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Polizeibericht Berlin

Homophobe Attacke in Neukölln

Erneut meldet die Berliner Polizei einen offenbar aus Homophobie motivierten Übergriff, dieses Mal im Bezirk Neukölln.


Die Polizei in Berlin hat in diesem Monat mehrere homo- und transphobe Übergriffe gemeldet (Bild: Polizei Berlin / Youtube)

Am Sonntagabend wurde eine lesbische Frau in Berlin-Neukölln von einer Jugendgruppe angegriffen. Das gab die Berliner Polizei bekannt. Nach bisherigen Erkenntnissen sei die 27-Jährige gegen 19 Uhr zu Fuß am Kottbusser Damm unterwegs gewesen, als sie von zirka vier bis fünf Jugendlichen mit Wasser bespritzt worden sei. Als die junge Frau die Jugendlichen daraufhin angesprochen habe, sei sie zu Boden geschubst und mehrmals getreten worden.

Erst als Zeugen zu Hilfe geeilt seien, hätten die Angreifer von der 27-Jährigen abgelassen und seien geflüchtet. Die junge Frau gab an, dass sie vermutet, aufgrund ihres äußeren Erscheinungsbildes und ihrer sexuellen Orientierung angegriffen worden zu sein. Sie erlitt leichte Verletzungen am Rumpf und an den Armen. Der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt Berlin hat – wie bei vermuteter politisch motivierter Gewalt oder Hasskriminalität üblich – die weiteren Ermittlungen übernommen.

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Die Berliner Polizei macht anders als viele andere deutsche Polizeibehörden mögliche homo- oder transfeindliche Hintergründe von Straftaten gezielt in ihren Pressemitteilungen publik. Sowohl Polizei als auch Staatsanwaltschaft der Hauptstadt besitzen zudem eigene Ansprechpersonen für sexuelle und/oder geschlechtliche Minderheiten. Damit soll es Homo- und Transsexuellen, die traditionell ein eher kritisches Verhältnis zur Polizei haben, erleichtert werden, nach LGBTI-feindlichen Übergriffen Anzeige zu erstatten.

In diesem Monat kam es bereits zu mehreren homophoben Attacken in der Bundeshauptstadt. Vor zwei Wochen wurde etwa ein lesbisches Paar vor einem Imbiss beleidigt und geschlagen (queer.de berichtete). Der Vorfall ereignete sich am Vormittag des Pfingstonntag in Berlin-Tempelhof. (pm/dk)



#1 FinnAnonym
  • 24.06.2019, 18:47h
  • Es vergeht kaum noch ein Tag ohne Attacken gegen LGBTI.

    Was muss passieren, damit Union und SPD endlich aufwachen und etwas unternehmen?!
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#2 GronkelAnonym
  • 25.06.2019, 05:31h
  • Antwort auf #1 von Finn
  • Schule kaputt gespart, Polizei kaputt gespart, Justiz kaputt gespart, Strafvollzug kaputt gespart, es kann gar nichts unternommen werden und es sieht auch nicht danach aus, dass sich daran so schnell etwas ändern wird
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#3 Carsten ACAnonym
  • 25.06.2019, 08:04h
  • Antwort auf #1 von Finn
  • Volle Zustimmung.

    Wir brauchen endlich den lange geforderten "Nationalen Aktionsplan gegen Homo- und Transphobie" mit entsprechenden Aktionen. Man hat ja damals auf dem Höhepunkt der AIDS-Krise gesehen, wie gut gemachte Aufklärung wirklich auch die Gesellschaft verändern kann.

    Und wir brauchen endlich volle rechtliche Gleichstellung. Denn wie sollen wir Akzeptanz der Gesellschaft erwarten, wenn nicht mal der Staat mit gutem Beispiel vorangeht und wenn wir sogar staatlich diskriminiert werden.

    Aber Union und SPD ziehen es leider vor, weiterhin im Dornröschenschlaf zu pennen und Deutschland ins Koma zu regieren.
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#4 Carsten ACAnonym
  • 25.06.2019, 08:07h
  • Antwort auf #2 von Gronkel
  • Das ist natürlich wahr. Wenn die Politik den Staat immer mehr kaputt spart, um noch irgendwie ihre Bilanz zu retten, hat man natürlich auch immer weniger Handlungsspielraum.

    Es wird sowas von Zeit, dass Union und SPD endlich verschwinden. Ginge es denen wirklich nicht nur um ihre Pöstchen, sondern ums Wohl des Landes und seiner Bürger, würden die freiwillig aufhören und zugeben, dass sie es einfach nicht können.
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#5 Patroklos
  • 25.06.2019, 09:08h
  • Antwort auf #3 von Carsten AC
  • Immer diese haltlosen Unterstellungen, daß Union und SPD Deutschland ins Koma regieren! Glaubst Du denn ernsthaft, eine andere Bundesregierung wäre eine bessere Lösung für unser Land? Dieses Jahr ist u. a. in Brandenburg Landtagswahl und da sieht es für Rot-Rot ziemlich düster aus! Gleiches gilt auch für Rot-Rot-Grün in Thüringen: auch hier wird es eine Abwahl der aktuellen Landesregierung geben!

    Wäre es Dir lieber, wenn wie in Italien zwei Parteien mit neofaschistischem Gedankengut Deutschland regieren würden? Auf die Antwort bin ich gespannt!
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#6 GronkelAnonym
  • 25.06.2019, 09:33h
  • Antwort auf #5 von Patroklos
  • "Wäre es Dir lieber, wenn wie in Italien zwei Parteien mit neofaschistischem Gedankengut Deutschland regieren würden? Auf die Antwort bin ich gespannt!"

    Bei der letzten Europawahl sind 41 Parteien aufgetreten, auch zur Landtagswahl werden bestimmt 20 - 30 antreten, wenn auch nicht überall.
    Es gibt genug Alternativen zu den aktuellen Regierungsmanschaften, in jedem Bundesland, bei jeder Wahl. Deine Panikmache kannst du dir an den Hut stecken.

    "Glaubst Du denn ernsthaft, eine andere Bundesregierung wäre eine bessere Lösung für unser Land?"

    Diese Beurteilung bleibt zum Glück jedem selbst überlassen. Dass es Angriffe wie diesen im Artikel gibt zeugt auf jeden Fall davon dass noch etliches getan werden muss.
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#7 Patroklos
#8 Carsten ACAnonym
  • 25.06.2019, 09:51h
  • Antwort auf #5 von Patroklos
  • 1. Es ist ja nicht so, dass es in Deutschland neben Union und SPD nur noch die AfD oder ähnliche Parteien gäbe.

    2. Was haben Union und SPD denn in den letzten 2 Legislaturperioden hinbekommen, außer sich zu streiten, über Personalien zu diskutieren, drängende Sachprobleme (wie den Klimawandel) zu ignorieren, Dinge aufzuschieben, faule Kompromisse einzugehen, etc.?

    Diese Untätigkeit ist schon schlimm genug, kostet aber oft genug auch Geld

    - wie z.B. dieser faule Maut-Kompromiss. CDU und SPD hatten das definitiv ausgeschlossen und es war auch jedem klar, dass das nicht mit EU-Recht vereinbar ist. Dennoch haben die sich von Seehofer und der CSU erpressen lassen und dem zugestimmt. Konsequenz: die Maut kommt jetzt doch nicht, aber Deutschland muss wahrscheinlich dreistellige Millionenbeträge zahlen. Und wer zahlt's? Wir Steuerzahler....

    Union und SPD können gut faule Kompromisse eingehen - die Bürger zahlen ja...

    - Oder die betrügerischen Machenschaften der Auto-Mafia. Statt dafür zu sorgen, dass die dafür geradestehen, müssen das jetzt die unbedarften Diesel-Käufer mit faktischen Enteignungen zahlen. Und alle Bürger zahlen mit ihrer Gesundheit.

    - Herdprämie, deren Geld jetzt bei Kitas und Schulen fehlt

    - marode Infrastruktur, weil man das Geld lieber anderswo verbrennt

    - Baukindergeld, Rückzug aus sozialem Wohnungsbau, etc. was die Mietpreis-Dramatik noch weiter verschärft

    - Glyphosat auf Äckern, wo die Union einfach anders abgestimmt hat als ausgemacht und die SPD akzeptiert das einfach

    - ein von Union und SPD beschlossenes AGG, das Kirchen weiterhin Diskriminierung erlaubt

    - ein angeblicher Mindestlohn, der nur für diejenigen gilt, die vorher schon mehr verdient haben, während Zeitungszusteller, Paketzusteller, Reinigungskräfte, Friseure, etc. weiterhin keinen Mindestlohn bekommen

    - steigende Altersarmut, Kinderarmut, etc.

    - frisierte Arbeitslosenzahlen (wo z.B. ältere Arbeitslose pötzlich gar nicht mehr gezählt werden, weil sie als "nicht mehr vermittelbar" gelten - aber arbeitslos bleiben sie doch)

    - die Schere zwischen Arm und Reich geht immer mehr auseinander

    Etc. etc. etc.

    Fazit:

    Entweder schieben Union und SPD Themen bis zum Nimmerleins-Tag auf. Oder sie bauen Mist, den die Bürger mit ihrem Geld, ihrer Gesundheit, etc. ausbaden müssen.

    Wieso sollen es dann nicht mal andere probieren?

    Im übrigen:
    Wenn Du Dir Sorgen um AfD & Co machst, solltest Du erst recht gegen die Groko sein, denn sie ist es, die AfD & Co erst stark macht. Denn diese ganze soziale Ungerechtigkeit und Unzufriedenheit der Bürger ist der ideale Boden für solche Kräfte.
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#9 PetterAnonym
#10 Patroklos