichen geht, Religionen genießen eine Sonderstellung die nicht gerechtfertigt erscheint.

    Wir sollten mit gutem Beispiel vorangehen und beim Christentum anfangen.

    Über die Geschichte der Religionen wurden so viele Texte für apokryphisch erklärt, dass es nicht schwierig sein sollte.
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#10 easykeyProfil
  • 17.06.2019, 22:58hLudwigsburg
  • Antwort auf #5 von in der tat
  • ...ich würde es nicht auf das Label "Christen" beschränken, da laufen weltweit noch viele andere unter anderen Bezeichnungen.
    Solch vor Hass zerfressene Exemplare könnten mir fast leid tun, sie brauchen eine Behandlung und eine gut verschliessbare Bleibe. Es ist unglaublich, dass solchen geistig zersprengten Individuen im 21. Jahrhundert noch solche Plattformen zur Verfügung gestellt werden.
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