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Frauen-Fußball-WM

Megan Rapinoe nimmt Einladung ins Repräsentantenhaus an

Zur demokratischen Abgeordneten Alexandria Ocasio-Cortez kommt die lesbische Kapitänin des US-Nationalteams gern. Einen Besuch im Weißen Haus bei Donald Trump hatte sie ausgeschlossen.


Megan Rapinoe protestierte bereits durch Nichtsingen der Nationalhymne gegen die Trump-Regierung und ihre Behandlung von Minderheiten (Bild: Jamie Smed / flickr)

US-Fußballstar Megan Rapinoe zieht einen Besuch im Repräsentantenhaus einem Empfang im Weißen Haus vor. Die Kapitänin des Nationalteams nahm am Freitag eine Einladung der demokratischen Abgeordneten Alexandria Ocasio-Cortez ins Kapitol an.

Rapinoe hatte vor einigen Tagen den Ärger Trumps auf sich gezogen, als sie ankündigte, einen möglichen Empfang im Weißen Haus nach der Frauen-Fußball-WM in Frankreich zu boykottieren (queer.de berichtete). Ocasio-Cortez schlug Rapinoe am Freitag vor, dass sie zusammen mit ihren Mitspielerinnen das Repräsentantenhaus besichtigen könne. Auch wenn es "nicht das Weiße Haus sei", würde sie sich jederzeit über einen Besuch freuen. Rapinoe nahm die Einladung umgehend an.

Rapinoe schoss die USA ins Halbfinale

Die lesbische Fußballerin hatte angekündigt, im Falle eines WM-Triumphs in Frankreich auf keinen Fall an einem Empfang im Weißen Haus teilzunehmen. Die 33-Jährige ist eine bekannte Aktivistin gegen Rassismus und Homophobie. Daraufhin attackierte der US-Präsident die Stürmerin per Twitter: "Sie sollte nicht respektlos gegenüber unserem Land, dem Weißen Haus oder unserer Flagge sein, zumal so viel für sie und ihre Mannschaft getan worden ist", schrieb Trump. Rapinoe solle "erst mal gewinnen, bevor sie redet".

Bereits beim ersten Spiel des US-Teams bei der Frauen-Fußball-Weltmeisterschaft in Reims hatte Rapinoe durch das Nichtsingen der Nationalhymne gegen die Trump-Regierung und ihre Behandlung von Minderheiten protesiert (queer.de berichtete). Am Freitag schoss die Kapitänin ihr Team mit zwei Toren gegen Gastgeber Frankreich ins Halbfinale der WM. Vor dem Spiel hatte sie ihre Kritik an Trump erneuert und verteidigt: Die Regierung kämpfe nicht für das gleiche wie das Team und Mitspielerinnen sollten genau darüber nachdenken, ob sie Trump besuchen sollten. Von der Trainerin und Mitspielerinnen hatte sie Unterstützung erhalten.

Nach dem Spiel war Rapinoe gefragt worden, ob ihr Einsatz dadurch persönlich signifikanter werde, dass er im Pride-Monat erfolge. "Go, Gays!", antwortete sie, "Du kannst keine Meisterschaft gewinnen ohne Homosexuelle in deinem Team." Sie werde angetrieben von Personen, die so wie sie sind und für die gleichen Dinge kämpften. Das Positive bringe mehr Energie, als sich mit jemanden anzulegen. "Gay und fabulös zu sein, während des Pride Month bei einer Weltmeisterschaft – das ist schön!" (cw/AFP)