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Kommentare zu:
Günstig ins queere Urlaubsparadies


#1 axelsProfil
  • 01.07.2019, 17:13h-
  • Wirbt die LGBT*-Community für Dinge, die zwar im Gay-Mainstream üblich und anerkannt sind - wie eben das hedonistische Durch-die-Welt-Fliegen - dann pusht und verteidigt sie nicht nur eine "imperiale Lebensweise", die auf massiven Ungerechtigkeitsverhältnissen basiert und diese fortschreibt, sondern fällt auch der Kimabewegung - und damit wohl wichtigsten Bewegung von heute überhaupt - in den Rücken. Ich schätze Eure Arbeit bei queer.de sonst sehr; aber diese Form des rainbow-capitalism sollte nicht sein. Bittet lieber aktiver um finanzielle Unterstützung, als Airlines eine Plattform für ein pinkenes Klima-White-Washing zu geben. Strong in Diversity. Movements in Solidarity. Fighting for Queerness and ClimateJustice. No Justice? No Pride!
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#2 TuckDavisProfil
  • 01.07.2019, 18:16hBad Kreuznach
  • Antwort auf #1 von axels
  • Die Antwort auf unsere Klimaprobleme ist sicher nicht in Werbung zu finden.
    Auch wirst du Menschen, die es sich Leisten können nicht davon abbringen zu Fliegen oder den PC wieder aus zu machen weil das Internet ein rießiger Ressourcenverbraucher ist.

    Die Antwort ist Forschung und damit meine Ich nicht das Greenwashing, das zur Zeit betrieben wird. Windräder und Solarzellen haben bei weitem keine bessere Klimabilanz als Kohlekraft - wenn man alle Faktoren berücksichtigt, wie z.b.: Raubbau an Seltenen Erden (deren Name hat einen Grund).

    Sicher wirst du die Menschheit nicht dazu bringen sich selbst ins Mittelalter zurück zu begeben um ihren Fortbestand zu retten - darauf lässt sich niemand ein.
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#3 FredericAnonym
#4 LotiAnonym
#5 axelsProfil
  • 02.07.2019, 17:25h-
  • Antwort auf #2 von TuckDavis
  • Selbstverständlich ist Werbung nicht das Mittel erster Wahl. Aber einen Lebenswandel zu promoten und ihm zu ideeller Anerkennung zu verhelfen, der nur auf dem Rücken von Schwächeren zu haben ist und sich mit ihnen entsolidarisiert, das hat mit Emanzipation nicht viel zu tun. Da zieht auch das Argument mit Technikoptimismus nicht. Logisch braucht es diesbezüglich Fortschritte. Nur solange die nicht vorhanden sind, gilt es gesellschaftliche Praxen so umzugestalten, dass ein die Klimakrise verschärfendes Verhalten nicht hofiert und begünstigt wird. Denn das knappe globale CO2-Budget gibt uns keine Zeit, zu warten, bis all die Techniken großmaßstäblich einsatzreif sind.

    Und ja, Photovoltaikmodule sind in einer Lebenszyklusbetrachtung heute nicht ganz CO2-frei (aber weit besser, als Strom aus fossilen Quellen). Gearde dies wäre ja aber ein Argument, dass wir als Gesellschaft nicht so weitermachen, wie bisher. Oder wo fängt bei Dir / bei Euch das Spektrum von Massnahmen für CO2-Minderung an? Was ist Eure Strategie für Klimagerechtigkeit?
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#6 FredericAnonym
#7 TheDadProfil
  • 02.07.2019, 22:36hHannover
  • Antwort auf #2 von TuckDavis
  • ""Die Antwort ist Forschung und damit meine Ich nicht das Greenwashing, das zur Zeit betrieben wird. Windräder und Solarzellen haben bei weitem keine bessere Klimabilanz als Kohlekraft - wenn man alle Faktoren berücksichtigt, wie z.b.: Raubbau an Seltenen Erden (deren Name hat einen Grund).""..

    Was unter anderem daran liegt die Forschung an Speicher-Medien für Solar-und Wind-Strom in Form von Batterien über Jahrzehnte hinweg einfach vernachlässigt zu haben..

    Elektro-Mobilität ist keine Erfindung der letzten Jahre..

    Das Elektro-Auto gibt es seit mehr als 100 Jahren..
    Elektro-Fahrräder sogar schon 150 Jahre..

    Die Weiterentwicklung der Batterie-Technik wurde zugunsten des Verbrennungs-Motors seit über 100 Jahren mindestens vorsätzlich verhindert..

    Für Solar-und Wind-Strom gibt es aber bereits vernünftige Speicher-Techniken..
    Man speichert ihn als Wasserstoff um aus ihm später bei Bedarf Umwelt-freundlich wieder Strom zu gewinnen..

    Neue "Vulkan-Stein-Speicher" speichern über Solar-und Wind-Energie erzeugte Wärme über eine Woche, um aus diesem Speicher bei Bedarf Strom zu erzeugen..

    Wer hier dann "denkt" bei Umwelt-freundlicher Energie-Erzeugung sei schon das "Ende der Fahnenstange erreicht", der irrt einfach..
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#8 TheDadProfil
  • 02.07.2019, 22:40hHannover
  • Antwort auf #3 von Frederic
  • ""Sehe ich genauso. Die Windräder in Deutschland tragen im Übrigen zum massenhaften Insektensterben bei (1200 Tonnen pro Jahr).""..

    Eine sehr interessante Information..

    Gibt es eigentlich Zahlen dazu wie viele Insekten auf das Konto von Windschutzscheiben von PKW und LKW gehen, oder wie viele Insekten auf den Äckern der herkömmlichen Landwirtschaft durch den Einsatz von Herbiziden und Insektiziden verrecken ?
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#9 axelsProfil
  • 03.07.2019, 12:25h-
  • Antwort auf #6 von Frederic
  • Frederic, ist Dir bewusst, wie reaktionär Dein "Also ich flieg in den Urlaub und du kannst ja zu Hause bleiben. Das ist doch gerecht, jeder bekommt so das was er gut findet" ist? Für Dich ist der Maßstab gerechten Handelns nichts anderes, als das, was man will. Handlungsfolgenverantwortung: gleich Null. Dieser selbstgefällige und chauvinistische Hedonismus ist gesellschaftlich komplett destruktiv: Er biedert sich der heute arbeitsteilig organisierten Herrschaft geradezu an, führt zur Verschärfung der Folgeerscheinungen der herrschenden "imperialen Lebensweise"; Er entspringt dem humanistischen, auf individuelle Freiheit zielenden Emanzipationsideal, mit dem die gemeinschaftliche Rückbindung (in Solidarität / Brüderlichkeit / Schwesterlichkeit / Menschlichkeit) völlig verloren gegangen ist. Ein Armutszeugnis sondergleichen. Ich hoffe, Du nimmst keines jener LGBT*-Rechte aktiv in Anspruch, für das Bewegungen einst gestritten haben. Denn auch, dass unsere Rechte beschnitten werden, finden viele gut und gerecht.
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#10 Nur mal soAnonym
#11 axelsProfil
  • 03.07.2019, 15:53h-
  • Antwort auf #10 von Nur mal so
  • Ja, das humanistische, auf individuelle Freiheit zielende Emanzipationsideal hat uns mit unseren Rechten weit gebracht. Genau darum leben wir ihm ja nach und finden es ganz prima! Das schliesst aber nicht aus, dass nicht auch ein Emanzipationsmodell mit stärkerer gemeinschaftlicher Prägung Individualrechte kennt und fordert und stark macht. Denn mit dem Fokus auf Individualisierung geht die gesellschaftliche Rückverankerung und Mitverantwortung durch eine verabsolutierte Form der Freiheit und ihrer inhärenten Tendenz zu individueller Autonomie allzuschnell vergessen (M. Bookchin unterscheidet genau hier autonomy und freedom, und damit eine individualistische von einer im weitesten Sinne sozialistischen Tradition). Es sind verschiedene Aspekte, die mit dem humanistischen Emanzipationsmodell nicht verabsolutiert werden sollten, wollten wir es verteidigen: u.a. A) die Tendenz, gesellschaftliche Anerkennung v.a. durch Rechtsvermitteltheit abzusichern (sie sollte breiter verankert sein, da Rechte auch wieder genommen werden und gegen sie verstossen werden kann) und B) die Tendenz der (Hyer-) Individualisierung (der Singularitäten, Einsamkeit, gesellschaftlichen Entbettung etc.) in Verbindung mit einem Sujektverständnis, indem wir uns selbst als autonom begreifen - und darin beginnen, unser Entfremdetsein von Natur und Gemeinschaft gegen sie und uns zu nutzen; z.B. im Sinne von: Was mir gefällt ist gut - und das, was mein Handeln bei andern bewirkt, geht mich nichts an (und berührt mich auch nicht einmal).
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#12 FredericAnonym
#13 Nur mal soAnonym
  • 03.07.2019, 16:52h
  • Antwort auf #12 von Frederic
  • Individuelle Freiheit ist wichtig, auch für mich, aber mein Statement ist kein Freibrief für Deine Verantwortungslosigkeit.
    Individuelle Freiheit muss Verantwortung für andere Menschen, die Umwelt und die Zukunft unseres Planeten mit einbeziehen.
    Auch Verzicht kann mal eine Option sein, die man aus individueller Freiheit zugunsten des Großen und Ganzen trifft.
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#14 Homonklin44Profil
  • 03.07.2019, 17:16hTauroa Point
  • Antwort auf #5 von axels
  • Sich nicht von aktuellen Mythen und Hineinsteigerungsmöglichkeiten die Urlaubslaune verderben lassen.

    Im Erdzeitalter, in dem die Kohleflöze entstanden, war die Co2-Konzentration in der Atemluft gewaltig im Vergleich zu den heutigen Panikmache-Modellen, und das Klima hat sich nach und nach auch wieder eingerenkt, nachdem es über viele Millionen von Jahren keine Eiskappen an den Polen gab, und unsere heute gemäßigte Zone von Flusspferden und Löwen durchstreift wurde. Es gab mehrere Erdezeitalter einer partiellen Verwüstung großer Anteile der Erde. Es gab Eiszeiten, die Gletscher bis Richtung Mittelmeer schoben. Alles das hat die Erde überstanden, sie wird auch den durch Menschen mit beeinflussten Klimawandel überstehen. Warte nur kurze 5 Millionen Jahre...
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#15 axelsProfil
  • 04.07.2019, 12:06h-
  • Antwort auf #12 von Frederic
  • Frederic sagt: "Meine Freiheit ist es zu Reisen, ich lasse mich sicher nicht von Öko"aktivisten" daran hindern."

    Sagt ein religiös Bornierter: "Meine Freiheit ist es, Schwule zu diskriminieren und zu Gewalt an ihnen aufzurufen, ich lasse mich sicher nicht von LGBT*-Aktivisten daran hindern."

    Echt Klasse, prima!

    [Nur eins hast Du nicht verstanden: Ich bin kein Öko"aktivist", wenn schon ein "Öko-"Aktivist. Es geht nicht primär um das Fortdauern des Lebens auf dem Planeten, sondern um die Frage, wie gewaltvoll wir es gestalten. "Öko" - wenn Du es denn für eine Diskussion ins Spiel bringst - ist dann nur ein Platzhalter für Klimapolitik, Ressourcenpolitik, Gesundheitspolitik, Migrationspolitik, Gesundheitspolitik, ja, auch für den Erhalt von Biodiversität (hat viel mit Ernähungssicherheit zu tun...) etc.]
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