https://queer.de/?33911
Australien
Rugby-Star Israel Folau: Doch kein Geld von Fans
Die Crowdfunding-Website GoFundMe zieht den Stecker bei der Spendensammlung des homophoben Sportlers. Man toleriere keine "Werbung für Diskriminierung".

Folau meint, Schwule und Lesben sollten "für ihre Sünden Buße tun und sich Gott zuwenden" (Bild: Eva Rinaldi / flickr)
- 24. Juni 2019, 06:27h 2 Min.
Der australische Rugby-Star Israel Folau ist mit einer Spenden-Aktion im Internet gegen seine Kündigung wegen der Beleidigung von Homosexuellen gescheitert. Die Betreiber der Website GoFundMe erklärten die Aktion am Montag für beendet, weil sie aus ihrer Sicht gegen die Geschäftsbedingungen verstößt. Das kalifornische Unternehmen toleriere nicht, wenn andere diskriminiert würden. Das bereits eingenommene Geld von mehr als 750.000 australischen Dollar (knapp 460.000 Euro) soll nun an die Spender zurückgezahlt werden.
"Als Firma sind wir sehr engagiert im Kampf für Gleichbehandlung von LGBTIQ-Menschen und wollen ein Klima der Inklusivität fördern", erklärte Sprecherin Nicola Britton. "Während wir es begrüßen, wenn GoFundMe an verschiedenen gesellschaftlichen Debatten teilnimmt, tolerieren wir keine Werbung für Diskriminierung oder Ausgrenzung."

Diese Spendenseite ist inzwischen offline
Folau wollte drei Millionen von Fans einsammeln
Folau, der vergangenes Jahr bestbezahlter Rugby-Spieler der Welt war, wollte eigentlich drei Millionen Dollar zusammenbringen, um juristisch gegen seine Kündigung durch Australiens Rugbyverband RA (Rugby Australia) vorzugehen (queer.de berichtete). Der Verband hatte einen millionenschweren Vier-Jahres-Vertrag mit dem 30-Jährigen aufgelöst, weil er in sozialen Netzwerken gegen Homosexuelle agitiert hatte und damit gegen die Verhaltensregeln des Verbandes verstoßen habe (queer.de berichtete). Mit der Auflösung des Vertrags ist die Karriere des 73-fachen Nationalspielers praktisch beendet. Laut Medienberichten will der Rugby-Spieler für den Rausschmiss eine Entschädigung in Höhe von zehn Millionen Dollar erstreiten.
Unter anderem hatte der streng gläubige evangelikale Christ behauptet, dass auf Homosexuelle die Hölle warte (queer.de berichtete). Erst vor einer Woche bekräftigte er seine Äußerungen während einer Predigt in seiner Kirchengemeinde in Sydney. Er bezeichnete in der live im Internet übertragenen Ansprache Homo- und Transsexualität als unchristlich (queer.de berichtete). (dpa/dk)
Instagram / izzyfolau | Auf seiner Instagram-Seite warnt Israel Folau weiterhin Homosexuelle, Betrunkene, Atheisten und andere Gruppen davor, dass auf sie nach dem Tod die Hölle warte
|














