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Düsseldorf: "Macheten-Mann" erwischt

Der Rentner soll seit langem im Hofgarten Büsche gestutzt haben, um Schwule und Obdachlose zu vertreiben. Laut "Express" war der "verrückte Schwulenhasser" auch für die AfD aktiv.


Die sichergestellte Machete des Mannes (Bild: Landeshauptstadt Düsseldorf, Ordnungsamt)

Mitarbeiter des Düsseldorfer Ordnungs- und Servicedienstes haben bei einer Routinekontrolle im Hofgarten am Donnerstagabend gegen 21 Uhr den so genannten Macheten-Mann auf frischer Tat ertappt. Über den Mann wurde in lokalen Medien seit Monaten berichtet: Er soll unter anderem Büsche gestutzt und Bäume gefällt haben, damit Schwule den Park in Altstadt-Nähe nicht mehr zum Sex nutzen (queer.de berichtete).

Bisher war der Mann aber nicht bei der Tat von Offiziellen erwischt worden. Nun stellten die Beamten seine Machete mit 23 Zentimeter langer Klinge sicher und nahmen die Personalien auf – es handelt sich demnach um einen 75-Jährigen.

Laut der Mitteilung der Stadt wurde der Mann in der Parkanlage zwischen dem Spielplatz "Inselstraße" und der Unterführung Maximilian-Weyhe-Passage erwischt, als er dabei war, mit der Machete Äste von einem Strauch abzutrennen. Die Einsatzkräfte forderten den Mann auf, die Waffe fallen zu lassen. Dem kam der 75-Jährige umgehend nach.

Nach der Aufnahme der Personalien sei der Mann belehrt worden, dass das Zuschneiden von Bäumen und Pflanzen im öffentlichen Raum verboten ist. Der 75-Jährige sei uneinsichtig gewesen, so die Pressemitteilung der Stadt. Er habe zunächst angegeben, Unkraut zu entfernen. Weiterhin äußerte er: "…von der Obrigkeit wird nichts gegen die Obdachlosen und diese Leute unternommen. Wenn ich hier nicht frei schneide, treiben die sich im Gebüsch 'rum."

Platzverweis und Bericht an Polizei und Staatsanwaltschaft

Zur Verhinderung weiterer Verstöße wurde die Machete durch die OSD-Mitarbeiter sichergestellt, der Mann erhielt einen Platzverweis für den Hofgarten. Die Polizei erhalte nun einen Bericht wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Waffengesetz, so die Stadt. Sie weist darauf hin, dass der Mann im Verdacht stehe, "für ähnliche Beschädigungen des Baum- und Strauchbestands im Hofgarten in der Vergangenheit verantwortlich zu sein", wozu das Garten-, Friedhofs – und Forstamt als Eigentümerin des Hofgartens bereits früher eine Strafanzeige gegen "Unbekannt" gestellt habe. Der nun ermittelte Vorfall werde daher auch der Staatsanwaltschaft zugeleitet.

Die WAZ meldete kürzlich, der Mann habe auch Zelte von Obdachlosen mit einem Messer zerstört. Im Januar hatte der "Express" als erstes Medium über den Mann berichtet. Er wolle "verhindern, dass sich Schwule im Gebüsch vergnügen", soll er einem Zeugen gesagt haben. Auch habe er Angelschnüre ins Buschwerk geknetet oder Ketchup auf die Bänke geschmiert, so die Zeitung in mehreren Artikeln.

Der "Express", der "von blankem Schwulen-Hass" als Motiv sprach, berichtete am Freitag ein weiteres Detail. Demnach habe die Zeitung erfahren, "dass der Macheten-Mann für die AfD aktiv ist, zum Beispiel in ihrem Auftrag in Düsseldorf blaue Blumen an Passanten verteilte." (nb)



#1 AnonymAnonym
  • 28.06.2019, 22:51h
  • Genau das ist die Kausalität, den man zur Hetze der AfD in den Medien herstellen muss - zusammen mit dem Totalversagen Behörden.
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#2 Ana NymAnonym
  • 29.06.2019, 15:12h
  • "Totalversagen der Behörden"???
    - egal manches muss man nicht verstehen!

    Die Beziehung zur AfD ist ein Glücksfall und sollte, wie auch hier passiert, thematisiert werden.
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