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Nordrhein-Westfalen

AfD fragt nach "kriminellen" Ausländern mit drittem Geschlecht

Die Rechtsaußenpartei im Düsseldorfer Parlament will in einer schriftlichen Anfrage von der Landesregierung wissen, wie viele "kriminelle Mitglieder libanesischer Clans" divers seien.


Mit beleidigenden Photoshop-Fleißarbeiten macht sich die AfD gerne in sozialen Netzwerken über sexuelle oder geschlechtliche Minderheiten lustig (Bild: Facebook / AfD-Landtagsfraktion Thüringen)

Die AfD-Landtagsfraktion von Nordrhein-Westfalen zeigt mit einer schriftlichen Anfrage wieder einmal, wo die Partei ihre Hauptfeinde sieht. Die Fraktion wollte allen Ernstes von Landesinnenminister Herbert Reul (CDU) erfahren: "Gibt es kriminelle Mitglieder libanesischer Clans, die das Geschlecht 'divers' für sich gewählt haben?"

Die am Mittwoch veröffentlichte schlichte Antwort (PDF) des Ministeriums: "Dem Landeskriminalamt NRW liegen keine Informationen zu kriminellen Mitgliedern libanesischer Clans vor, die das Geschlecht 'divers' für sich gewählt haben."

Warum die Rechtsaußenpartei eine Verbindung zwischen Libanesen, Kriminellen und Mitgliedern des dritten Geschlechts herstellen will, darüber gibt es keine Informationen in der Anfrage. AfD-Politiker versuchen aber immer wieder in Landtagen und im Bundestag, ihre Lieblings-Themenbereiche Ausländer und LGBTI zusammenzubringen. So antwortete die Bundesregierung im Mai auf eine Anfrage der AfD, die wissen wollte, welchen "Nutzen für die deutsche Bevölkerung" die Bundesregierung dem Einsatz für Menschenrechte von ausländischen LGBTI-Personen beimesse (queer.de berichtete).

Klare Feindbilder

AfD-Scharfmacherin Beatrix von Storch hatte bereits vergangenes Jahr in einem Video zum Tag des Grundgesetzes deutlich dargelegt, dass die gemeinsame Abneigung gegenüber dem vermeintlich Fremden, also bestimmten Ausländern und heiratenden Homosexuellen, im AfD-Weltbild eine zentrale Rolle einnimmt (queer.de berichtete).

Gerade auf Intersexuelle schlägt die Partei ein wie Kinder auf Piñatas: In einer Landtagsdebatte in Rheinland-Pfalz über die Rechte dieser Personengruppe sorgte etwa die Abgeordnete Sylvia Groß mit dem Zwischenruf "abartig" für Empörung (queer.de berichtete). Beatrix von Storch bezeichnete die Anerkennung von Intersexualität sogar als "Schwachsinn" (queer.de berichtete).



#1 alter schwedeAnonym
  • 04.07.2019, 11:30h
  • Oh das Fräulein von Storch hat eine Abneigung gegen heiratende Homosexuelle und Ausländer. Das ist aber eine schöne Nachricht. Eine größere Wertschätzung kann uns Homosexuellen und auch den Ausländern gar nicht widerfahren. Oder gibt es in Deutschland, außer Frau Weidel, noch irgendwelche Homosexuellen, Lesben oder Ausländer, die auf die Anerkennung dieser altjüngferlichen Trockenfrucht mit Augenfurunkeln und ihrer aus müffelnder Nazierbärmlichkeit zusammengeschusterten Partei irgendwelchen Wert legen könnten?

    Ratschlag an die Parlamente und Behörden. Anfragen so lange wie irgend möglich hinauszögern und dann in zwei, drei Sätzen knapp und nüchtern antworten. Die Antwort des Landeskriminalamts NRW ist eine gute Vorlage.
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#2 QueerBierHereEhemaliges Profil
  • 04.07.2019, 11:50h
  • Damn, schaut euch mal an was so bei pegida so aufläuft und jetzt stellt euch diese Menschen vor wie se im dunkelosten schmierbäuchig um den Stammtisch gammeln und über...

    "Libanesischen transgender innerhalb krimineller clanstrukturen"

    ...diskutieren!

    Das.... Absurd!
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#3 DramaQueen24Profil
  • 04.07.2019, 12:15hBerlin
  • "Gibt es kriminelle Mitglieder libanesischer Clans, die das Geschlecht 'divers' für sich gewählt haben?"

    Die wollen nur provozieren, ihren Hass verbreiten. Jeder Libanese/Araber/Moslem, der in einer Clanstruktur lebt, würde jemanden, der das tun wollte, sofort wegen der "Ehre" ermorden.
    Und das wissen die AfD-Fuzzis ganz genau!
    Vielleicht sollte es in deutschen Pässen keine Eintragungen wie Mann oder Frau, sondern "Mensch" und "Diverses" geben? Die AfD kann sich dann beim Letzterem ihr Kreuzchen erlauben.
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#4 Homonklin44Profil
  • 04.07.2019, 13:07hTauroa Point
  • Da könnte man ja glatt mal anfragen, ob die Hypothese über einen Zusammenhang von intellektuellem zugang und AfD auch mit "keiner" beantwortet werden könnte.

    Wenn das von Prof. Dr. Sebald Brüsge in Auftrag gegeben würde, meine ich, könnte eine amüsante Abendvorstellung dabei rumkommen.

    Da ist dieser "Partei" wohl wieder mal ein Hurz durchs Gebälk gezogen.

    Wenn es nicht zu traurig wäre, um wahr zu sein.
    Das Lamm, der Wolf .. und wer wen selbst zum Schlächter wählt. Eine Geschichte mit Wiederkehr. ;o/

    Ja man wird sich doch wohl mal que(e)r ins Blaue und brunzdrüber lustig machen dürfen. Wir haben es ja nicht so gemeint.

    Die eine hält ganz viel für Schwachsinn, ja. Aber wenn man nix im Kopf hat, bleibt da nun gar keine große Wahl...
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#5 Ith_Anonym
  • 04.07.2019, 13:12h
  • Antwort auf #1 von alter schwede
  • "altjüngferlichen Trockenfrucht"
    Ich übersetze mal: 'Oh, ein politischer Gegner weiblichen Geschlechts! Lass Gelegenheit mal für n bisschen Frauenhass nutzen! Sind ja schließlich unter Männern hier, da wird man doch wohl noch...'

    Und sich dann über den Erfolg von Leuten wundern, die gruppenbezogenen Menschenhass propagieren.
    Herrlich.
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#6 Patrick SAnonym
#7 WolfgangProfil
  • 04.07.2019, 13:44hBielefeld
  • So dumm und abstoßend das Weltbild der afdler auch sein mag, sie propagieren es mit Zähigkeit und ohne Rücksicht auf Verluste.
    Solche Anfragen sind singulär betrachtet blödsinnig sind - aber in der Masse sollen sie grade dis bewirken: abstumpfen, abwinken, vor die Stirn tippen aber eben auch "ermüden", bis Parlamentarier vor lauter Desinteresse nachgeben. So wurde ja in der letzten Woche zum xten Mal der Versuch ein faschistisches U-Boot in der Hirschfeldstiftung unterzubringen erneut abgelehnt...aber die Verbrecherband macht trotzdem weiter und zwar auf allen möglichen Themengebieten. Sie legt damit gezielt die politische Arbeit lahm bis man ihr nachgibt.

    Zum zweiten ist dieser Verbindung von queeren Themen mit Ausländerhaß offensichtlich; so schlägt man zwei Fliegen mit einer Klappe. So haben schon di Nazis alles was ihnen nicht paßte mit ihrem Judenhaß in Verbindung gebracht: gesellschaftlich Liberalisierungen, soziale Politik, moderne Kunst etc.
    Es sind bei der afd die gleichen faschistischen Mechanismen.
    Und es geht schon längst nicht mehr um die "Stammtische" : die afd hat Vordenken, von Kubitschek bis Jongen, über denen u.a. Peter Sloterdijk als rector Spiritus schwebt.
    Solche Aktionen also wie diese Anfrage sind Detil einer Zerrüttungs- und Zermürbungstrategie der afd. Sein wir sicher - nach den "Ausländern" kommen die queeren Menschen dran.
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#8 QueerBierHereEhemaliges Profil
  • 04.07.2019, 14:11h
  • Antwort auf #5 von Ith_
  • Nein, eine singulare Person zu beleidigen ist keine beleidigung einer ganzen Bevölkerungsgruppe....

    Gewisse Bezeichnungen sind eben per se auf Männlein/Weiblein gemünzt, du würdest eine Frau ja auch nicht als "kleinschwänzigen wichser" bezeichnen bzw das als Beleg für einen generellen Männerhass heranziehen...

    "altjüngferliche trockenfrucht" ist für diese lachhafte luftnummer von Person auch noch viel zu milde, mehr als eine rudimentärere LMS Aussage ist diese Person allerdings auch nicht wert!
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#9 DamienAnonym
#10 alter schwedeAnonym
  • 04.07.2019, 15:18h
  • Antwort auf #5 von Ith_
  • Die altjüngferliche Trockenfrucht lässt ja nun mal auch keine Gelegenheit aus, mich als Schwulen Mann zu beleidigen und mir das Recht auf meine Homosexualität und meine Persönlichkeitsrechte abzusprechen.

    Das Sie das als Frau tut gibt ihr keinen Persilschein für eine rücksichtsvollere Behandlung. Sie gibt die selbe Scheiße von sich wie ihre männlichen Parteigenossen.

    Sie diskreditiert Formen von Sexualität die ihr nicht genehm sind und muß es sich deshalb gefallen lassen, daß ihr im Gegenzug eigene sexuelle Kompetenz abgesprochen wird und diese im selben Zug mit sprachlichen Mitteln karikiert wird.
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