Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?33925

IAAF bleibt hart

Fall Semenya: Weltverband erhebt Einspruch gegen Gerichtsurteil

Der Rechtsstreit um die Athletin mit intersexuellen Anlagen geht weiter: Der Weltverband IAAF will das Urteil des Schweizerischen Bundesgerichts nicht akzeptieren und beharrt weiterhin darauf, dass Caster Semenya leistungssenkende Medikamente einnehmen muss.


Darf Caster Semenya beim Diamond-League-Meeting in Kalifornien teilnehmen? Die Entscheidung liegt bei der Justiz (Bild: Yann Caradec / flickr)

Der Leichtathletik-Weltverband IAAF gibt im Dauerstreit um das vorläufige Startrecht von 800-Meter- Olympiasiegerin Caster Semenya nicht nach. Wenige Tage vor dem geplanten Rennen der Südafrikanerin beim Diamond-League-Meeting in Stanford (US-Bundesstaat Kalifornien) legte die IAAF Einspruch gegen die Entscheidung des Schweizerischen Bundesgerichts ein, wonach Semenya zunächst weiter auf den Strecken zwischen 400 Metern und einer Meile (1.609 Meter) antreten darf. Diese Verfügung gilt bis zu einem endgültigen Urteil der Schweizer Richter.

Das Schweizerische Bundesgericht hatte die umstrittene Regel der IAAF, in der Testosteron-Limits für Mittelstreckenläuferinnen mit intersexuellen Anlagen festgesetzt wurden, am 31. Mai vorübergehend außer Kraft gesetzt (queer.de berichtete). Damit war der Weg für Semenya wieder frei. Einer Hormonbehandlung wollte sich die 28-Jährige keinesfalls unterziehen (queer.de berichtete). Semenya will am 30. Juni in Stanford über 800 Meter starten.

Bereits am 13. Juni hatte das Schweizerische Bundesgericht einen Eilantrag der IAAF, die Testosteron-Regel unverzüglich wieder in Kraft zu setzen, abgelehnt (queer.de berichtete). In seinem Statement vom Dienstagabend beruft sich der Weltverband auf die Entscheidung des Internationalen Sportgerichtshofes CAS, der die Regel am 1. Mai bestätigt hatte (queer.de berichtete).

"Die IAAF wird ihre Regelung und den Schiedsspruch des CAS weiterhin verteidigen", wird in der Stellungnahme betont. Für die IAAF gehört Semenya zu den "biologisch männlichen Athleten mit weiblichen Geschlechtsidentitäten" (queer.de berichtete). (dpa)



#1 JadugharProfil
  • 26.06.2019, 12:28hHamburg
  • Es ist ungeheuerlich! Da wird versucht, einen Menschen mit Gewalt in ein festes Schema zu pressen, anstatt die Regeln zu erweitern, damit Leute einer anderen Kategorie gleichberechtigt sein können. So wie es aussieht, gibt es für intersexuelle Menschen im Sport wegen dieser festen Regeln keinen Platz! Wahrscheinlich läßt es sich auch nicht regeln, weil die Leistungsfähigkeit eines Menschen einmal durch das persönliche Training als auch durch die persönliche Natur des Menschen bestimmt wird, welche im Sport bis auf die Katekorie männlich und weiblich nicht berücksichtigt wird und somit die Menschen über einen Kamm geschoren werden.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 QueerBierHereEhemaliges Profil
  • 26.06.2019, 14:07h
  • Antwort auf #1 von Jadughar
  • Ja, die Regeln gelten für alle(!) damit die Teilnehmer weitesgehend "gleich" sind damit du überhaupt "vergleichen" kannst... Es würde wettkämpfe ja ab absurdum führen wenn man die Teilnehmer nicht "über einen kamm scheren" würde....

    Warum man jedoch nicht "von-bis" Kategorien einführt ist mir auch nicht klar....
  • Antworten » | Direktlink »
#3 wo-das-Problem-istAnonym
  • 26.06.2019, 18:33h
  • Antwort auf #1 von Jadughar
  • Es ist ungeheuerlich, ja.
    Die Frage lautet: wie lange darf Coe eigentlich noch im Chefsessel sein - rhetorisch gefragt.
    Ich denke, dass da der Kasus Knaxus liegt. Würde sich da alle fünf Jahre ein anderer Boss befinden, wäre es eher möglich, die Regeln zu aktualisieren.
    Aber so: forget it.

    Auch da darf gerne mal das "rezo-Echo" duchwehen.

    ©BuntesUndSchönes
  • Antworten » | Direktlink »