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Kommentare zu:
"Krieg den Fotzen, Friede den Arschlöchern"


#1 marcocharlottenburgAnonym
  • 22.06.2019, 17:02h
  • Es hilft alles nichts. Der Mensch wird sich immer mit anderen vergleichen und es wird leider immer Menschen geben, die all das ablehnen, was nicht in ihr Weltbild passt. Wir wünschen uns das anders, aber der Idealzustand wird nie erreicht. Schön wäre es, wenn wir uns dem zumindest weiter annähern. Ich erwarte nicht, dass Heteros mit überschwänglicher Freude reagieren, wenn sie erkennbar auf LGBTI treffen, aber... Leben und leben lassen, sollte schon drin sein...
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#2 schwulenaktivist
  • 22.06.2019, 17:22h
  • Es muss immer wieder darauf hin gewiesen werden, dass der "Kreis" der Homosexuellen ein sehr kleiner ist. Aber die an homosexuellen Handlungen Beteiligten relativ zahlreich sind! Kein Mann muss "schwul" sein, um mit anderen Männern Sex zu haben. Und nicht jeder Mann, der eine Frau küsst ist ein "reiner" Frauenheld! ,)

    www.arcados.ch/?page_id=1088
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#3 daVinci6667
  • 22.06.2019, 17:59h
  • Antwort auf #2 von schwulenaktivist
  • Es muss immer wieder darauf hin gewiesen werden, dass der "Kreis" der Homosexuellen ein sehr kleiner ist. Aber die an homosexuellen Handlungen Beteiligten relativ zahlreich sind!
    -

    Da bin ich anderer Meinung. Wir sollten unseren Gegnern nicht den Gefallen tun uns selbst zu marginalisieren!

    Wer über seine Adoleszenz hinaus mehr als einmal was mit einem anderen Mann hat und daran Gefallen hat, belügt sich selbst, wenn er glaubt er sei heterosexuell. In Wahrheit ist er bi oder falls Frauen praktisch gar nicht vorkommen, eben schwul.
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#4 zundermxeAnonym
  • 22.06.2019, 20:19h
  • Verständlich und nachvollziehbar, wenn es denn so war, dass Menschen, die für eine Idee oder ein Thema brennen links und rechts nichts mehr wahrnehmen (können oder wollen). Die Überbedeutung dessen ist eine Überbedeutung des eigenen Lebens und des eigenen Ichs.

    Wie nachhaltig dies dann für die eigene Person oder die Idee ist, kann auf verschiedenen Ebenen betrachtet werden.

    Wie wahrhaftig dies einem selbst und anderen gegenüber sowie der Idee ist, lässt sich scheinbarer umso einfacher erkennen je mehr zeitlicher und sachlicher Abstand zur Person und ihrem Schaffen liegt.

    Wäre es nicht der große Engels um den es hier geht, könnte aus seinen Worten vielleicht vorschnell aus dieser geäußerten Angst, dieser Abscheu und durchaus auch diesem Hass der Homosexualität und den vermeintlich Homosexuellen gegenüber eine zumindest auf seine eigene Sexualität bezogen große persönliche Unsicherheit (Verklemmtheit?) gefolgert werden.
    Die mehrfach ausgedrückte Phantasie des sich von hinten nähern ließe zahlreiche Spekulationen über Engels selbst zu.

    Engels, wie jeden anderen Menschen auch, als Kind seiner Zeit zu sehen und ein Leben somit im Zusammenhang der Zeit zu betrachten, ist erstmal sinnvoll und hilfreich zum Verständnis.
    Dies darf und sollte jedoch nie eine automatische und voreilige Entschuldigung beinhalten. Insbesondere nicht für Menschen, die sich selbst rühmen und von anderen besonderer geistiger Fähigkeiten und Leistungen gerühmt werden.
    Menschen im Kontext ihrer Zeit zu sehen bietet lediglich eine Erklärungs- und Betrachtungsebene. Mehr nicht.

    Einerseits Regeln, Normen und Machtverhältnisse einer Gesellschaft in Frage zu stellen und andererseits sich mit reaktionären Verhalten und persönlichen Einstellungen aus einem scheinbar anderen Lebensbereich über andere zu werten ist zumindest ein Stück weit entzaubernd (entspannt ausgedrückt).
    Dies soll keine Kritik im Sinne einer Abwertung im Allgemeinen sein.
    Es ist eher eine Art Vermenschlichung einer historischen Person.
    Wer die geistigen Fähigkeiten zur konstruktiven Kritik und Abstraktion zeigt, entscheidet selbst (-bestimmt) dies entweder punktuell zu nutzen oder universal anzuwenden.
    Jenseits eigener Bedürfnisse und der eigenen Person.
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#5 BewegungsschwesterAnonym
  • 22.06.2019, 22:10h
  • Antwort auf #2 von schwulenaktivist
  • Dann wären diese Männer zumindest bisexuell. Deine These blendet völlig aus, dass Sexualität auch etwas mit Begehren und sexueller Attraktivität zu tun hat. Es ist eben nicht egal, mit wem ich Sex habe.
    Dass es Männer gibt, die sich nicht unbedingt als schwul definieren, will ich Dir gerne zugestehen. Trotzdem verhalten sie sich homosexuell, wenn die Partnerwahl nur auf andere Männer gerichtet ist.
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#6 Dont_talk_aboutProfil
  • 23.06.2019, 00:14hFrankfurt
  • Im Grunde argumentiert er sehr ähnlich wie die Kollegin Wagenknecht. In ernsthaften sozialistischen Bewegungen hatten es queere Themen schon immer schwer, da sie quer zum Klassenkampf stehen und man sich nicht auf Nebenkriegsschauplätzen verirren will.
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#7 giliatt 2Anonym
  • 23.06.2019, 01:29h
  • Antwort auf #5 von Bewegungsschwester
  • Eigentlich hielt ich Fabrikantensohn Engels immer für den weltgewandteren Part des Kommunismus- Erfinder -Duos Marx/Engels. Während Karl - was uns im Studium nicht gelehrt wurde, aber bekannt war - alles (Kindermädchen etc. pp.) besprang, was bei DREI nicht geflüchtet war, erschien uns immer Friedrich Engels Privatleben als "unauffällig". Er hatte keines, wie uns schien.
    Dass Engels homophob war, enttäuscht mich. Sorry, ich, Student 1977, hielt ihn für asexuell oder bisexuell. Dachte, dass er eventuell ein unbewusst verklemmter HOMO wäre. Zu seiner Lebenszeit waren die wissenschaftlichen Erkenntnisse über männliche Homosexualität noch sehr neu und unausgegoren. Damals wie heute setzte man homosexuelle Männer immer gleich mit KINDERSCHÄNDERN, mit Pädophilen oder Päderastern. Dass Engels die sexuelle Orientierung politischer Gegner brandmarkte, sollte man vielleicht differenzierter sehen: Homophob klingen seine Texte.
    Aber: Warum?
    Das sollten wir hinterfragen.
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#8 Der Kreis 2019Anonym
  • 24.06.2019, 01:18h
  • Danke für den herausragenden Artikel!

    Wer homosexuell veranlagt ist und den Brei von SPD, SED und KPD nachbetet, sollte sich besser in Behandlung begeben.
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#9 ErgänzungAnonym
#10 Bodo NiendelAnonym
  • 24.06.2019, 14:52h
  • Lieber Erwin,
    ich danke Dir für Deine akribische Darstellung der Homophobie von Engels und bedingt auch Marx. Darin gibt es nichts zu leugnen. Die Stärke von Marx und bedingt auch Engels lag auf dem Feld der Kritik der politischen Ökonomie, an wenigen Stellen äußersten sie sich nur zu anderen Herrschaftsformen, sie lehnten die Sklaverei ab, den Kolonialismus sahen sie zuerst als notwendig an, später betonten sie die Grausamkeiten, die Unterdrückung der Frau in der Familie verglichen sie mit Sklaverei (vgl. Die dt. Ideologie). Beim Thema Homosexualität waren sie tatsächlich Kinder ihrer Zeit und da gibt es nichts zu beschönigen. Engels lebte übrigens mehrere Jahrzehnte in wilder Ehe.
    Mir scheinst Du versuchst Dich hier an einer Abrechnung und da möchte ich allerdings ein paar Einschränkungen machen. Über die Schattenseite von Marx/Engels (sogar manch antisemitische Äußerung "Der Jud Lasalle" wissen wir detailliert durch die MEGA). Es gibt wohl kaum ein Wissenschaftspaar, welches durch die 45 Bände der MEW und die Bücherschränke der MEGA so gut dokumentiert ist, also auch ihre Schattenseiten. Gäbe es sowas von anderen Wissenschaftler*innen, wir könnten sehr viel Homophobie, Sexismus, Rassismus belegen. Man kann hier wohl kaum von einem Markenkern des Kommunismus sprechen, wohl aber von bornierten Schattenseiten. Es war nicht ihr Hauptthema. Doch belastet diese Schattenseite die Analyse von Ware, Wertform und Geld?
    Der Vollständigkeit sollte man auch erwähnen, dass auch Ullrichs und Hirschfeld ihre Schattenseiten hatten. Ullrichs hatte eine eher aristokratisch/elitäre Einstellung (dies ist in der Kennedy-Biographie ganz gut belegt). Hirschfeld hing lange der Eugenik an, ja er sprach sich sogar in einigen Fällen für Konversationstherapien aus (das belegt die große Herzer-Biographie). Trotzdem waren die beiden wunderbare Vorkämpfer, aber halt mit Schattenseiten.
    Die Geschichte des Kommunismus ist leider geprägt durch die unglaublichen Menschenrechtsverletzungen, die es aufzuarbeiten gilt. Marx und Engels ist das nicht anzulasten. Man kann ihnen ihre an wenigen Stellen geäußerte Homophobie ankreiden, aber spricht das gegen ihre Kapitalismuskritik oder dagegen " alle Verhältnisse umzuwerfen, in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen ist. "?
    Beste Grüße, Bodo
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#11 KlardenkerAnonym
  • 24.06.2019, 15:29h
  • Antwort auf #10 von Bodo Niendel
  • "alle Verhältnisse umzuwerfen, in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen ist. "

    Das klingt natürlich rührend wie eine Sonntagspredigt. Könnte man sich fast als Biedermeier-Stickerei an die Wand nageln.

    Da jedoch Schwule von diesen Kommunisten nachweisbar nicht als Menschen, sondern als "widernatürliche Päderasten" kategorisiert werden, sind die o.g. blumigen Wörtchen wertlos für diese Menschen - und damit für die gesamte aufgeklärte Menschheit.

    Kommunismus und Sozialismus entlarven sich auch, aber nicht nur damit als menschenverachtende Systeme, vor denen es sich entschlossen zu schützen gilt.
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#12 TheDadProfil
  • 24.06.2019, 21:26hHannover
  • Antwort auf #11 von Klardenker
  • ""Kommunismus und Sozialismus entlarven sich auch, aber nicht nur damit als menschenverachtende Systeme, vor denen es sich entschlossen zu schützen gilt.""..

    Was haben eigentlich die Autoren des "Kommunistischen Manifestes" mit den Systemen zu tun die Staaten aus dieser Idee gemacht haben ?

    Nichts..

    Was wissen die meisten "Kritiker" des Sozialismus über ihn ?

    Auch nichts..
    Denn einen "echten" Sozialismus hat es noch in keinem Staat der Welt gegeben..

    Damit ist die "Kritik am System" exakt das Gleiche wie alle bisherigen "Sozialistischen Systeme" selbst :
    Etikettenschwindel..
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#13 Erwin In het PanhuisAnonym
  • 24.06.2019, 22:54h
  • Antwort auf #10 von Bodo Niendel
  • Lieber Bodo,

    vielen Dank für Deinen Kommentar über meinen Artikel einschließlich Deiner Kritik: Mir scheinst Du versuchst Dich hier an einer Abrechnung. Nein - genau das Gegenteil ist der Fall.
    In dem Artikel habe ich unterschiedliche Sichtweisen beleuchtet, mit sachlichen Worten die Hintergründe zusammengefasst und mich persönlich komplett zurückgehalten. Mit meinen vorletzten Satz habe ich sogar echt gerungen. (Auch die SPD mit ihrer langen Geschichte und ihrer nicht immer klaren Haltung zur Homosexualität ist dafür ein gutes Beispiel). Ich habe ihn nur deswegen geschrieben, damit Leser (wie Du) nicht das Gefühl bekommen sollen, ich schreibe einen Artikel gegen den Kommunismus. Aber all das war offenbar immer noch kein ausreichender Schutz vor dem Vorwurf fehlender Objektivität. Muss denn jeder, der die SPD kritisiert, auch die CDU kritisieren? Wenn jemand die Musik von Michael Jackson gut finden, hat er damit auch Pädosexualität verteidigt? In deiner Besprechung von Beiss-Reflexe hier auf queer.de hast Du mal geschrieben, dass wir sensibler werden müssen. Nein, das müssen wir überhaupt nicht. Durch politische Korrektheit und sprachliche Übersensibilität wird die öffentliche Auseinandersetzung zu wichtigen queeren Themen nicht bestärkt, sondern emotionalisiert, gehemmt und manchmal sogar im Keim erstickt.
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#14 giliatt 2Anonym
  • 25.06.2019, 00:46h
  • Antwort auf #10 von Bodo Niendel
  • Marx hat "Jud" Lassalles Theorie vom unverkürzten Arbeitsertrag widerlegt.
    Die Nachfahren von KPD/SED/PDS/LINKE schreiben aber heute auf ihre Wahlplakate das völlig verblödete und eigentlich den Wähler verspottende Motto REICHTUM FÜR ALLE!
    Richtig ist, dass der Mensch geknechtet wurde schon Jahrtausende vor dem den Feudalismus ablösenden Kapitalismus. Die Marxsche Analyse kapitalistischen Wirtschaftens, die in der Auseinandersetzung auf Theorien bürgerlicher Ökonomen (Smith, Ricardo u.a.) aufbaute, ist in wesentlichen Teilen auch heute gültig und durch die Praxis bewiesen. Aber das von M/E entwickelte System hat nie längerwährend funktioniert.

    Als die DDR-Oberen verkündeten, "aus dem Stadium des entwickelten Sozialismusses heraus zum Aufbau der kommunistischen Gesellschaft überzugehen", war dies natürlich Quatsch, denn Drangsalierung, Bevormundung und Entwürdigung waren systemimmanent.

    Ich war kein aufmüpfiger Assi-Punk. Ich war ein normaler DDR-Bürger, der zehn bis zwölf Stunden an 6 (!) wöchentlichen Arbeitstagen um die Planerfüllung gekämpft hat und als Leiter eines Kollektivs den soz. Wettbewerb nach den drei Leninschen Prinzipien (schon vergessen? Sie lauteten: Öffentlichkeit, Vergleichbarkeit, Wiederholbarkeit) geführt hat. Da ich aber politisch nicht "auf Linie" war, bekam ich die ganze Härte des Befehls von Stasi-Chef Mielke zu schmecken, der da lautete, den privaten, persönlichen und beruflichen Misserfolg eines Menschen zu organisieren. Die Maßnahmen gegen mich waren derart perfide - ich kürze mal ab - und endeten damit, dass ich dafür vorgesehen war, in der stasi-eigenen Psychiatrie in Waldheim mit Elektroschocks auf den rechten Pfad der Arbeiterklasse zurück gebracht werden sollte. Wer mehr darüber wissen möchte, möge es erfragen.
    In punkto ENTWÜRDIGUNG war die DDR Weltmeister. Marx und Engels hätten gekotzt, wenn sie den "real entwickelten Sozialismus der DDR" hätten ertragen müssen.

    Zum Thema zurück: Man muss bei historischen Persönlichkeiten immer versuchen, sie "aus ihrer Zeit heraus" verstehen. Engels`homophobe Texte klangen damals auf Französisch so "olala". Sind aber schlimm, wenn man sie heute liest. Vielleicht wusste er es damals nicht besser.
    Damals, vor 150 Jahren.
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#15 KlardenkerAnonym

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