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"Tipp: Nicht in der Öffentlichkeit!"

"Heißer" Einsatz in MeckPomm: Polizei stoppt Frauen-Sex auf Autodach

Aufregung in der Provinz: Die Polizei freute sich auf Twitter über einen "'heißen' Einsatz", nachdem sie öffentlichen Lesben-Sex auf einem Strand-Parkplatz unterbunden hatte.


Die Polizei veröffentlichte auf Twitter dieses Bild (Bild: Twitter / Polizei Ludwigslust)

Die Polizei aus Mecklenburg-Vorpommern hat am Montag mitgeteilt, dass sie am Tag zuvor zwei Frauen beim öffentlichen Liebesspiel im 6.000 Einwohner zählenden Luftkurort Plau am See (Landkreis Ludwigslust-Parchim) erwischt habe. Auf Twitter veröffentlichte die Kreis-Polizei ein Foto, auf dem ein Mitteklassewagen von Audi abgebildet ist, und berichtete: "'Heißer' Einsatz in #PlauamSee".

Nach Polizeiangaben hätten sich die beiden Frauen im Alter von 26 bzw. 28 Jahren auf dem Autodach mit nacktem Oberkörper dem "Liebesspiel" hingegeben. Der Wagen habe sich dabei auf einem öffentlichen Parkplatz in der Nähe eines Strandes befunden. Badegäste am Textilstrand hätten sich gestört gefühlt und die Beamten alarmiert. Daraufhin habe die Polizei dem Treiben ein Ende gesetzt und eine Anzeige geschrieben. "Es besteht der Verdacht der Erregung öffentlichen Ärgernisses durch sexuelle Handlungen", sagte ein Polizeisprecher am Dienstag nach dpa-Angaben. Dazu twitterten die Beamten noch einen "Tipp" an alle sexhungrigen Leserinnen und Leser: "Nicht in der Öffentlichkeit!"

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In der Regel sorgen schwule Männer mit Cruising-Sex eher für Aufregung als lesbische Frauen. Erst vor wenigen Monaten gab es Aufregung in der nordrhein-westfälischen Hauptstadt Düsseldorf, als ein Mann offenbar aus Wut über cruisende Homosexuelle mit einer Machete Gebüsch im Hofgarten gestutzt haben soll, um Sex zu verhindern (queer.de berichtete). In Sachsen-Anhalt sorgte vergangenes Jahr das Werk eines Nachwuchskünstlers über das Cruisen für Aufregung, weil es von einer offenbar homophoben Museumsdirektorin als "abartig" diffamiert und nur hinter Glas ausgestellt wurde (queer.de berichtete). Für die Direktorin hatte der Ausbruch keine beruflichen Konsequenzen. (cw)



#1 terreAnonym
  • 19.06.2019, 07:46h
  • Ich finde es schade, dass der Artikel es verpasst den hier zugrunde liegenden Sexismus der Polizei zu explizieren. Stattdessen wird am Ende des Artikels eine Hierarchie aufgebaut, die impliziert, dass schwuler, öffentlicher Sex im größerem Maße verurteilt werde. Dass hier die Frauen praktisch als Protagonistinnen eines lesbischen Pornos diffamiert werden, dem ja alle (vor allem heterosexuelle Männer) gern beigewohnt hätten, bleibt leider unkommentiert. Schade.
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#2 remixbeb
#3 Homonklin44Profil
  • 19.06.2019, 10:35hTauroa Point
  • Komischerweise interessiert das selten wen, wenn es Heterosexuelle vor aller Augen treiben. Wenn zwei Frauen oder Kerle auch nur küssen sollten... Na gut, die Beiden haben wohl mehr gemacht, aber wenn Sex quasi die ganze Zeit in der Werbung läuft, da hat kaum wer was dagegen. Seltsame Welt, diese.
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#4 qwertzuiopüAnonym
#5 Ana NymAnonym
  • 19.06.2019, 21:08h
  • Nackter Oberkörper bei uns Frauen,
    sofort ein Stein des Anstoßes.
    Habe schon ein paar mal Männer mit nacktem Oberkörper gesehen, beim Raufen und Balgen beim mit einem Ball herumspringen.
    Eine Anzeige wegen öffentlicher "Ärgernis Erregung"? und einem "heißen Einsatz!".
    Und nein, bei zwei Männern mit nackten Oberkörper, die sich auf einem Auto vergnügen, das wäre wohl kein "heißer Einsatz" genannt worden.
    Genauso würde ich mich aber fragen: öffentliche "Ärgernis Erregung" - Echt jetzt?
    Würde es interessant sein dort vor Ort mal zu Testen - verschiedene Varianten?
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#6 LotiAnonym
  • 20.06.2019, 06:28h
  • Antwort auf #5 von Ana Nym
  • Soweit mir bekannt ist, ticken die Uhren in den neuen Bundesländern eben anders. In Brandenburg soll sogar Sex im Wald verboten sein. Was vollkommen gegen die sexuelle Freizügigkeit der Ostdeutschen ein Wiederspruch darstellt.
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#7 TheDadProfil
  • 20.06.2019, 10:35hHannover
  • Antwort auf #6 von Loti
  • ""In Brandenburg soll sogar Sex im Wald verboten sein.""..

    Ein solches Verbot gibt es nicht..
    Da gibt das Bundesdeutsche Strafgesetzbuch nicht her..
    verboten ist überall all das, was in der "Öffentlichkeit" Aufsehen "erregen" kann..

    Nun kann man die Frage stellen, ob denn durch das heranschleichen Zweier Polizisten "Öffentlichkeit" hergestellt wäre..

    Im Zweifel eher nicht..
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#8 LotiAnonym
  • 20.06.2019, 12:01h
  • Antwort auf #7 von TheDad
  • Merkwürdig. Dann habe ich diese Nachricht vor einigen Jahren wohl auf einer Humorseite gelesen? Soll mit einer saftigen Geldbuße geandet werden. Aber es ist mir auch sowas von egal. Habe mit einer Antwort von Dir sogar gerechnet;-))
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#9 giliatt 2Anonym
  • 20.06.2019, 23:46h
  • Ich las es heute früh in der BILD und Im NORDKURIER. In beiden Zeitungen war lediglich von "einem Paar" die Rede. Dass es sich dabei um zwei Damen handelte, die auf dem Autodach herumsexelten auf einem öffentlichen Parkplatz, ist allerdings auch unerheblich.

    Es gehört sich einfach nicht, sexuelle Handlungen - das Intimste zwischen zwei Menschen - in der Öffentlichkeit vorzunehmen. Zudem noch auf einem öffentlichen Parking und dort an exponierter Stelle auf dem Autodach, wo alle Leute es sehen können und müssen. Kinder sind dort am Strand. Mit Recht ist soetwas eine Ordnungswidrigkeit und gehört sanktioniert. Ein Bußgeld ist ebenso angemessen, wie eine mündliche polizeiliche Verwarnung.

    Sex im Wald ist in Mecklenburg nicht verboten. Bin selbst Waldbesitzer von 48 Hektar und mir ist es daher völlig egal, wer wann in meinem Revier umhervögelt, sofern er nicht mit der "Zigarette danach" meinen uralten Baumbestand in Flammen aufgehen lässt.

    Ich selbst mag Sex in Wäldern, auch in solchen, die nicht mir gehören. Aber ich stelle dabei keine Öffentlichkeit her. Wenn dort dann Förster oder Wanderer Gegrunze oder Gestöhne aus dem Gebüsch wahrnehmen, so können sie sich abwenden, wenn sie sowas nicht mögen. Sie müssen sich nicht durch das Gestrüpp kämpfen, um auf meinen auf und nieder gehenden Hintern zu glotzen, um dann die Polizei zu rufen.
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#10 LotiAnonym
  • 21.06.2019, 08:01h
  • Antwort auf #9 von giliatt 2
  • Um hier Missverständnisse auszuräumen. Ich bin bestimmt nicht prüde. Wenn schon öffentlich im Tiergarten bei Tag und in der Nacht oder auch im Grunewald Berlins herumgevögelt wird, wieso dann nicht auch in Brandenburgs Wäldern? Soviel dazu. Ich hätte über das Verbot ja nichts geschrieben, wenn ich es nicht irgendwo mal gelesen hätte. Verstehe es ja selbst nicht. Was die beiden Lesben da getrieben haben, war mit Sicherheit nicht besonders klug ausgeführt. Doch wenn ich daran denke, was ich schon so alles im Tiergarten unter Männern zwischen Sträuchern gesehen habe, ist dieser im Artikel beschriebene Vorgang für mich nichts besonderes. Nachteil im Tiergarten. Geht man zur kalten Jahreszeit einige wegen durch den Park, sieht man deutlich die Hinterlassenschaften dieser umtriebigen Gesellen. Gebrauchte Kondome und weggeworfene Papiertaschentücher. Von den Beschädigungen der Grünanlage ganz zu schweigen. Sehr zum Verdruss der Gärtner. Es gab sogar in der Vergangenheit schon Aufrufe in der Community, die Hinterlassenschaften einzusammeln. Ohne Erfolg. Echt kein schöner Anblick.
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