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"Make America Straight Again"

Baptistenpfarrer: "Alle Homos sollen sterben"

Religiöse Homo-Hasser haben anlässlich des dritten Jahrestages des "Pulse"-Massakers eine Konferenz in der Nähe von Orlando abgehalten, um vorzugehen gegen "Sodomiten und den Schmutz, den sie auf der Welt verbreiten".


Baptistenpfarrer Steven Anderson ist einer der Anführer der christlich-fundamentalistischen Homo-Hasser, die gerne die Todesstrafe für Homo­sexuelle einführen würden

  • 17. Juni 2019, 12:58h 22 3 Min.

Bei einer von Baptisten in Florida organisierten Konferenz ist der Tod von Homosexuellen gefordert worden. Die dreitägige Veranstaltung stand unter dem leicht abgewandelten Donald-Trump-Motto "Make America Straight Again" (Macht Amerika wieder heterosexuell) und zog homophobe Pfarrer und Gläubige aus dem ganzen Land in die Nähe der Metropole Orlando.

Gegen die Konferenz protestierten am Samstag vor dem Veranstaltungsgebäude zirka 150 Demonstranten, darunter auch Aktivisten der Organisation "Truth Wins Out", die auch ein Video der Aktion veröffentlichten. Darauf ist Baptistenpfarrer Steven Anderson zu sehen, der seinen Wunsch nach dem weltweiten Tod aller Homosexuellen wiederholte: "Ich wünsche mir, dass alle Homosexuellen sterben", sagte der Geistliche. Gleichzeitig beteuerte er, dass er und seine christlichen Mitstreiter "völlig gewaltlos" seien. Ferner erklärte er: "Wir brauchen nicht diese dummen Unterscheidungen wie LGBT. Das ist alles eine Kategorie, nämlich Sodomiten."

Direktlink | Das Video von "Truth Wins Out"
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Protest of the "Make America Straight Again" event in Lake County, FL.

Gepostet von David Williamson am Samstag, 15. Juni 2019
Facebook / David Williamson | Protestaktion einer Atheistengruppe
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Anderson gehört seit Jahren wegen homophober und antisemitischer Ausbrüche zu den umstrittensten Pfarrern der USA. Er predigt eine wörtliche Auslegung der Bibel. Die Heilige Schrift besage laut Anderson, dass alle Homosexuellen Sünder seien, die mit dem Tod bestraft werden sollten. Mit öffentlichkeitswirksamen Statements sorgt er immer wieder für Empörung. Deshalb erhielt er in Großbritannien, Irland und im Schengen-Raum ein Einreiseverbot.

Laut "Make America Straight Again"-Organisator Patrick Boyle von der "Revival Baptist Church" wurden zu dem Event nur Sprecher eingeladen, "die dafür bekannt sind, Stellung gegen die Sodomiten und den Schmutz, den sie auf der Welt verbreiten, zu beziehen". Boyle hatte in der Vergangenheit für die Einführung der Todesstrafe für Homosexualität geworben. Die Konferenz fand in der knapp 30 Kilometer von Orlando entfernten Stadt Clermont statt, in der Boyles Kirchengemeinde beheimatet ist. Nach eigenen Angaben nahmen 300 Homo-Hasser an der Veranstaltung teil.


Pfarrer Patrick Boyle will alle homophoben Kirchen vereinen, um gegen Schwule und Lesben vorgehen zu können

"Gott hasst die Homos, Amen"

Einige der Predigten wurden live bei Youtube übertragen, sind aber inzwischen wegen Verstoßes gegen die Community-Richtlinien zu "hasserfüllten Inhalten" gesperrt worden. In seiner Predigt war Pastor Boyle wenig subtil – so sagte er: "Gott hasst die Homos, Amen. Gott hasst die Schwuchteln und die Queers und den ganzen LGBT-Auflauf."

LGBTI-Aktivisten zeigten sich geschockt, dass die Konferenz ausgerechnet in der Woche des dritten Jahrestages des Orlando-Massakers stattfand, bei der den 49 Opfern im LGBTI-Club "Pulse" gedacht wurde (queer.de berichtete). Pfarrer Anderson hatte in der Vergangenheit den Amoklauf gelobt. So sagte er kurz nach der Tat: "Die gute Nachricht ist: Es gibt 50 weniger Pädophile in dieser Welt, denn – Sie wissen ja – diese Homosexuellen sind eine Bande von widerlichen Perversen und Pädophilen." (dk)

-w-

#1 Sven100Anonym
  • 17.06.2019, 16:18h
  • Baptisten, immer wieder Baptisten!!!
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#2 GeorgB
#3 remixbeb
  • 17.06.2019, 17:03h
  • Keine Ahnung warum. Aber bei dem Typen bekomme ich irgendwie immer das Gefühl, dass er selbst schwul ist..
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