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USA

Druck von Erzbischof: Katholische Schule feuert schwulen Lehrer

Um weiter eine katholische Schule bleiben zu können, feuert eine Highschool in Indianapolis einen Lehrer. Sein "Vergehen": Er hat seinen Freund geheiratet.


Homos, nein danke – das ist offenbar das Motto von Erzbischof Charles Thompson (Bild: Erzbistum Indianapolis)

Die Cathedral High School in Indianapolis (US-Bundesstaat Indiana) hat am Sonntag bekannt gegeben, dass sie einen Lehrer wegen dessen Homosexualität entlassen habe. Grund sei der Druck durch das Erzbistum gewesen, so die katholische Einrichtung, die 1.200 Schüler von der neunten bis zur zwölften Klasse betreut. Der nicht genannte Lehrer hatte kürzlich seinen Freund geheiratet – und die Hochzeit nicht vor seinem Arbeitgeber geheim gehalten.

"Um eine katholische Einrichtung bleiben zu können, muss die Cathedral High School den Richtlinien folgen, die uns von Erzbischof Thomson gegeben wurden. Deshalb trennen wir uns von dem Lehrer", erklärte die Schulleitung in einer Stellungnahme.

Erzbischof erkannte Schule mit schwulem Lehrer katholischen Status ab

Anlass für die Entlassung war offenbar, dass Erzbischof Charles Thompson zuletzt den Druck auf katholische Schulen erhöht hat, homosexuelle Lehrer zu feuern. Vergangene Woche verkündete er etwa den Ausschluss der Jesuitenschule Brebeuf Jesuit, einer vobereitenden Schule für die Aufnahme an einem College. Der Grund: Die Schule hatte trotz Aufforderung des Erzbischofs einen schwulen Lehrer nicht gefeuert. Sie hatte das damit begründet, dass der Lehrer hochqualifiziert sei und es negative Auswirkungen auf die mehr als 100 Mitarbeiter haben würde, wenn das Erzbistum die Entlassung missliebiger Lehrer einfach anordnen könne.

Vergangenes Jahr hatte die Indianapolis Roncalli High School, die ebenfalls von der Erzdiözese Indianapolis betrieben wird, zwei Vertrauenslehrer gefeuert. Ihr "Vergehen" war ebenfalls, dass sie jeweils ihren gleichgeschlechtlichen Partner geheiratet hatten.

Auch in Deutschland können die Kirchen nach Gutdünken Lehrer aus ihren fast vollständig aus Steuermitteln finanzierten Schulen entlassen. Grund ist eine Ausnahmeklausel für Kirchen im Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz. Erst letztes Jahr sorgte das Gymnasium Mariengarden in Borken für Schlagzeilen, weil die Schule einen Lehrer wegen dessen sexueller Orientierung nicht übernehmen wollte (queer.de berichtete). Allerdings setzte der Europäische Gerichtshof vergangenen September dem Treiben der Kirchen Grenzen: Diese hätten nicht grundsätzlich das Recht, das Privatleben ihrer Angestellten zu diktieren (queer.de berichtete). (dk)



#1 FinnAnonym
#2 Sven100Anonym
  • 24.06.2019, 18:56h
  • Früher haben alle Beteiligten beide Augen zugedrückt. Seit der Einführung der Ehe für alle ist dies nicht mehr möglich. Wer in einem katholischen Umfeld arbeiten will und einen gleichgeschlechtlichen Partner geheiratet hat, ist verpflichtet, dies dem Arbeitgeber mitzuteilen.
    Das ist der Preis, den wir zu zahlen haben, aber es gibt kein Zurück.
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#3 Patroklos
#4 AkamerrotAnonym
  • 24.06.2019, 21:28h
  • Tja ,homosexuelle Aktivität, das ist nur für Päpste. Kardinäle und Erzbishöffe.die anderen dürfen das nicht.
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#5 DramaQueen24Profil
  • 25.06.2019, 02:24hBerlin
  • Das sieht der Kinderschänder Sekte wieder mal ähnlich! Sie meinen, über dem Gesetz zu stehen. Übrigens, in Indiana sind auch Geistliche verpflichtet, Kinderschänder aus den eigenen Reihen den Behörden zu melden. In der Praxis sind die Katholen natürlich über weltliche Gesetze erhaben.
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#6 Carsten ACAnonym
  • 25.06.2019, 08:01h
  • Antwort auf #2 von Sven100
  • Wie bitte?

    Von irgendwelchen Popen diskriminiert zu werden soll der "Preis" für die Eheöffnung sein? Nach dem Motto: wenn ihr da was bekommt, müsst ihr an anderer Stelle was abgeben?

    Wir sind Menschen. Wir haben Grundrechte. Und dazu zählt auch, dass man nicht seinen Job verliert, nur weil dem Arbeitgeber das Privatleben nicht passt.
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#7 GerritAnonym
  • 25.06.2019, 09:25h
  • Was die Kinderschänder-Sekte, die nach wie vor nichts gegen massehaften Kindesmissbrauch unternimmt, die Täter deckt und immer nur so viel zugibt, wie sich nicht mehr vertuschen lässt, sich herausnimmt, zeugt nicht nur von einem arrogant-ignoranten Selbstverständnis, sondern auch vom Verlust jeglichen Realitätsbewusstseins.

    Gerade die sollten lieber ganz still sein statt sich moralische Urteile über andere anzumaßen. Zumal diese Urteile mit Moral NICHTS zu tun haben.
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#8 Homonklin44Profil
  • 25.06.2019, 23:07hTauroa Point
  • Bormalerweiose bin ich nicht so für die Art Mutmaßung, aber wenn der Knilch in seinem Rosengardinenkleidchen nicht selbst verkappt schwul ist, fresse ich einen Besen!

    Tja, für die ist das verbliebene Macht, ihre Angestellten bestrafen zu können, so diese ihrem Partner in Liebe die Treue zusagen.

    Zweites Zutun wird es sein, dass sie ihre pädophilen Verfehlungen auf Homosexuelle schieben, und so abzuwälzen versuchen, was sie doch selbst in ihrer Essenz auszeichnet.
    Doch dies ist die Natur derer, die gespaltene Zungen als auch gespaltene Persönlichkeiten besitzen.

    So bestrafen sie Schwule gleich mehrfach.
    Die Antwort wäre es, sich von dieser Kirche zu trennen, ein freier Mensch zu werden, und diesem Haufen von Faschingsbarden ein Lebewohl zu wünschen.
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#9 anonymernickAnonym
  • 26.06.2019, 13:49h
  • Antwort auf #1 von Finn
  • Katholen gibt es nicht, außer DU willst selbst Beleidigungen machen. Man nennt sie Katholiken.

    Man sollte als Homosexueller nicht denselben Fehler wie dieser Katholik und Bischof machen und andere beleidigen!
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