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Polizeibericht

Berlin-Tiergarten: Unbekannte beleidigen drei Männer homophob

Erneut ein homophober Vorfall in der Bundeshauptstadt: In einer Parkanlage wurden drei Männer homophob beleidigt, einer von ihnen wurde sogar leicht verletzt.


Die Hauptstadtpolizei meldete in den letzten Tagen mehrere offenbar aus Homophobie motivierte Übergriffe

Drei Unbekannte haben am Montagabend nach Angaben der Berliner Polizei drei Männer in Tiergarten homophob beleidigt und angegriffen. Den Schilderungen der Opfer zufolge waren sie kurz vor 23 Uhr in einer Parkanlage am Oswald-Schumann-Platz unterwegs, als sie von dem Trio mit homosexuellenfeindlichen Sprüchen beleidigt worden seien.

Als die Männer nicht darauf reagierten, hätten sich die Unbekannten Baumäste gegriffen und diese in ihre Richtung geworfen. Einer der Männer, ein 56-Jähriger, wurde laut Polizei getroffen und leicht verletzt. Seine beiden Begleiter im Alter von 51 und 68 Jahren konnten ausweichen.

Anschließend flüchteten die Unbekannten in Richtung Hansaplatz. Eine medizinische Versorgung habe der Leichtverletzte abgelehnt. Der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt Berlin hat wie bei der Vermutung politisch motivierter Gewalt üblich die weiteren Ermittlungen übernommen.

Anders als in anderen deutschen Städten werden mögliche homo- oder transfeindliche Hintergründe von Straftaten gezielt in den Polizeiberichten Berlins publik gemacht. Die Polizei und Staatsanwaltschaft der Hauptstadt besitzen eigene Ansprechpartner für LGBTI.

Twitter / polizeiberlin | Bei den "Respect Gaymes" waren am Wochenende auch Ansprechpartner der Polizei vor Ort

Erst am Sonntagabend hatten nach Polizeiangaben Jugendliche einen 46-Jährigen in Schöneberg schwulenfeindlich beleidigt (queer.de berichtete). Zum Wochenende hatte die Polizei außerdem berichtet, dass ebenfalls in Schöneberg mindestens ein Mann von Jugendlichen angegriffen und mit Reizgas besprüht worden sei (queer.de berichtete). Am gleichen Wochenende wurde auch das Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen im Tiergarten erneut mit Farbe beschädigt (queer.de berichtete). Zudem wurden in Tempelhof zwei 18 und 21 Jahre alte Frauen nach einem Beziehungsstreit von einem 53-Jährigen homophob beschimpft und körperlich angegriffen (queer.de berichtete). (cw/pm)



#1 PetterAnonym
  • 18.06.2019, 16:42h
  • Die Berichte über Mobbing, Beleidigungen, Bedrohungen oder gar Gewalt gegen LGBTI werden immer zahlreicher.

    Die Politik muss endlich aktiv werden. Oder muss erst jemand sterben, damit die unter Krokodilstränen behaupten, schockiert zu sein?

    Wenn Union und SPD nicht aktiv werden können und/oder wollen, müssen das eben andere machen.
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#2 Homonklin44Profil
  • 19.06.2019, 03:39hTauroa Point
  • Fraglich, ob sie immer zahlreicher werden, weil immer mehr stattfinden, odwer weil mehr zur Anzeige gebracht werden, als früher.

    Ohne Frage muss da mehr drauf folgen. Wenn sowas ohne Folgen bleibt, wird es tatsächlich immer häufiger gemacht. Täter merken schnell, womit sie durchkommen können.
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