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Australien
Israel Folau bittet Fans um Spenden in Millionenhöhe
Nach seinen hasserfüllten Tiraden gegen Schwule und Lesben ist Israel Folau vom Rugbyverband gefeuert worden. Um dagegen zu klagen, will der einst bestbezahlte Rugbyspieler der Welt nun drei Millionen Dollar von Fans einsammeln.

Israel Folau (mit Rugbyball) während eines Spiels im Jahr 2017 (Bild: www.davidmolloyphotography.com / flickr)
- 21. Juni 2019, 12:08h 2 Min.
Der frühere australische Rugby-Profi Israel "Izzy" Folau hat auf der Crowdfundingseite Gofundme.com einen Spenenaufruf über drei Millionen Dollar (1,8 Millionen Euro) gestartet. Damit will der 30-jährige evangelikale Christ aus Sydney seine Klage gegen den Verband Rugby Australia finanzieren. Binnen weniger als 48 Stunden spendeten über 5.000 Fans bereits mehr als 400.000 Dollar.
Der 30-jährige Spitzensportler war im Mai vom Rugbyverband wegen eines besonders schweren Bruchs der internen Verhaltensregeln fristlos gekündigt worden (queer.de berichtete). Grund waren wiederholte homophobe Äußerungen. So hatte Folau in sozialen Netzwerken erklärt, dass Homosexuelle in die Hölle kämen, sofern sie nicht "für ihre Sünden Buße tun und sich Gott zuwenden" (queer.de berichtete). Laut dem "Sydney Morning Herald" verklagte Folau den Rugbyverband nach seinem Rausschmiss auf Schadensersatz in Höhe von zehn Millionen Dollar.
"Mein Glaube ist das Wichtigste in meinem Leben"
Folau erklärte in dem Spendenaufruf, er und seine Frau hätten bereits bis jetzt mehr als 100.000 Dollar für die Klage ausgegeben. "Das Geld, um das ich Sie bitte, ist nur dafür da, den Rest meines Verfahrens zu finanzieren", so Folau. Er erklärte, die Kündigung seines Vertrages sei gesetzeswidrig, weil dies gegen die Religionsfreiheit verstoße. "Mein Glaube ist das Wichtigste in meinem Leben. Ich versuche, mein Leben nach der Bibel zu leben und glaube, es ist meine Pflicht, das biblische Wort weiterzuverbreiten", schrieb der Sportler, der noch im vergangenen Jahr als bestbezahlter Rugbyspieler der Welt galt.

Die Spendenseite am Freitag (Bild: Gofundme.com)
In sozialen Netzwerken stieß die Kampagne laut einem Bericht des Fernsehsenders Network Ten auf Unverständnis. So habe der Millionär den Streit selbst angefacht, schrieben Nutzer auf Twitter. "Es geht nicht um Religion, es geht um deine Gier", heißt es in einem Eintrag.
Erst vergangene Woche hatte Folau in einer live im Internet übertragenen Predigt in seiner Kirchengemeinde erneut Homo- und Transsexualität als unchristlich bezeichnet und mit dem Teufel in Verbindung gebracht (queer.de berichtete). (dk)












1. Er hat seine Entlassung selbst zu verantworten. Wieso sollen jetzt andere dafür zahlen?!
2. Er hat genug Kohle. Das belegt nur wieder mal die Bigotterie solcher Leute: die haben selbst genug Geld, erwarten aber allen Ernstes, dass andere für sie spenden.