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Australien

Israel Folau bittet Fans um Spenden in Millionenhöhe

Nach seinen hasserfüllten Tiraden gegen Schwule und Lesben ist Israel Folau vom Rugbyverband gefeuert worden. Um dagegen zu klagen, will der einst bestbezahlte Rugbyspieler der Welt nun drei Millionen Dollar von Fans einsammeln.


Israel Folau (mit Rugbyball) während eines Spiels im Jahr 2017 (Bild: www.davidmolloyphotography.com / flickr)

Der frühere australische Rugby-Profi Israel "Izzy" Folau hat auf der Crowdfundingseite Gofundme.com einen Spenenaufruf über drei Millionen Dollar (1,8 Millionen Euro) gestartet. Damit will der 30-jährige evangelikale Christ aus Sydney seine Klage gegen den Verband Rugby Australia finanzieren. Binnen weniger als 48 Stunden spendeten über 5.000 Fans bereits mehr als 400.000 Dollar.

Der 30-jährige Spitzensportler war im Mai vom Rugbyverband wegen eines besonders schweren Bruchs der internen Verhaltensregeln fristlos gekündigt worden (queer.de berichtete). Grund waren wiederholte homophobe Äußerungen. So hatte Folau in sozialen Netzwerken erklärt, dass Homosexuelle in die Hölle kämen, sofern sie nicht "für ihre Sünden Buße tun und sich Gott zuwenden" (queer.de berichtete). Laut dem "Sydney Morning Herald" verklagte Folau den Rugbyverband nach seinem Rausschmiss auf Schadensersatz in Höhe von zehn Millionen Dollar.

"Mein Glaube ist das Wichtigste in meinem Leben"

Folau erklärte in dem Spendenaufruf, er und seine Frau hätten bereits bis jetzt mehr als 100.000 Dollar für die Klage ausgegeben. "Das Geld, um das ich Sie bitte, ist nur dafür da, den Rest meines Verfahrens zu finanzieren", so Folau. Er erklärte, die Kündigung seines Vertrages sei gesetzeswidrig, weil dies gegen die Religionsfreiheit verstoße. "Mein Glaube ist das Wichtigste in meinem Leben. Ich versuche, mein Leben nach der Bibel zu leben und glaube, es ist meine Pflicht, das biblische Wort weiterzuverbreiten", schrieb der Sportler, der noch im vergangenen Jahr als bestbezahlter Rugbyspieler der Welt galt.


Die Spendenseite am Freitag (Bild: Gofundme.com)

In sozialen Netzwerken stieß die Kampagne laut einem Bericht des Fernsehsenders Network Ten auf Unverständnis. So habe der Millionär den Streit selbst angefacht, schrieben Nutzer auf Twitter. "Es geht nicht um Religion, es geht um deine Gier", heißt es in einem Eintrag.

Erst vergangene Woche hatte Folau in einer live im Internet übertragenen Predigt in seiner Kirchengemeinde erneut Homo- und Transsexualität als unchristlich bezeichnet und mit dem Teufel in Verbindung gebracht (queer.de berichtete). (dk)



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#1 Julian SAnonym
  • 21.06.2019, 14:12h
  • "So habe der Millionär den Streit selbst angefacht"

    1. Er hat seine Entlassung selbst zu verantworten. Wieso sollen jetzt andere dafür zahlen?!

    2. Er hat genug Kohle. Das belegt nur wieder mal die Bigotterie solcher Leute: die haben selbst genug Geld, erwarten aber allen Ernstes, dass andere für sie spenden.
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#2 Stefan84Anonym
  • 21.06.2019, 14:46h
  • Die Bibel ist ziemlich klar was Tattoos betrifft (vor allem in der englischen Übersetzung). Levitikus 19:28
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#3 YannickAnonym
  • 21.06.2019, 15:28h
  • Also wer dem ehemals bestbezahlten Rugbyspieler der Welt jetzt ernsthaft etwas spendet, weil der den Hals nicht vollbekommt und bloß nichts von seinem Vermögen für seine aussichtslosen Klagen nutzen will, muss sich wirklich mal untersuchen lassen...
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#4 YannickAnonym
#5 egalAnonym
  • 21.06.2019, 16:03h
  • Antwort auf #3 von Yannick
  • so Leute sind anscheinend gar nicht so selten; ich erinnere mich vage an einen Fall aus der deutschen(!) Politik, bei dem auch nach einem Fehler/Fehlverhalten mit "finanziellem Nachteil" dazu aufgerufen wurde (zumindest von einem Volks"treter"), dafuer zu spenden. Ich weiss aber leider nicht mehr den genauen Hergang und auch der/die Beteiligte(n) fallen mir nicht mehr ein (da ist ja auch mittlerweile so viel dazugekommen, und man wird ja auch nicht juenger :-/ ); ich meine nur noch zu wissen, dass es in den Reihen der CDU war (und nein, es waren nicht die 100.000 Kroeten in einem Umschlag)
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#6 Carsten ACAnonym
  • 21.06.2019, 17:37h
  • "Er erklärte, die Kündigung seines Vertrages sei gesetzeswidrig, weil dies gegen die Religionsfreiheit verstoße."

    Solche Leute kapieren nie, was Freiheitsrechte bedeuten bzw. sie missbrauchen Freiheitsrechte für ihre Zwecke.

    Religionsfreiheit bedeutet, dass man selbst nicht wegen seiner Religion diskriminiert werden darf. Das gibt aber nicht das Recht, andere zu diskriminieren.

    Das ergibt sich auch schon rein logisch, denn wenn er andere diskriminieren dürfte, gälte für die ja kein Schutz vor Diskriminierung. Ansonsten würden Freiheitsrechte ja nur für eine einzelne Gruppe gelten und wären damit kein Schutzrecht mehr.
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#7 daVinci6667
  • 21.06.2019, 18:59h
  • Gibts in Australien keine Rechtsschutzversicherung oder hat die ihm mitgeteilt dass eine Klage aussichtslos ist und den Fall daher nicht finanzieren?
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#8 DramaQueen24Profil
  • 21.06.2019, 19:56hBerlin
  • Herr Folau, vielleicht kriegen Sie das Geld zusammen, aber weniger von Ihren Fans, als vielmehr von homophoben, "christlichen" Organisationen, vor allem aus den USA.
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#9 PeerAnonym
  • 21.06.2019, 20:20h
  • Hat er erkannt, wie aussichtslos die Klage ist und will deshalb nicht sein eigenes Geld verpulvern?
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#10 Homonklin44Profil
  • 22.06.2019, 02:35hTauroa Point
  • Bestbezahlter Rugbyspieler? Ich nehme mal an, er wird nicht alles schon verprasst haben, das er jemals verdiente. Aber da Evangelikale sich echt gern geistig freiwillig selbst begrenzen, wird es sicher Viele geben, die da auch noch was hin spenden werden. Außerdem sind die das ja gewöhnt, denn ihr Glaube ist kostspieliog, und der symbolisch stellvertretende "Gott" der Christianer kriegt den Hals auch nicht leicht voll. Die Idioten sämtlicher Strömungen und Spaltkirchen zahlen sich dumm und dusselig für diesen ganzen Mummenschanz.

    Die Gier soll doch eine Todsünde sein, oder nicht? Avaritia.
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