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Ex-"Smiths"-Sänger

Morrissey wünscht sich homophoben Rechtspopulisten als Premierminister

Ausgerechnet Nigel Farage, der nichts gegen Homo-"Heilung" hat und HIV-Positiven die Einreise nach England verweigern will, ist der Traum-Regierungschef des "humansexuellen" Indie-Musikers.


Morrissey bei einem musikalischen Auftritt im BBC-Fernsehen (2017)

Morrissey hat sich erneut für rechtspopulistische und sogar rechtsradikale Politiker stark gemacht. Der 60-jährige ehemalige "Smiths"-Frontmann aus Manchester zeigte sich in einem von seinem Neffen durchgeführten Interview auf dem Fanportal morrisseycentral.com begeistert von Nigel Farage, dem Anführer der Brexit-Partei, und von Anne Marie Waters, der Gründerin von Pegida UK und Anführerin der rechtsradikalen Partei "For Britain".

"Es ist offensichtlich, dass [Farage] einen guten Premierminister abgeben würde", so Morrissey. "Wenn sich irgendjemand von uns überhaupt dran erinnern kann, was ein guter Premierminister ist."


Nigel Farage sammelt britische Wähler am rechten Rand ein (Bild: Gage Skidmore / flickr)

Farage war jahrelang das Aushängeschild der antieuropäischen UKIP-Partei und gründete Anfang des Jahres die Brexit-Partei, die auf Anhieb stärkste Kraft bei den Europawahlen im Mai wurde (queer.de berichtete). Der sich volkstümlich gebende 55-Jährige profilierte sich immer wieder auch immer wieder über homosexuellenfeindliche Äußerungen. So unterstützte er die Äußerungen seiner Parteifreundin Ann Widdecombe, die gerne darüber philosophiert, Homosexuelle zu heilen (queer.de berichtete). Farages Reaktion: "Widdecombe ist eine überzeugte Christin und daran ist nichts falsch." Erst im Mai bekräftigte Farage außerdem seine Forderung, dass HIV-positiven Ausländern grundsätzlich die Einreise nach Großbritannien verweigert werden müsse.

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Morrissey unterstützt "For Britain"

Seine Zuneigung zur rechtsradikalen Partei "For Britain" hatte Morrissey bereits im letzten Jahr bekräftigt (queer.de berichtete). Anne Marie Waters, die offen lesbische Anführerin der Partei, bezeichnete Morrissey als "einzige britische Parteichefin, die die Linke und die Rechte vereinen kann". "For Britain" macht hauptsächlich Stimmung gegen "den Islam", will aber trotz der lesbischen Parteichefin auch LGBTI-Rechte begrenzen. Sie behauptet auf ihrer Website etwa, dass britische Schüler mit "Propaganda über Politik, Brexit, Transgenderismus und den Islam" überzogen würden.

Morrissey gehörte als Sänger der Indiepop-Band "The Smiths" in den Achtzigerjahren zu den angesehensten Musikern der Insel. Viele seiner Songs, auch während der späteren Solo-Karriere, boten einen queeren Subtext. In Großbritannien eckt Morrissey zugleich schon länger mit seinen unkonventionellen Meinungen an. So setzte sich der Veganer aggressiv für Tierrechte ein. Dabei verbreitet er auch zumindest fragwürdige Thesen: So behauptete er im neuen Interview, dass die "meisten" Todesfälle in den USA auf Fleischkonsum zurückzuführen seien.

Über seine sexuelle Orientierung wurde lange in der Presse spekuliert. In seiner 2013 veröffentlichten Autobiografie erklärte Morrissey, dass er seine erste ernsthafte Beziehung im Alter von 35 Jahren mit einem Mann gehabt habe. Allerdings lehnte er die Bezeichnungen "schwul" oder "bisexuell" ab und nannte sich "humansexuell" (queer.de berichtete). (dk)



#1 LotiAnonym
  • 27.06.2019, 14:08h
  • Ich habe diesen Mann nie verstanden. Fand ihn schon immer zu arrogant und völlig abgedreht.
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#2 QueerBierHereEhemaliges Profil
  • 27.06.2019, 16:16h
  • Dieser abgehangene altnazi is so durch, kann den mal jemand bitte in den Arm nehmen ey....
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#3 alter schwedeAnonym
  • 27.06.2019, 18:10h
  • Der Typ ist genauso Scheiße und langweilig wie das musikalisch angehauchte Geschrummel seiner ehemaligen Band den Smiths.
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#4 QueerBierHereEhemaliges Profil
#5 No_HomophobiaAnonym
#6 Patroklos
  • 27.06.2019, 22:57h
  • Musikalischmag Morrissey genial sein, allerdings als Mensch ist er mit seinen politischen Ansichten nur noch peinlich und ich frage mich, was in einem so kranken Gehirn eigentlich vorgeht!
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#7 gastAnonym
  • 28.06.2019, 11:16h
  • "Es ist offensichtlich, dass [Farage] einen guten Premierminister abgeben würde", so Morrissey. "Wenn sich irgendjemand von uns überhaupt dran erinnern kann, was ein guter Premierminister ist."

    Wenn das seine Aussage war, sollte er bitte erklären, was Herrn Farage zu einem guten Premierministermacht - seiner Ansicht nach -
    Farage und Johnson sind beide nach dem Referendum mehr oder weniger abgetaucht, haben zwar kräftig gegen T. May gewettert und gehetzt, produkitves kam aber nicht von ihnen. B. Johnson wurde sogar der Lüge überführt, was die Gelder angeht, die das UK angeblich für den NHS bekäme. Ich erkenne Morriseys Leistung als Musiker an und auch seine eigene Meinungen zu diversen Dingen, aber - wie erwähnt - es ist mir und vielen anderen schleierhaft, was Farage für sein Heimatland gutes hervorbrachte.
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