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Diva

Madonna löst mit Video gegen Waffengewalt Kontroverse aus

Nach ihrem vergeigten ESC-Auftritt sorgt die Diva erneut für negative Schlagzeilen: Überlebende des "Pulse"-Attentats kritisieren ein neues "unsensibles" Musikvideo der 60-Jährigen.


Szene aus dem Video zu "God Control"

Die US-Sängerin Madonna hat mit ihrem Musikvideo zur Single "God Control" Kritik von Opfern von Waffengewalt auf sich gezogen. Im Clip wird dargestellt, wie ein Mann mit einer automatischen Waffe auf Besucher eines Tanzclubs schießt.



Die mit poppiger Discomusik unterlegten Szenen erinnern an das Attentat im LGBTI-Nachtclub "Pulse" 2016 in Orlando im US-Bundesstaat Florida, bei dem 49 Menschen starben (queer.de berichtete). Das Video solle ein Zeichen für schärfere Waffengesetze in den USA setzen, wie die 60 Jahre alte Musikerin ("Madame X") in Großbuchstaben auf Twitter mitteilte.

Twitter / Madonna

Überlebende des "Pulse"-Attentats kritisierten diese Inszenierung in dem Promi-Portal "TMZ". Brandon Wolf sagte am Donnerstag, Madonna habe bis heute die Opfer nicht gewürdigt. Es sei nicht zu verstehen, warum Madonna jetzt – drei Jahre später – die Ereignisse künstlerisch aufgreife und doch keinen direkten Bezug darauf nehme.

"Schwer anzuschauen"

Patience Carter, die 2016 ebenfalls im "Pulse" war, nannte das Video nach Erscheinen am Mittwoch "schwer anzuschauen". Ihrer Meinung nach sei das nicht der richtige Weg, um auf das Thema aufmerksam zu machen. "Für jemanden wie mich, der diese Bilder wirklich gesehen hat, der diese Bilder wirklich erlebt hat, sie noch einmal dramatisiert für Aufrufe auf YouTube zu sehen – das fühlte sich sehr unsensibel an", sagte sie.

Die Pop-Queen hat bereits in der Vergangenheit mehrmals mit politischen Botschaften Kontroversen ausgelöst. 2003 machte sie beispielsweise Furore, als sie sich bei den MTV-Music-Awards innig mit Britney Spears küsste. Madonna postete ein Bild von der Aktion nach dem Anschlag in Orlando mit der Überschrift "Stop Hate. Stop Violence" (Stoppt Hass. Stoppt Gewalt). (dpa/dk)



#1 QueerBierHereEhemaliges Profil
  • 28.06.2019, 14:36h
  • Und noch ein peinlich verzweifelter Versuch irgendwie auch nur ansatzweise relevant zu bleiben.... Jesses, die Frau is so durch, echt traurig wenn man bedenkt welchen Status die mal hatte, aber 10+ Jahre fremdschamaktionen beschädigen den eigenen Ruf halt schon gewaltig
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#2 matsAnonym
  • 29.06.2019, 00:28h
  • > Es sei nicht zu verstehen, warum
    > Madonna jetzt drei Jahre später die
    > Ereignisse künstlerisch aufgreife und
    > doch keinen direkten Bezug darauf
    > nehme.

    Weil sie Künstlerin ist und nicht Politikerin?

    Wer regt sich auf bei Hollywood-Schockern oder Video-Games, wenn historische Greueltaten ausgeschlachtet werden? Aber hier, bei einer Frau mit Botschaft (und mag diese noch so unbeholfen sein), da ist gut bezichtigen.

    Und die Opfer in allen erdenklichen Ehren, und ich wünsche Euch aus tiefsten Herzen, dass Friede und Glück in Euer Leben zurückgekehrt sei -- diese Video aber ist nicht für Euch gedacht, sondern für uns, die anderen, die Fassungslosen.
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#3 remixbeb
  • 29.06.2019, 09:24h
  • Sorry. Ich verstehe das Ganze nicht wirklich. Für mich ist das Video ein eindringlicher und visuell perfekt umgesetztes Statement zum Thema Waffenge- bzw. Missbrauch. Heutzutage kann aber ohnehin niemand mehr irgendetwas richtig machen, ohne dass ein Shitstorm von irgendeiner Seite kommt.. Es langweilt.
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#4 trans naysayerAnonym
  • 29.06.2019, 12:13h
  • #1:
    "Und noch ein peinlich verzweifelter Versuch irgendwie auch nur ansatzweise relevant zu bleiben..."

    Wann begann sie denn "irrelevant" zu werden...? Wann und von wem wurde das wo und warum beschlossen?

    Wer beschliesst, wann jemand "relevant" bleibt?

    Ich werde das Gefühl nicht los, dass es andere Gründe sind, die hinter all den gehäuften Versuchen stehen, sie bei jeder Gelegenheit aus den fadenscheinigsten Gründen zu demontieren. Denn das ist es, was geschieht. Der Versuch der Demontage. Sie muss nur einmal "schlecht singen" und schon beschliessen irgendwelche Leute, dass "ihre Zeit vorbei ist".

    "Demontiert" sie sich wirklich selbst-? Das sollte man hier doch wirklich mal hinterfragen...

    Und was veranlasst Menschen in dieser respektlosen Weise über einen trailblazer herzufallen? Was ist die Motivation? Das sollte man sich auch wirklich mal fragen...

    Oder ist man irritiert, dass sie einfach weiter macht? Erwartet man womöglich insgeheim von ihr, dass sie sich zurück zieht und von nun an "in Würde altert"?

    Womit im Falle einer Frau nichts anderes gemeint ist, als "zurückgezogen, schweigend, ergeben, duldsam und unsichtbar"?
    So, wie man es von "Frauen ab einem bestimmten Alter" gesellschaftlich erwartet wird?

    So wie Frauen "ab einem gewissen Alter" sich in die gesellschaftlich verordnete Asexualität für Frauen fügen sollen, die sie von da an still durchleiden sollen? Weil es von ihnen erwartet wird, weil sie sich sonst "lächerlich machen"?

    Wer Madonna's "Rückzug" erwartet und dass sie "verstummt", hat all ihre bisherigen Aussagen in ihrer Konsequenz bis heute nie verstanden.

    Madonna hat in ihrem Leben so viele Tabus gebrochen. Auch dieses zu brechen, hat sie schon vor langer Zeit beschlossen. Das sagt ihr gesamtes Werk aus und hat es auch immer angekündigt: Dass man nie aufhört. Weil man es nicht darf, weil es sich verbietet. Weil man nicht kann.

    Madonna hat Frauen und Queers ein ganz anderes Selbstbild vermittelt - sie wird das nicht selber konterkarieren und sich "im Alter" fügen.

    Madonna wäre nicht Madonna, wenn sie nicht auch dieser Erwartungshaltung ein "Big Fuck Off" entgegensetzen würde.

    Abgesehen davon, dass diese Erwartungshaltung auch nur in bestimmten Echo-Kammern formuliert wird.

    #1:
    "Jesses, die Frau is so durch..."

    Was veranlasst Menschen, über einen trailblazer in dieser respektlosen Art herzufallen-?

    Und an alle, die nie Waffengewalt miterleben mussten - sei es selber oder an Freund*innen, die neben ihnen standen - seid froh und schätzt dieses Glück. Möge es so bleiben!

    Die, die es erlebt haben, wissen, was Hilflosigkeit und Fassungslosigkeit ist - und dass es auch danach niemals einen Weg aus der Fassungslosigkeit geben wird. Nie mehr.

    Ja, es war schwer für mich, das Video zu sehen - aber diese Hilflosigkeit und Fassungslosigkeit darzustellen, ist ihr mit ihren künstlerischen Mitteln gelungen.
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#5 remixbeb
#6 QueerBierHereEhemaliges Profil
  • 29.06.2019, 12:56h
  • Antwort auf #4 von trans naysayer
  • Als Person die von der Öffentlichkeit lebt begibt sie sich selbst in die Position das sie bewertet wird, keine Person der Öffentlichkeit hat einen Anspruch auf die Zuneigung der Öffentlichkeit...

    Die Relevanz lässt sich erkennen in wie weit und in welcher Form die Person in der Öffentlichkeit statt findet.... Relevante Künstler machen dies durch Ihre Kunst, Madonna findet seit 15 Jahren nur aufgrund Ihrer anbiederungen statt... Siehe Ihr peinliches toetipping in die hip hop Kultur (grillz), die zuschaustellung ihrer Kinder welche immer so wirken als würde sie zeigen wolle wie hip sie selbst ist, das auf zwanghaft girlie girl gemachte 4 minutes Video, das dumpf reißerisch auf shock value ausgerichtete Video hier, was die traurige kussattacke auf drake sollte wird wohl immer ein Geheimnis bleiben... Madonna war natürlich nie nur aufgrund Ihrer Musik sondern auch aufgrund Ihrer Darstellung drum herum bekannt, aber wann war das letzte mal das Madonna aufgrund Ihrer Musik stattfand?

    "schwer" an diesem Video ist nur die eigene fremdscham auszuhalten....
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#7 SchleicheRAnonym
  • 29.06.2019, 13:19h
  • Das Video ist ja auch nicht für die Opfer gemacht. Ist doch klar, dass man als Beteiligter an diesen Schreckenstag zurück geworfen wird. Sowas schaut man sich dann aber auch nicht an.
    Soldaten mit PTSD schauen sich auch nicht "Apokalypse now" an, oder modernere Kriegsfilme. Oder schaut sich ein verunfallter Bergsteiger "Cliffhanger" an?
    Die Kritik an Madonna finde ich verlogen. Manche Leute haben eben Spaß daran andere Leute aufzuregen und zu mobilisieren. Und noch mehr Spaß macht es, wenn man damit auch noch Kohle macht. Hauptsache möglichst viele Angestachelte und Klicks. Mich ärgert es ziemlich, dass sich so viele Leute so leicht aufstacheln lassen.

    Der Einsatz gegen Waffen und Waffengewalt ist richtig. Die Schockwirkung -als solche- hat es ja auch schon auf Zigarettenschachteln und in Lehrvideos zu Verkehrsunfällen geschafft.
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#8 MenschenAnonym
  • 29.06.2019, 14:17h
  • Antwort auf #4 von trans naysayer
  • Bei allem kann man sich daran erinnern, dass alle, auch sie, ein Mensch ist. Mit der Verehrung und dem "Promi-Glam" bin ich sehr vorsichtig geworden.
    Wie sie als Künstlerin auftritt, ist sicherlich einzigartig in dieser Form, ihre Shows sind immer professionell.

    Hinter der perfekten Künstlerin ist der Mensch. Wer sie abseits ihrer Kunst kennen lernen konnte, hat eine differenziertere Sichtweise darüber wie sie ist. Und ob das einem zusagt oder nicht, ist wiederum Charaktersache.
    Sie meint es grundsätzlich immer so lange gut wie sie sich mit einer Person versteht. Aber sobald der Kontakt zuende geht, aus welchen Gründen auch immer, dann darf man sich auf was gefasst machen. Beispiel: ihr letzter Ehemann und paar ehemalige Manager können berichten, was dann los ist. Aber nicht nur sie, auch bestimmte Unbekannte.

    Wenn man selbst dominant ist, dann ist es halt gut, wenn man eine Person findet, die damit umgehen kann. Aber wer damit nicht umgehen kann, der/die sollte dann wenigstens respektvoll behandelt werden. Denn Gerüchte in die Welt zu setzen, damit noch Geld zu scheffeln, und meinen, man sei gutmütig, das grenzt dann halt an Arroganz.
    Und damit macht man sich eben keine neue Fans, zumindest nicht solche, die für Künstler/innen hilfreich sind.
    Bevor man also eine Person quasi blind und kritiklos würdigt, finde ich es authentischer und ehrlicher, auch mal hinter die Kulisse zu schauen.

    Es ist übrigens Geschmacksache, ob man ihr Lieder toll findet oder nicht. Oder ob man gewisse Aktionen von ihr toll findet oder nicht. Das ist bei allen Künstler/innen so. Es können nicht alle Menschen alle Künstler/innen gleichermaßen toll finden, das versteht sich von selbst.

    Was ich nicht so toll finde, ist, auf welche Art und Weise so manche Künstler/innen ihre Karriere lebendig halten. Manche können das angeblich nur, wenn sie andere unter Kontrolle halten. Freiheit geht aber anders.
    Wer selbst fair behandelt werden möchte, sollte fair zu anderen sein. Ich weiß nicht, wie viele es mögen gezwungen zu werden, welche Künstler/innen sie toll zu finden haben.
    Das bleibt die Entscheidung jedes einzelnen. Sobald das aber nicht mehr frei und eigenständig bleibt, beginnt Manipulation.
    Meistens ist es eine Frage der Zeit, bis ein Erfolg durch Manipulation zu keinem Erfolg mehr wird. Und ich spreche da über Dinge, die selbsterklärend sind. Man muss nicht studiert sein, um auf diese Tatsache zu kommen.

    Es bleibt jedem selbst überlassen, wen man gerne hört und wen nicht. Und wenn jemand feststellt, dass ein/e Künstler/in einfach dem eigenen Musikgeschmack nicht mehr entspricht, dann ist das auch legitim zu sagen.
    Geschmäcker sind vielfältig - es können nicht alle alles gleichermaßen toll finden.

    ©BuntesUndSchönes
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#9 trans naysayerAnonym
  • 29.06.2019, 14:20h
  • Antwort auf #6 von QueerBierHere
  • "Als Person die von der Öffentlichkeit lebt begibt sie sich selbst in die Position das sie bewertet wird, keine Person der Öffentlichkeit hat einen Anspruch auf die Zuneigung der Öffentlichkeit..."

    "Öffentlichkeit"...PAH! Sie wäre nicht die Erste, die unter dem Brennglas der sogenannten "Öffentlichkeit" von eben dieser verbrannt wird.

    Was glauben manche Menschen, wer Madonna ist? Dass sie alles, was sie tut, nur für sie, für andere, tut? Dass sie eine Blaupause ist, auf die jede*r seine*ihre Wünsche und Sehnsüchte projezieren kann? Die "irrelevant" wird, wenn das nicht mehr funktioniert? Wenn man ihr nicht mehr folgen kann? Ist sie Objekt oder Mensch?

    Oder tut sie all diese Dinge nicht in Wahrheit für sich selbst?

    Madonna kannte immer diese Sehnsucht nach dieser schwer zu greifenden, absoluten Freiheit.
    Wenn Madonna einst sterben wird, wird sie dem Teufel nichts gönnen. Er wird nur gelehrte Krüge und bis auf den letzten Rest ausgequetschte Schläuche vorfinden.
    Madonna verstand immer, was es heisst, bedingungslos zu leben. Sie kannte immer diese Leidenschaft. Diese Art von Leidenschaft, die nie nachlässt.

    ...und jetzt Du. Die "Öffentlichkeit". Your turn. Go.

    Some people like powerful women only, when they are in boxes. Either you break the rules, or the rules will break you.
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#10 LotiAnonym
  • 29.06.2019, 14:38h
  • Antwort auf #8 von Menschen
  • Danke Dir für diesen guten Kommentar. Als nicht Fan von Madonna, enthalte ich mich hier auch jeglicher Kritik. Aber wie ich hier schon einmal zugegeben habe, gefallen mir so einige ihrer Songs gut.
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