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Zeitungsbericht
AKK zu Gast bei Hochzeit von schwulem Paar
Die umstrittene CDU-Chefin, die bislang eher durch LGBTI-feindliche Äußerungen aufgefallen ist, sagte, sie habe "gerne" gemeinsam mit ihrem Mann an der Feier im Saarland teilgenommen.

CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer will ihr Image als erbitterte LGBTI-Gegnerin offenbar aufweichen
- 21. Juni 2019, 14:26h 2 Min.
Die christdemokratische Bundesvorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer und ihr Mann Helmut Karrenbauer waren nach einem Bericht der "Saarbrücker Zeitung" (Wochenendausgabe) Gäste einer standesamtlichen Trauung und der Hochzeitsfeier eines schwulen Paares im Saarland. Die Eheschließung habe am Freitag in Marpingen im Norden des Bundeslandes stattgefunden. "Es war eine private Einladung, die wir gerne angenommen haben", sagte Kramp-Karrenbauer der Zeitung.
Sie freue sich für das Paar und wünsche ihm für die gemeinsame Zukunft alles Gute, sagte die CDU-Chefin demnach. Nach Informationen des Blattes ist einer der Ehemänner, mit dem die Parteichefin und ihr Mann seit Jahren gut befreundet sei, Mitglied in der CDU.
AKK profilierte sich mit Homophobie und "Witzen" über Intersexuelle
Kramp-Karrenbauer war wegen mehrere LGBTI-feindlicher Äußerungen in den letzten Jahren in die Kritik geraten. So sprach sie sich 2015, damals als saarländische Ministerpräsidentin, gegen die gleichgeschlechtliche Ehe aus – mit dem Argument, dass ein solcher Schritt auch zur Anerkennung von Viel- oder Verwandten-Ehen führen könne (queer.de berichtete). 2017 behauptete sie, dass das "Fundament unseres gesellschaftlichen Zusammenhalts" durch heiratende Schwule und Lesben "schleichend erodiert" werden könnte (queer.de berichtete)
Dieses Jahr geriet die Politikerin in die Kritik, weil sie bei einem Faschingsauftritt in Baden-Württemberg erklärte, "Toiletten für das dritte Geschlecht" seien "für die Männer, die noch nicht wissen, ob sie noch stehen dürfen beim Pinkeln oder schon sitzen müssen. Dafür – dazwischen – ist diese Toilette" (queer.de berichtete). Das führte zu scharfer Kritik von SPD, FDP, Grünen und Linken an Kramp-Karrenbauer, aber zu Lob aus der AfD (queer.de berichtete). Kurz nach der Äußerung brachen ihre Umfragewerte ein, was teilweise auf ihre LGBTI-feindliche Haltung und ihre Unfähigkeit, sich für diskriminierende Äußerungen zu entschuldigen, zurückgeführt wurde. (AFP/dk)














