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Diva
Madonna löst mit Video gegen Waffengewalt Kontroverse aus
Nach ihrem vergeigten ESC-Auftritt sorgt die Diva erneut für negative Schlagzeilen: Überlebende des "Pulse"-Attentats kritisieren ein neues "unsensibles" Musikvideo der 60-Jährigen.

Szene aus dem Video zu "God Control"
- 28. Juni 2019, 11:36h 2 Min.
Die US-Sängerin Madonna hat mit ihrem Musikvideo zur Single "God Control" Kritik von Opfern von Waffengewalt auf sich gezogen. Im Clip wird dargestellt, wie ein Mann mit einer automatischen Waffe auf Besucher eines Tanzclubs schießt.
Die mit poppiger Discomusik unterlegten Szenen erinnern an das Attentat im LGBTI-Nachtclub "Pulse" 2016 in Orlando im US-Bundesstaat Florida, bei dem 49 Menschen starben (queer.de berichtete). Das Video solle ein Zeichen für schärfere Waffengesetze in den USA setzen, wie die 60 Jahre alte Musikerin ("Madame X") in Großbuchstaben auf Twitter mitteilte.
/ MadonnaThis is your wake up call. Gun violence disproportionately affects children, teenagers and the marginalized in our communities. Honor the victims and demand GUN CONTROL. NOW. Volunteer, stand up, donate, reach out.
Madonna (@Madonna) June 26, 2019
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Überlebende des "Pulse"-Attentats kritisierten diese Inszenierung in dem Promi-Portal "TMZ". Brandon Wolf sagte am Donnerstag, Madonna habe bis heute die Opfer nicht gewürdigt. Es sei nicht zu verstehen, warum Madonna jetzt – drei Jahre später – die Ereignisse künstlerisch aufgreife und doch keinen direkten Bezug darauf nehme.
"Schwer anzuschauen"
Patience Carter, die 2016 ebenfalls im "Pulse" war, nannte das Video nach Erscheinen am Mittwoch "schwer anzuschauen". Ihrer Meinung nach sei das nicht der richtige Weg, um auf das Thema aufmerksam zu machen. "Für jemanden wie mich, der diese Bilder wirklich gesehen hat, der diese Bilder wirklich erlebt hat, sie noch einmal dramatisiert für Aufrufe auf YouTube zu sehen – das fühlte sich sehr unsensibel an", sagte sie.
Die Pop-Queen hat bereits in der Vergangenheit mehrmals mit politischen Botschaften Kontroversen ausgelöst. 2003 machte sie beispielsweise Furore, als sie sich bei den MTV-Music-Awards innig mit Britney Spears küsste. Madonna postete ein Bild von der Aktion nach dem Anschlag in Orlando mit der Überschrift "Stop Hate. Stop Violence" (Stoppt Hass. Stoppt Gewalt). (dpa/dk)














