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Australien

Homo-Hasser sammeln mehr als 2 Millionen Dollar für Israel Folau

Mit Unterstützung der anglikanischen Kirche sammeln evangelikale Eiferer Geld für eine Klage des homophoben Sportlers Israel Folau.


Die Spendenseite der "Australian Christian Lobby"

Der australische Rugbystar Israel "Izzy" Folau hat binnen 48 Stunden mehr als zwei Millionen Dollar (1,25 Millionen Euro) an Spenden eingesammelt, um sich gegen seine Kündigung wegen der Beleidigung von Homosexuellen zu wehren. Die Spendenwebsite war von der homophoben Organisation "Australian Christian Lobby" aufgesetzt worden – die ACL hatte sich insbesondere im Kampf gegen die Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben 2017 einen Namen gemacht.

Anfang der Woche hatte die Crowdfundingseite GoFundMe noch eine Spendenaktion von Folau gestoppt, weil man "keine Werbung für Diskriminierung oder Ausgrenzung" toleriere (queer.de berichtete).


Mehrfach veröffentlichte Folau in sozialen Netzwerken beleidigende Einträge, in denen er Homosexuellen mit der Hölle drohte

Israel Folau will die Spenden dafür nutzen, um juristisch gegen seine Kündigung durch Australiens Rugbyverband RA (Rugby Australia) vorzugehen (queer.de berichtete). Der Verband hatte im Mai einen millionenschweren Vier-Jahres-Vertrag mit dem 30-Jährigen aufgelöst, weil er in sozialen Netzwerken gegen Schwule und Lesben agitiert hatte und damit gegen die Verhaltensregeln des Verbandes verstoßen habe (queer.de berichtete). Unter anderem hatte Folau behauptet, Homosexuelle kämen pauschal in die Hölle, wenn sie für ihre "Sünde" keine Buße tun.

Mit der Auflösung des Vertrags ist die Karriere des 73-fachen Nationalspielers praktisch beendet. Laut Medienberichten will der Rugby-Spieler für den Rausschmiss eine Entschädigung in Höhe von zehn Millionen Dollar erstreiten. In sozialen Netzwerken zeigten sich viele Australier empört, dass ausgerechnet der bestbezahlte Rugby-Spieler des Jahres 2018 seine Fans um Spenden anbettelt.


Israel Folau fühlt sich diskriminiert (Bild: Screenshot Fox Sports)

Unterstützer Folaus: Grundrechte von Christen "erodieren"

Die ACL behauptet, der Rausschmiss Folaus sei Diskriminierung aufgrund seiner Religion gewesen. ACL-Sprecher Martyn Iles sagte gegenüber "Seven News", dass viele Christen den Sportler unterstützten, weil sie als Gläubige die "Attacken der politischen Korrektheit" und die "Erosion der Grundrechte" zu spüren bekommen würden.

Sogar aus der Führungsetage von Mainstream-Kirchen erhielt Folau Unterstützung: Glenn Davies, der anglikanische Erzbischof von Sydney, erklärte etwa am Dienstag, Folau werde für seinen christlichen Glauben "verunglimpft". Weil seine Äußerungen nichts mit Sport zu tun hätten, hätte er auch nicht gefeuert werden dürfen, so Davies, der als erbitterter Gegner der Gleichbehandlung von LGBTI gilt. (dk)

Direktlink | Bericht über Folau in öffentlich-rechtlichen Fernsehnachrichten



#1 PetterAnonym
  • 26.06.2019, 14:47h
  • Prima, das Geld, was die in aussichtslose Klagen stecken, können die nicht mehr anderweitig verwenden.
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#2 PetterAnonym
  • 26.06.2019, 14:50h
  • --------------------------------
    Unterstützer Folaus: Grundrechte von Christen "erodieren"
    ------------------------------

    Es gibt kein Grundrecht auf Hetze.

    Alle Grundrechte schützen das Individuum vor Diskriminierung, etc., geben aber nicht das Recht, andere zu diskriminieren, da die ja mit ihren Grundrechten genauso geschützt sind.
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#3 QueerBierHereEhemaliges Profil
  • 26.06.2019, 15:01h
  • Antwort auf #2 von Petter
  • Puh, kp wie des in Australien ist, aber in Deutschland wäre die Aussage "alle schwule kommen in die Hölle" in der Form glaub ich keine hetze (er ist ja eher eine statement als eine Aufforderung).... Da sind wir wahrscheinlich im Bereich der "kollektivbeleidigung", und eine beleidigung ist nur bei einer hinreichend überschaubaren Gruppe möglich... Das sind schwule bzw Homosexuelle nicht!

    Ich denke eher hier werden eher persönliche Grundrechte vs die für alle geltenden Satzung des Vereins gegeneinander abgewogen!

    Verlieren wird er türlich trotzdem da hier die persönliche meinung hinter der öffentlichen Wirkung des Vereins als auch die daraus resultierenden Konflikte mit anderen Spielern hinten anstehen....!
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#4 DramaQueen24Profil
  • 27.06.2019, 06:14hBerlin
  • Das Bild zeigt Folau mit dem Logo des Fernsehsenders von Jimmy Swaggart, der einmal sagte (zu sehen auf einer Doku über Homosexualität und Kirche, "For the Bible tells me so"), dass er einen Schwulen, der ihn anmachen würde, töten würde.
    Das sagt wohl genug darüber aus, woher das Geld stammt!
    Er wurde nicht wegen seiner Religion gefeuert, sondern, weil er trotz mehrmaliger Ermahnungen und Warnungen seinen Hass weiter predigte.
    Das Geld kann er wohl vergessen, denn Recht wird er nicht bekommen!
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#5 YannickAnonym
  • 27.06.2019, 07:52h
  • Da sieht man nur wieder mal, wie bekloppt und fanatisiert solche Leute sind, dass sie für den ehemals erfolgreichsten Rugby-Spieler, der wahrlich genug Geld verdient hat, auch noch spenden.

    Und die Kirche unterstützt das sogar noch und fordert dazu auf. Das sagt auch sehr viel über die anglikanische Kirche aus.
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#6 stromboliProfil
  • 27.06.2019, 09:45hberlin
  • Antwort auf #5 von Yannick
  • es sagt aber auch etwas darüber aus, wo unsere mitcommunity auf ihren geldern sitzen bleibt, statt "crowdfunding" für prozessserien (!SERIEN!) gegen solche dreckschleuderInnen einzuleiten.

    Einzelpersonen schrecken doch vor den auf sie zulaufenden prozesskosten zurück!
    Private sammelklagen lassen nationale gesetze oft nicht zu.. ebenso auch die von verbänden und vereinen.

    So wie wir queer.de unterstützen, wenn die sich mit den scheinschrankhomos unserer öfftentlich rechtlichen herumschlagen müssen, müssten wir dieses pack mit prozessen überziehen.
    Denn denen tut nur geld weh, nicht argumente... nicht mal urteile.
    Und entsprechend ihrem einkommen - sozialen status, müsste es ihnen schmerzhaft werden , dass liderliche maul nicht mit kreide gewaschen zu haben.
  • Antworten » | Direktlink »
#7 AndreasKAProfil
  • 27.06.2019, 10:33hKarlsruhe
  • Ich finde es sonderbar und befremdlich, wofür Leute Spendengeld locker machen bzw. für welche Dinge derartige Spendensummen generiert werden. Angesichts der Probleme, mit denen wir uns herumschlagen und für deren Lösung Geld fehlt, stockt mir da immer wieder der Atem ...
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#8 TheDadProfil
  • 28.06.2019, 11:33hHannover
  • Antwort auf #3 von QueerBierHere
  • ""Puh, kp wie des in Australien ist, aber in Deutschland wäre die Aussage "alle schwule kommen in die Hölle" in der Form glaub ich keine hetze (er ist ja eher eine statement als eine Aufforderung).... Da sind wir wahrscheinlich im Bereich der "kollektivbeleidigung", und eine beleidigung ist nur bei einer hinreichend überschaubaren Gruppe möglich... Das sind schwule bzw Homosexuelle nicht!""..

    Wie man sich doch verbiegen kann, um sich anschließend selbst in den Arsch zu treten..

    ""und eine beleidigung ist nur bei einer hinreichend überschaubaren Gruppe möglich... Das sind schwule bzw Homosexuelle nicht!""..

    Schwule kann man also nicht beleidigen, weil man sie als Gruppe nicht "überschauen" kann..

    Damit sind dann auch gleich "Christen-Bashing", Misandrie und Misogynie, Islamophobie, Antisemtismus, Anti-Ziganismus und auch Rassismus einfach mal so "außer Kraft" gesetzt, weil man ja alle diese Gruppen als solche gar nicht "überschauen" kann..

    Man lernt doch nie aus..
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#9 mmmmAnonym
  • 30.07.2019, 11:18h
  • die richtige antwort darauf sollte kirchenaustritt sein. alle lgbtqia, deren freunde und verwandte sollten aus diese institution austreten.
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