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Polizeibericht

Transphober Pöbler schlägt Mann mit Faust gegen den Kopf

Am Berliner Alexanderplatz kam es zu einem LGBTI-feindlichen und sexuellen Übergriff: Zwei junge Männer beleidigten eine Transfrau und belästigten ihre Begleiterin – ein Passant, der den Frauen helfen wollte, wurde von den Rabauken geschlagen.


Zwei junge Männer im Alter von 18 und 22 Jahren bepöbelten am Samstagabend zwei Frauen, darunter eine Transfrau (Bild: NervousEnergy / flickr)

Die Berliner Polizei meldet einen Übergriff am Alexanderplatz am späten Samstagabend, bei der ein "couragierter Passant" Opfer von körperlicher Gewalt wurde: Zwei 23-jährige Frauen, die auf einer Steinmauer am Alexanderplatz zwischen der Marienkirche und dem Fernsehturm saßen, mussten sich zunächst gegen Pöbler wehren. Gegen 23.20 Uhr näherten sich ihnen demnach zwei Männer, von denen einer Kontakt zu einer der Frauen suchte und ihr ans Bein fasste.

Die Frau wies den Mann lautstark ab. Ihre gleichaltrige Begleiterin, eine Transfrau, soll sie hierbei unterstützt und ebenfalls von dem Mann gefordert haben, sie nicht zu belästigen. Daraufhin sollen beide Männer im Alter von 18 und 22 Jahren die Transfrau mit LGBTI-feindlichen Äußerungen beleidigt haben.

Ein 29-jähriger Passant mischte sich daraufhin in das Geschehen ein und wurde von beiden pöbelnden Männern attackiert. Hierbei soll einer der Männer ihn am T-Shirt festgehalten und sein Begleiter ihm mit der Faust gegen den Kopf geschlagen haben, meldete die Polizei.

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Polizei nahm Pöbler vorübergehend fest

Alarmierte Polizistinnen und Polizisten nahmen die beiden Männer vorübergehend fest. Auf sie warten nun Strafermittlungsverfahren wegen sexueller Belästigung, gefährlicher Körperverletzung und Beleidigung.

In Berlin werden anders als in anderen deutschen Städten mögliche homo- oder transfeindliche Hintergründe von Straftaten gezielt in den Polizeiberichten publik gemacht. Die Polizei und Staatsanwaltschaft der Hauptstadt besitzen außerdem eigene Ansprechpartner für LGBTI, an die sich Betroffene gezielt wenden können. (pm/cw)



#1 BobAachenProfil
  • 01.07.2019, 10:42hAachen
  • "In Berlin werden anders als in anderen deutschen Städten mögliche homo- oder transfeindliche Hintergründe von Straftaten gezielt in den Polizeiberichten publik gemacht. Die Polizei und Staatsanwaltschaft der Hauptstadt besitzen außerdem eigene Ansprechpartner für LGBTI, an die sich Betroffene gezielt wenden können. (pm/cw)"

    Wie wäre es mit Presse??
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#2 Svetlana LAnonym
  • 01.07.2019, 10:56h
  • Rabauken? Sorry, ist das nicht ein bisschen zu verharmlosend für Menschen, die andere wildfremde Menschen belästigen und verbal wie körperlich attackieren. In meinen Augen sind das Straftäter und als solche sollte man sie auch benennen. Gut, dass die beiden gleich festgenommen werden konnten - danke an die Polizei. Den beiden Frauen und dem helfenden Mann wünsche ich gute Besserung.
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#3 LotiAnonym
  • 01.07.2019, 11:33h
  • Antwort auf #2 von Svetlana L
  • Gewalttätige Übergriffe durch Gruppen waren in der Vergangenheit am Alexanderplatz in Berlin leider fast schon regelmäßig geworden. Seit es dort eine fest eingerichtete Polizeistelle gibt, hat sich die Lage etwas entspannt. Aber am Abend wäre ich immernoch sehr,sehr vorsichtig, mich unmittelbar des Fernsehturms aufzuhalten. Kann ich jedem nur empfehlen.
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#4 SpracheAnonym
#5 QueerBierHereEhemaliges Profil
  • 01.07.2019, 11:50h
  • Antwort auf #4 von Sprache
  • Definition "Rabauke":

    "Besonders jüngere männliche Person, die sich laut und rüpelhaft benimmt, gewalttätig vorgeht"!

    "Rabauke" passt wie die Faust aufs Auge, auch keine Ahnung in wie weit die Bezeichnung den Artikel jetzt so abschwächen soll das ihr der Meinung seid er würde dadurch für den Leser verfälscht oder vom Leser falsch eingeordnet... Wenn ich den Kontext missachte kann ich mich an jedem Wort aufhängen!
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#6 SpracheAnonym
  • 01.07.2019, 12:21h
  • Antwort auf #5 von QueerBierHere
  • Es geht doch nicht nur um die lexikalische Bedeutung eines Ausdrucks (die Denotation), sondern auch um die Konnotationen.

    Und Rabauken sind nun mal Leute, die vielleicht mal über die Stränge schlagen, aber eigentlich nur sowas wie "dumme Jungen" sind. Halt "Dumme-Jungen-Streiche".

    Das erkennt man auch daran, dass man sowas wie "Rabauke" auch als Kosewort nehmen kann. Z.B. wenn ein kleines Kind was ausgefressen hat: "Na, Du bist ja ein kleiner Rabauke." Man würde aber nicht sagen "Du bist ja ein kleiner Schläger / Pöbler / Hetzer / o.ä."

    Gerade wir sollten doch die Macht von Sprache kennen.

    Und übrigens: der Kontext ändert gar nichts daran. Oder macht ein Satz wie "Ich bin gegen rassistische Beleidigungen von Niggern." das N-Wort besser, nur weil der Kontext zeigt, dass man eigentlich dagegen ist?!
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#7 Svetlana LAnonym
  • 01.07.2019, 12:29h
  • Antwort auf #5 von QueerBierHere
  • Dann schreibe aber auch weiter "... heute insbesondere für freche Jungen zwischen 4 und 14 Jahren gebräuchlich". Das wird auch besonders deutlich, wenn man sich die sinnverwandten Wörter anschaut: Bengel, Gör, Göre, Grobian, Lausbub, Lausebengel, Lauser, Range, Rotzbengel, Rotzgöre, Rotzlöffel, Rüpel, Schlingel
    Sei mir nicht böse, aber ich bleibe dabei, dass Rabauke in diesem Kontext verharmlosend wirkt.
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#8 DerGrobianAnonym
  • 01.07.2019, 12:57h
  • Rüpel bezeichnet eher männliche Jugendliche zwischen 12 und 21, mit einer rauhen und gewalttätigen Art, die aber noch nicht ins kriminelle gerutscht ist.. Mich stört der Begriff jetzt auch nicht und ich finde ihn nicht verharmlosend, aber man könnte auch von Raufbolden, Rowdys, Schlägern, Wüstlingen, Lümmeln etc. sprechen. Das meint alles ähnliches
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#9 DerGrobianAnonym
#10 LotiAnonym
  • 01.07.2019, 13:23h
  • Antwort auf #5 von QueerBierHere
  • Hier gebe ich meinen Vorrednern recht. Rabauke ausgerechnet von der queer Redaktion zu schreiben, klingt für mich auch eher wie eine Verharmlosung. DieRedaktion weiß sicherlich auch, das gerade in Berlin die Gewalt gegen Schwule und Lesben wieder zunimmt.
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