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Interview
Fantasypride: "Einfach schön bunt"
Die Veranstalter des Fantasypride berichten im Interview, was die Phantasialand-Besucher beim Gay Day am 29. Juni erwartet.

Die drei Herren vom Karussell (v.l.n.r.): Fantasypride-Veranstalter Tim Opfer, Matthias Eiting und Mario Becker (Bild: Fantasypride)
- 22. Juni 2019, 06:23h 3 Min.
Das Phantasialand in Brühl bei Bonn wird am Samstag, den 29. Juni wieder queer: Mit dem Fantasypride findet kurz vor dem ColognePride der älteste Gay Day in einem deutschen Freizeitpark statt (queer.de berichtete). Im Interview erzählen die Fantasypride-Veranstalter Matthias Eiting ("Mattei"), Tim Opfer und Mario Becker, was das Besondere an ihrem Event ist.
queer.de: Am 29. Juni findet der Fantasypride bereits zum 16. Mal statt. Wen wollt Ihr denn mit dem Event ansprechen?
Mario: Beim Fantasypride ist jeder willkommen, aber in erster Linie richtet er sich natürlich an die LGBTIQ-Community. Wir haben auch jedes Jahr einen schönen Querschnitt da, von jung bis alt, m / w / d, Single und Regenbogenfamilie – einfach schön bunt.
Was unterscheidet den Fantasypride von einem stinknormalen Tag im Phantasialand?
Mattei: Oh, eine Menge. Zunächst mal stellt unser queeres Völkchen an dem Tag einen sehr großen Anteil des Publikums, was einfach schon mal ein anderes Feeling bei allen Aktivitäten im Park gibt. Und natürlich gibt es mit unserem Programm auf dem Kaiserplatz, der Silverado-Show am Abend und der Party in Wuze-Town zusätzliche Highlights – und das ohne zusätzliche Kosten für die Besucher.
Was sind denn Eure Insider-Tipps: Wie nehme ich als Besucherin oder Besucher am meisten Karussells und am meisten Party mit?
Tim: Der frühe Vogel und so: Der Park öffnet um neun Uhr, und wer da schon dabei ist, kann locker alles schaffen über den Tag. Am besten die gefragtesten Attraktionen wie Taron als erstes ansteuern, über den Nachmittag können da schon ziemliche Wartezeiten entstehen.
Mario: Am meisten Party ist auch ganz einfach: Um 20 Uhr in die von Tim jedes Jahr mit viel Liebe vorbereitete Show kommen! Die entlässt einen jedes mal so gut gelaunt, dass man danach direkt abfeiern kann bis in die Nacht.
Wie viele Euros sollte ich denn für den Spaß einplanen?
Mattei: Der Eintritt kostet im Vorverkauf 44,50 Euro, die muss man einplanen. Der Rest hängt stark vom eigenen Programm ab, also ob ich zwischen den Achterbahnfahrten viel Hunger bekomme oder abends auf der Party großen Durst habe. (lacht)
Was sind dieses Jahr die Highlights beim Fantasypride? Also: Was muss man am Ende des Tages gesehen, erlebt oder gemacht haben?
Mario: Wie schon gesagt: die Show!
Tim: Ich finde ja, wer vor der Party geht, hat was verpasst.
Mattei: Darf ich noch erwähnen, dass jeder Taron fahren sollte. Wer sich das noch nicht getraut hat, verpasst echt was!
Das Phantasialand ist ja besonders unter Eltern mit Kindern beliebt. Gibt es keine Probleme, wenn Hetero-Familien plötzlich auf Prosecco und den Wet-T-Shirt-Contest stoßen?
Tim: Nein. Überraschenderweise haben wir festgestellt, dass auch Heteros Prosecco mögen – und Familien sich freuen, wenn ihre Kinder von einem lustigen und bunten Bühnenprogramm eine Zeit lang gefesselt sind, so dass Papa und Mama mal durchatmen können.
Links zum Thema:
» Homepage Fantasypride
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Mehr zum Thema:
» Gay and gayfriendly Hotels buchen


















Übertags schön Achterbahnen und andere Fahrgeschäfte fahren und abends dann in die Fantasy-Pride-Show und danach noch auf die Party.
Dieses Jahr übernachte ich auch in einem der Hotels des Parks, damit ich nicht mitten in der Nacht nach der Party noch mit den Shuttle-Bussen nach Hause muss.